Deutschland - Die Republik ächzt weiter unter der Hitzeglocke - sogar nachts! Im sächsischen Kubschütz (Landkreis Bautzen) fiel das Quecksilber in der Nacht zu Sonntag nie unter 29,4 Grad. So heiß war es in deutschen Schlafzimmern seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie! Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, aber es drohen auch heftige Gewitter.
Der gerade erst aufgestellte Temperaturrekord von 41,5 Grad könnte also erneut gebrochen werden.
Starkregen, schwere Sturmböen und große Hagelkörner werden zudem erwartet. Auch extremes Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Montag kann es bei kräftigen Gewittern richtig scheppern.
TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.
28. Juni, 17.23 Uhr: Rettungskräfte entdecken drei weitere Tote
Wegen der großen Hitze zieht es viele Menschen an die Badeseen - gleichzeitig steigt die Zahl der Notfälle.
Nach stundenlanger Suche wurden die Leichen von zwei Schwimmern am Freitag im Bodensee gefunden. Die älteren Männer waren am Donnerstag vor den Augen ihrer Frauen in den See gesprungen und verschwunden.
Drei Tage dauerte die Suche nach einem 14-Jährigen in einem See bei Düren in NRW. Er war nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen.
Taucher bargen ihn am Sonntagvormittag, ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Am Samstag ertrank zudem ein 41-jähriger Mann in einem Baggersee in Düsseldorf.
28. Juni, 16.27 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad gemessen
Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
28. Juni, 15.49 Uhr: Rund 1000 Tote mehr im Nachbarland während Hitzewelle
Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden.
Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.
Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.
Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten.
Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.
28. Juni, 14.57 Uhr: Weiterer Todesfall nach Abkühlung im See
Die hohen Temperaturen lockten viele Menschen an Seen für eine Abkühlung.
Für zwei Menschen endeten Badeausflüge aber tödlich. Im Bremer Sodenmattsee ertrank am Samstag ein 22-Jähriger. Der junge Mann war Nichtschwimmer, wie die Polizei mitteilte.
Hilfsversuche der Freunde des Mannes blieben erfolglos, da sie selbst in Lebensgefahr gerieten. Sie wurden von zwei weiteren Badegästen gerettet. Feuerwehrtaucher bargen den Ertrunkenen und versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.
28. Juni, 14.49 Uhr: Deutschland glüht - 41,5 Grad und Hitzerekorde gebrochen
Die Hitzewelle hat am Wochenende ihren Höhepunkt erreicht und Deutschland Extremtemperaturen in Serie beschert.
Erst am Freitagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur in Deutschland registriert.
Am Samstag wurden an derselben Station um 15 Uhr dann 41,4 Grad gemessen. Den absoluten Rekord jedoch registrierte der DWD um 16.20 Uhr mit 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.
Die folgende Nacht war dann nach vorläufigen DWD-Angaben die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im ostsächsischen Kubschütz sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad: Damit wurde der alte Rekord für die wärmste Nacht - 27,2 Grad am 13. August 2003 am Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz - um mehr als zwei Grad übertroffen.
28. Juni, 14.40 Uhr: Mindestens zehn Menschen sterben bei Badeunfällen
Während der Hitzewelle in Deutschland sind seit Freitag mindestens zehn Menschen bei Badeunfällen gestorben.
Am Samstag ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim, zwei Männer kamen in verschiedenen Gewässern in Berlin ums Leben. Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen starb ein sechsjähriges Kind. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.
Bereits am Freitag war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus. Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich den ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.
28. Juni, 13.03 Uhr: Vermisster Teenager tot aus Badesee geborgen
Ein vermisster 14-Jähriger ist nach dreitägiger Suche im Badesee Echtz bei Düren in Nordrhein-Westfalen leblos geborgen worden.
Einsatzkräfte hatten seit Freitag nach dem Jugendlichen gesucht. Er war nach bisherigen Erkenntnissen mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen. Seine Begleiter hatten noch vergeblich versuchten, ihn über Wasser zu halten.
Am Sonntagvormittag sei der Jugendliche dann geortet und aus dem See geborgen werden, berichtete die Polizei. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.
28. Juni, 12.58 Uhr: Gewitterfront sorgt für Feuerwehreinsätze im Norden
Gepaart mit Starkregen und heftigen Windböen mussten die Kameraden in Bremerhaven in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrmals ausrücken.
