Schneechaos in Nordbayern: Unterricht fällt aus, Warnung vor Glatteis
Nürnberg - Stundenlange Schneefälle haben Teile Frankens zum Wochenstart ins Chaos gestürzt.
Vor allem auf den Straßen war teils kein Durchkommen mehr. Da der Busbetrieb nicht gewährleistet werden kann, muss auch am Dienstag in einigen Landkreisen der Präsenzunterricht ausfallen.
Pendler ärgerten sich derweil über den ausgefallenen Nahverkehr. Auch die Müllabfuhr musste sich angesichts der Schneemassen geschlagen geben.
Zoos blieben geschlossen. Wegen umstürzender Bäume und herabfallender Äste warnten mehrere fränkische Städte vor Spaziergängen.
Die Deutsche Bahn meldet teilweise Betriebsstörungen, an den Flughäfen verlief der Betrieb am Montag hingegen zunächst weitgehend nach Plan.
Auf den Straßen kam es zu hunderten Unfällen mit langen Staus. Oft blieb es bei Blechschäden und Leichtverletzten.
Update, 26. Januar, 21.30 Uhr: Warnung vor Glatteis in Bayern
Die Schneefälle sollen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Nacht abklingen.
Ein Tief hängt über der Nordosthälfte Deutschlands fest und lenkt dabei weiterhin feuchtkalte Luft nach Bayern. Verbreitet droht Glatteis durch gefrierende Nässe. Während am Dienstag dann an den Alpen die Sonne scheint, drohen im westlichen Franken neue Niederschläge. In den Hochlagen des Bayerwaldes könnte es stürmische Böen mit Schneeverwehungen geben.
Update, 26. Januar, 20.30 Uhr: Unterricht in diesen Landkreisen abgesagt
Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben für Dienstag mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt.
Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in den Landkreisen Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim, Bamberg und Erlangen-Höchstadt sowie in der Stadt Erlangen und Stadt Bamberg keinen Unterricht an den Schulen geben.
Update, 26. Januar, 17.50 Uhr: Warnung vor Spaziergängen
Bei Waldspaziergängen drohe Lebensgefahr, heißt es von der Stadt Bayreuth. In ganz Franken wird vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen gewarnt.
Auch Dachlawinen können Spaziergänger begraben, so die Mahnung der Feuerwehr.
Update, 26. Januar, 11.50 Uhr: Glatteis legt Verkehr in der Oberpfalz lahm
Zwischen Sonntagabend und Montagfrüh krachte es in der Oberpfalz 49 Mal. Insgesamt hätten sich bei den Unfällen zwei Menschen schwer und einer leicht verletzt, so die Polizei.
Im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz verletzten sich bei einem Zusammenstoß gegen 6 Uhr auf der A3 Richtung Nürnberg am Morgen demnach ein 47-Jähriger und eine 18-Jährige schwer.
Update, 26. Januar, 8 Uhr: Unfälle in Mittelfranken auf schneeglatten Straßen
Dichte Schneefälle sorgten auch in Mittelfranken für zahlreiche Unfälle.
Auf der Autobahn 6 rutschte ein Lastwagen in eine Böschung und kippte um. Auf der A9 zwischen Nürnberg-Ost und dem Autobahndreieck Feucht überschlug sich ein Autofahrer mit seinem Wagen. In Happurg kam ein Auto von der Straße ab und rutschte in den Vorgarten einer Kirche.
Update, 26. Januar, 7.15 Uhr: Unfall mit zwölf Tonnen Ladung auf verschneiter A3
Zwischen Oberölsbach und Altdorf geriet am Montagmorgen ein Lastwagen auf der A3 bei starkem Schneefall außer Kontrolle.
Das Gespann blieb quer zur Fahrbahn liegen. Sowohl die Fahrerin als auch ihr Beifahrer kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt.
Update, 26. Januar, 6.51 Uhr: Lkw krachen auf glatter A72 heftig zusammen
Auf der A72 in Oberfranken kollidierten in der Nacht zum Montag zwei Lkw.
Zwischen den Anschlussstellen Hof-Töpen und Hof-Nord war die Fahrbahn in Richtung A9 blockiert, nachdem ein mit Leergut beladener Lastwagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen geraten war.
Titelfoto: Stefan Puchner/dpa
