Coronavirus: Auch Museen in Deutschland müssen schließen

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch die geringere Hürde bleiben. Denn schließlich steht am Montag, den 2. November, der nächste Lockdown an. 

Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!
Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!  © Christoph Soeder/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 486.972 Infektionen bestätigt. 10.281 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 335.931 als genesen gelten (Stand 29. Oktober, 11.30 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,8 Millionen Infizierte und 227.700 Tote wurden bereits erfasst (Stand 29. Oktober, 11.30 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 44,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1,17 Millionen Todesfälle (Stand 29. Oktober, 11.30 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 29. Oktober, 18.43 Uhr: Luxemburg beschließt nächtliche Ausgangssperre

Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. Auch das Gassigehen mit einem Hund ist im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung erlaubt.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat das Parlament weitere Einschränkungen auf den Weg gebracht: Im Restaurant oder zu Hause dürfen nur noch maximal vier Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung zusammenkommen. Wenn es mehr Menschen sind, ist das Tragen einer Maske Pflicht. Diese Einschränkungen gelten bis Jahresende, die Ausgangssperre ist bis Ende November befristet.

Update, 29. Oktober, 18.28 Uhr: Kulturminister einigen sich auf Schließung auch der Museen

Mit den neuen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssen auch die Museen in Deutschland schließen. Darauf verständigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Kulturminister der Länder am Donnerstag in einer Konferenzschaltung.

Zunächst war die Situation für Museen unklar, weil sie in der Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten nicht ausdrücklich erwähnt sind. Danach müssen Kultureinrichtungen wie Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie Kinos im November für einen Monat zubleiben.

Der Probebetrieb darf weitergehen, legten die Kulturminister nun fest. Damit soll ermöglicht werden, dass der Spielbetrieb im Dezember auch wieder aufgenommen werden kann.

Offen bleiben dürfen nach den Informationen Bibliotheken, Archive und Musikschulen.

Update, 29. Oktober, 18.15 Uhr: Nicht mal mit Maske: Kein Studiopublikum mehr bei "The Masked Singer" und "Luke!"

Bei den TV-Shows "The Masked Singer" von ProSieben und "Luke! Die Greatnightshow" auf Sat.1 muss das Studiopublikum wegen Corona künftig draußen bleiben. Zum Schutz von Zuschauern, Protagonisten und Mitarbeitern werde bis auf Weiteres bei allen Produktionen auf Publikum im Studio verzichtet, teilte die Seven.One Entertainment Group am Donnerstag in Unterföhring bei München mit.

Die Entscheidung betreffe insbesondere Shows der Sender ProSieben und Sat.1. Für alle Produktionen gelten den Angaben nach schon seit dem Frühjahr strenge Hygienekonzepte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.

ProSieben-Chef Daniel Rosemann sagte: «Im Frühjahr habe ich von einer Herbst-Staffel "The Masked Singer" mit Publikum geträumt. Aber das lässt sich leider nicht mehr realisieren.» Sat.1-Chef Kaspar Pflüger sagte: «Mit diesem Schritt möchten wir zudem sicherstellen, dass wir unseren Zuschauern weiter gute Unterhaltung bieten können, um für ein wenig Ablenkung in dieser, für viele sehr belastenden, Zeit zu sorgen.»

Comedian Luke Mockridge (31) muss vorerst auf Studiopublikum verzichten.
Comedian Luke Mockridge (31) muss vorerst auf Studiopublikum verzichten.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 29. Oktober, 18.10 Uhr: Proteste gegen Rom: Premier Conte fordert Zusammenhalt

Angesichts gewalttätiger Proteste gegen verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen hat Italiens Regierungschef Giuseppe Conte die Bürger zum Zusammenhalt aufgerufen. "Dies ist wirklich die Zeit, um vereint zu bleiben, insbesondere angesichts des wirtschaftlichen Leids, der seelischen Belastungen, des Ärgers, der Angst und der Sorgen vieler Mitbürger", sagte er am Donnerstag vor dem Parlament in Rom. 

Rom wisse, dass die Einschränkungen für Bars und Lokale sowie die Schließung von Theatern und Kinos harte Einschnitte seien, versicherte der parteilose Jurist. Doch andere Länder Europas seien wegen der rasant steigenden Zahlen von Virus-Neuinfektionen in einer ähnlich schwierigen Lage. Conte nannte Deutschland und Frankreich als Beispiele. Einige Staaten hätten noch schärfere Einschränkungen erlassen als Italien, sagte er.

Rom will einen zweiten vollen Lockdown wie im Frühjahr bei der ersten Corona-Welle vermeiden. Der Premier forderte die Italiener erneut zur Änderung von Verhaltensweisen und zum Einhalten der Schutzregeln auf.

Giuseppe Conte (66), Premierminister von Italien.
Giuseppe Conte (66), Premierminister von Italien.  © Fabio Frustaci/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 29. Oktober, 18.07 Uhr: Keine Maske im Bundestag - Ordnungsruf für CDU-Abgeordneten

Wegen Missachtung der Maskenpflicht im Bundestag hat sich der niedersächsische CDU-Abgeordnete Roy Kühne am Donnerstag einen Ordnungsruf eingehandelt. 

"Er hat den Plenarsaal ohne Maske verlassen, den Plenarsaal ohne Maske wieder betreten", erklärte Parlamentsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP), der die Sitzung zu diesem Zeitpunkt leitete. Wegen der Corona-Pandemie muss seit Anfang Oktober in allen Gebäuden des Bundestags ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - auch im Plenarsaal. Er darf nur am jeweiligen Sitzplatz oder am Rednerpult abgelegt werden.

