Hitze im Liveticker: 17-Jähriger tot in Badesee gefunden

Deutschland - Die Republik ächzt weiter unter der Hitzeglocke - sogar nachts! Im sächsischen Kubschütz (Landkreis Bautzen) fiel das Quecksilber in der Nacht zu Sonntag nie unter 29,4 Grad. So heiß war es in deutschen Schlafzimmern seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie! Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, aber es drohen auch heftige Gewitter.

Bei der Hitze kommt jede Abkühlung gelegen! Im Laufe des Sonntags - und vor allem in der Nacht - könnte dann auch Petrus die Himmelsschleusen öffnen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Der gerade erst aufgestellte Temperaturrekord von 41,5 Grad könnte also erneut gebrochen werden. 

Starkregen, schwere Sturmböen und große Hagelkörner werden zudem erwartet. Auch extremes Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Montag kann es bei kräftigen Gewittern richtig scheppern.

Wetter Deutschland Wetterdienst warnt doppelt: Nach Mega-Hitze kommen schwere Unwetter nach Hessen

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

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28. Juni, 22.28 Uhr: Drei Tote beim Baden in Berlin

In Berlin sind am Wochenende drei Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Gruppe in einem Schlauchboot am Samstag gegen 13.00 Uhr eine leblose Person im Jungfernheideteich in Charlottenburg.

Die Menschen im Schlauchboot holten den 42-jährigen Mann demnach aus dem Wasser und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Der alarmierte Rettungsdienst führte diese fort, musste aber noch vor Ort den Tod feststellen. 

Der zweite Vorfall ereignete sich am Tempelhofer Hafen. Dort wurde ein 51-Jähriger leblos im Wasser treibend entdeckt. Nach Angaben der Polizei holten Feuerwehrleute den Mann aus dem Wasser, konnten dann aber nur noch den Tod feststellen. 

Beim dritten Fall am Sonntagabend am Kaisersteg in Oberschöneweide war ein Jugendlicher oder junger Mann in Wasser gesprungen, wie der Lagedienst der Polizei der dpa sagte. Er wurde später leblos aus dem Wasser gezogen; eine Reanimation blieb erfolglos. 

Weiter berichtete die Polizei, dass am Abend auch in Schmöckwitz im Wasser nach einem Vermissten gesucht wurde.

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28. Juni, 21.52 Uhr: 17-Jähriger tot in Badesee gefunden

Ein 17-Jähriger ist leblos in einem Baggersee in Peine gefunden worden.

Er konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Der Jugendliche war seit dem Nachmittag vermisst worden.

Bei der anschließenden Suchaktion wurden unter anderem der Eixer See und die Uferbereiche abgesucht, obwohl ein Badeunfall zunächst als unwahrscheinlich galt.

Am Abend entdeckten die Einsatzkräfte den 17-Jährigen dann im Wasser.

Einsatzkräfte haben in Peine einen Jugendlichen tot aufgefunden. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

28. Juni, 21.24 Uhr: Weiteres Nachbarland knackt hohen Temperaturrekord

Mit vorläufig 40,5 Grad ist in der Grenzstadt Slubice an der Oder ein neuer Temperaturhöchststand für Polen verzeichnet worden.

Der Spitzenwert müsse noch offiziell bestätigt werden, teilte das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft in Warschau mit. Doch Sprecherin Agnieszka Prasek sagte: "Wir können von einem Rekord sprechen."

Die bisherigen Temperaturrekorde in Polen hatten lange Bestand gehabt. 1921 waren 40,2 Grad gemessen worden bei Opole (Oppeln) in Schlesien, das damals zum Deutschen Reich gehörte. Der polnische Höchstwert nach dem Zweiten Weltkrieg stammte von 1994 ebenfalls aus Slubice mit 39,5 Grad.

Auch in Polen steigen die Temperaturen rasant an.  © Lukasz Gagulski/PAP/dpa

28. Juni, 17.23 Uhr: Rettungskräfte entdecken drei weitere Tote

Wegen der großen Hitze zieht es viele Menschen an die Badeseen - gleichzeitig steigt die Zahl der Notfälle.

Nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden. 

