Dynamo-Dresden-Blog: Das Spiel läuft! SGD testet gegen Energie Cottbus

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Dresden - Die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison laufen bei Dynamo Dresden auf Hochtouren! Nach dem einwöchigen Trainingslager in Windischgarsten ist das Team von Thomas Stamm wieder in Dresden angekommen.

Nach der Rückkehr stehen mit dem XXL-Test gegen Energie Cottbus (25. Juli) und der Saisoneröffnung gegen Union Berlin (1. August) noch zwei echte Härtetests an, bevor der Ball am 9. August erstmals wieder im Ligabetrieb rollt.

In unserem Blog bleibt Ihr bei allen News rund um Dynamo Dresden auf dem Laufenden.

25. Juli, 13.53 Uhr: Unentschieden zur Pause

Und dann ist Halbzeit! 1:1 steht es zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus nach 45 Minuten. Die Gäste lange Zeit besser im Spiel und vor allem auf dem Weg nach Vorn engagierter.

Etwas überraschend brachte aber Vincent Vermeij (33.) die Hausherren in der eigenen Trainingsakademie in Führung, postwendend aber der Ausgleich von Lukas Michelbrink (34.).

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41. Minute: Riesengelegenheit für Energie! Justin Butler läutete den Konter über Rechts ein, bediente Moritz Hannemann, der cool einschieben wollte - vergebens.

Tim Schreiber mit der Megagrätsche zur Stelle. Dynamos Keeper bewahrt seine Mannen vor dem Rückstand.

Cottbus-Akteur Moritz Hannemann (rechts) vergab die Chance zur Führung.
Cottbus-Akteur Moritz Hannemann (rechts) vergab die Chance zur Führung.  © TAG24/Jens Maßlich

34. Minute: Und plötzlich steht es 1:1. Erst war es Bobzien, der sich mit Tempo über Links durchsetzte und in die Mitte legte. Dort zog Vincent Vermeij trocken ins kurze Eck ab - 1:0.

Nur eine Minute später schon der Ausgleich. Lukas Michelbrink zog von der Strafraumkante ab und hatte Glück, dass sein Schuss abgefälscht wird.

24. Minute: Energie hat hier mehr vom Spiel, die SGD kommt nur selten vor das Cottbusser Tor. Bobzien kam mal über Links durch, flankte anspruchsvoll mit dem Außenrist, aber Keeper Marcel Lotka war sicher zur Stelle.

4. Minute: Schon die zweite gute Gelegenheit für Energie. Und die muss die Führung sein. Tolcay Cigerci mit der butterweichen Flanke auf Moritz Hannemann. Der köpfte aber aus fünf Metern drüber.

25. Juli, 13.02 Uhr: Anpfiff in der Walter-Fritzsch-Akademie

Los geht's!

Die Partie läuft.

Die Kugel rollt.
Die Kugel rollt.  © TAG24/Jens Maßlich

25. Juli, 13.02 Uhr: Dynamo-Test gegen Energie Cottbus im Ticker

Gleich startet hier der erste von den zwei 90-Minuten-Tests zwischen Dynamo Dresden und Energie Cottbus.

Die Sonne lacht über der Trainingsakademie und diese 22 Spieler dürfen sich ab 13 Uhr miteinander messen.

Energie etwas von Ausfällen - vor allem - defensiv geplagt, die SGD in vermeintlicher Bestbesetzung, die auch gegen Nürnberg in zwei Wochen so starten könnte.

Am heutigen Samstagnachmittag bestreitet das SGD-Team von Chefocach Thomas Stamm (43) ein XXL-Testspiel gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus.
Am heutigen Samstagnachmittag bestreitet das SGD-Team von Chefocach Thomas Stamm (43) ein XXL-Testspiel gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus.  © Picture Point / Gabor Krieg
So gehen die Teams ins Spiel.
So gehen die Teams ins Spiel.  © TAG24/Jens Maßlich

24. Juli, 8.33 Uhr: Trainingslager-Tagebuch von TAG24-Sportredakteur Thomas Nahrendorf - Die Truppe ist bei 95 Prozent

Die Heimat hat uns wieder! Die Dynamos sind zurück in Dresden. Die Mannschaft ist bereit für die Saison, vielleicht noch nicht zu 100 Prozent, aber sicher zu 95.

Ich bin mal ein Stück weit böse: Als die Truppe im vorigen Jahr aus Windischgarsten zurückkehrte, war sie es nicht zu 50 Prozent. Klar, da war die SGD zu einem früheren Zeitpunkt. Trotzdem: Da war in vielen Momenten Unruhe und Unsicherheit zu spüren, auch weil die meisten Neuzugänge noch gar nicht da waren. Fortgesetzt hat sich das in der Hinrunde. Ein Grund war dabei sicher die schwierige Vorbereitung.

