Flöhe bei Katzen bekämpfen: Welche Mittel helfen?

Flöhe bei Katzen sind immer unangenehme Zeitgenossen. Unbehandelt können sie sich aber zu einer echten Plage entwickeln und sind umso schwerer und langwieriger zu bekämpfen. Zum Glück kann man dem Katzenfloh mit einigen Hausmitteln zu Leibe rücken.

Katzenflöhe werden auch auf Menschen und andere Haustiere übertragen.
Katzenflöhe werden auch auf Menschen und andere Haustiere übertragen.  © 123rf/zdravinjo

Flöhe zählen neben Läusen, Würmern und Zecken zu den am häufigsten auftretenden Parasiten bei Haustieren. Sie nisten sich im Fell oder auf der Haut ihres Wirts ein und ernähren sich von kleinsten Hautpartikeln und Blut.

Flöhe bedeuten für jede Katze eine enorme Belastung, sowohl physisch als auch psychisch. Und werden sie über eine längere Zeit nicht behandelt, kann das unangenehme gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Zudem können sich die winzigen Insekten auf andere Haustiere und uns Menschen übertragen.

Freigänger-Katzen bringen die Flöhe meist von ihren Streifzügen draußen mit nach Hause. Wohnungskatzen fangen sich die kleinen Blutsauger dagegen von anderen Katzen und Vögeln ein, die die Flöhe bei ihrem Besuch auf der Terrasse oder dem Balkon hinterlassen haben. Auch Menschen können den Plagegeistern als kurzfristiger Wirt dienen und sie mit in die eigenen vier Wände schleppen.

Im TAG24 Katzenratgeber erfährst Du nützliche Tipps und wirksame Hausmittel zur Bekämpfung von Katzenflöhen.

Die wichtigsten Infos für Schnellleser:

  • Typische Symptome eines Flohbefalls bei Katzen sind unter anderem Juckreiz, Hautwunden und kleine schwarze Punkte im Fell.
  • Neben einer medikamentösen Behandlung helfen auch Flohhalsbänder und Flohkämme.
  • Wirkungsvolle Anti-Floh-Sprays können schnell und einfach selbst hergestellt werden.
  • Um Flöhe effektiv zu bekämpfen, müssen hygienische Maßnahmen eingehalten werden.

Flöhe bei Katzen erkennen

Schon gewusst? Lediglich 5 Prozent des Flohvolks sind erwachsene Flöhe. Den größten Teil, nämlich 95 Prozent, bilden die Eier, Larven und Puppen.
Schon gewusst? Lediglich 5 Prozent des Flohvolks sind erwachsene Flöhe. Den größten Teil, nämlich 95 Prozent, bilden die Eier, Larven und Puppen.  © 123RF/thamkc

Da Flöhe nur wenige Millimeter groß sind, werden sie nicht immer sofort mit bloßem Auge erkannt. Trotzdem kann aber ein Flohbefall bei Deiner Katze vorliegen. Es gibt ein paar ziemlich deutliche Anzeichen dafür, dass der Stubentiger gerade mit den unliebsamen Tierchen zu kämpfen hat.

  • Juckreiz: Flohbisse lassen kleine rote Punkte auf der Haut zurück, die häufig zu starkem Juckreiz führen, wodurch sich die befallenen Katzen vermehrt kratzen.
  • Hautwunden: Als eine Folge des verstärkten Kratzens kann es zu Hautabschürfungen kommen, die sich möglicherweise sogar entzünden können.
  • Fellveränderungen: Eine weitere Folge durch das fortwährende Jucken kann sich über das Fell äußern. Es kann spröde werden, abbrechen und sogar ausfallen. Sichtbare, kahle Stellen entstehen.
  • Allergische Hautreaktionen: Flöhe verdünnen das Blut ihrer Wirte aufgrund der für sie zu dickflüssigen Konsistenz mit ihrem eigenen Speichel. Manche Katzen reagieren jedoch allergisch auf den Flohspeichel, welcher zu starkem Juckreiz führen kann. Als Folge davon verletzen die Tiere beim Kratzen oft ihre Haut, was wiederum Entzündungen nach sich ziehen kann. Aber auch Ausschläge, Pusteln und Rötungen können als allergische Reaktion auftreten.
  • Schwarze Punkte: Dabei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Flohkot. Wenn man die kleinen Krümel zerdrückt bzw. sie mit etwas Wasser befeuchtet und sie sich daraufhin rötlich verfärben, deutet dies auf Flohkot, welcher aus unverdautem Blut besteht, hin.
  • Unruhiges Verhalten: Der ständige Juckreiz ist anstrengend und stellt für die Samtpfoten eine Strapaze dar. Infolgedessen können sie unruhig, ängstlich und gereizt reagieren.
  • Flöhe im Fell: Werden die Parasiten im Fell bemerkt, haben sie sich vermutlich bereits stark ausgebreitet bzw. zahlreich vermehrt.

