Coronavirus: Berlin weitet Maskenpflicht aus

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 377.068 Infektionen bestätigt. 9844 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während weitere 298.599 als genesen gelten (Stand 20. Oktober, 13 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,21 Millionen Infizierte und 220.134 Tote wurden bereits erfasst (Stand 20. Oktober, 13 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 40,43 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.118.681 Todesfälle (Stand 20. Oktober, 13 Uhr).

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Update, 20. Oktober, 18.50 Uhr: Maskenpflicht in Bulgarien auch im Freien

In Bulgarien ist angesichts stark steigender Corona-Zahlen das Tragen von Schutzmasken auch im Freien ab Donnerstag wieder Pflicht. Ziel sei es, die Zahl der Neuerkrankungen zu reduzieren und das Klinikpersonal zu entlasten, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Dienstag. Die bei Kritikern heftig umstrittene Maßnahme soll vorerst bis Ende November gelten. Lokale und Fitnesscenter bleiben geöffnet, sollen aber auf die Einhaltung der Corona-Auflagen kontrolliert werden, sagte der Minister.

Seit dem 22. Juni gilt in dem EU-Land Maskenpflicht nur in geschlossenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen wie etwa Läden, Banken, Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Update, 20. Oktober, 18.20 Uhr: Höchster Tageswert bei Corona-Neuinfektionen in Berlin

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages hat in Berlin einen neuen Höchstwert erreicht. Am Dienstag meldete die Berliner Gesundheitsverwaltung laut aktuellem Lagebericht, es seien 822 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste registrierte Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Zuletzt galt ein Plus von 706 Fällen am 13. Oktober als bislang höchster Tageswert bei den Neuinfektionen.

Die Corona-Zahlen zogen damit deutlich an: Am Montag waren in Berlin 476 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Inzwischen wird zwar mehr getestet, Experten weisen allerdings darauf hin, dass auch der Anteil der positiv Getesteten gestiegen sei. Für das Land Berlin werden diese Zahlen im täglichen Lagebericht aber nicht veröffentlicht.

Update, 20. Oktober, 18.10 Uhr: Mehr als fünf Millionen bestätigte Corona-Fälle in Europa

In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130.000 mehr als am Vortag.

Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet.In der gesamten Region hat es bislang rund 202.000 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben. Zum EWR zählen neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island, Liechtenstein und das frühere EU-Mitglied Großbritannien.

Update, 20. Oktober, 17.32 Uhr: Neue Thüringer Corona-Verordnung ändert Regelung für Privatfeiern

Thüringen verschärft angesichts kontinuierlich steigender Corona-Neuinfektionen die Infektionsschutzregelungen für Familienfeiern. Ab November sind bei privaten Feiern in geschlossenen Räumen nur noch 30 Menschen ohne Anmeldung bei den lokalen Gesundheitsämtern zugelassen, wie die von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag unterzeichnete aktualisierte Corona-Verordnung des Landes vorsieht. Bisher waren es 50. Bei Feiern unter freiem Himmel liegt diese Obergrenze bei 75 Gästen (bisher 100). Bei darüber hinaus gehenden Gästezahlen müssen die Feiern zwei Tage vorher bei den zuständigen Behörden angemeldet werden.

Die aktualisierte Verordnung soll Ende Oktober im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes erscheinen, am 1. November in Kraft treten und bis 30. November gelten. Eine Sperrstundenregelung ist in der Verordnung nicht vorgesehen. Sie soll laut Ministerium aber in das Konzept für Kommunen zur Eindämmung regionaler Corona-Ausbrüche aufgenommen werden. Thüringen hatte am Dienstag die Marke von 5000 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie überschritten.

Update, 20. Oktober, 17.20 Uhr: Stuttgarter Reisemesse CMT abgesagt

Die für Ende Januar 2021 geplante Stuttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Messe-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. "Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum", sagte die Sprecherin dazu. Die CMT bezeichnet sich als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. Im Januar dieses Jahres kamen nach Veranstalterangaben rund 300.000 Besucher zur CMT.

Update, 20. Oktober, 17.12 Uhr: Erneut großer Corona-Ausbruch bei niederländischem Fußball-Club AZ Alkmaar

Nur zwei Tage vor dem Spiel gegen den SSC Neapel in der Europa League ist beim niederländischen Fußball-Club AZ Alkmaar erneut ein größerer Corona-Ausbruch festgestellt worden. Acht Spieler seien infiziert worden, teilte der Verein am Dienstag in Alkmaar mit. "Insgesamt sind jetzt 13 Spieler mit dem Virus infiziert." Das für Donnerstagabend in Neapel angesetzte Spiel soll aber vorerst wie geplant stattfinden.

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Update, 20. Oktober, 17.06 Uhr: Fast 4000 Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der im Labor bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 3390 gestiegen. Das waren 53 mehr als am Montag, wie das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Im Jerichower Land sind in den vergangenen sieben Tagen 37,89 Menschen je 100.000 Einwohnern positiv auf das Virus getestet worden. Damit wurde der kritische Wert von 35 der sogenannten 7-Tage-Inzidenz in dem Landkreis überschritten. Landesweit liege die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner bei 17,88.

Update, 20. Oktober, 16.59 Uhr: Berliner Senat will umstrittene Sperrstunde gerichtsfest machen

Nach einer ersten juristischen Niederlage will der Berliner Senat die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde gerichtsfest machen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung an. Geplant seien eine Verordnung und eine Gesetzesänderung, um bei der nächtlichen Sperrstunde nebst Ausschankverbot für Alkohol sowohl für die Gastronomie als auch für Spätverkaufsstellen "nachzuschärfen".

Die Sperrstunde für Gastronomie und Handel gilt seit 10. Oktober in der Zeit von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Alle Gastronomiebetriebe sowie fast alle Geschäfte müssen dann schließen.

Die Sperrstunde könnte allerdings noch juristisch gekippt werden. Denn das Verwaltungsgericht Berlin hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass sie einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalte. Zumindest die elf Wirte, die das Gericht angerufen hatten, müssen sie nun nicht mehr einhalten. Der Senat legte Beschwerde ein. Wann das Oberverwaltungsgericht darüber entscheidet, ist noch offen.

Müller sagte mit Blick auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes, darüber könne man sich nicht freuen. "Es ist kein Erfolg, sich ein oder zwei Stunden mehr Freiheit zu erstreiten, wohl wissend, was das nach sich zieht." Denn das verleite erneut, sich trotz Corona-Gefahr zu treffen, zu feiern und damit die Gesundheit anderer Menschen zu gefährden. "Meine Sorge ist, dass sich manche noch das letzte Stück Egoismus einklagen werden und bis zum äußersten ignorant auf die Situation reagieren", sagte Müller. Die Folgen habe die Allgemeinheit zu tragen.

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller will die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde gerichtsfest machen.
Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller will die zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängte Sperrstunde gerichtsfest machen.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 20. Oktober, 16.43 Uhr: Slowakische Regierung will fast das ganze Volk auf Corona testen

Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat am Dienstag ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Corona-Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. Das Vorgehen sorgte für Irritation und Rätselraten in den Medien. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic hatte das Vorhaben am Wochenende überraschend angekündigt, ohne vorher seine Koalitionspartner zu informieren.

Obwohl bereits am kommenden Freitag die erste Phase der Massentests beginnen soll, beantwortete Matovic erst am Dienstag die Frage, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollten: "Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein - aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss", so Matovic.

Update, 20. Oktober, 16.29 Uhr: Rheinland-Pfalz gibt sechs Millionen Euro für Lüftungsgeräte in Schulen

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen will die rheinland-pfälzische Landesregierung Lüftungsgeräte für Schulen mit bis zu sechs Millionen Euro fördern. Darauf hat sich das Kabinett am Dienstag in Mainz verständigt, wie das Bildungsministerium mitteilte. "Das Lüften der Klassenräume bleibt – neben der Einhaltung der AHA-Regeln – das A und O", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). "Auf frische Luft in den Klassenzimmern kann auch in der kälteren Jahreszeit nicht verzichtet werden."

Für wichtige, aber nicht zu lüftende Unterrichtsräume könnten mobile Lüftungsgeräte eine Lösung sein, sagte Hubig. Das hatte das Umweltbundesamt Ende vergangener Woche empfohlen. Schulträger können jetzt mobile Luftreinigungsgeräte anschaffen. "Voraussetzung dafür ist, dass die Fenster nicht zu ertüchtigen sind und die jeweiligen Räume für den Unterricht gebraucht werden", betonte Hubig.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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