Coronavirus: Kommen Anfang 2022 Impfungen für Kinder?

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 3,15 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,78 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 79.972 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 18. April, 11.20 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 162 (Stand 18. April, 11.20 Uhr).

Weltweit gibt es 140,7 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als drei Millionen Todesfälle (Stand 18. April, 11.20 Uhr).

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Update, 18. April, 17.25 Uhr: Fauci rechnet Anfang 2022 mit Covid-Impfungen für jüngere Kinder

Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci (80) rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen.

"Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen», sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden (78) dem Sender CNN am Sonntag.

"Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein." Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci (80).
Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci (80).  © Susan Walsh/AP POOL/dpa

Update, 18. April, 16.21 Uhr: Wann wird die Impf-Priorisierung aufgehoben? Kassenärzte sind sehr optimistisch!

Die Kassenärzte erwarten, dass im Mai die bisherigen Impf-Priorisierungen aufgehoben werden können.

Wenn die Lieferungen wie zugesagt zunähmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

"Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen". Weiter sagte er: "Ich rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fallen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten kann."

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.  © Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa

Update, 18. April, 15.25 Uhr: Italien steuert Richtung Öffnung - Debatte über Corona-Pass

In Italien sind wegen verbesserter Corona-Zahlen von Montag an nur noch drei Regionen als Rote Zonen ausgewiesen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone ("Orange").

Rote Zonen mit strengen Virus-Sperren bleiben Apulien, Sardinien und das Aosta-Tal.

Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die folgende Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi hat dann Öffnungsschritte wie den Start der Außengastronomie in bestimmten Regionen angekündigt.

Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli. Allerdings stritten Politiker am Wochenende über den Fortbestand der nächtlichen Ausgangsverbote.

Außerdem wurde in Italien über die Idee eines Corona-Passes für inneritalienische Reisen diskutiert. Draghi hatte ihn ins Gespräch gebracht, ohne Details zu nennen. Gesundheitspolitiker Sileri erläuterte: "Ideal wäre ein europäischer Pass, nicht nur ein nationaler. In der Zwischenzeit werden wir wahrscheinlich mit der Erstellung eines Papierausweises beginnen, um ihn später mithilfe der italienischen Post oder einer App wie Immuni digital zu machen."

Dort könnten die Impfung, ein 48 Stunden alter, negativer Corona-Test oder eine Corona-Infektion des letzten Halbjahres verzeichnet werden.

Update, 18. April, 14.55 Uhr: 69 Festnahmen bei Demonstration gegen Corona-Lockdown

Bei einer Demonstration von etwa 500 Gegnern des Corona-Lockdowns am Samstag in Berlin hat die Polizei 69 Teilnehmer wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz festgenommen.

Ein Teil der Demonstranten hätte bei der Veranstaltung vor dem Gesundheitsministerium keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen und die Sicherheitsabstände missachtet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Bei Festnahmen hätten andere Demonstranten Befreiungsversuche unternommen. Die Polizisten hätten sich mit körperlichen Zwang durchsetzen müssen. 24 Ermittlungsverfahren seien wegen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung und Verstößen gegen den Infektionsschutz eingeleitet worden, so die Polizei.

Ein Rollstuhlfahrer wollte den Angaben zufolge weder Maske tragen noch sich wegschieben lassen und wehrte sich. Polizisten nahmen ihn fest und trugen den Rollstuhl samt Fahrer weg. Später habe sich der Großteil der Menschen an die Hygieneschutzbestimmungen gehalten. Im Einsatz waren 880 Polizisten.

Update, 18. April, 14.20 Uhr: Corona-Todesfälle im Gazastreifen auf Höchstwert

Die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle im Gazastreifen hat am Sonntag einen Höchstwert erreicht.

Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Palästinensergebiet direkt am Mittelmeer 23 neue Tote registriert. Insgesamt starben in dem Küstenstreifen, der von der islamistischen Hamas beherrscht wird, nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits 761 Menschen nach einer Corona-Infektion.

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum, unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Bis Donnerstag erhielten erst etwa 33.000 Einwohner eine Impfung.

Update, 18. April, 13.25 Uhr: Ohne Abstand und Masken: Konzert in Liverpool mit 5000 Zuschauern

Feiern wie vor der Pandemie: Ohne Masken und Abstand dürfen bis zu 5000 Zuschauer ein Konzert in Liverpool besuchen.

Die Veranstaltung mit der Rockband Blossoms am 2. Mai ist Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung. Voraussetzung für den Eintritt ist ein aktueller, negativer Corona-Test. Auch nach dem Event sollen die Zuschauer einen Test machen.

"Wir sind einem Sommer voller Live-Events einen Schritt näher gekommen, jetzt läuft unser wissenschaftlich geführtes Programm", sagte Kulturminister Oliver Dowden einer Mitteilung vom Sonntag zufolge. Das Veranstaltungsgelände bietet normalerweise 7500 Plätze.

Bereits am Sonntag sollten beim Halbfinale des FA-Pokals zwischen den Fußball-Erstligisten Leicester City und FC Southampton 4000 Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion zuschauen. Dabei handelt es sich um Anwohner und medizinisches Personal. Eine Woche später, beim Ligapokal-Finale zwischen Tottenham Hotspur und Manchester City, sind dann erstmals Anhänger der beteiligten Teams und insgesamt 8000 Fans erlaubt. Die Partien sowie die Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield gehören ebenfalls zu den Pilotprojekten. Um Eintritt zu erhalten, müssen die Zuschauer mehrere Corona-Tests machen und Masken tragen.