Neben den Unwettereinsätzen, wie umgestürzte Bäume und mit Wasser vollgelaufenen Kellern, rückte die Berufsfeuerwehr noch zu drei ausgelösten Brandmeldeanlagen aus. Bis Sonntagmittag habe es insgesamt 25 derartige Einsätze gegeben.
28. Juni, 12.47 Uhr: "Blow up" auf der A7 - Hitze lässt Fahrbahn aufplatzen
Auf der A7 ist wegen der extremen Hitze die Fahrbahn aufgeplatzt. Der Fall ereignete sich am Samstag zwischen den Anschlussstellen Bad Fallingbostel und Dorfmark.
Die Hitze habe den Beton einzelner Fahrbahnplatten laut Polizei so sehr aufgeheizt, dass sie sich ausdehnten, auswölbten und schließlich aufplatzten.
Zwei Autos wurden dabei beschädigt, verletzt wurde niemand. Der Fahrstreifen wurde gesperrt. Wie lange die Reparatur andauern sollte, war zunächst nicht bekannt.
28. Juni, 11.48 Uhr: Mehr als 600 Passagiere sitzen ohne Klimaanlage im Zug fest
Ein Baum war bei einem Sturm am frühen Samstagabend auf eine Oberleitung gefallen und der Zug der tschechischen Bahn (České dráhy), der von Hamburg nach Prag fahren sollte, verlor seinen Fahrstrom.
Die Klimaanlage fiel aus, Türen blieben verschlossen. So saßen mehr als 600 Passagiere in der Prignitz (Brandenburg) fest. Einsatzkräfte öffneten schließlich die Türen, mussten dafür Bäume aus dem Weg sägen.
Kinder, Schwangere und ältere Menschen brachte die Feuerwehr demnach aus dem heißen Zug, der Rest musste dort ausharren. Zwei Menschen mussten laut "Märkische Allgemeine" mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht werden.
Gegen 23 Uhr zog eine Diesellok den Zug nach Karstädt. Weiter ging es von dort nicht, in einer Sporthalle wurde ein Notlager aufgebaut, Passagiere konnten dort schlafen. Am Morgen brachten Linienbusse die etwa 500 Menschen zum Bahnhof nach Karstädt, wo sie mit zwei ICE weiterreisen konnten.
28. Juni, 11.26 Uhr: 36 Grad und es wurde noch heißer! Erotik-Schiff schippert über Bodensee
Am Wochenende hat das ausverkaufte "Torture Ship" wieder in Friedrichshafen abgelegt. Die Gäste - in der Vielzahl in in Lack und Leder gehüllt - gerieten ins Schwitzen.
"Es ist extrem heiß", sagte ein 60-jähriger Schweizer. Es sei trotzdem wunderbar. Veranstalter Thomas Siegmund hatte zur Abkühlung extra mobile Duschen installiert. Durch den Fahrtwind sei die "Torture" aber "überraschend angenehm" gewesen.
Jedes Jahr trifft sich die internationale Fetisch-Szene am Bodensee und sorgt für Aufsehen. Den Latex- und Leder-Dampfer gibt es schon seit 1997. Rund 450 Menschen waren laut Veranstalter an Bord.
28. Juni, 11.17 Uhr: Waldbrand mit Explosionen in Rheinland-Pfalz
In der Nacht wurden deswegen Teile des Ortes Traisen südwestlich von Bad Kreuznach geräumt.
Weil es sich bei der Fläche um ein Kampfmittelgebiet handelt, mussten die Löscharbeiten am Samstag unterbrochen werden. Am späten Abend wurden erst einzelne Gebäude in unmittelbarer Nähe geräumt, in der Folge entschieden die Einsatzkräfte, mehrere Straßen im nördlichen Teil Traisens zu evakuieren.
Menschen mussten bis 2 Uhr in der Nacht Gebäude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen, eine Notunterkunft wurde eingerichtet. Am Sonntag lief der Einsatz noch.
28. Juni, 11.08 Uhr: Straßenbahnen bis Montagmorgen in Leipzig außer Betrieb
Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen den Straßenbahnverkehr wegen Hitzeschäden an Schienen und Weichen bis Montagmorgen um 3.30 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte.
Zunächst hatten die LVB den Betrieb nur bis in die Nacht zum Sonntag eingestellt, der Zeitraum wurde jetzt verlängert.
Die hohen Temperaturen sorgten demnach an vielen Stellen im Netz dafür, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich, hieß es.