Was hilft gegen Flöhe bei Katzen?

Bei der Bekämpfung eines Flohbefalls sollte zuerst die betroffene Mieze mit einem geeigneten Antiparasitikum behandelt werden.
Bei der Bekämpfung eines Flohbefalls sollte zuerst die betroffene Mieze mit einem geeigneten Antiparasitikum behandelt werden.  © 123RF/goodluz

Werden Flöhe bei Katzen festgestellt, sollten diese unbedingt behandelt werden. Die Parasiten vermehren sich nicht nur rasend schnell und verteilen sich auf andere Haustiere und Menschen sowie deren Umgebung, sondern können auch mitverantwortlich bei der Übertragung von Krankheiten wie Wurminfektionen, Fleckfieber und Meningitis sein.

Es ist daher wichtig, neben der Katze auch ihre Umgebung sowie gegebenenfalls auch andere Haustiere gründlich zu behandeln.

  • Spot-on-Präparate: Dabei handelt es sich um Tropfen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Bei der Anwendung ist darauf zu achten, dass die Katze die behandelte Stelle mit der Zunge nicht erreichen kann. Deshalb eignet sich für das Mittel gut der Nacken.
  • Flohhalsband: Flohbänder werden wie normale Halsbänder angelegt. Allerdings enthalten sie bestimmte Wirkstoffe, die in niedriger Dosierung regelmäßig freigesetzt werden und sich auf der Fettschicht der Katzenhaut verteilen. Dadurch sollen Flöhe abgetötet und ein neuer Befall für einen gewissen Zeitraum vermieden werden.
  • Flohkamm: Mit einem Flohkamm können Flöhe und ihre Eier bzw. Puppen und Larven, aber auch Flohkot entfernt werden. Das Fell sollte möglichst nicht gegen den Strich gekämmt werden, da das für das Tier unangenehm sein könnte.

Hinweis: Dies stellt keine medizinische Beratung dar, sondern dient der Information. Bei Verdacht auf einen Flohbefall Deiner Katze sollte insbesondere vor dem Einsatz unbekannter Mittel ein Tierarzt aufgesucht werden.

Katzenflöhe sind übrigens die häufigsten Flöhe, die den Menschen befallen. Hast Du die Befürchtung, auch betroffen zu sein? Hier die wichtigsten Tipps: >>>Flohbisse? Erkennen, behandeln und Flöhe bekämpfen

Hausmittel gegen Flöhe bei Katzen

Seit jeher werden diverse Hausmittel beim Kampf gegen Katzenflöhe von Generation zu Generation überliefert. Vor allem die ätherischen Öle bestimmter Pflanzen sollen den Blutsaugern den Garaus machen. Was spricht also dagegen, selbst ein Anti-Floh-Spray herzustellen?

Die Puppen der Flöhe sind ziemlich unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Deshalb ist es durchaus möglich, dass sich eine Katze aufgrund einer unbehandelten Umgebung immer wieder neu ansteckt.
Die Puppen der Flöhe sind ziemlich unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Deshalb ist es durchaus möglich, dass sich eine Katze aufgrund einer unbehandelten Umgebung immer wieder neu ansteckt.  © 123rf/vailery

Essig-Zitronen-Spray gegen Katzenflöhe

Herstellung: Für dieses Anti-Floh-Spray werden 750 Milliliter Wasser, anderthalb Liter haushaltsüblicher Essig und 150 Milliliter frisch gepresster Zitronensaft direkt in eine Sprühflasche gegeben und kräftig durchgeschüttelt.

Anwendung: Das Essig-Zitronen-Spray wird auf die befallene Katze, ihre Besitzer sowie Möbel- und Kleidungsstücke aufgesprüht.

