Startet Union Berlins Wunderkind jetzt richtig durch?

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Berlin - Am vergangenen Wochenende hat Linus Güther (16) beim 1:3 in Heidenheim sein Debüt in der Bundesliga für Union Berlin gefeiert - seine Chancen, jetzt voll durchzustarten, stehen gut, oder doch nicht?

Tief durchatmen, der erste Schritt ist gemacht: Gegen Heidenheim hat Linus Güther (16, r.) nach Einwechslung für Alex Kral (27) die erste Bundesliga-Luft geschnuppert.
Tief durchatmen, der erste Schritt ist gemacht: Gegen Heidenheim hat Linus Güther (16, r.) nach Einwechslung für Alex Kral (27) die erste Bundesliga-Luft geschnuppert.  © Harry Langer/dpa

Der mittlerweile geschasste Steffen Baumgart (54) verschaffte dem 16-Jährigen seinen bislang größten Auftritt auf der Fußballbühne, obwohl der Coach zuvor eher auf die Euphorie-Bremse getreten hatte.

Nach dem Rauswurf des 54-Jährigen könnte es für den Youngster jetzt steil bergauf gehen, denn Baumgarts Nachfolgerin Marie-Louise Eta (34) kennt den Flügelstürmer nur zu gut.

Sie war es nämlich, die ihn aus der U17 der Eisernen hochzog und bis zu ihrer Beförderung zur Cheftrainerin in der U19 trainierte, förderte und dann schließlich an die Profis vermittelte.

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"Er ist ein toller Junge, er ist ein Fußballer, der extrem viel mitbringt, wo wir in den nächsten Jahren hier im Verein sehr, sehr viel Freude an ihm haben werden, das hat er jetzt schon gezeigt", lobte Eta den Linksaußen dementsprechend bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen den VfL Wolfsburg.

Auf Einsatzzeit am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und den ersten richtig großen Auftritt vor den heimischen Fans in der Alten Försterei, muss Güther aber vorerst verzichten. "Am Wochenende wird er in der U19 spielen", kündigte die 34-Jährige an und verzichtet damit vorerst auf das neue Wunderkind.

Marie-Louise Eta traut Linus Güther den (dauerhaften) Sprung zu den Profis von Union Berlin zu

Die neue Union-Cheftrainerin Marie-Louise Eta (34) prophezeit Linus Güther eine verheißungsvolle Zukunft.
Die neue Union-Cheftrainerin Marie-Louise Eta (34) prophezeit Linus Güther eine verheißungsvolle Zukunft.  © Andreas Gora/dpa

Güther hatte jüngst am Mittwoch einmal mehr sein Können in der Nachwuchsmannschaft unter Beweis gestellt. Im Halbfinale des Berliner Landespokals besiegte die U19 der Eisernen daheim die Lokalrivalen von Hertha BSC mit 4:2 (3:0) - Linus war an allen vier Buden beteiligt, erzielte ein Tor selbst und gab drei Vorlagen.

"Es gab einen klaren Plan, einen klaren Weg und es ist wirklich toll, wie er den Weg auch mitgeht in dem jungen Alter", betonte Eta. Schließlich gehe er ja auch noch zur Schule "und trotzdem hat es sehr gut funktioniert, jetzt hier die Integration, auch schon bei den Profis".

Nach Aussage der neuen Hauptübungsleiterin werde er auch weiterhin zweimal in der Woche ins Training der Profis eingebunden. Dann werde man sehen, wie es in den kommenden Wochen mit einem Platz im Kader und möglichen Einsatzzeiten aussieht.

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"Am Ende geht es da dann eben auch um Leistung", egal ob jung oder alt, "aber ich traue ihm das zu" machte Marie-Louise Eta ihrem Youngster Hoffnung auf weitere Minuten im deutschen Fußballoberhaus.

Titelfoto: Harry Langer/dpa, Andreas Gora/dpa (Bildmontage)

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