Jetzt war alles anders. Zwölf Neuzugänge sind integriert, wobei es im Grunde nur acht sind. Aber auch bei den anderen hatte ich nie das Gefühl, als wären sie erst seit einigen Wochen hier. Wie leichtfüßig sich zum Beispiel ein Kaan Inanoglu in der Gruppe bewegt hat, auf und neben dem Platz: Der Junge fühlt sich wohl. Und so könnte ich die Reihe durchgehen.

Das ist natürlich alles nur das Vorgeplänkel. Wichtig wird es in zwei Wochen in Nürnberg. Ab da muss sich beweisen, dass Dynamo dauerhaft ein Team ist und Widerstände überwinden kann. Die gab es nämlich in der Vorbereitung (noch) nicht, so ehrlich muss man auch sein.

In seinem Trainingslager-Tagebuch berichtet TAG24-Sportredakteur Thomas Nahrendorf täglich aus dem Dynamo-Camp in Windischgarsten.
In seinem Trainingslager-Tagebuch berichtet TAG24-Sportredakteur Thomas Nahrendorf täglich aus dem Dynamo-Camp in Windischgarsten.  © Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Eric Münch

23. Juli, 16.24 Uhr: Dynamo stattet Talent mit Fördervertrag aus

Weichenstellung für die Zukunft! Dynamo hat Nachwuchstalent Niklas Remus (18) mit einem Fördervertrag ausgestattet. Das teilten die Schwarz-Gelben selbst am Donnerstag mit.

Der linke Außenbahn-Kicker gehört zwar zum "U21"-Team der Dresdner, ist den SGD-Profis zuletzt aber immer näher gekommen. Der 18-Jährige trainiert seit Beginn der Sommervorbereitung mit dem Zweitliga-Kader, durfte auch schon mit ins Camp nach Windischgarsten reisen. Dort machte Remus mit drei Treffern in vier Testspielen ordentlich Werbung in eigener Sache. Die Belohnung dafür folgt nun mit einem neuen Arbeitspapier. (ivo)

Niklas Remus (18) bei der Vertragsunterschrift.
Niklas Remus (18) bei der Vertragsunterschrift.  © SG Dynamo Dresden

23. Juli, 8.03 Uhr: Bilderbuch-Wetter und zwei Teppiche

Als ich vor einer Woche meinen Koffer fürs Camp packte, schaute ich vorher noch mal in die Wetter-App auf dem Smartphone. Windischgarsten - sieben Tage unter 20 Grad, täglich Regen. Also wanderten eine dünne und eine dicke Regenjacke in den Koffer, Hoodies sowie lange Hosen. Den Regenschirm legte ich mit in den Kofferraum.

Meine App hat mich verarscht. Ich brauchte nichts davon. Gar nichts. Kurze Hosen und T-Shirt waren täglich angesagt. Dickere Klamotten waren nicht nötig. Heftig geregnet hat es einmal für 15 Minuten am Sonntag - just als das Fanfoto mit der Mannschaft entstand. Da grollten die Alpen, alle haben mal im Freien geduscht. Ansonsten gab es mal hier und da ein paar Spritzer. Das war es aber auch.

Das Wetter war im Grunde wie im Bilderbuch. Temperaturen von 20 bis 27 Grad, stets verziert mit ein paar Wölkchen am Himmel. Besser konnte es gar nicht sein. Fürs Training war es optimal. Und so sind auch die beiden Trainingsplätze für Dynamo an der DANA-Arena. Am Rand zwar ein bisschen verbrannt, aber die Spielfelder selbst sind Teppiche. Heute Vormittag werden die Jungs diese noch einmal betreten, dann geht es nach Hause. Mal schauen, was uns da für ein Wetter erwartet ...

22. Juli, 8.13 Uhr: Auf der faulen Haut liegt keiner

"Es läuft ja bei Dynamo richtig gut. Aber eine Frage: Freitag nur eine Einheit, Sonntag eine, Montag ganz frei - trainieren die für ein Camp nicht viel zu wenig?" Eine Mail mit dieser Frage erreichte mich. Ohne jetzt mit dem Trainer darüber gesprochen zu haben. Nein, machen sie nicht.

Dynamo ist in seinem normalen Wochenrhythmus geblieben. Am Freitag nach der Ankunft und einen Tag vor dem Testspiel gegen den Grazer AK ist nur eine Einheit völlig normal, Sonntag nach dem Spiel auch. Nach einer Woche durchgehendem Training - und der Partie am Samstag gegen Graz - war der Montag frei. Gestern und heute standen jeweils zwei Einheiten auf dem Programm. Morgen vor der Abfahrt nach Hause steht nur eine am Vormittag an, dann geht's in den Bus.

Zu beachten ist auch: Nur weil die Profis nicht auf dem Platz stehen, heißt es nicht, dass sie nichts machen. Da sind zum einen die Vor- und Nachbereitung nach dem Training, die extrem wichtig für den Körper sind. Einige legen zusätzliche Einheiten im Kraftraum ein. Zudem gibt es viel Theorie, Taktikschulungen anhand von Videos. Das ist alles für den Fan nicht zu sehen.

