Coronavirus: EU prüft mögliche neue Reiseauflagen, Spezialmasken-Pflicht in NRW

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.105.176 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.778.319 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 50.275 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 24,45 Millionen Infizierte und 406.536 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 97,06 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.080.009 Todesfälle (alle Angaben Stand 21. Januar, 18.05 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 21. Januar, 22.16 Uhr: Fauci kündigt US-Unterstützung für globale Corona-Impfinitiative an

Der amerikanische Immunologe Anthony Fauci (80) hat als Vertreter einer US-Delegation den Beitritt des Landes zur internationalen Corona-Impfinitiative Covax angekündigt.

Fauci sprach am Donnerstag per Video-Schaltung bei der Sitzung des Exekutivrates der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die Initiative koordiniert. Der neue US-Präsident Joe Biden (78) wird nach Aussagen Faucis noch am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen. "Die Regierung Bidens plant, mit vollem Engagement die globale Gesundheit zu verbessern."

Update, 21. Januar, 21.59 Uhr: Biden: Schwelle von 500.000 Corona-Toten wohl im Februar erreicht

Der neue US-Präsident Joe Biden (78) hat die Amerikaner auf eine weitere Verschlimmerung der Corona-Lage im Land eingestimmt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Corona-Toten im Februar eine halbe Million erreichen, sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. "Die Dinge werden sich weiter verschlechtern, bevor es besser wird", mahnte er und versprach zugleich: "Wir werden das durchstehen."

Die Ausbreitung des Virus ist in den USA weiterhin außer Kontrolle. Mehr als 400.000 Menschen sind bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Virus wurden insgesamt USA-weit gemeldet. In absoluten Zahlen liegen die Vereinigten Staaten damit weltweit an der Spitze.

Die Eindämmung der Pandemie ist eines der Hauptanliegen des neuen US-Präsidenten, Joe Biden (78). Am Donnerstag unterzeichnete er mehrere Verfügungen, um den Kampf gegen die Corona-Krise voranzutreiben.
Die Eindämmung der Pandemie ist eines der Hauptanliegen des neuen US-Präsidenten, Joe Biden (78). Am Donnerstag unterzeichnete er mehrere Verfügungen, um den Kampf gegen die Corona-Krise voranzutreiben.  © Alex Brandon/AP/dpa

Update, 21. Januar, 21.37 Uhr: Ab Montag Spezialmaskenpflicht in Nordrhein-Westfalen

Ab Montag müssen in Nordrhein-Westfalen OP-Masken, FFP2-Masken oder KN95-Masken in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten getragen werden.

Das geht aus der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

In NRW müssen ab Montag in Bussen, Bahnen, Supermärkten und Gottesdiensten medizinische oder FFP2-Masken getragen werden.
In NRW müssen ab Montag in Bussen, Bahnen, Supermärkten und Gottesdiensten medizinische oder FFP2-Masken getragen werden.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 21. Januar, 20.58 Uhr: EU erwägt neue Reiseauflagen wegen Corona

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie versuchen die 27 EU-Staaten, das Impfen zu beschleunigen und die gefürchteten neuen Virusvarianten einzudämmen. Bei einem Videogipfel am Donnerstagabend prüften die Staats- und Regierungschefs nach Angaben eines EU-Vertreters mögliche weitere Auflagen für nicht-notwendige Reisen. Die Grenzen sollten aber möglichst offen bleiben, hieß es.

Bürger und Wirtschaft könnten also neue Hindernisse bei Reisen und Transporten in Europa ins Haus stehen. Dabei hofften einige EU-Urlaubsländer wie Griechenland, Spanien oder Portugal, schon jetzt die Voraussetzungen für mehr Bewegungsfreiheit im Sommer zu schaffen: Sie warben für einen europäischen Corona-Impfpass, der einfacheres Reisen ermöglichen könnte.

Update, 21. Januar, 20.40 Uhr: EU-Staaten wollen Corona-Schnelltests gegenseitig anerkennen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen die Ergebnisse bestimmter Corona-Schnelltests künftig in allen EU-Staaten anerkannt werden. Auch für den bevorzugten Einsatz dieser Tests wurden gemeinsame Kriterien entwickelt, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstagabend mitteilte. Eine entsprechende Ratsempfehlung sei einstimmig verabschiedet worden - rechtlich bindend ist sie aber nicht.

