Coronavirus: Viele Apotheken wollen Testangebot zurückfahren

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

90.390 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 8,8 (Vortag: 9,3).

Coronavirus in NRW: Bald wieder Termine für Erstimpfungen!
Coronavirus Coronavirus in NRW: Bald wieder Termine für Erstimpfungen!

Weltweit gibt es rund 178 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,8 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 20. Juni, 7.50 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 20. Juni, 6.30 Uhr: Verband: Viele Apotheken wollen Testangebot zurückfahren

Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.

Weil die Zahl der vollständig Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, sagte ein Sprecher des Apothekerverbandes Abda in Berlin. Zudem wies er darauf hin, dass der Bund weniger zahle als zuvor.

"Für eine ganze Reihe von Apotheken ist die Durchführung der Tests damit nicht mehr wirtschaftlich." Das Testangebot werde deshalb wohl Schritt für Schritt kleiner werden. Die Apotheken gehören neben privaten Firmen und staatlichen Institutionen zu den wichtigsten Teststellen-Betreibern.

Eine Frau füllt vor einer Apotheke ein Formular für einen Covid-19-Test aus. Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.
Eine Frau füllt vor einer Apotheke ein Formular für einen Covid-19-Test aus. Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken.  © Oliver/dpa

Update, 20. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 842 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 8,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 16 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 18 Tote gewesen.

Update, 20. Juni, 5.30 Uhr: Testbetrieb für digitale Schulzeugnisse angelaufen

Bei der Digitalisierung rücken auch Schulzeugnisse in den Fokus.

Ein Testbetrieb für digitale Zeugnisse startet in diesem Sommer in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz, wie die Bundesdruckerei berichtet. Gemeinsam mit govdigital - einem Zusammenschluss öffentlicher IT-Dienstleister - und dem Land Sachsen-Anhalt werde derzeit ein neues System zu Erstellung digitaler Zeugnisse entwickelt. NRW will sie nach Angaben des Düsseldorfer Schulministeriums ersten Abiturienten schon Ende dieses Monats testweise ausstellen.

Update, 20. Juni, 3.30 Uhr: Regierung sieht Bedarf an FFP2-Masken für Kinder - Kritik von Grünen

Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.

Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe deshalb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Normung einer Infektionsschutzmaske beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen soll.

Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner kritisiert, dass das erst jetzt passiert. "Es ist ein Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, daher erschüttert es, dass es keine ausreichende Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet gibt", sagte sie.

Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.
Die Bundesregierung sieht nach eigener Aussage den Bedarf an FFP2-Masken für Kinder.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 20. Juni, 1.52 Uhr: Über eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien

Als zweites Land der Welt hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen.

In dem größten Land Lateinamerikas wurden bislang 500.800 Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Samstag mitteilte. Bislang gibt es nur in den Vereinigten Staaten mit knapp 602.000 Opfern mehr Corona-Todesfälle.

In Brasilien haben sich bisher über 17,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen derzeit rund 80.000 neue Fälle hinzu. Bislang haben knapp 30 Prozent der Brasilianer eine erste Impfdosis erhalten, etwa elf Prozent sind vollständig geimpft.

Update, 19. Juni, 22.21 Uhr: Tausende Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik der Regierung

In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen.

In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform "G1" berichtete.

Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerstörung sowie die Achtung der Rechte indigener Völker.

Update, 19. Juni, 19.04 Uhr: US-Spende: 2,5 Millionen Corona-Impfdosen für Taiwan

Taiwan soll dem American Institute in Taiwan (AIT) zufolge rund 2,5 Millionen Dosen an Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Die Lieferung des Moderna-Mittels werde für Sonntag erwartet, teilte das AIT am Samstag auf Facebook mit.

Das Institut ist für die Umsetzung der US-Politik gegenüber Taiwan verantwortlich. Anfang Juni hatten die USA zunächst angekündigt, 750.000 Corona-Impfdosen an das Land zu spenden. Die Lieferung umfasse 1,75 Millionen zusätzliche Dosen, hieß es nun.

Update, 19. Juni, 16.30 Uhr: Delta-Variante sorgt für dritte Corona-Welle in Afrika

In mehreren afrikanischen Ländern wütet Corona so schlimm wie nie zuvor. Schuld daran ist zum einen die sich ausbreitende Delta-Variante. Hinzu kommt der weiter andauernde Mangel an Impfstoffen.

Mehr dazu hier: Delta sorgt für dritte Corona-Welle in Afrika: Menschen "müssen ihren Angehörigen beim Sterben zusehen"

Update, 19. Juni, 15.17 Uhr: Söder warnt vor Delta-Variante - in vier Wochen dominierend

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante.

"Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird.

"Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte der Regierungschef und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie.

Update, 19. Juni, 13.35 Uhr: Lissabonner nehmen Corona-Abriegelung gelassen hin

Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin.

Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Großraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung Público am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Die für Samstag geplante Gaypride-Parade wurde am Freitag kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden.

Portugal, Lissabon: Menschen mit Mund-Nasen-Schutz spazieren in der Innenstadt von Lissabon.
Portugal, Lissabon: Menschen mit Mund-Nasen-Schutz spazieren in der Innenstadt von Lissabon.  © Pedro Fiuza/XinHua/dpa

Update, 19. Juni, 12.35 Uhr: Tokio streicht Public Viewings bei Olympia

Die geplanten Public Viewings bei den Olympischen Spielen in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden.

Stattdessen sollen einige der sechs dafür vorgesehenen Schauplätze in Japans Hauptstadt als Impfzentren genutzt werden, wie Tokios Gouverneurin Yuriko Koike am Samstag verkündete.

Grund für die Entscheidung sind die anhaltenden Sorgen vor einer Verbreitung des Virus und seiner Mutationen während der Sommerspiele. Zuvor hatte sich Koike mit Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga beraten.

Titelfoto: Oliver/dpa

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