Klar, ein Neun-bis-17-Uhr-Job ist das nicht, aber auf der faulen Haut liegen die Profis nicht.

21. Juli, 8.04 Uhr: Köstlich! Yelldell entnervt seinen Chef

Mein größtes Spiel der letzten Tage war nicht das über weite Strecken so zähe WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien. Nein, ich habe hier in Windischgarsten Besseres gesehen. Deutlich Besseres. Die Partie zwischen dem Dynamo-Staff - köstlich.

Thomas Stamm, Stefan Kutschke und Sören Gonther in einem Team, unter anderem die Medienabteilung mit David Yelldell im Tor im anderen. Gespielt wurde auf umgedrehte Kleinfeldtore - in etwa Eishockeyhöhe, aber deutlich breiter. Und da hatte Yelldell seine Vorteile. Der ehemalige Bundesliga-Keeper trieb mit seinen Krakenarmen "Kutsche" & Co. schier zur Verzweiflung. Die Gegenspieler attestierten ihm eine Weltklasseleistung und sahen nur in ihm den Grund für die äußerst unglückliche - und natürlich unverdiente - Niederlage.

Es war wie bei der WM: Die Truppe mit dem besten Keeper in ihren Reihen holte den Sieg. 4:2. Pressesprecher Christoph Antal schickte zudem mit zwei blitzsauberen Toren ein Bewerbungsschreiben an Trainer Stamm.

Klaglos nahmen die Gonthers und Kutschkes die Niederlage freilich nicht hin. Aber sie verhielten sich nicht so wie Enzo Fernandez oder Leandro Paredes. Die Gegner waren auch nach Abpfiff wohlauf. Es gab einen zähneknirschenden Handshake.

20. Juli, 8.26 Uhr: Dynamo Dresden hat die Mitte gefunden

Ich kann auf den ersten Blick gar nicht mehr sagen, wie oft ich mit Dynamo schon im Trainingslager war. Aber eins kann ich sagen: Dieses hier ist irgendwie anders. Es fühlt sich an, als habe die SGD nach Jahren der Unruhe seine Mitte gefunden.

Oft war es so: Du warst mit dabei, mehr aber nicht. Trainer, Mannschaft und Staff haben sich immer professionell verhalten, haben Auskunft gegeben. Es war auch nie so, als hättest du gestört. Aber es war steril wie die weißen Wände in einem Krankenhaus.

Das hat sich geändert. Plötzlich bleibt Trainer Thomas Stamm mal stehen und spricht mit einem auch über Themen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Sören Gonther kommt vorbei, gibt jedem die Hand, ist sich nicht zu fein für einen Plausch. Plötzlich unterhalten sich Spieler mit einem fernab der Medienzeit. Das SGD-Medienteam kommuniziert auf Augenhöhe, offen und zuverlässig. Jeder ist freundlich, höflich, zuvorkommend, alle lachen. Der Austausch ist offener geworden, geht über die Arbeit hinaus. Du bist mittendrin statt nur dabei.

Bei uns im Medien-Hotel sind auch einige Fans. Früher bist du bei jedem Schritt argwöhnisch inspiziert worden. Das ist vorbei. Da ein Hallo, dort ein kurzes Wort. Irgendwas ist passiert mit Dynamo - es fühlt sich gut an.

19. Juli, 7.31 Uhr: Auch in der Freizeit bleibt es sportlich

Vor dem Spiel am Samstag gegen den Grazer AK war Freizeit angesagt. Nun sind wir hier alle nicht die Typen, die faul herumliegen und nichts tun wollen. Österreich ist sehenswert, vor allem sportlich. Also ging es ins 45 Kilometer entfernte Bad Mitterndorf an die Skiflugschanze am Kulm.

1190 Stufen ging es links vom Aufsprunghang nach oben. Der Blick vom Anlaufturm - unbezahlbar. Aber wie wir alle am Fuße des Riesenbakkens erfahren haben, gibt es nicht nur Verrückte, die da runterfliegen. Den Schanzenrekord hat am 1. März dieses Jahres Domen Prevc aufgestellt. Er landete bei 245,5 Metern. Dort hört die Neigung im Hang schon fast wieder auf. Irre!

Es gibt aber auch Verrückte, die den umgedrehten Weg nehmen. Sie rennen da hoch - vom Auslauf bis in den Anlaufturm. Wozu wir 40 Minuten brauchten (mit Pausen, die Luft war weg und die Oberschenkel streikten, aber pssst!), sprinten die schnellsten in knapp über fünf Minuten bis nach oben.

So ein Brausehersteller, der seinen Sitz in Österreich hat, veranstaltet jährlich diesen Run. Als wir die letzte Siegerliste studierten, staunten wir alle nicht schlecht. Der Gewinner hat Dynamo-Bezug. Auch wenn wir nicht glaubten, dass es unser "Ahmo" war. Aber ja, der letztjährige Sieger hieß Ahmet Arslan.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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