Hitze im Liveticker: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad gemessen

Deutschland - Die Republik ächzt weiter unter der Hitzeglocke - sogar nachts! Im sächsischen Kubschütz (Landkreis Bautzen) fiel das Quecksilber in der Nacht zu Sonntag nie unter 29,4 Grad. So heiß war es in deutschen Schlafzimmern seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie! Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, aber es drohen auch heftige Gewitter.

Bei der Hitze kommt jede Abkühlung gelegen! Im Laufe des Sonntags - und vor allem in der Nacht - könnte dann auch Petrus die Himmelsschleusen öffnen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Der gerade erst aufgestellte Temperaturrekord von 41,5 Grad könnte also erneut gebrochen werden. 

Starkregen, schwere Sturmböen und große Hagelkörner werden zudem erwartet. Auch extremes Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Montag kann es bei kräftigen Gewittern richtig scheppern.

Wetter Deutschland Wetterdienst warnt doppelt: Nach Mega-Hitze kommen schwere Unwetter nach Hessen

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

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28. Juni, 16.27 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad gemessen

Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.

Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.

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Auch am Sonntag macht die Hitze keinen Halt. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa

28. Juni, 15.49 Uhr: Rund 1000 Tote mehr im Nachbarland während Hitzewelle

Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden.

Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.

Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.

Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten.

Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.

Auch Frankreich kämpft derzeit mit der andauernden Hitze.  © Lionel Bonaventure/AFP/dpa

28. Juni, 14.57 Uhr: Weiterer Todesfall nach Abkühlung im See

Die hohen Temperaturen lockten viele Menschen an Seen für eine Abkühlung.

Für zwei Menschen endeten Badeausflüge aber tödlich. Im Bremer Sodenmattsee ertrank am Samstag ein 22-Jähriger. Der junge Mann war Nichtschwimmer, wie die Polizei mitteilte.

Hilfsversuche der Freunde des Mannes blieben erfolglos, da sie selbst in Lebensgefahr gerieten. Sie wurden von zwei weiteren Badegästen gerettet. Feuerwehrtaucher bargen den Ertrunkenen und versuchten vergeblich, ihn zu reanimieren.

28. Juni, 14.49 Uhr: Deutschland glüht - 41,5 Grad und Hitzerekorde gebrochen

Die Hitzewelle hat am Wochenende ihren Höhepunkt erreicht und Deutschland Extremtemperaturen in Serie beschert.

Erst am Freitagnachmittag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur in Deutschland registriert.

Am Samstag wurden an derselben Station um 15 Uhr dann 41,4 Grad gemessen. Den absoluten Rekord jedoch registrierte der DWD um 16.20 Uhr mit 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.

Die folgende Nacht war dann nach vorläufigen DWD-Angaben die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im ostsächsischen Kubschütz sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad: Damit wurde der alte Rekord für die wärmste Nacht - 27,2 Grad am 13. August 2003 am Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz - um mehr als zwei Grad übertroffen. 

28. Juni, 14.40 Uhr: Mindestens zehn Menschen sterben bei Badeunfällen

Während der Hitzewelle in Deutschland sind seit Freitag mindestens zehn Menschen bei Badeunfällen gestorben.

Am Samstag ertrank laut Polizei ein 27-Jähriger im Neckar bei Heidelberg, ein 30-Jähriger starb in einem Badesee bei Neuhofen südlich von Mannheim, zwei Männer kamen in verschiedenen Gewässern in Berlin ums Leben. Im Herner Meer am Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen starb ein sechsjähriges Kind. In Hessen wurde südwestlich von Frankfurt ein 40-Jähriger tot aus dem Waldsee Raunheim geborgen.