Update, 18. April, 12.15 Uhr: Tierheime können Unterstützung beantragen - je 7500 Euro Corona-Hilfe

Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. Ab Ende der nun beginnenden Woche könnten entsprechende Förderanträge gestellt werden, bestätigte das Ministerium am Sonntag einen Bericht der "Bild am Sonntag".

Tierschutzvereinen, die Träger von Tierheimen sind, werde ein einmaliger Zuschuss von 7500 Euro gewährt. Die Corona-Pandemie stelle die Vereine in einem noch nicht abzusehenden Ausmaß vor große finanzielle Probleme, hieß es zur Begründung.

"In vielen Fällen fallen Spenden weg und können entsprechende Vereinsaktivitäten nicht durchgeführt werden."

Auch die fehlenden Vermittlungsmöglichkeiten für Tiere und der dadurch erhöhte Betreuungsbedarf während des Lockdowns seien für viele Vereine schwer zu bewältigen, so das Ministerium weiter.

Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. (Symbolbild)
Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. (Symbolbild)  © Thomas Frey/dpa

Update, 18. April, 11.15 Uhr: Frankreich verhängt für mehrere Länder Pflichtquarantäne

Frankreich verschärft wegen der Corona-Pandemie die Einreise aus Brasilien, Chile, Argentinien und Südafrika. Angesichts der Besorgnis über Covid-19-Varianten soll ab dem 24. April eine zehntägige Pflichtquarantäne für Einreisende aus diesen Ländern gelten.

Die Maßnahme trifft auch für Flugreisende aus dem französischen Überseedepartement Guyana zu.

Frankreich will bis dahin ein System schaffen, das die Überprüfung des Aufenthaltsortes und die entsprechenden Quarantäneanforderungen erlaubt. Des Weiteren muss ein negativer PCR-Test nachgewiesen werden, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

Für Brasilien hat Frankreich zudem die Anfang letzter Woche verhängte Aussetzung aller Flüge in das lateinamerikanische Land bis einschließlich 23. April verlängert.

Update, 18. April, 11.05 Uhr: Kirchen gedenken der Verstorbenen in der Corona-Pandemie

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing (60), hat die Gesellschaft zu einem Moment des Innehaltens inmitten der Corona-Pandemie aufgerufen.

"Krankheit, Sterben und Tod lassen sich in diesem langen Jahr nicht wegdrücken, sie schneiden tief ein in das Leben vieler Menschen", sagte der Bischof von Limburg am Sonntag in einem ökumenischen Gottesdienst in Berlin für die Verstorbenen in der Pandemie. "Tod und Sterben sind uns näher gerückt als zuvor."

"Wie ein Trauma legt sich die Krisenerfahrung der Pandemiezeit auf unsere Seele und schreit nach Heilung", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, in dem ökumenischen Gottesdienst. "Für die Verarbeitung werden wir viel Zeit brauchen, erst recht unsere Kinder, unsere Heranwachsenden, für die diese Krise die Ausdehnung einer gefühlten Ewigkeit hat."

Update, 18. April, 10.30 Uhr: Altmaier pro Notbremse, "leuchtendes Vorbild Tübingen gescheitert"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) hat die geplanten bundesweiten Regelungen für eine Corona-Notbremse gegen Kritik verteidigt.

"Die Notbremse ist notwendig und kein Holzhammer", sagte Altmaier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er hoffe auf eine breite Mehrheit in Bundestag und Bundesrat. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes dürften jetzt nicht "wieder zerredet werden". "Überall auf der Welt, wo eine Infektionswelle erfolgreich gebrochen wurde, hat man das mit dem Instrument eines harten Lockdowns geschafft."

Zu den geplanten Ausgangsbeschränkungen sagte Altmaier, es gehe dabei "nicht um den Spaziergänger mit seinem Hund". "Sondern darum, dass man sich nicht unter Verletzung der Kontaktregeln abends gegenseitig besucht und feiert."

Der CDU-Politiker fügte hinzu: "Auf der sicheren Seite sind wir, wenn wir insgesamt die Zahl der sozialen Kontakte reduzieren - und die entstehen, wenn alles geöffnet ist, eben auch im öffentlichen Nahverkehr, in Fußgängerzonen, im privaten Bereich. Daran sind alle differenzierten Modelle gescheitert, auch die leuchtenden Vorbilder Tübingen und Rostock konnten den Anstieg der Infektionen letztlich nicht verhindern."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU).
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 18. April, 10 Uhr: Keine Freigabe der Behörden: Kanu-EM in Duisburg Anfang Juni abgesagt

Die Kanu-Europameisterschaft in Duisburg ist abgesagt worden. Das teilte der Europäische Verband (ECA) am Samstagabend auf seiner Homepage mit.

Die kontinentalen Titelkämpfe waren für den 2. bis 6. Juni geplant, können aufgrund der Pandemie-Situation aber nicht ausgetragen werden. Die lokalen Behörden gaben für die EM keine Freigabe, teilte die ECA mit.

"Zusammen mit den lokalen Organisatoren haben wir unser Bestes getan, um die ECA-Kanusprint- und Paracanoe-Europameisterschaften 2021 zu organisieren, es sollte ein Festival für die besten Sprint-Athleten werden. Leider hat Corona all diese Pläne durcheinander gebracht und es unmöglich gemacht, die Kanusprint-Europameisterschaften auszurichten", sagte Thomas Konietzko, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV).

Titelfoto: Susan Walsh/AP POOL/dpa

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