28. Juni, 10.58 Uhr: Drama in Bayern - Baby schließt sich selbst im Auto ein, Feuerwehr muss helfen
Der Vater (24) gab seinem acht Monate alten Sohn am Samstagvormittag in Rödental nahe der Grenze von Bayern zu Thüringen den Wagenschlüssel, während er einige Gegenstände in den Kofferraum einlud.
Der kleine Junge betätigte den Knopf für die Zentralverriegelung, wie die Polizei mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt stand das Auto in der Sonne und die Außentemperatur betrug bereits 28 Grad. Weil der junge Mann keinen Zweitschlüssel für den Wagen in der Nähe hatte, rief er die Feuerwehr.
Einsatzkräfte schlugen die Scheibe ein und retteten das Kind nach einer Viertelstunde aus dem Auto.
28. Juni, 10.52 Uhr: Wegen Hitzeschäden fahren in Nürnberg vorübergehend keine Straßenbahnen
Der Straßenbelag sei wegen der Hitze an einigen Stellen weich geworden, sodass Straßenbahnen nicht mehr sicher fahren können, teilten die Nürnberger Verkehrsbetriebe VAG mit.
Der Betrieb bleibt demnach den ganzen Sonntag eingestellt. Stattdessen fahren Ersatzbusse.
28. Juni, 10.22 Uhr: Rekordnacht im Osten mit 29,4 Grad gemessen
Die vergangene Nacht war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland.
Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz (Landkreis Bautzen) aufgestellt, dort sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad.
28. Juni, 9.22 Uhr: Hitze lässt Notruf-Leitungen glühen: Einsatz-Rekord für Rettungskräfte
Insgesamt 318 Rettungseinsätze in nur 24 Stunden haben die Kameraden der Dresdner Feuerwehr am Samstag an ihre Belastungsgrenze gebracht. Zugleich war es ein neuer Rekordwert für das laufende Jahr.
Die Feuerwehr betonte: "Diese Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage. Eine abschließende medizinische Bewertung, ob die Wetterlage tatsächlich ursächlich für den jeweiligen Notfall war, ist auf dieser Grundlage nicht möglich."
28. Juni, 9.03 Uhr: Eidgenossen feiern Brauchtum und Traditionen - Brunnenbaden erlaubt!
Beim Eidgenössischen Jodlerfest in Basel jodelten rund 12.000 Aktive in Trachten um die Wette, bliesen Alphorn und schwangen Fahnen.
Trotz Hitze herrschte Hochbetrieb in der Grenzstadt. Sie hatte sich auf rund 200.000 Besucherinnen und Besucher eingestellt. Vor mobilen Sprühnebel-Anlagen sammelten sich Menschentrauben, und die Organisatoren empfahlen eine weitere Abkühlung: "Das Brunnenbaden hat in Basel Tradition und ist offiziell erlaubt".
28. Juni, 7.53 Uhr: Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrand in der Gohrischheide
Die Feuerwehr hat in der Nacht versucht, den erneuten Waldbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg unter Kontrolle zu bringen.
Die Einsatzkräfte wollten verhindern, dass für Sonntag angesagter böiger Wind zu Funkenflug und neuen Brandausbrüchen führen kann. Erst vor einem Jahr hatte es in der Gohrischheide den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben.
28. Juni, 7.43 Uhr: Band Kraftklub spielt vor 32.000 Fans im Glutofen Rudolf-Harbig-Stadion
Die Arena in Dresden war am Samstagabend trotz Mega-Hitze voll!
Bilder zeigen, wie Fans mit Wasserduschen abgekühlt wurden. Einige schützten sich sogar mit Rettungsdecken vor der Hitze. Die Band selbst geriet natürlich auch mächtig ins Schwitzen. Eine Instagram-Story zeigt, wie Kraftklub nach dem Stadion-Konzert im angrenzenden Georg-Arnhold-Bad abtauchte.
27. Juni, 22.08 Uhr: Heißes Juniwochenende knackt hunderte Rekordwerte in Deutschland
Der DWD teilte gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad gemessen.
An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen. Zahlreiche Bundesländer vermeldeten ebenfalls Rekordgradzahlen.
Der vorherige Hitzerekord für Deutschland hatte bei 41,2 Grad Celsius gelegen, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen
27. Juni, 18.57 Uhr: Fast 41 Grad nahe der deutschen Grenze gemessen
In Tschechien ist schon vor dem erwarteten Höhepunkt der Hitzewelle der Temperaturrekord gebrochen worden.
Der staatliche Wetterdienst CHMU registrierte nach vorläufigen Angaben mit 40,8 Grad die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Erreicht wurde dieser Wert in Doksany in der Region Usti nad Labem nördlich von Prag.
Der bisherige Höchstwert von 40,4 Grad Celsius war am 20. August 2012 in Dobrichovice in Mittelböhmen gemessen worden. Auch die Wetterkundler in der benachbarten Slowakei gehen davon aus, dass es neue Temperaturrekorde geben wird.
27. Juni, 18.10 Uhr: Drastische Maßnahme wegen Hitze - LVB stellen Tram-Betrieb bis Mitternacht ein
Aufgrund der Wetterverhältnisse löst sich an vielen Stellen der Asphalt in der Messestadt. Nun reagieren die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mit einer drastischen Maßnahme.
Demnach wird der Betrieb sämtlicher Straßenbahnlinien bis 23.59 Uhr eingestellt. Aktuell arbeite man daran, einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten, erklärte ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.
27. Juni, 17.49 Uhr: Brand in der Gohrischheide - Feuerwehr kommt nicht ran
Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide in Sachsen ist dort erneut ein Feuer ausgebrochen.
Die betroffene Fläche sei von zunächst drei auf inzwischen 19 Hektar angewachsen, sagte Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos).
Rund 100 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz, zudem seien Löschhubschrauber und ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert worden.
Die Feuerwehr kann das Feuer wegen der Munitionsbelastung derzeit nicht direkt bekämpfen. "Eine aktive Brandbekämpfung durch unsere Kameraden ist erneut nicht möglich aufgrund der Munitionsbelastung", sagte Pollmer.
Die Einsatzkräfte stünden stattdessen an munitionsfreien Wegen und beobachteten die Ausbreitung des Feuers.
27. Juni, 17.37 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,5 Grad gemessen
Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
27. Juni, 17.06 Uhr: Metronom empfiehlt Verzicht auf Zugreisen
Die extreme Hitze führt zu erheblichen Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.
Mehrere hitzebedingte Störungen an der Schieneninfrastruktur beeinträchtigen den Betrieb der Metronom-Züge, wie das Unternehmen mitteilte.
Gleichzeitig erreichten auch die Klimaanlagen in den Fahrzeugen ihre technischen Leistungsgrenzen. Es werde versucht, ein Grundangebot im Zugverkehr aufrechtzuerhalten.
Auch die Deutsche Bahn gab eine Reisewarnung angesichts der Wärme heraus. Samstag und Sonntag solle auf alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr verzichtet werden.
27. Juni, 17 Uhr: Waldbrandgefahr in Teilen des Landes extrem hoch
Ein DWD-Meteorologe sagte am Samstagmittag: "Die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich."
Sie werde am Samstag ihren Höhepunkt erreichen. "Wir hatten jetzt lange Zeit ein Hoch nach dem anderen und viel Sonneneinstrahlung", erklärte er.
Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen. Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe.
Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken. Dann bringen vereinzelte Schauer im Nordwesten sowie Regen und teils kräftige Gewitter im Rest des Landes eine spürbare Abkühlung.
Mit 25 bis 29 Grad sei zu rechnen, lokal im Osten und Südosten auch bis 31 Grad. An der Küste ist es erneut etwas kühler.
27. Juni, 16.54 Uhr: Verbreitete Gewittergefahr in der Nacht auf Sonntag
Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet.
Auch Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen seien nicht auszuschließen, warnte der DWD. Am Sonntag soll sich die Hitze in weiten Teilen des Landes noch halten.
Von Franken bis nach Brandenburg erwarten Meteorologen wieder hohe Temperaturen von 39 bis 41 Grad, in der Lausitz sogar bis 42 Grad. Erst zum kommenden Montag versprechen Regen und Gewitter Abkühlung, sodass die Temperaturen verbreitet unter die 30 Grad-Marke rutschen sollen.
27. Juni, 16.35 Uhr: 40-Grad-Marke vielerorts geknackt
Deutschland schwitzt: Noch hält der bundesweite Hitzerekord vom Freitag aus Saarbrücken mit 41,3 Grad, doch schon am frühen Nachmittag wurde in gleich mehreren Bundesländern die 40-Grad-Marke geknackt.
Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage mitteilte, meldete die Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt kurz nach 14 Uhr bereits 40,5 Grad. Knapp 40,4 Grad wurden in Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg erreicht, 40,2 Grad in Kahl am Main in Bayern.
"Es kann gut sein, dass der Hitzerekord heute noch geknackt wird", sagte der Sprecher. Vergleichsweise kühl war es dagegen laut DWD an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins in Sankt Peter-Ording mit 22,8 Grad.
27. Juni, 16.01 Uhr: Siebenjähriger verbrüht sich durch heißen Gartenschlauch
Ein siebenjähriger Junge hat sich in einer Kleingartenanlage in Neuss mit heißem Wasser aus einem Gartenschlauch Verbrühungen im Gesicht zugezogen.
Wie die Polizei mitteilte, spielte das Kind am Freitagnachmittag mit dem Schlauch, der zuvor bei den hohen Temperaturen in der Sonne gelegen hatte.
Der Junge wurde zur Behandlung in eine Kinderklinik gebracht. Weitere Verletzte gab es laut Polizeiinformationen nicht.
27. Juni, 15.45 Uhr: Bremen knackt Poolnudel-Rekord mit 434 Teilnehmern
Bremen kann sich seit dem Samstagmittag "Poolnudel-Hauptstadt" nennen.
Im Horner Bad ist der eingetragene Rekord aus dem Guinness-Buch für die meisten gleichzeitig auf Poolnudeln treibenden Menschen geknackt worden. 434 Teilnehmer ließen sich gleichzeitig mit ihren bunten Schwimmhilfen durch das Wasser treiben und überboten damit die bisherige Bestmarke aus den USA deutlich.
Zu der Aktion unter dem Motto "Mission Poolnudel" hatten der Radiosender Bremen Vier und die Bremer Bäder aufgerufen. Mitmachen konnte jeder Schwimmer – entweder mit einer eigenen Poolnudel oder mit einer der bereitgestellten Schwimmhilfen.
Damit möglichst viele Bremer dabei sein konnten, war der Eintritt in das Freibad von 10 bis 13 Uhr kostenlos.
27. Juni, 15.27 Uhr: Schwindel, Kreislauf, Notruf! Alarmierungen "gehen hintereinander weg"
Die Hitze sorgt in weiten Teilen von Brandenburg und Berlin vermehrt für Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste.
In Oft handele es sich um Menschen mit Kreislaufproblemen, aber auch um ausgelöste Brandmeldeanlagen, Badeunfälle oder Feuer. Im Nordosten Brandenburgs kam es bereits zu kleineren Waldbränden.
Auf der A12 versorgten Einsatzkräfte Menschen, die im Stau standen, am Mittag mit Wasser und Essen. Das berichtete die Leitstelle Oderland.
27. Juni, 15.14 Uhr: Hitzefrei bei der Kieler Woche – den Seglern fehlt der Wind
Der 132. Kieler Woche fehlte auch an Tag acht der Wind. Nach 48 Wettfahrten am Freitag mussten einen Tag vor Ende der weltgrößten neuntägigen Segelserie am Samstag das Sportprogramm abgesagt werden.
Meteorologe Sebastian Wache, meistgefragter Mann an der Förde, sagte: "Die Rekordhitze mit rund 35 Grad hat auch Schilksee im Griff, bringt aber nicht die erhoffte thermische Seebrise, weil teils Wolken einer ersten Störung mit Gefahr von Blitz und Donner das Land abdecken."
Die Gefahr schwerer Gewitter und Orkanböen sah Wache erst für die Nacht zum Sonntag. Bis dahin galt: kein Wind zum Segeln. Der Kieler-Woche-Wettfahrtleiter Fabian Bach sagte das Samstagprogramm nach mehreren Startverschiebungen um 14.12 Uhr ab.
27. Juni, 14.54 Uhr: Kölner Feuerwehr findet sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen
Überwiegend seien die Personen mit lebensbedrohlichen Überhitzungen im Dachgeschoss entdeckt worden. Ein Mensch musste reanimiert werden.
Selbst körperlich fitte Personen seien mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Lebensgefahr geraten. Die Einsatzkräfte appellierten. "Besucht Eure Nachbarn, ruft Eure Eltern an, schaut nach Freunden und Bekannten - ein kurzer Kontakt kann Leben retten."
27. Juni, 14.44 Uhr: Autobahnmeistereien kontrollieren verstärkt Zustand der Strecken
"Zur Früherkennung erfolgen in Hitzephasen verstärkte Streckenkontrollen", sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH.
Hitzeschäden würden umgehend ausgebessert. Bei Betonfahrbahnen würde in der Regel die betroffene Stelle mit Asphalt aufgefüllt. Bei Asphaltschichten kann es wegen der Hitze laut AutobahnGmbH zu Verformungen und Spurrinnen kommen.
Der Grund dafür liegt häufig im Bitumen. "Es ist elastisch und kann bei hohen Temperaturen ab etwa 60 Grad Celsius weich werden", erklärte der Sprecher.
27. Juni, 14.35 Uhr: Waldbrandgefahr vor allem im Osten groß
Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen.
Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe.
Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken.
27. Juni, 14.31 Uhr: Trotz Rekordhitze wird in München CSD gefeiert
Bei 36 Grad ist der Christopher Street Day unter dem Motto "Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" angelaufen. Laut einem Sprecher laufe alles gut. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 500.000 Besuchern.
Die Demonstration für die Rechte sexueller Minderheiten zieht von der Erhardtstraße an der Isar zur Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Flankiert wird sie bis Sonntag von Partys und anderen Veranstaltungen, etwa einem Straßenfest.
27. Juni, 14.25 Uhr: Deutsche Bahn ruft Fahrgäste auf, Reisen im Fern- und Regionalverkehr zu meiden
Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen haben ihre Fahrgäste wegen der Hitze aufgerufen, zu Hause zu bleiben.
"Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr", erklärten die Bahn und der Bundesverband Schienennachverkehr (BSN) am Samstag. Gebuchte Tickets können kostenlos storniert werden.
"Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen", erklärten DB und BSN. "Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen.
27. Juni, 14.19 Uhr: Klimageräte und Ventilatoren Mangelware
Laut BILD vermelden die Hotlines von MediaMarkt und Saturn in Ingolstadt auf Anfrage, dass entsprechende Bestände aufgebraucht seien.
Über eine Verfügbarkeit in anderen Märkten könne demnach keine Auskunft gegeben werden. Bedeutet wohl auch: die Klima-Lager sind nicht nur in Bayern leer!
27. Juni, 14 Uhr: Obacht auf der A2! Hitze sprengt Fahrbahn regelrecht auf
Auf der A2 brauchen Autofahrer derzeit starke Nerven. Wegen massiver Hitzeschäden an der Fahrbahn sind gleich zwei Abschnitte voll gesperrt.
Betroffen sind der Bereich bei Burg (Landkreis Jerichower Land) in Fahrtrichtung Hannover sowie ein Abschnitt zwischen Ziesar und Wollin in Richtung Berlin. An beiden Schadstellen laufen Reparaturarbeiten.
27. Juni, 13.20 Uhr: Toter in Seniorenheim, Bewohner müssen raus
Ein Bewohner eines Seniorenheims in Dormagen (NRW) ist in der Nacht auf Samstag verstorben. Das teilte die Stadt auf ihrer Website mit.
Darüber, ob der Tod in Zusammenhang mit der Hitze steht, machte die Stadt keine Angaben. Fakt ist, dass Einsatzkräfte im Gebäude Temperaturen von mehr als 35 Grad feststellten. Ein Notarzt veranlasste für die 167 Bewohner umfassende Schutzmaßnahmen.
Während zehn von ihnen in Kliniken gebracht wurden, wurde in der Heim-Caféteria ein klimatisierter Notaufenthaltsraum eingerichtet. Parallel dazu werden externe Aufenthaltsmöglichkeiten vorbereitet, um mobile Heimbewohner gegebenenfalls temporär dort unterbringen zu können.
Für besorgte Angehörige hat die Stadt Dormagen ein Bürgertelefon eingerichtet. Im Bereich der Virchowstraße und der angrenzenden Straßen kann es im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen und zeitweisen Straßensperrungen kommen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld (40, SPD) appellierte, auf sich und andere Bürger, speziell Senioren, zu achten.
27. Juni, 12.29 Uhr: Lange Schlangen vor Berliner Freibädern
Auch in der Hauptstadt knallt die Sonne vom Himmel, Temperaturen rund um die 40-Grad-Marke werden erwartet.
Kein Wunder also, dass sich schon am frühen Samstag lange Schlangen vor den Türen der Freibäder bildeten. Bis zur Abkühlung war also Geduld gefragt.
27. Juni, 12.24 Uhr: Sachsens Landeschef Kretschmer kann Hitze "gar nicht leiden"
Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) forderte daher auch mehr Schatten und Wasser in Städten. Ein landesweiter Hitzeschutz-Plan ist aus seiner Sicht aber nicht nötig.
"Was wir machen müssen, ist Klimaanpassung. Städte brauchen Schatten, Städte brauchen Wasser, also Orte, wo es kühl ist. Da müssen wir mehr machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.
In der Bevölkerung sei bei dem Thema Hitze schon viel Umsicht vorhanden. Kretschmer selbst versucht der Wärme aus dem Weg zu gehen: "Hitze ist etwas, das ich gar nicht leiden kann."
27. Juni, 12.18 Uhr: Hessische Kommunen schlagen Wasser-Alarm!
Stadt und Kreis Offenbach blicken mit großer Sorge aufs Wetter: An diesem Wochenende droht der Wassernotstand.
Menschen im betroffenen Gebiet sollen ihren Wasserverbrauch daher drastisch reduzieren. Die Kapazitäten des Wasserversorgers ZWO seien ausgeschöpft, es könne nicht noch mehr Wasser gefördert werden.
27. Juni, 12.13 Uhr: Fahrspur auf A7 wegen Hitzeschaden bis Montag gesperrt
Wegen eines Hitzeschadens in der Fahrbahn wurde ein Fahrstreifen im Süden Hamburgs aus dem Verkehr gezogen.
Der Hauptfahrstreifen in Richtung Norden kann in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf auf 2,5 Kilometern nicht befahren werden. Dort hatte sich stellenweise die Asphaltdeckschicht abgelöst.
Bis Montagnachmittag um 15.30 Uhr soll die Sperrung andauern. Die Ausfahrt Marmstorf sei ebenfalls gesperrt worden, die Auffahrt sei verkürzt, stehe aber weiter zur Verfügung.
27. Juni, 12.08 Uhr: Bahnbetreiber stellt Verkehr in NRW am Nachmittag ein
Bahnbetreiber National Express stellt am Nachmittag in Nordrhein-Westfalen wegen der hohen Temperaturen vorübergehend den Betrieb aller RRX-Linien ein.
Betroffen sind zwischen 13 und 19 Uhr die Linien RE1, RE4, RE5, RE6 und RE11. Die Züge fallen auf dem kompletten Laufweg aus. Die Maßnahme diene dem Schutz der Fahrgäste und Mitarbeitenden und solle verhindern, dass es unter den aktuellen außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu ungeplanten Zugausfällen kommt.
27. Juni, 12.03 Uhr: Hitze-Hotspot in Bayern ist die Kleinstadt Kitzingen
Die Hitze in Bayern bricht Rekorde: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals im Freistaat gemessen wurde.
Und sowieso: Kitzingen ist ein echter Hitze-Hotspot! Die Kleinstadt nahe Würzburg war bereits im vergangenen Jahr am 2. Juli mit 39,1 Grad nach DWD-Angaben der heißeste Ort im Freistaat.
27. Juni, 11.42 Uhr: Heftige Unwetter drohen, Wetterdienst warnt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für dieses Wochenende vor heftigen Unwettern.
Am Samstag werden nachmittags und abends an der Nordseeküste sowie vom westlichen Mittelgebirgsraum bis in den Nordosten lokale kräftige Gewitter erwartet.
Auch für Sonntag sind gebietsweise teils schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr angekündigt. Laut DWD drohen Sturmböen, heftiger Starkregen und großer Hagel.
27. Juni, 11.35 Uhr: Städte- und Gemeindebund ruft zum Wassersparen auf und bringt Verbote ins Spiel
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht.
"Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).
Zunächst solle so lange wie möglich auf Freiwilligkeit gesetzt werden, sagte Berghegger. "Wenn das nicht funktioniert, müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen." Berghegger beklagte zugleich fehlende Mittel für ausreichenden Hitzeschutz in den Kommunen.
27. Juni, 11.27 Uhr: Temperaturrekord in Deutschland und nächste Höchstwerte in Sicht
Am Freitag wurden 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach im Saarland registriert - die höchste Temperatur, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Der Rekord könnte bald geknackt werden.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) könnte das Thermometer schon an diesem Wochenende örtlich auf 42 Grad steigen. Vor allem in der Lausitz soll es richtig heiß werden. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet.