Eklat bei "hart aber fair": Historiker wirft SPD-Mann AfD-Argumentation vor

Berlin - Seit dem Wochenende eskaliert die Lage in Nahost. Wie geht es nun weiter? Bei "hart aber fair" kam es zu einem hitzigen Schlagabtausch.

SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner (66) reagierte auf den Vorwurf wenig begeistert.  © WDR/Dirk Borm

Unter dem Titel "Angriff auf Irans Regime: Wohin führt der neue Krieg?" hatte ARD-Moderator Louis Klamroth (36) mehrere Gäste eingeladen.

SPD-Politiker Ralf Stegner (66) nutzte seinen Auftritt für Kritik an den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran.

"Natürlich freuen wir uns, wenn dieses Regime endlich fällt. Aber ob der Weg dazu ist, Krieg zu führen, das ist die Frage, die man sich wirklich fragen muss. Trump sagt jetzt, es dauert vier Wochen", so der Außenpolitiker.

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Er ergänzte: "Ich glaube jedenfalls, dass Krieg nicht die richtige Methode ist." Gemeinsam Druck ausüben, sei eine bessere Alternative. Denn Krieg habe schlimme Folgen für diejenigen, die davon betroffen seien.

Daraufhin schaltete sich Historiker Michael Wolffsohn (78) ein: "Ich finde, dass Ihre Argumentation der AfD sehr ähnlich ist. Kann das sein?"

Stegner, der sich in der Vergangenheit immer wieder von der AfD distanzierte, reagierte sichtlich überrascht: "Das ist nicht mein Bier. Ich habe mit Rechtsradikalen nichts am Hut. Ich sage Ihnen nur, für das Völkerrecht einzutreten, ist nicht rechtsradikal."

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Historiker Michael Wolffsohn (78) warf Stegner vor, AfD-Argumente zu bedienen.  © Guido Kirchner/dpa
Moderator Louis Klamroth (36) führte durch eine angespannte Sendung rund um den Nahost-Konflikt.  © Julia Sellmann/ARD Das Erste/obs

Ralf Stegner reagiert empört: "Das ist frech"

Politiker der AfD, aber auch der Linken sowie der Grünen hatten die Angriffe auf den Iran zuvor kritisiert und eine Achtung des Völkerrechts eingefordert.

Wolffsohn ließ nicht locker und sagte: "Es geht hier um die Sache, da kommen Sie mir hier nicht weg." Stegner reagierte empört: "Das ist frech! Ich weiß nicht, was die Feststellung soll. Ich kann Ihnen nur sagen, dass es eine Alternative zum Krieg immer geben muss."

Klamroth bemühte sich zusehends, andere Gäste zu Wort kommen zu lassen, um den Eklat wieder abklingen zu lassen, was ihm nach einiger Zeit auch gelang.

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