Coronavirus: Immer mehr Infizierte - Regierung mahnt zur Vorsicht!

Deutschland/Welt - In Deutschland gibt es immer mehr Lockerungen, dennoch ist das Coronavirus immer noch allgegenwärtig und nicht zu unterschätzen.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 110,1 (Vortag: 106,2).

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,5 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Corona in Bayern: Gefängnisse mit geringer Impfquote, Gesundheitsminister Holetschek wirbt für Auffrischung
Coronavirus Corona in Bayern: Gefängnisse mit geringer Impfquote, Gesundheitsminister Holetschek wirbt für Auffrischung

Insgesamt 95.117 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4,2 Millionen an.

Weltweit gibt es mehr als 243,3 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,94 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 25. Oktober, 5.30 Uhr).

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Update, 25. Oktober, 14.53 Uhr: Corona-Zahlen steigen weiter - Regierung mahnt zur Vorsicht

Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen wirbt die Bundesregierung erneut für mehr Impfungen und mahnt zur Vorsicht im Herbst und Winter.

Die Pandemie sei "überhaupt noch nicht vorbei", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Man sei daher sehr gut beraten, bestehende Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Innenräumen durchzusetzen und Vorgaben zu Abstand und Masken ernst zu nehmen. Wer im Sommer glaubte, das sei jetzt nicht mehr so wichtig, werde vielleicht durch die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage und Wochen eines Besseren belehrt. Von möglichen zusätzlichen Schutzvorgaben war vorerst nicht die Rede.

Bei den Neuinfektionen und der Krankenhausbelastung gebe es eine "deutlich steigende Tendenz", sagte der Regierungssprecher.

In relativ kurzer Zeit sind die Corona-Zahlen wieder nach oben gegangen.
In relativ kurzer Zeit sind die Corona-Zahlen wieder nach oben gegangen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 25. Oktober, 14.53 Uhr: Steigende Corona-Zahlen in Dänemark

Das von allen inländischen Corona-Beschränkungen abgekehrte Dänemark erlebt seit einigen Tagen wieder steigende Neuinfektionszahlen.

Am Montag meldete das staatliche Gesundheitsinstitut SSI 1411 neue Corona-Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Zum Vergleich: Seit Ende August waren täglich lediglich einige Hundert Fälle verzeichnet worden, seit knapp einer Woche liegt die Tageszahl wieder im vierstelligen Bereich.

Der Wert vom Montag entsprach der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge der höchsten registrierten Tageszahl seit Januar. Die Zahl der Krankenhauseinlieferungen in dem Fünf-Millionen-Einwohnerland stieg dabei um 19 auf 186. Todesfälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen verzeichnete das SSI diesmal nicht.

Dänemark hatte am 10. September die letzten in der Pandemie eingeführten Corona-Beschränkungen im Land aufgehoben.

Update, 25. Oktober, 13.25 Uhr: Regierung hofft noch auf Entscheidung Kimmichs für Corona-Impfung

Die Bundesregierung hofft noch auf eine Entscheidung von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) für eine Corona-Impfung und hat dazu auf umfassende Informationen hingewiesen.

Alle Fragen seien natürlich berechtigt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Zu Aspekten wie Art und Wirkung der Impfstoffe oder möglichen Impffolgen gebe es aber "klare und überzeugende Antworten" nationaler und internationaler Experten.

Er hoffe daher, "dass Joshua Kimmich diese Informationen alle noch mal auf sich wirken lässt und sich dann auch vielleicht für die Impfung entscheiden kann", sagte Seibert. "Denn als einer, auf den Millionen schauen, hätte er dann erst recht Vorbildwirkung."

Seibert sagte, sicherlich sei es bei einem Fußballnationalspieler erst einmal nicht anders als bei jedem anderen, weil es eine sehr persönliche Entscheidung sei, sich impfen zu lassen. Gleichwohl gebe es Antworten auf die Fragen, die Kimmich ganz offensichtlich habe. Mit Blick auf dessen generelles Corona-Engagement sprach Seibert von einer "durchaus überraschenden Aussage". Er betonte grundsätzlich, von der Zahl der Geimpften hänge es ganz entscheidend ab, wie das Zusammenleben in der Pandemie organisiert werden könne.

Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) und seine Entscheidung, sich vorerst nicht impfen zu lassen, schlägt hohe Wellen - sogar bis hin zur Bundesregierung.
Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) und seine Entscheidung, sich vorerst nicht impfen zu lassen, schlägt hohe Wellen - sogar bis hin zur Bundesregierung.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 25. Oktober, 12.30 Uhr: Immer neue Corona-Höchststände - Putin ordnet schärfere Maßnahmen an

Angesichts immer neuer Corona-Höchststände hat Russlands Präsident Wladimir Putin (69) weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet.

So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23 Uhr und 6 Uhr schließen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht. Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

In sechs Regionen - darunter in Perm und in Woronesch - begannen unterdessen am Montag arbeitsfreie Tage, die zunächst bis zum 7. November angesetzt sind. Russlandweit soll am Samstag eine arbeitsfreie Woche beginnen. Mit dieser Maßnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden.

Update, 25. Oktober, 12.10 Uhr: Tschechien liefert BioNTech-Impfstoff an Hausärzte aus

In Tschechien können nun auch Hausärzte den BioNTech-Impfstoff gegen Corona verabreichen. Die Auslieferung der ersten rund 39 000 Einzeldosen an knapp 900 Arztpraxen begann am Montag und soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein.

Bisher waren nur die Wirkstoffe von Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson außerhalb der großen Impfzentren verfügbar.

Das Interesse am Impfen ist in Tschechien nach Behördenangaben in den letzten Tagen sprunghaft gestiegen. Hintergrund dürfte die Entscheidung sein, präventive Tests vom 1. November an für Erwachsene kostenpflichtig zu machen. Die Menschen können sich vielerorts spontan für den schützenden Piks entscheiden, zum Beispiel in Bahnhöfen und Einkaufszentren.

Update, 25. Oktober, 11.50 Uhr: Impfquote im Tennis: Rund ein Drittel der Profis nicht geimpft

Rund ein Drittel der Tennisprofis sind nach Angaben der Profiorganisationen nicht gegen das Coronavirus geimpft. Der Anteil der geimpften Spieler betrage momentan rund 65 Prozent, teilte die ATP, die Profiorganisation im Herren-Tennis, auf Anfrage mit.

Die WTA erklärte, dass bei den Damen "mehr als 60 Prozent" der Spielerinnen den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus hätten.

Der Impfstatus im Tennis ist insbesondere wegen der strikten Corona-Regeln in Australien ein Dauerthema. In Melbourne soll vom 17. bis zum 30. Januar 2022 das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison ausgetragen werden.

Update, 25. Oktober, 11 Uhr: 66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,2 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,07 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht.

Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,57 Millionen Menschen erhalten.

Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen 122.338 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen.

Update, 25. Oktober, 8.35 Uhr: Corona-Ausbruch in China: Zehntausende dürfen nicht aus dem Haus

China stemmt sich mit strengen Maßnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet.

Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Update, 25. Oktober, 7.45 Uhr: Corona-Beschränkungen: Südkorea kündigt Rückkehr zur Normalität an

Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine "allmähliche Rückkehr zum normalen Leben" nach der Pandemie an.

Während einer Haushaltsrede im Parlament am Montag sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden. Gleichzeitig betonte der 68-Jährige, dass einige epidemiologische Maßnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht.

Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben. Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Update, 25. Oktober, 7.15 Uhr: Stiko-Chef Mertens zur Causa Kimmich: "Kein Fachmann der Impfstoffe"

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens (71), hat die Bedenken von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich (26) wegen fehlender Langzeitstudien bei Impfstoffen zurückgewiesen.

Mehr lest Ihr in unserem TAG24-Artikel "Stiko-Chef Mertens zur Causa Kimmich: "Kein Fachmann der Impfstoffe" "

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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