Der gemeinsame Rahmen für den Gebrauch der Corona-Tests sowie die Anerkennung von Ergebnissen sei ein zentrales Instrument, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen und zu einem funktionierenden Binnenmarkt beizutragen, hieß es. Die Anerkennung der Testergebnisse sei wesentlich, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

Antigen-Schnelltests zeigen binnen weniger Minuten, ob eine Corona-Infektion vorliegt. Es gibt inzwischen sehr viele Varianten unterschiedlicher Qualität. Insgesamt gelten sie als etwas weniger zuverlässig als die überall anerkannten PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden müssen. Die EU-Staaten verständigten sich nun unter anderem darauf, dass die Schnelltests etwa in Corona-Hotspots zum Einsatz kommen sollten.
Antigen-Schnelltests zeigen binnen weniger Minuten, ob eine Corona-Infektion vorliegt. Es gibt inzwischen sehr viele Varianten unterschiedlicher Qualität. Insgesamt gelten sie als etwas weniger zuverlässig als die überall anerkannten PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden müssen. Die EU-Staaten verständigten sich nun unter anderem darauf, dass die Schnelltests etwa in Corona-Hotspots zum Einsatz kommen sollten.  © Michael Evers/dpa

Update, 21. Januar, 20.38 Uhr: Niederlande: Ausgangssperre ab Samstag

Um die schnelle Verbreitung von Virus-Mutationen zu stoppen, verhängen die Niederlande erstmals eine Ausgangssperre. Ab Samstag dürfen Bürger von 21 bis 4.30 Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es nicht so eine schwerwiegende Maßnahme gegeben.

Die Regierung hatte bereits persönliche Kontakte reduziert. Mitglieder eines Haushaltes dürfen pro Tag nur noch eine Person empfangen. Außerdem wurde ein Flugverbot aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika angeordnet. In den Regionen sollen die Virus-Mutationen besonders verbreitet sein.

Update, 21. Januar, 20.06 Uhr: Brüssel genehmigt "Novemberhilfen" für zwölf Milliarden Euro

Die EU-Kommission hat deutsche "Novemberhilfen" im Umfang von zwölf Milliarden Euro genehmigt. Die Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise sei mit den EU-Regeln vereinbar, erklärte Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager am Donnerstagabend in Brüssel.

Die "Novemberhilfen" sollen Unternehmen für wirtschaftliche Schäden durch den Lockdown in der Pandemie entschädigen. Die jetzt genehmigten Hilfen sehen nach Angaben der Kommission vor, dass bis zu 100 Prozent der nachgewiesenen Verluste erstattet werden oder 75 Prozent des Umsatzes der Monate November und Dezember 2019.

Update, 21. Januar, 20 Uhr: Corona-Notstand in Tschechien wird bis Mitte Februar verlängert

Das Parlament in Tschechien hat einer Verlängerung des Corona-Notstands bis zum 14. Februar zugestimmt. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen und Soldaten in Krankenhäusern einzusetzen.

Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte sich für eine Befristung bis zum 21. Februar starkgemacht. Gesundheitsminister Jan Blatny begründete dies unter anderem mit der Gefahr durch neue Virusvarianten. Zuletzt war erstmals die als ansteckender geltende britische Variante in Tschechien nachgewiesen worden.

Auch auf der Karlsbrücke in Prag gilt wegen Corona: Abstand halten!
Auch auf der Karlsbrücke in Prag gilt wegen Corona: Abstand halten!  © Vít SŠimanek/CTK/dpa

Update, 21. Januar, 19.17 Uhr: England vervierfacht Strafen für erste Corona-Verstöße

Die britische Regierung vervierfacht die Strafen für Corona-Verstöße in England. Künftig sollen 800 Pfund (gut 900 Euro) statt 200 fällig werden, wenn Menschen trotz Verbots Partys besuchen, wie Innenministerin Priti Patel am Donnerstag ankündigte. Die Strafe verdoppele sich bei jedem weiteren Verstoß bis zu einem Höchstbetrag von 6400 Pfund.

In England sind Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte weitestgehend verboten.

Update, 21. Januar, 18.51 Uhr: Nordirland verlängert Corona-Lockdown bis 5. März

Die britische Provinz Nordirland verlängert den Corona-Lockdown wegen der Corona-Pandemie bis zum 5. März.

Zu den Maßnahmen gehören die Schließung von Schulen und nicht lebensnotwendigen Geschäften sowie weitreichende Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Die Restriktionen sollen am 18. Februar überprüft werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie sogar bis Ostern in Kraft bleiben, wie die Zeitung "Belfast Telegraph" berichtete.

Titelfoto: Michael Evers/dpa

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