Kubicki sagte, da Mahnungen nicht ausreichten, seien offensichtlich "härtere Maßnahmen" notwendig. "Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass im Wiederholungsfall weitere Ordnungsmaßnahmen folgen können". Laut Geschäftsordnung kann das Bundestagspräsidium einzelne Abgeordnete zur Ordnung rufen, "wenn sie die Ordnung oder die Würde des Bundestages verletzen". Weitergehende Maßnahmen wären ein Ordnungsgeld in Höhe von 1000 Euro sowie ein Sitzungsausschluss.

Update, 29. Oktober, 17.57 Uhr: Angela Merkel ruft vor neuen Beschränkungen zur Solidarität auf

Kanzlerin Angela Merkel hat alle Bürger vor den erneuten massiven Corona-Beschränkungen im November zur Solidarität aufgerufen und vor einer Verharmlosung der Lage gewarnt. "Miteinander und füreinander, nur so kommen wir durch diese historische Krise", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Bundestag. "Der Winter wird schwer. Vier lange schwere Monate. Aber er wird enden." 

Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung von Kontakten seien "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Von der Opposition und aus der Wirtschaft kam teils scharfe Kritik. Dagegen hoffen Mediziner, Klinik-Überlastungen nunmehr besser abzuwenden.

Merkel sagte: "Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle." In den vergangenen Wochen seien die Infektionszahlen "deutlich in die Höhe geschnellt", viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 29. Oktober, 17.53 Uhr: Erneut Corona-Alarm bei Erzgebirge Aue

Corona-Alarm beim FC Erzgebirge Aue! Wie TAG24 erfuhr, wurden bei einem Spieler auffällige Werte auf SARS-CoV-2 festgestellt. 

Die erste Mannschaft hat sich daraufhin sofort in Quarantäne begeben. Das Heimspiel gegen Holstein Kiel an diesem Sonnabend steht damit auf der Kippe. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Das Aue-Logo an der Fassade des Stadions. Wieder einmal müssen die Auer Spieler in Quarantäne.
Das Aue-Logo an der Fassade des Stadions. Wieder einmal müssen die Auer Spieler in Quarantäne.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Oktober, 17.44 Uhr: Katalonien, Madrid und Kantabrien abgeriegelt

Im Rahmen des von Spanien ausgerufenen Notstandes kündigen immer mehr Regionen eine Abriegelung ihres Territoriums an. Am Donnerstag taten das auch Katalonien mit der Metropole Barcelona, Madrid sowie Kantabrien. 

Damit haben bereits zwölf der 17 "Comunidades Autónomas" (Autonomen Gemeinschaften) eine Absperrung für bis zu zwei Wochen beschlossen. Die betroffenen Menschen dürfen ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

Die Calle Mayor in Palencia ist menschenleer. Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland weitere spanische Städte weitgehend abgeriegelt.
Die Calle Mayor in Palencia ist menschenleer. Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland weitere spanische Städte weitgehend abgeriegelt.  © Carlos Mateo/EUROPA PRESS/dpa

Update, 29. Oktober, 17.42 Uhr: Litauen mit neuem Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Litauen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Vilnius vermeldete am Donnerstag 950 positive Tests innerhalb von 24 Stunden in dem baltischen EU-Land - nach einem bisherigen Rekordwert von 776 neuen Fällen am Vortag. Die meisten Neuinfektionen wurden in drei größten Städten Vilnius, Kaunas und Klaipeda registriert.

Litauen mit knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 13.088 bestätigte Infektionen und 150 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Baltenstaat aktuell schlechter als in Deutschland.

Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen stellte die Regierung in Vilnius zuletzt 21 der 60 Kommunen des Landes unter lokale Quarantäne. Weiter sind von Freitag an Veranstaltungen und Versammlungen an öffentlichen Orten bis zum 13. November untersagt. Ausgenommen sind Sport- und Kulturveranstaltungen, für die Teilnahmebeschränkungen gelten.

Update, 29. Oktober, 17.38 Uhr: Ex-Bachelor-Babe Jessi hat Corona

Schon einige Tage schlug sich Jessica Schröder (26) mit Erkältungssymptomen herum, nun hat sie Gewissheit: Die ehemalige Bachelor-Kandidatin hat Corona! Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Jessica Schröder (26) hat das Coronavirus.
Jessica Schröder (26) hat das Coronavirus.  © Screenshot/Instagram, jessicooper

Update, 29. Oktober, 17.35 Uhr: Altmaier stellt Wirtschaftsprognose vor

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft bisher stark in Mitleidenschaft gezogen. Am Freitag stellt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die aktuelle Konjunkturprognose der Bundesregierung vor. Mit Spannung erwartet wird, ob Altmaier die Schätzung anpasst, nachdem Bund und Länder massive Beschränkungen wie die Schließung von Restaurants und Kneipen sowie von Kultureinrichtungen für den November beschlossen hatten.

Im dritten Quartal ist die deutsche Wirtschaft Ökonomen zufolge wieder gewachsen, nachdem die Konjunktur im Frühjahr infolge der Corona-Krise noch eingebrochen war. Wie stark das Bruttoinlandsprodukt (BIP) tatsächlich zugelegt hat, gibt das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung bekannt.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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