Bereits am Freitag war im Seepark Lünen bei Dortmund ein 45 Jahre alter Mann von Besuchern aus dem Wasser gezogen worden. Der Mann starb laut Polizeiangaben später im Krankenhaus. Ein acht Jahre alter Junge wurde nach zweistündiger Suche tot aus einem Badesee in Isernhagen bei Hannover geborgen. Das Kind habe sich den ersten Hinweisen zufolge im Wasser aufgehalten und sei dann nicht mehr zu sehen gewesen, teilte die Polizei mit.

In den vergangenen Tagen kam es in Deutschland zu mehreren Badetoten.  © David Young/dpa

28. Juni, 13.03 Uhr: Vermisster Teenager tot aus Badesee geborgen

Ein vermisster 14-Jähriger ist nach dreitägiger Suche im Badesee Echtz bei Düren in Nordrhein-Westfalen leblos geborgen worden.

Einsatzkräfte hatten seit Freitag nach dem Jugendlichen gesucht. Er war nach bisherigen Erkenntnissen mit Freunden in einem Schlauchboot auf dem See unterwegs und aus bislang ungeklärter Ursache ins Wasser gefallen. Seine Begleiter hatten noch vergeblich versuchten, ihn über Wasser zu halten.

Am Sonntagvormittag sei der Jugendliche dann geortet und aus dem See geborgen werden, berichtete die Polizei. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Mit Booten, Tauchern und einem Sonarroboter wurde nach dem Vermissten gesucht, auch zwei Hubschrauber waren zwischenzeitlich im Einsatz.  © Henning Kaiser/dpa

28. Juni, 12.58 Uhr: Gewitterfront sorgt für Feuerwehreinsätze im Norden

Gepaart mit Starkregen und heftigen Windböen mussten die Kameraden in Bremerhaven in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrmals ausrücken.

Neben den Unwettereinsätzen, wie umgestürzte Bäume und mit Wasser vollgelaufenen Kellern, rückte die Berufsfeuerwehr noch zu drei ausgelösten Brandmeldeanlagen aus. Bis Sonntagmittag habe es insgesamt 25 derartige Einsätze gegeben.

28. Juni, 12.47 Uhr: "Blow up" auf der A7 - Hitze lässt Fahrbahn aufplatzen

Auf der A7 ist wegen der extremen Hitze die Fahrbahn aufgeplatzt. Der Fall ereignete sich am Samstag zwischen den Anschlussstellen Bad Fallingbostel und Dorfmark.

Die Hitze habe den Beton einzelner Fahrbahnplatten laut Polizei so sehr aufgeheizt, dass sie sich ausdehnten, auswölbten und schließlich aufplatzten.

Zwei Autos wurden dabei beschädigt, verletzt wurde niemand. Der Fahrstreifen wurde gesperrt. Wie lange die Reparatur andauern sollte, war zunächst nicht bekannt. 

28. Juni, 11.48 Uhr: Mehr als 600 Passagiere sitzen ohne Klimaanlage im Zug fest

Ein Baum war bei einem Sturm am frühen Samstagabend auf eine Oberleitung gefallen und der Zug der tschechischen Bahn (České dráhy), der von Hamburg nach Prag fahren sollte, verlor seinen Fahrstrom.

Die Klimaanlage fiel aus, Türen blieben verschlossen. So saßen mehr als 600 Passagiere in der Prignitz (Brandenburg) fest. Einsatzkräfte öffneten schließlich die Türen, mussten dafür Bäume aus dem Weg sägen.

Kinder, Schwangere und ältere Menschen brachte die Feuerwehr demnach aus dem heißen Zug, der Rest musste dort ausharren. Zwei Menschen mussten laut "Märkische Allgemeine" mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 23 Uhr zog eine Diesellok den Zug nach Karstädt. Weiter ging es von dort nicht, in einer Sporthalle wurde ein Notlager aufgebaut, Passagiere konnten dort schlafen. Am Morgen brachten Linienbusse die etwa 500 Menschen zum Bahnhof nach Karstädt, wo sie mit zwei ICE weiterreisen konnten.

