Coronavirus: Testpflicht-Befreiung nach Booster-Impfung könnte Schule machen

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen nun vor allem Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geimpft sind.

In Sachsen wurde das 2G-Modell bereits eingeführt, ziehen auch bald andere Bundesländer nach?
In Sachsen wurde das 2G-Modell bereits eingeführt, ziehen auch bald andere Bundesländer nach?  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 441,9 (Vortag: 439,2).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie mehr als 6,1 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Nach Fackel-Aufmarsch vor Köppings Haus: Wieder Corona-Protest in Grimma
Coronavirus Nach Fackel-Aufmarsch vor Köppings Haus: Wieder Corona-Protest in Grimma

Insgesamt 103.121 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 5,12 Millionen an (alle Daten Stand 6. Dezember, 7 Uhr).

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Update, 6. Dezember, 20.20 Uhr: Frankreich schließt wegen Corona für vier Wochen alle Discos

Im Kampf gegen die in Frankreich grassierende fünfte Corona-Welle hat die Regierung die Schließung der Diskotheken angeordnet.

Die Maßnahme solle von Freitag an vier Wochen lang gelten, sagte Premierminister Jean Castex (56) am Montagabend bei einer Pressekonferenz. Betroffen sind laut Wirtschaftsministerium 1200 Discos.

Sie sollen vom Staat Unterstützung erhalten.

Update, 6. Dezember, 18.56 Uhr: Testpflicht-Befreiung nach Booster-Impfung könnte Schule machen

Die Befreiung von verpflichtenden Corona-Tests für Menschen mit Booster-Impfung soll möglicherweise von bislang drei Bundesländern auf andere ausgeweitet werden.

Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (57, CSU) kündigte nach einer Konferenz der Gesundheitsminister am Montag an, dass der Freistaat diese Möglichkeit prüfen werde. Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) habe bei der Konferenz einen entsprechenden Hinweis gegeben.

In Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gilt eine entsprechende Regelung bereits seit Samstag. Mecklenburg-Vorpommern prüft ebenfalls.

Update, 6. Dezember, 17.40 Uhr: Bundestag berät über Impfpflicht für Personal in Kliniken oder Heimen

Der Bundestag berät am Dienstag (12 Uhr) erstmals über die geplante Corona-Impfpflicht für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen.

Die Pläne der Ampel-Parteien sehen außerdem vor, dass Impfungen künftig auch von Zahnärzten oder Apothekern durchgeführt werden können. Die Länder sollen darüber hinaus die Möglichkeit bekommen, in Hotspots auch schärfere Corona-Maßnahmen wie Restaurantschließungen zu ergreifen.

Update, 6. Dezember, 17.39 Uhr: Haus von EU-Abgeordnetem und Impf-Befürworter in Belgien angegriffen

Nach einem Angriff auf das Haus des belgischen Europaabgeordneten Pascal Arimont (47) solidarisiert sich das EU-Parlament mit dem Politiker.

Das Haus des Abgeordneten in der deutschsprachigen Gemeinschaft an der Grenze zu Deutschland wurde in der Nacht zum Samstag angegriffen.

Arimont geht davon aus, dass der Angriff mit seiner öffentlichen Befürwortung der Corona-Impfung zusammenhängt.

"Wir werden diese Art von Hass niemals akzeptieren", schrieb Parlamentspräsident David Sassoli am Montag auf Twitter. Manfred Weber (CSU), Fraktionschef der Christdemokraten, sagte, man sei schockiert und unterstütze Arimont.

Update, 6. Dezember, 17.38 Uhr: Krawalle und Corona: Fußballspiele in Belgien vorerst ohne Gästefans

Nach Ausschreitungen durch einige Fußball-Anhänger sollen bei Spielen der belgischen Pro League vorerst keine Gästefans mehr zugelassen werden.

Der Verwaltungsrat habe beschlossen, dass vom kommenden Spieltag an bis Ende Dezember bei allen Spielen der Pro League die Anhänger der Gästeteams nicht mehr in die Stadien kommen sollen, wie die Pro League am Montag mitteilte.

