Coronavirus: Tschechien schenkt geimpften Staatsbeamten freie Tage

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,77 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.622 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.650.500 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 17,0 (Vortag: 16,0).

Coronavirus in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz im Land geht weiter nach oben
Coronavirus Coronavirus in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz im Land geht weiter nach oben

Weltweit gibt es mehr als 196,57 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,2 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 30. Juli, 6.25 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 30. Juli, 13.40 Uhr: Mit PCR-Test: Berlin will Clubs für Pilotprojekt öffnen

Mehrere Clubs in Berlin sollen für ein Pilotprojekt wieder drinnen öffnen dürfen - die Gäste sollen vorab zum PCR-Test.

Das Projekt solle unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité - also der Berliner Universitätsmedizin - aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Clubs "auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können", teilte die Senatskulturverwaltung am Freitag mit.

Sechs Clubs sollen mitmachen, darunter der KitKatClub und das SO36. Das Projekt soll vom 6. bis 8. August laufen - von Freitagabend bis Sonntagmittag. Rund 2000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen.

Update, 30. Juli, 12.53 Uhr: Tschechien schenkt geimpften Staatsbeamten freie Tage

Die Staatsbediensteten in Tschechien erhalten eine Belohnung, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen oder schon geimpft sind.

Je Impfdosis gibt es einen zusätzlichen bezahlten freien Arbeitstag, wie die Regierung in Prag am Freitag beschloss.

Damit wolle man noch mehr Menschen zu diesem Schritt motivieren, betonte Ministerpräsident Andrej Babis (66). Er rief die Wirtschaft auf, diesem Beispiel zu folgen.

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens zieht eine Spritze mit einer Dosis des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson auf.
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens zieht eine Spritze mit einer Dosis des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson auf.  © Hájek Vojtìch/CTK/dpa

Update, 30. Juli, 12.51 Uhr: Zahl der Aufführungen an deutschen Bühnen drastisch gesunken

In der ersten von der Corona-Pandemie betroffenen Spielzeit ist die Zahl der Aufführungen an Deutschlands Bühnen drastisch gesunken.

In der Spielzeit 2019/20 gab es 56.122 Aufführungen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins hervorgeht. Das bedeute gegenüber der Vorsaison einen Rückgang um rund 33 Prozent, berichtete der Bühnenverein in Köln.

Update, 30. Juli, 11.20 Uhr: Ungeimpft und ohne Maske: Lagenschwimmer Andrew polarisiert weiter

Der amerikanische Lagenschwimmer Michael Andrew (22) polarisiert mit seinem Verhalten in der Corona-Pandemie weiter.

Nachdem der 22-Jährige bereits dafür kritisiert worden war, dass er sich vor den Olympischen Spielen in Tokio nicht hatte impfen lassen, wurde nun sein Verhalten nach den 200 Meter Lagen moniert.

Es gibt Bilder, die den Fünftplatzierten nach dem Rennen ohne Maske in der Interviewzone zeigen.

Michael Andrew (22) aus den USA in Aktion.
Michael Andrew (22) aus den USA in Aktion.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 30. Juli, 11.10 Uhr: Corona-Impfungen legen weiter zu

Die Corona-Impfungen in Deutschland legen weiter zu.

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geschützt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag 42,8 Millionen Menschen oder 51,5 Prozent aller Einwohner.

Die Marke von 50 Prozent haben inzwischen 11 der 16 Bundesländer geschafft - darunter lagen noch Sachsen-Anhalt, Bayern, Hamburg, Brandenburg und Sachsen.

An der Spitze steht weiter Bremen mit 59,9 Prozent voll geimpften Bürgern.

Update, 30. Juli, 10.40 Uhr: AfD-Spitzenkandidatin Weidel will sich vorerst nicht impfen lassen

Die Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl, Alice Weidel (42), will sich auf absehbare Zeit nicht gegen Covid-19 impfen lassen.

Im ZDF-Morgenmagazin sagte sie am Freitag außerdem, es sei für sie nicht akzeptabel, "dass gesunde Ungeimpfte diskriminiert werden".

Alice Weidel (42), Fraktionsvorsitzende der AfD.
Alice Weidel (42), Fraktionsvorsitzende der AfD.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 30. Juli, 10.39 Uhr: RKI registriert 2454 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 17,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt seit über drei Wochen an.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 17,0 – am Vortag betrug der Wert 16,0, am Freitag der Vorwoche 13,2.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2454 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2089 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.766.765 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.637.

Update, 30. Juli, 10.37 Uhr: Spahn: Einreise-Testpflicht reduziert zusätzliche Infektionen

Die ab diesem Sonntag (1.8.) geplante Ausweitung der Einreise-Testpflichten soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) eine stärkere Corona-Ausbreitung verhindern.

"Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen", sagte der CDU-Politiker am Freitag.

"Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden."

Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 9.40 Uhr: Fast die Hälfte der Briten fand Ende der Corona-Maßnahmen zu früh

Die Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen in England findet unter den Briten einer aktuellen Umfrage zufolge längst keine flächendeckende Zustimmung.

46 Prozent von 1500 Befragten fanden das Ende der Beschränkungen "zu früh", wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Redfield and Wilton Strategies für das Magazin Politico hervorgeht.

33 Prozent fanden den Zeitpunkt richtig und nur zwölf Prozent zu spät.

Update, 30. Juli, 9.35 Uhr: Athletenvereinigung fordert bessere Quarantäne-Bedingungen

Die Interessenvereinigung Athleten Deutschland hat das Internationale Olympischen Komitee aufgefordert, sich für bessere Bedingungen für Sportler in Quarantäne-Hotels in Tokio einzusetzen.

"Es steht außer Frage, dass die strengen Quarantänebedingungen bei den Spielen nach bestätigtem positivem Corona-Test einzuhalten sind", hieß es in einer Mitteilung am Freitag.

Der Gesundheitsschutz aller müsse oberste Priorität haben. Dafür hätten die Athleten absolutes Verständnis.

"Sie dürfen jedoch erwarten, die verordnete Quarantäne unter angemessenen Bedingungen zu verbringen", hieß es weiter.

Titelfoto: Hájek Vojtìch/CTK/dpa

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