Zurück nach einem Jahr! Das waren Boris Beckers erste Worte bei Eurosport

München/Melbourne - Nach einem atemberaubenden Intro mit Musik und beeindruckenden Bildern aus dem australischen Melbourne flimmerte Boris Becker (55) am Montag um 8.39 Uhr wieder über die TV-Bildschirme.

Boris Becker (55) ist nach seiner Zeit im englischen Knast zurück als Tennis-Experte für Eurosport.
Boris Becker (55) ist nach seiner Zeit im englischen Knast zurück als Tennis-Experte für Eurosport.  © Peter Kneffel/dpa

Die Tennis-Legende ist nach exakt einem Jahr zurück in seinem Wohnzimmer, dem Studio des Senders Eurosport in München. Von dort aus fungiert der gebürtige Leimener gemeinsam mit Moderator Matthias Stach (60) die kommenden zwei Wochen als Experte bei den Australian Open.

Nach seiner Zeit im englischen Knast von April bis Dezember 2022 ist es für Becker die Rückkehr ins Arbeitsleben. "Da kribbelt es doch schon wieder, herzlich willkommen zurück zu Matchball Becker", waren die ersten Worte von Stach.

Neben ihm stand ein Boris Becker in sportlichen weißen Sneakern, einem schwarzen Anzug und hellblauem Hemd. Die Haare hat der einstige Wimbledon-Sieger raspelkurz geschoren.

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Schon nach wenigen Sekunden strahlte Becker über beide Ohren, als Stach sagte: "Wir haben einen Comebacker. Boris, willkommen zurück. Das Wichtigste, was alle wissen wollen: wie geht es Dir?"

Der 55-Jährige antwortete: "Mit geht's gut, ich bin wieder in Frieden und Freiheit, habe mich nur einige Zeit versteckt. Ich habe Dich sogar vermisst, meinen Doppelpartner hier bei Eurosport. Mich freut es, dass ich meiner großen Leidenschaft Tennis nachgehen kann."

Boris Becker zurück bei Eurosport als Tennis-Experte: Er glänzt wieder mit Experten- und Insiderwissen

Gemeinsam mit Moderator Matthias Stach (60, l.) führt Becker (55, r.) wieder durch die Australian Open.
Gemeinsam mit Moderator Matthias Stach (60, l.) führt Becker (55, r.) wieder durch die Australian Open.  © Frank Molter/dpa

Nach dieser herzlichen Begrüßung ging es sofort ans Eingemachte, sprachen die beiden über den Erstrunden-Sieg des Titelverteidigers Rafael Nadal (36), die plötzliche Absage des Lokalmatadoren Nick Kyrgios (27) und natürlich die deutschen Athleten.

Gleich vier deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer flogen in der ersten Runde raus. Die Hamburgerinnen Eva Lys (21) und Tamara Korpatsch (27) und die beiden Herren Daniel Altmaier (24) und Oscar Otte (29) mussten die Segel streichen.

Der früher hochehrgeizige Becker hatte tröstende Worte parat: "Manchmal ist auch Dabeisein alles."

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Der 55-Jährige glänzt trotz seiner Zeit im Gefängnis mit Experten- und Insiderwissen, zeigte sich gut vorbereitet und fand zu allen Fragen passende Antworten. Im Zusammenspiel mit Stach könnte man meinen, er sei nie weggewesen.

Zum Deutschen Alexander Zverev (25), der nach einer siebenmonatigen Verletzungspause am Dienstag sein Comeback auf der großen Grand-Slam-Bühne geben wird, meinte Becker:

"Es wird ein harter Kampf für ihn. Man muss mit den eigenen Dämonen, dem Druck umgehen können. Vor einem Jahr spielte er hier um die Nummer eins, jetzt muss man die Erwartungen im Zaum halten. Alles andere als ein Sieg über den Kampf wäre eine Überraschung. Das Erreichen der zweiten Woche wäre ein großer Erfolg. Er braucht jetzt die Matches, die ihm fehlen."

Die Tennis-Fans dürfen sich nach dem Match am Dienstag auf jeden Fall auf die präzise Analyse von Stach und Becker freuen.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Kneffel/dpa, Frank Molter/dpa

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