Coronavirus: Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland mit vollem Impfschutz

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

89.944 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 15,5 (Vortag: 16,6).

Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Sieben-Tage-Inzidenz fällt unter 20
Coronavirus Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Sieben-Tage-Inzidenz fällt unter 20

Weltweit gibt es rund 176,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,8 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 15. Juni, 6.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 15. Juni, 10.52 Uhr: 22,3 Millionen Menschen mit vollem Impfschutz

Immer mehr Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

22,3 Millionen Menschen haben den vollständigen Impfschutz, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind 26,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 40,5 Millionen Menschen (48,7 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Am Montag wurden 590.529 Millionen Impfdosen verabreicht. 407.728 davon führten zur vollständigen Impfung.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 54,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft, Mecklenburg-Vorpommern steht kurz davor. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,5 Prozent. Das Saarland zählt mit 31,9 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 24,5 Prozent am Ende der Rangliste.

Update, 15. Juni, 8.27 Uhr: Israel hebt Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf

Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf.

Ab Dienstag müssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Hintergrund ist das erhöhte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit.

Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel führt sein Land aus der Corona-Krise.
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel führt sein Land aus der Corona-Krise.  © Marc Israel Sellem/JINI/XinHua/dpa

Update, 15. Juni, 7.47 Uhr: Infektiologe: Keine Maskenpflicht draußen und für kleinere Kinder

Die Maskenpflicht kann nach Ansicht des Bonner Infektiologen Peter Walger im Freien überall entfallen.

Dagegen müsse es für Innenräume eine differenzierte Diskussion geben, etwa die Abhängigkeit von der Personenzahl, sagte der Experte von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Maske sei eine der effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen.

Mit Blick auf die Schulen hält Walger eine sofortige Beendigung der Maskenpflicht bei allen Kindern unter zehn Jahren für machbar. Bei älteren Kindern müsse man differenzierter schauen. Daten belegten, dass die Dominanz der Übertragung des Coronavirus auf Kinder eindeutig von Erwachsenen ausgehe.

"Die Schule ist insgesamt ein relativ sicherer Ort für Kinder, sicherer als das private Milieu. Und dem sollten wir endlich Rechnung tragen", sagte der Infektiologe.

Update, 15. Juni, 7.18 Uhr: Japan verdoppelt Impfdosen für Olympia-Mitarbeiter

Japan hat sich weitere 20.000 Impfdosen für Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert.

Wie Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa am Dienstag bekanntgab, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Pfizer getroffen. Damit erhält Japan für Olympia-Mitarbeiter nun insgesamt 40.000 Impfdosen, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuvor mit Pfizer bereits eine Vereinbarung über die Bereitstellung von 20.000 Dosen getroffen hatte.

So sollen nun auch Freiwillige, die im Olympischen Dorf eingesetzt werden, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie einheimische Journalisten das Angebot einer Corona-Impfung erhalten.

Update, 15. Juni, 5.04 Uhr: RKI registriert 652 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 15,5

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 140 Tote gewesen.

Die Inzidenz sinkt bundesweit. Das freut vor allem auch die Gastronomie, die seit Wochen wieder geöffnet hat.
Die Inzidenz sinkt bundesweit. Das freut vor allem auch die Gastronomie, die seit Wochen wieder geöffnet hat.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15 Juni, 4.55 Uhr: 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden.

Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden.

Update, 15. Juni, 4 Uhr: Prognose: Mäßiges Infektionsgeschehen im Sommer erwartet

Für die kommenden Monate ist eine entspanntere Corona-Lage zu erwarten.

"Für den aktuellen Sommer rechnen wir nach den aktuellen Daten ähnlich wie im letzten Jahr mit einem mäßigen Infektionsgeschehen", erklärte Jan Fuhrmann vom Forschungszentrum Jülich, der mögliche Pandemieverläufe berechnet.

"Einerseits sind die mittlerweile vorherrschenden Virusvarianten ansteckender als im vergangenen Sommer, andererseits ist ein zunehmender Anteil potenziell infizierbarer Personen durch Impfung geschützt."

Der rasche Rückgang der Inzidenzwerte der vergangenen Wochen werde sich aber notgedrungen verlangsamen, selbst wenn es noch eine Weile bei exponentiell fallenden Zahlen bleibt. Ein exponentieller Abfall beginne rasant und werde immer langsamer.

Update, 15. Juni, 3.30 Uhr: Kassenärzte fordern mehr Impfstoff

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten.

Er erwarte entsprechende "klare Signale" von der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Mittwoch, sagte Gassen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Es müssen mehr Impfstoffe in die Praxen", sagte Gassen. "Solange Impfstoffe leider immer noch knapp sind, appelliere ich an die Patientinnen und Patienten, Geduld zu haben." Jeder werde geimpft werden, der geimpft werden möchte - aber nicht sofort und gleich alle auf einmal.

"Trotzdem ist schon jetzt klar: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte machen aus dem Impffortschritt erst einen Impfturbo". sagte Gassen. In diesem Zusammenhang sei auch zu klären, wie lange es Sinn mache, die teuren Impfzentren noch aufrecht zu erhalten. "Die nächsten Wochen sollten wir zwar noch an allen Fronten impfen, aber es ist klar, dass wir die Impfzentren dauerhaft nicht brauchen werden."

Update, 14. Juni, 22 Uhr: Großbritannien erlaubt trotz gefährlicher Delta-Mutante 40.000 Zuschauer bei EM-Finale

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer.

So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden.

Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will.

Der britische Premierminister Boris Johnson (56) bei einer Pressekonferenz am Montag.
Der britische Premierminister Boris Johnson (56) bei einer Pressekonferenz am Montag.  © Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa

Update, 14. Juni, 20.12 Uhr: Johnson hat sich verzockt - Delta-Variante zerstört Hoffnung der Briten

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden.

Der britische Premierminister Boris Johnson (56) verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Maßnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Mehr dazu im TAG24-Artikel.

Der Blick spricht Bände: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist alles andere erfreut über die schlechten Nachrichten zur Delta-Variante.
Der Blick spricht Bände: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist alles andere erfreut über die schlechten Nachrichten zur Delta-Variante.  © Jonathan Buckmaster/Daily Expres/PA Wire/dpa

Update, 14. Juni, 19.04 Uhr: Globale Corona-Fallzahl sinkt laut WHO seit sieben Wochen

Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen - der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie.

Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor.

Beim G7-Gipfel gaben führende Industrienationen am Wochenende Zusagen über 870 Millionen Impfdosen bekannt, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen.

Tedros forderte am Montag erneut noch raschere Hilfe in noch höheren Mengen. "Die Ausbreitung des Virus ist derzeit schneller als die globale Auslieferung von Impfstoffen", sagte er. Laut Tedros sterben täglich mehr als 10.000 Menschen an Covid-19.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Tedros Adhanom Ghebreyesus.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 14. Juni, 18.37 Uhr: EU-Staaten erzielen Einigung: Das sind die neuen Corona-Reisebedingungen

Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern.

Genauere Infos hier: "EU-Staaten erzielen Einigung: Das sind die neuen Corona-Reisebedingungen"

Update, 14. Juni, 17.22 Uhr: Delta-Mutante: In Indien entdeckte Variante ruft andere Symptome hervor

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen.

Mehr Infos unter: "Delta-Mutante: In Indien entdeckte Variante ruft andere Symptome hervor".

Jammu: Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Angehörige tragen den Leichnam einer Person, die an Covid-19 gestorben ist, zur Einäscherung.
Jammu: Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Angehörige tragen den Leichnam einer Person, die an Covid-19 gestorben ist, zur Einäscherung.  © Channi Anand/AP/dpa

Update, 14. Juni, 16.39 Uhr: "Impftourismus" aus Italien: Bundesregierung laut Hotel nicht beteiligt

Im Fall der Corona-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert.

Mehr Infos unter: "'Impftourismus' aus Italien: Hotel mit Klartext zu Beteiligung der Bundesregierung".

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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