Liebesaus? Diese 10 Anzeichen deuten auf eine kaputte Beziehung hin

Permanente Streits, mangelnde Wertschätzung und kaum noch gemeinsame Zeit deuten auf große Beziehungsprobleme hin. Trennen oder kämpfen? TAG24 hat 10 Anzeichen für eine kaputte Beziehung zusammengestellt, die Euch helfen können, Eure Beziehung neu zu bewerten.

Weitere informative Beiträge über Liebe und Partnerschaft findet Ihr im Ratgeber.

Kaputte Beziehung: Wenn aus Wir wieder Du und Ich wird

Wann ist eine Beziehung wirklich am Ende?
Wann ist eine Beziehung wirklich am Ende?  © 123RF/nd3000

Man ist zwar unglücklich in seiner Beziehung, weiß aber nicht, ob sie wirklich kurz vor dem Aus steht. Soll man gehen oder bleiben? Kann man noch kämpfen oder ist der Kampf bereits verloren? Man möchte nichts überstürzen, um später nichts zu bereuen.

Gibt es Warnsignale, die auf eine Trennung hindeuten oder zumindest klar signalisieren, dass großer Handlungsbedarf besteht?

Paare, die unglücklich in ihrer Beziehung sind, sollten unbedingt die transparente und ungefilterte Kommunikation suchen, wenn sie noch die geringste Chance für die gemeinsame Liebe sehen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Fronten derart verhärten, dass eine Trennung unausweichlich ist.

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Welche 10 Anzeichen für eine kaputte Beziehung sprechen, wie man sie erkennt sowie einige Tipps, wie man die Partnerschaft retten kann, erfahrt Ihr jetzt.

Wichtiges vorweg: Dieser Artikel soll keineswegs als Rat zur Trennung interpretiert werden, selbst wenn einer oder gar mehrere Punkte auf Euch zutreffen. Die hier aufgeführten 10 Anzeichen für eine kaputte Beziehung dienen vielmehr als Wegweiser, der zum Nachdenken, Reflektieren und Kommunizieren anregen soll.

Diese 10 Anzeichen sprechen für Partnerschaftsprobleme

Viele Anzeichen können das Liebesaus erkennen lassen.
Viele Anzeichen können das Liebesaus erkennen lassen.  © 123RF/avocadofam

Gründe für eine Trennung gibt es viele. Sie reichen von Langeweile in der Partnerschaft über mangelnde Leidenschaft bis hin zu aufgedecktem Betrug. Aber für eine Trennung muss es nicht immer ein Drama geben.

Diese 10 Anzeichen für eine kaputte Beziehung verdeutlichen, dass das Gefühl des Unglücklichseins sehr oft damit zu tun hat, dass aus dem ursprünglichen Wir plötzlich ein Du und Ich wird.

1. Alles am Partner bzw. an der Partnerin beginnt zu nerven

Einst süße "Fehler" werden plötzlich zur nervlichen Zerreißprobe und führen oft sogar zu hitzigen Diskussionen oder sogar zum Streit. Dabei kann es sich um nächtliches Schnarchen handeln oder sogar die Art sein, wie der Partner oder die Partnerin die Kaffeetasse hält. Persönliche Merkmale, über die man noch am Anfang hinweg sah oder sie sogar niedlich fand, kann man nicht länger akzeptieren.

Lieben Menschen sich, können sie Eigenheiten des anderen akzeptieren. Schwinden die Gefühle, fällt das plötzlich äußerst schwer.

2. Es kommt häufig zum Streit

Steht die Beziehung auf der Kippe, ist keine Kleinigkeit zu banal, um nicht über sie zu streiten. Das Schmatzen am Frühstückstisch, die vergessene Rechnung oder die Socken auf dem Fußboden: Alles wird einander vorgeworfen.

Befindet man sich plötzlich (nahezu) täglich im Streit, fühlt man sich in seiner Beziehung nicht mehr wertgeschätzt und folglich nicht mehr wohl und geborgen.

Wenn nahezu täglich die Fetzen fliegen, ist das kein gutes Zeichen für die Partnerschaft.
Wenn nahezu täglich die Fetzen fliegen, ist das kein gutes Zeichen für die Partnerschaft.  © 123RF/wavebreakmediamicro

3. Die Zukunftsvorstellungen driften auseinander

Zukunftspläne können sich verändern. Die Frage hierbei ist allerdings, ob diese Veränderung auch beidseitig ist. Möchte der eine Kinder und der andere nicht, kann das gravierende Probleme nach sich ziehen. Denn dabei handelt es sich um fundamentale Lebensentscheidungen. Aber auch Hausbau oder Heirat können Pläne sein, die, sofern sie einseitig sind, das Zusammenpassen tatsächlich infrage stellen.