Drei Tage dauerte die Suche nach einem 14-Jährigen in einem See bei Düren in NRW. Er war nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen.

Taucher bargen ihn am Sonntagvormittag, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Am Samstag ertrank zudem ein 41-jähriger Mann in einem Baggersee in Düsseldorf. 

Die Zahl der Badetoten ist an diesem Wochenende auf 13 gestiegen.  © Henning Kaiser/dpa

28. Juni, 16.27 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad gemessen

Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.

Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.

Auch am Sonntag macht die Hitze keinen Halt. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa

28. Juni, 15.49 Uhr: Rund 1000 Tote mehr im Nachbarland während Hitzewelle

Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden.

Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.

Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.

Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten.

Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.

Auch Frankreich kämpft derzeit mit der andauernden Hitze.  © Lionel Bonaventure/AFP/dpa

28. Juni, 14.57 Uhr: Weiterer Todesfall nach Abkühlung im See

Die hohen Temperaturen lockten viele Menschen an Seen für eine Abkühlung.

Für zwei Menschen endeten Badeausflüge aber tödlich. Im Bremer Sodenmattsee ertrank am Samstag ein 22-Jähriger. Der junge Mann war Nichtschwimmer, wie die Polizei mitteilte.

Hilfsversuche der Freunde des Mannes blieben erfolglos, da sie selbst in Lebensgefahr gerieten. Sie wurden von zwei weiteren Badegästen gerettet. Feuerwehrtaucher bargen den Ertrunkenen und versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.

28. Juni, 14.49 Uhr: Deutschland glüht - 41,5 Grad und Hitzerekorde gebrochen

Die Hitzewelle hat am Wochenende ihren Höhepunkt erreicht und Deutschland Extremtemperaturen in Serie beschert.

Erst am Freitagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur in Deutschland registriert.

Am Samstag wurden an derselben Station um 15 Uhr dann 41,4 Grad gemessen. Den absoluten Rekord jedoch registrierte der DWD um 16.20 Uhr mit 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.

Die folgende Nacht war dann nach vorläufigen DWD-Angaben die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im ostsächsischen Kubschütz sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad: Damit wurde der alte Rekord für die wärmste Nacht - 27,2 Grad am 13. August 2003 am Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz - um mehr als zwei Grad übertroffen. 

28. Juni, 14.40 Uhr: Mindestens zehn Menschen sterben bei Badeunfällen

Während der Hitzewelle in Deutschland sind seit Freitag mindestens zehn Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Am Samstag ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim, zwei Männer kamen in verschiedenen Gewässern in Berlin ums Leben. Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen starb ein sechsjähriges Kind. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.

Bereits am Freitag war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus. Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich den ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.

In den vergangenen Tagen kam es in Deutschland zu mehreren Badetoten.  © David Young/dpa

28. Juni, 13.03 Uhr: Vermisster Teenager tot aus Badesee geborgen

Ein vermisster 14-Jähriger ist nach dreitägiger Suche im Badesee Echtz bei Düren in Nordrhein-Westfalen leblos geborgen worden.

Einsatzkräfte hatten seit Freitag nach dem Jugendlichen gesucht. Er war nach bisherigen Erkenntnissen mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen. Seine Begleiter hatten noch vergeblich versuchten, ihn über Wasser zu halten.

Am Sonntagvormittag sei der Jugendliche dann geortet und aus dem See geborgen werden, berichtete die Polizei. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Mit Booten, Tauchern und einem Sonarroboter wurde nach dem Vermissten gesucht, auch zwei Hubschrauber waren zwischenzeitlich im Einsatz.  © Henning Kaiser/dpa

28. Juni, 12.58 Uhr: Gewitterfront sorgt für Feuerwehreinsätze im Norden

Gepaart mit Starkregen und heftigen Windböen mussten die Kameraden in Bremerhaven in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrmals ausrücken.

Neben den Unwettereinsätzen, wie umgestürzte Bäume und mit Wasser vollgelaufenen Kellern, rückte die Berufsfeuerwehr noch zu drei ausgelösten Brandmeldeanlagen aus. Bis Sonntagmittag habe es insgesamt 25 derartige Einsätze gegeben.

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