In einem Zug der tschechischen Bahn ging nichts mehr, mehr als 600 Passagiere saßen fest. (Archivfoto)  © Ceske drahy

28. Juni, 11.26 Uhr: 36 Grad und es wurde noch heißer! Erotik-Schiff schippert über Bodensee

Am Wochenende hat das ausverkaufte "Torture Ship" wieder in Friedrichshafen abgelegt. Die Gäste - in der Vielzahl in in Lack und Leder gehüllt - gerieten ins Schwitzen.

"Es ist extrem heiß", sagte ein 60-jähriger Schweizer. Es sei trotzdem wunderbar. Veranstalter Thomas Siegmund hatte zur Abkühlung extra mobile Duschen installiert. Durch den Fahrtwind sei die "Torture" aber "überraschend angenehm" gewesen.

Jedes Jahr trifft sich die internationale Fetisch-Szene am Bodensee und sorgt für Aufsehen. Den Latex- und Leder-Dampfer gibt es schon seit 1997. Rund 450 Menschen waren laut Veranstalter an Bord.

In diesen Outfits läuft der Schweiß sicher aus allen Poren. Trotzdem wollten 450 Fetisch-Liebhaber einen Platz auf dem Erotik-Schiff.  © Felix Kästle/dpa

28. Juni, 11.17 Uhr: Waldbrand mit Explosionen in Rheinland-Pfalz

In der Nacht wurden deswegen Teile des Ortes Traisen südwestlich von Bad Kreuznach geräumt.

Weil es sich bei der Fläche um ein Kampfmittelgebiet handelt, mussten die Löscharbeiten am Samstag unterbrochen werden. Am späten Abend wurden erst einzelne Gebäude in unmittelbarer Nähe geräumt, in der Folge entschieden die Einsatzkräfte, mehrere Straßen im nördlichen Teil Traisens zu evakuieren.

Menschen mussten bis 2 Uhr in der Nacht Gebäude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen, eine Notunterkunft wurde eingerichtet. Am Sonntag lief der Einsatz noch.

Es brennt auf einer Fläche von zwei Hektar.  © Sebastian Schmitt/dpa

28. Juni, 11.08 Uhr: Straßenbahnen bis Montagmorgen in Leipzig außer Betrieb

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen den Straßenbahnverkehr wegen Hitzeschäden an Schienen und Weichen bis Montagmorgen um 3.30 Uhr ein, wie das Unternehmen mitteilte.

Zunächst hatten die LVB den Betrieb nur bis in die Nacht zum Sonntag eingestellt, der Zeitraum wurde jetzt verlängert.

Die hohen Temperaturen sorgten demnach an vielen Stellen im Netz dafür, dass Fugenmasse für Asphalt und Beton in Weichen und Schienen lief und dort verklumpte. Ein sicherer Straßenbahnbetrieb sei derzeit nicht möglich, hieß es.

Von der Einstellung sind sämtliche Straßenbahnlinien in der sächsischen Stadt betroffen. Busse sollen so weit wie möglich planmäßig fahren.  © Heiko Rebsch/dpa

28. Juni, 10.58 Uhr: Drama in Bayern - Baby schließt sich selbst im Auto ein, Feuerwehr muss helfen

Der Vater (24) gab seinem acht Monate alten Sohn am Samstagvormittag in Rödental nahe der Grenze von Bayern zu Thüringen den Wagenschlüssel, während er einige Gegenstände in den Kofferraum einlud.

Der kleine Junge betätigte den Knopf für die Zentralverriegelung, wie die Polizei mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt stand das Auto in der Sonne und die Außentemperatur betrug bereits 28 Grad. Weil der junge Mann keinen Zweitschlüssel für den Wagen in der Nähe hatte, rief er die Feuerwehr.

Einsatzkräfte schlugen die Scheibe ein und retteten das Kind nach einer Viertelstunde aus dem Auto.

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