Gemisch aus ätherischen Ölen gegen Katzenflöhe

Herstellung: Für diese Mixtur werden neben 250 Millilitern Wasser verschiedene ätherische Öle miteinander vermischt. Als besonders geeignet gelten Teebaumöl, Eukalyptusöl und Zitronenöl. Davon werden jeweils 10 Tropfen sowie ein Spritzer Spülmittel zu dem Wasser gegeben und alles in eine Sprühflasche gefüllt.

Anwendung: Mit dem Gemisch, welches sowohl Bewegung und Atmung der Parasiten hemmen soll, wird die Katze vorsichtig eingesprüht.

Manche Öle sind für Katzen giftig und sollten daher nur mit äußerster Vorsicht angewandt werden. Wer sich unsicher ist, sollte vorher seinen Tierarzt befragen.

Kieselgur gegen Katzenflöhe

Herstellung: Kieselgur wird in Pulverform in einen Zerstäuber gefüllt.

Anwendung: Damit wird anschließend sowohl das Haustier, als auch dessen Umgebung, insbesondere die Schlafplätze, bestäubt. Kieselgur ist zwar nicht gesundheitsschädlich, jedoch sollten bei der Anwendung die Atemwege bei Mensch und Tier geschützt werden. Das Puder sollte etwa 20 Minuten einwirken, bevor es wieder abgewaschen wird.

Rosmarin-Zitronen-Spray gegen Katzenflöhe

Herstellung: Ein Liter Wasser wird zusammen mit einer klein geschnittenen Zitrone (inklusive Schale) und einer Handvoll frischer oder getrockneter Rosmarinnadeln für ca. 15 Minuten gekocht und anschließend mindestens zwei Stunden zum Abkühlen stehen gelassen. Danach wird das Gemisch durch ein Sieb gegossen, um die Flüssigkeit besser abfangen zu können. Dazu werden noch ein paar Tropfen Geranien- oder Teebaumöl gegeben und anschließend alles in eine Sprühflasche gefüllt.

Anwendung: Mit dem selbst hergestellten Rosmarin-Zitronen-Spray werden nun sowohl die Katze als auch ihre Besitzer eingesprüht. Das Ganze sollte für mindestens 20 Minuten einwirken, bevor es wieder ausgespült wird.

Hygienische Maßnahmen gegen Flöhe

Die Flohlarven sind sehr lichtscheu und verstecken sich gern in Betten, Polstermöbeln und Teppichen. Diese Möbelstücke sollten daher besonders gründlich gereinigt werden.
Die Flohlarven sind sehr lichtscheu und verstecken sich gern in Betten, Polstermöbeln und Teppichen. Diese Möbelstücke sollten daher besonders gründlich gereinigt werden.  © 123rf/lipskiy

Die Flohbekämpfung kann sich manchmal zu einer langwierigen Prozedur entwickeln. Und oftmals genügt es leider auch nicht, dem Ungeziefer mit altbewährten Hausmitteln zu Leibe zu rücken.

Flöhe bleiben nämlich meist nicht nur auf einem Wirt, sondern verteilen sich in dessen Umgebung. Das bezieht sich nicht nur auf die Tierchen selbst, sondern auch auf deren Nachkommen, die sich wiederum verbreiten.

Um Flöhe wirkungsvoll zu bekämpfen, ist es wichtig über ein paar Wochen auf strenge hygienische Maßnahmen zu achten.

  • täglich gründliche Reinigung der Wohnung
  • Staubsaugerbeutel nach dem Saugen im Müll entsorgen
  • regelmäßiger Wechsel der Bettwäsche (möglichst ein- bis zweimal wöchentlich)
  • Bettwäsche sowie sämtliche Tages- und Kuscheldecken bei mindestens 60 Grad waschen
  • Katzenbetten und -decken ebenfalls bei mindestens 60 Grad waschen
  • Fell und Körper der Katze täglich einsprühen bzw. auskämmen
  • Möbelstücke wie Couch, Bettmatratzen und Kratzbäume mit einem Anti-Floh-Spray behandeln
  • nicht waschbare Textilien können auch für mehrere Tage ins Gefrierfach gelegt werden.

Fazit: Wer regelmäßig eine Fellpflege bei seiner Katze vornimmt, kann Flöhe schon frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung treffen. Sicherheitshalber kann bei Verdacht auf einen Flohbefall aber auch jederzeit ein Tierarzt aufgesucht werden.

Titelfoto: 123rf/zdravinjo

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