Hitze im Liveticker: So heiß ging es noch nie zu! Wärmste Nacht in Deutschland gemessen

Deutschland - Die Republik ächzt weiter unter der Hitzeglocke. Am Samstag wurde gar ein neuer Rekord in Sachsen-Anhalt aufgestellt: 41,5 Grad zeigte das Thermometer in Möckern-Drewitz an. Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus, aber es drohen auch landesweit heftige Gewitter.

Bei der Hitze kommt jede Abkühlung gelegen! Im Laufe des Sonntags - und vor allem in der Nacht - könnte dann auch Petrus die Himmelsschleusen öffnen.  © Moritz Frankenberg/dpa

Starkregen, schwere Sturmböen und große Hagelkörner werden erwartet. Auch extremes Unwetter mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zu Montag kann es bei kräftigen Gewittern richtig scheppern.

Tagsüber sagt der DWD Höchstwerte im Osten und Südosten von 39 bis 41 Grad voraus, in der Lausitz bis 42 Grad. In den übrigen Teilen Deutschlands werden 32 bis 38 Grad erwartet, an der Küste könnte es kühler werden.

Der gerade erst aufgestellte Temperaturrekord von 41,5 Grad könnte also erneut gebrochen werden. 

Wetter Deutschland 41,3 Grad im Juni: Deutscher Hitzerekord gefallen!

TAG24 berichtet für Euch in einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.

Anzeige

28. Juni, 10.22 Uhr: Rekordnacht im Osten mit 29,4 Grad gemessen

Die vergangene Nacht war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland.

Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz (Landkreis Bautzen) aufgestellt, dort sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad.

Anzeige
Das Thermometer zeigte vergangene Nacht heftige 29,4 Grad in Ostsachsen an. (Symbolfoto)  © 123RF/corriseizinger

28. Juni, 9.22 Uhr: Hitze lässt Notruf-Leitungen glühen: Einsatz-Rekord für Rettungskräfte

Insgesamt 318 Rettungseinsätze in nur 24 Stunden haben die Kameraden der Dresdner Feuerwehr am Samstag an ihre Belastungsgrenze gebracht. Zugleich war es ein neuer Rekordwert für das laufende Jahr.

Die Feuerwehr betonte: "Diese Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage. Eine abschließende medizinische Bewertung, ob die Wetterlage tatsächlich ursächlich für den jeweiligen Notfall war, ist auf dieser Grundlage nicht möglich."

Im gesamten Gebiet der Integrierten Regionalleitstelle Dresden (IRLS) wurden 39 hitzebedingte Notfälle registriert. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

28. Juni, 9.03 Uhr: Eidgenossen feiern Brauchtum und Traditionen - Brunnenbaden erlaubt!

Beim Eidgenössischen Jodlerfest in Basel jodelten rund 12.000 Aktive in Trachten um die Wette, bliesen Alphorn und schwangen Fahnen.

Trotz Hitze herrschte Hochbetrieb in der Grenzstadt. Sie hatte sich auf rund 200.000 Besucherinnen und Besucher eingestellt. Vor mobilen Sprühnebel-Anlagen sammelten sich Menschentrauben, und die Organisatoren empfahlen eine weitere Abkühlung: "Das Brunnenbaden hat in Basel Tradition und ist offiziell erlaubt".

Bei 39 Grad hatten diese drei Frauen beim Brunnenbaden sichtlich ihren Spaß.  © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

28. Juni, 7.53 Uhr: Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrand in der Gohrischheide

Die Feuerwehr hat in der Nacht versucht, den erneuten Waldbrand in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg unter Kontrolle zu bringen.

Die Einsatzkräfte wollten verhindern, dass für Sonntag angesagter böiger Wind zu Funkenflug und neuen Brandausbrüchen führen kann. Erst vor einem Jahr hatte es in der Gohrischheide den größten Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gegeben. 

Das Gebiet im Landkreis Meißen ist munitionsbelastet, was Löscharbeiten erschwert.  © Sebastian Willnow/dpa

28. Juni, 7.43 Uhr: Band Kraftklub spielt vor 32.000 Fans im Glutofen Rudolf-Harbig-Stadion

Die Arena in Dresden war am Samstagabend trotz Mega-Hitze voll!

Bilder zeigen, wie Fans mit Wasserduschen abgekühlt wurden. Einige schützten sich sogar mit Rettungsdecken vor der Hitze. Die Band selbst geriet natürlich auch mächtig ins Schwitzen. Eine Instagram-Story zeigt, wie Kraftklub nach dem Stadion-Konzert im angrenzenden Georg-Arnhold-Bad abtauchte.

Kraftklub-Fans schützten sich am Samstag mit Rettungsdecken vor der Sonne.  © Robert Michael/dpa

27. Juni, 22.08 Uhr: Heißes Juniwochenende knackt hunderte Rekordwerte in Deutschland

Der DWD teilte gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad gemessen.

An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen. Zahlreiche Bundesländer vermeldeten ebenfalls Rekordgradzahlen. 