Etwa durch den vorübergehenden Stopp der Busreisen der Gästefans lasse sich die Zirkulation des Coronavirus eindämmen.

Update, 6. Dezember, 17.37 Uhr: Von der Leyen: EU hat mehr als 350 Millionen Impfdosen gespendet

Die EU-Staaten haben bislang mehr als 350 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an anderer Länder gespendet.

Der Staatenbund sei damit der größte Spender weltweit, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (63) am Montag.

Ein Großteil - rund 300 Millionen Dosen - sei an die UN-Initiative Covax gegangen. Covax verteile sie nun an Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen. Zusammen mit der UN-Initiative, den Herstellern, den Spendern und den Empfängern arbeite man daran, das Tempo der Lieferungen zu erhöhen.

Update, 6. Dezember, 16.20 Uhr: Ziemiak verurteilt Fackelaufmarsch von Gegnern der Corona-Politik

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (36) hat den Fackelaufmarsch von Gegnern der staatlichen Corona-Politik vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) scharf kritisiert.

"Einen Aufmarsch mit brennenden Fackeln, so etwas darf es nicht geben, und erinnert an dunkelste Kapitel", sagte er am Montag nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums.

"Deswegen volle Solidarität von unserer Seite mit ihr und mit allen, die sich einsetzen für den Dialog und vor allem für die Aufklärung in diesen Zeiten der Corona-Pandemie."

Paul Ziemiak (36), CDU-Generalsekretär.
Paul Ziemiak (36), CDU-Generalsekretär.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 6. Dezember, 16.19 Uhr: Mittlerweile mehr als 260 registrierte Omikron-Fälle in Dänemark

Die Zahl der in Dänemark registrierten Omikron-Fälle steigt stark.

Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI am Montagnachmittag mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 261 Infektionen mit der Variante des Coronavirus entdeckt.

Darunter waren 73 Fälle, die per Gesamtgenomsequenzierung nachgewiesen wurden, sowie 188 per Varianten-PCR-Test bestätigte Infektionen.

Update, 6. Dezember, 14.52 Uhr: Neuer Bundeskanzler Österreichs will auf Ungeimpfte zugehen

Österreichs neuer Kanzler Karl Nehammer (49) hat einen Strategiewechsel im Umgang mit Ungeimpften und Impf-Skeptikern angedeutet.

Bei der Bekämpfung der Corona-Welle seien künftig Dialogbereitschaft und Respekt voreinander nötig, sagte Nehammer am Montag kurz nach seiner Vereidigung als neuer Regierungschef.

Es sei aus seiner Sicht dringend geboten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und gleichzeitig auch Lösungen zu finden.

Karl Nehammer (49, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.
Karl Nehammer (49, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.  © Lisa Leutner/AP/dpa

Update, 6.Dezember, 13.15 Uhr: Erste Omikron-Fälle in Russland nachgewiesen

In Russland haben die Behörden die ersten beiden Fälle der neuartigen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen.

Insgesamt seien zehn Rückkehrer aus Südafrika positiv getestet worden, teilte die nationale Behörde für Verbraucherschutz am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Durch Genomsequenzierung seien bei zwei von ihnen Infektionen mit der Omikron-Variante festgestellt worden.

Präsident Wladimir Putin hatte die Regierung am Freitag angewiesen, eine Strategie zu entwickeln, um eine Ausbreitung der neuen Variante in Russland zu verhindern. Im flächenmäßig größten Land der Erde, das über fünf eigene Impfstoffe verfügt, ist vor allem die verhältnismäßig niedrige Impfquote ein Problem: Bislang sind erst knapp 44 Prozent der 146 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Viele Russen sind skeptisch gegenüber dem Präparat Sputnik V, das bislang weder von der EU-Arzneimittelbehörde noch der Weltgesundheitsorganisation zugelassen ist. Im Gegenzug sind in Russland keine westlichen Präparate erlaubt. Zuletzt wurden dort mehr als 32.100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Im selben Zeitraum zählten die Behörden 1184 Corona-Todesfälle. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen.

Titelfoto: Zacharie Scheurer/dpa

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