Steckt eine Person innerhalb einer Beziehung fortwährend zurück, kann das langfristig sehr unglücklich machen. Denn sobald man sich selbst und seine Wünsche für einen anderen Menschen aufgibt, kann irgendwann unterbewusste Wut, Enttäuschung und Wehmut aufkommen. Schließlich ist der Partner bzw. die Partnerin nur zufrieden, weil man selbst verzichtet - diese Unfairness kann das emotionale Fass zum Überlaufen bringen.

4. Es fehlen Wertschätzung und Respekt

Sobald es egal zu sein scheint, was man inzwischen voneinander hält, man kaum noch Rücksicht aufeinander nimmt oder sogar den Respekt voreinander verliert, schrillen die Alarmglocken sehr laut. Die Gefühle füreinander scheinen verloren gegangen zu sein. Denn ist einem ein Mensch wichtig, möchte man ihn glücklich sehen und nicht der Grund für sein Unwohlsein sein.

Lebt man stattdessen nur noch genervt nebeneinander her, hat man keinen Sinn mehr für Wertschätzung und Respekt. Es mag sogar sein, dass man seinen Partner oder seine Partnerin unbewusst für die eigenen negativen Gefühle verantwortlich macht - die Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf.

5. Es wird nicht mehr miteinander gelacht

Humor ist eines der Eigenschaften, die Menschen zusammenbringt und zusammenhält. Denn sobald man rege miteinander lacht, bedeutet das, man hat Spaß zusammen. Fällt diese Gemeinsamkeit plötzlich weg, hat die Beziehung für viele Menschen kaum noch einen Mehrwert.

Lacht man nicht mehr miteinander, kann das derart frustrieren, dass man die Verbindung zueinander infrage stellt und eine Trennung zunehmend greifbarer wird. Denn jeder Mensch strebt nach Glück und Freude - besonders wenn man sie teilen kann und will.

6. Man spricht schlecht über seinen Partner oder seine Partnerin

Sobald der eigene Partner oder die eigene Partnerin Bestandteil von Lästereien wird, ist das Beziehungsaus nicht fern.
Sobald der eigene Partner oder die eigene Partnerin Bestandteil von Lästereien wird, ist das Beziehungsaus nicht fern.  © 123RF/ra2studio

Jeder Mensch lästert mal über unsympathische Kollegen, Fremde auf der Straße oder das ein oder andere Familienmitglied. Aber sobald der eigene Partner oder die eigene Partnerin Inhalt demütigender Worte wird, steht die Beziehung auf enorm wackeligen Füßen.

Reduziert man seinen vermeintlichen Herzensmenschen auf nervige Angewohnheiten oder macht sich auf respektlose Weise Luft bei Freunden oder der Familie, sind die Beziehungsprobleme sehr ernst. Denn offensichtlich kann oder will man nicht mehr mit seinem Partner bzw. seiner Partnerin offen über die eigenen Gefühle und Eindrücke sprechen. Noch schlimmer wird es, wenn man seine "bessere Hälfte" sogar Spott und Hohn aussetzt.

7. Man ändert seine Bezugsperson

Bleiben wir beim Thema andere Menschen. Sobald man etwas Trauriges, Lustiges oder Euphorisierendes erlebt, will man es sofort mit jemandem teilen. Wer wird zuerst angerufen? Der Schatz oder doch lieber die Freundin oder der Kumpel? Wenn Erlebtes und Neuigkeiten plötzlich nicht mehr zuerst mit dem Partner oder der Partnerin geteilt werden wollen, ist das ein wichtiges Warnsignal.

Die Gründe für diese Veränderung können vielfältig sein: Mangelndes Vertrauen, das Gefühl, nicht mehr interessant für den Schatz zu sein oder das fehlende Bedürfnis, ihn oder sie am Leben teilhaben zu lassen. Egal, was es ist: Die Basis der Beziehung gerät ins Wanken.

8. Körperliche Nähe schwindet oder ist auf dem Nullpunkt

Häufig äußert es sich zunächst "im Bett", dass beide kein Interesse mehr aneinander haben.
Häufig äußert es sich zunächst "im Bett", dass beide kein Interesse mehr aneinander haben.  © 123rf/ximagination

Kuscheln auf der Couch, ein leidenschaftlicher Kuss zwischendurch oder auch nur eine innige Umarmung sind körperliche Zutaten für eine erfüllende Beziehung. Bleiben diese Dinge aus und bewegt sich auch im Bett nicht mehr viel oder sogar gar nichts, ist das ein ernstzunehmender Beziehungskiller.

Dieser (einseitige) Frust kann schnell den Schritt der Untreue auslösen und somit der gesamten Partnerschaft das Genick brechen. Egal, ob quälende Gewissensbisse oder sogar die Aufdeckung des Betrugs: Die Beziehung zueinander verändert sich und ist häufig ein Grund für das Liebesaus.

Lesetipp: Wenn Ihr wissen möchtet, ob und wie man Fremdgehen verzeihen kann, dann hat folgender Artikel wertvolle Tipps für Euch:

Fremdgehen verzeihen in 7 Schritten: So kann es gelingen

9. Interesse an anderen Männern bzw. Frauen wird spürbar

Lebt man in einer monogamen Partnerschaft und spürt plötzlich das Interesse an anderen Männern oder Frauen, ist das eine Art Hilfeschrei. Oft fehlt den Betroffenen körperliche Nähe, Zuneigung und Feuer in ihrer Beziehung. Sofern man sich nicht mehr begehrt fühlt, sucht man sich beizeiten Bestätigung bei anderen Menschen.

Fühlt man sich zu jemand anderem hingezogen und geht vielleicht sogar den Schritt der körperlichen Untreue, sollte man mit seinem Partner oder seiner Partnerin das offene Gespräch suchen. Es ist jedem freigestellt, den Seitensprung zuzugeben, aber die unerfüllten Wünsche und Bedürfnisse sollten thematisiert werden. Schließlich sind sie der Auslöser, die Untreue ist "nur" das Symptom.

Lesetipp: Wie entsteht eigentlich eine Affäre? Der folgende Artikel hat viele informative Antworten:

Phasen einer Affäre: Aus harmloser Sympathie wird Untreue

10. Gemeinsame Zeit wird zunehmend unwichtiger

Natürlich braucht man auch Zeit für seine Freunde, Familie, Hobbys und für sich selbst. Aber sobald die gemeinsame Zeit weder genossen noch forciert wird, läuft die Beziehung häufig Richtung Trennung.

Ist gemeinsame Zeit keine Priorität mehr im Leben, lebt man unterbewusst bereits ein Leben ohne diesen Menschen. Genießt man es sogar, wenn er oder sie nicht da ist, droht das Beziehungsende.

So kann man wieder zueinander finden

Es ist (fast) nie zu spät, die Beziehung zu retten.
Es ist (fast) nie zu spät, die Beziehung zu retten.  © 123RF/Vadymvdrobot

Das sich abzeichnende Liebesaus muss nicht in einer Trennung münden, vielleicht handelt es sich lediglich um eine Beziehungskrise.

Möchte man weiterhin an der Beziehung festhalten, können folgende Strategien helfen, die Beziehung wieder in Balance zu bringen:

  • Distanz schafft Nähe: Das mag zunächst paradox klingen, ist es aber nicht. Denn sobald man nicht mehr permanent aufeinander hockt, wird die gemeinsame Zeit wieder etwas Besonderes.
  • Bewusste We-Time: Wieder bewusst und geplant gemeinsame Zeit zu zelebrieren, kann einander die Aufmerksamkeit schenken, die man vermisst hat.
  • Glück kommt von innen heraus: Um mit seinem Schatz wieder glücklich sein zu können, muss man in erster Linie mit sich selbst im Reinen sein. Spricht man offen über eigene Ziele und Wünsche und gibt diesen Raum, kann man auch wieder gemeinsam glücklich sein.
  • Körperliche Intimitäten: Sowohl das Liebesleben als auch liebevoller Körperkontakt sind wichtige Komponenten, wenn die Beziehung wieder klappen soll. Händchen halten, streicheln und der Gute-Nacht-Kuss helfen, sich sowohl körperlich als auch emotional wieder näherzukommen.
  • Professionelle Hilfe: Möchte man zwar die Beziehung nicht aufgeben, kommt aber trotz aller Bemühungen aus eigener Kraft nicht weiter, kann eine psychologische Paarberatung helfen.

Fazit: Anzeichen für eine kaputte Beziehung sind keine Beweise

Fast jeder erlebte bereits ein Beziehungsaus. Das ist schmerzhaft, prägend und manchmal auch befreiend. Die hier aufgeführten zehn Anzeichen für eine kaputte Beziehung geben Aufschluss darauf, wie problembehaftet eine Partnerschaft sein kann.

Dennoch ist jede Beziehung nicht grundlos eine innige Verbindung zweier Menschen, die einander viel bedeuten. Wollen beide an der Partnerschaft festhalten und für diese kämpfen, ist es nie zu spät, wieder zu gegenseitiger Liebe, gemeinsamer Lust und geteilter Freude zu finden.

Titelfoto: 123RF/nd3000

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