Der vorherige Hitzerekord für Deutschland hatte bei 41,2 Grad Celsius gelegen, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen

27. Juni, 18.57 Uhr: Fast 41 Grad nahe der deutschen Grenze gemessen

In Tschechien ist schon vor dem erwarteten Höhepunkt der Hitzewelle der Temperaturrekord gebrochen worden.

Der staatliche Wetterdienst CHMU registrierte nach vorläufigen Angaben mit 40,8 Grad die höchste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Erreicht wurde dieser Wert in Doksany in der Region Usti nad Labem nördlich von Prag.

Der bisherige Höchstwert von 40,4 Grad Celsius war am 20. August 2012 in Dobrichovice in Mittelböhmen gemessen worden. Auch die Wetterkundler in der benachbarten Slowakei gehen davon aus, dass es neue Temperaturrekorde geben wird.

27. Juni, 18.10 Uhr: Drastische Maßnahme wegen Hitze - LVB stellen Tram-Betrieb bis Mitternacht ein

Aufgrund der Wetterverhältnisse löst sich an vielen Stellen der Asphalt in der Messestadt. Nun reagieren die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mit einer drastischen Maßnahme.

Demnach wird der Betrieb sämtlicher Straßenbahnlinien bis 23.59 Uhr eingestellt. Aktuell arbeite man daran, einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten, erklärte ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.

27. Juni, 17.49 Uhr: Brand in der Gohrischheide - Feuerwehr kommt nicht ran

Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide in Sachsen ist dort erneut ein Feuer ausgebrochen.

Die betroffene Fläche sei von zunächst drei auf inzwischen 19 Hektar angewachsen, sagte Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos).

Rund 100 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz, zudem seien Löschhubschrauber und ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert worden.

Die Feuerwehr kann das Feuer wegen der Munitionsbelastung derzeit nicht direkt bekämpfen. "Eine aktive Brandbekämpfung durch unsere Kameraden ist erneut nicht möglich aufgrund der Munitionsbelastung", sagte Pollmer.

Die Einsatzkräfte stünden stattdessen an munitionsfreien Wegen und beobachteten die Ausbreitung des Feuers.

27. Juni, 17.37 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - 41,5 Grad gemessen

Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.

Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.

Der Anstieg auf dem Thermometer nimmt kein Ende. (Symbolfoto)  © Thomas Warnack

27. Juni, 17.06 Uhr: Metronom empfiehlt Verzicht auf Zugreisen

Die extreme Hitze führt zu erheblichen Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.

Mehrere hitzebedingte Störungen an der Schieneninfrastruktur beeinträchtigen den Betrieb der Metronom-Züge, wie das Unternehmen mitteilte.

Gleichzeitig erreichten auch die Klimaanlagen in den Fahrzeugen ihre technischen Leistungsgrenzen. Es werde versucht, ein Grundangebot im Zugverkehr aufrechtzuerhalten. 

Auch die Deutsche Bahn gab eine Reisewarnung angesichts der Wärme heraus. Samstag und Sonntag solle auf alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr verzichtet werden.

Die extremen Temperaturen im Land führen derzeit zu erheblichen Problemen im Schienenverkehr.  © Moritz Frankenberg/dpa

27. Juni, 17 Uhr: Waldbrandgefahr in Teilen des Landes extrem hoch

Ein DWD-Meteorologe sagte am Samstagmittag: "Die aktuelle Hitzewelle ist ungewöhnlich."

Sie werde am Samstag ihren Höhepunkt erreichen. "Wir hatten jetzt lange Zeit ein Hoch nach dem anderen und viel Sonneneinstrahlung", erklärte er.

Anhaltende Trockenheit lässt auch die Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands steigen. Vor allem in Brandenburg, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt steht auf dem Waldbrand-Gefahrenindex mit Blick auf Sonntag die höchste Warnstufe.

Zum Start in die neue Woche soll das Risiko für Waldbrände deutschlandweit wieder sinken. Dann bringen vereinzelte Schauer im Nordwesten sowie Regen und teils kräftige Gewitter im Rest des Landes eine spürbare Abkühlung.

Mit 25 bis 29 Grad sei zu rechnen, lokal im Osten und Südosten auch bis 31 Grad. An der Küste ist es erneut etwas kühler.

Die Waldbrandgefahr ist durch die Hitze in Deutschland drastisch gestiegen. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa

27. Juni, 16.54 Uhr: Verbreitete Gewittergefahr in der Nacht auf Sonntag

Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet.

Auch Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen seien nicht auszuschließen, warnte der DWD. Am Sonntag soll sich die Hitze in weiten Teilen des Landes noch halten.

Von Franken bis nach Brandenburg erwarten Meteorologen wieder hohe Temperaturen von 39 bis 41 Grad, in der Lausitz sogar bis 42 Grad. Erst zum kommenden Montag versprechen Regen und Gewitter Abkühlung, sodass die Temperaturen verbreitet unter die 30 Grad-Marke rutschen sollen.

Mehr zum Thema Wetter Deutschland: