Coronavirus: Bremen erreicht als erstes Bundesland eine Impfquote von 20 Prozent

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 3,04 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,72 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 79.137 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 14. April, 12 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 153,2 (Stand 14. April, 3.09 Uhr).

Weltweit gibt es 137,52 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,96 Millionen Todesfälle (Stand 14. April, 12 Uhr).

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Update, 14. April, 17.30 Uhr: Belgien lockert Corona-Regeln: Ein- und Ausreise bald wieder erlaubt

Das rheinland-pfälzische Nachbarland Belgien will einige Corona-Einschränkungen lockern. So sollen nicht zwingend notwendige Ein- und Ausreisen von Montag an wieder erlaubt sein.

Das erklärte Ministerpräsident Alexander De Croo (45) am Mittwoch nach stundenlangen Regierungsberatungen in Brüssel. Eine Woche später dürfen demnach wieder Einzelhandel ohne Terminvergabe sowie Friseure öffnen, im Freien sind dann Treffen mit zehn statt vier Personen erlaubt. Restaurants und Kneipen dürfen ihre Außenbereiche am 8. Mai nach monatelanger Pause wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre soll dann einem Versammlungsverbot weichen.

Die Infektionszahlen in Belgien sind hoch - aber rückläufig. In den vergangenen zwei Wochen wurden täglich im Schnitt 471 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der Corona-Toten stieg im gleichen Zeitraum um fast 50 Prozent auf täglich durchschnittlich knapp 40.

Trotz hoher Corona-Inzidenz: In Belgien darf der Einzelhandel ab nächster Woche wieder öffnen.
Trotz hoher Corona-Inzidenz: In Belgien darf der Einzelhandel ab nächster Woche wieder öffnen.  © Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Update, 14. April, 17.06 Uhr: Tschechien will Dänemark AstraZeneca-Dosen abkaufen

Nach der Abkehr Dänemarks vom Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat Tschechien Interesse an den übrig bleibenden Dosen bekundet.

"Wir sind bereit, AstraZeneca von Dänemark abzukaufen", schrieb Innenminister Jan Hamacek am Mittwoch bei Twitter. Unklar war indes, ob ein solcher Handel nach den EU-Beschaffungsregeln überhaupt möglich ist. Hamacek leitet kommissarisch auch das Außenministerium in Prag. Man versuche, in der ganzen Welt Impfstoff zu beschaffen, betonte der Sozialdemokrat. Zu diesem Zweck werde er am Montag nach Moskau reisen, um über eventuelle Lieferungen des russischen Impfstoffs Sputnik V zu verhandeln.

Update, 14. April, 16.44 Uhr: Schweiz lockert Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen

Die Schweiz lockert ihre Corona-Regeln trotz steigender Infektionszahlen ab kommendem Montag. Unter anderem dürfen Restaurantterrassen, Kinos und Fitnesszentren ab 19. April wieder öffnen, wie die Regierung am Mittwoch in Bern bekannt gab.

Auf den Terrassen gilt Sitz- und Maskenpflicht. Die Masken dürfen nur zum Verzehr abgelegt werden. "Die Zahlen steigen zwar, aber nicht sehr stark", sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Deshalb sei die Regierung bereit, "etwas mehr Risiken einzugehen." Auf die Lockerungen hatten die Wirtschaftsverbände seit Tagen gedrungen. Die Regierung gab den Forderungen nach, obwohl die 14-Tage-Inzidenz in der Schweiz derzeit bei fast 303 liegt.

Update, 14. April, 16.28 Uhr: EU-Behörde: Nächste Woche Gutachten zu Johnson & Johnson-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will nächste Woche ein Gutachten über mögliche Thrombosen durch den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson abgeben.

Die Prüfung werde beschleunigt, teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam mit. Bis zu der Entscheidung könne der Impfstoff aber weiter uneingeschränkt eingesetzt werden. Die EMA hält weiterhin daran fest, dass die "Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern", höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen.

Der Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson riet vor Kurzem EU-Staaten, bereits gelieferte Dosen vorerst nicht zu nutzen.
Der Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson riet vor Kurzem EU-Staaten, bereits gelieferte Dosen vorerst nicht zu nutzen.  © Jessica Hill/FR125654 AP/dpa

Update, 14. April, 16.18 Uhr: Handball-Bundesliga vertagt Entscheidung über neues Hygienekonzept

Die Handball-Bundesliga (HBL) hat die Entscheidung über eine angedachte Verschärfung ihres Hygienekonzeptes vertagt.

"Wir haben heute sehr lange darüber verhandelt. Einige Vereine sehen sich aus praktischen Erwägungen noch nicht in der Lage, das so umzusetzen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das neue Konzept soll nun am kommenden Mittwoch bei der nächsten Konferenz der Clubchefs mit der HBL beschlossen werden.

Update, 14. April, 16.05 Uhr: Söder: Bundes-Notbremse reicht nicht aus für Kampf gegen Corona-Welle

Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) die geplante Bundes-Notbremse nicht aus.

"Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen", sagte der CSU-Chef am Mittwoch am Rande der Sitzung der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag. Notwendig sei etwa "ein moderneres und flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen.

Söder betonte, die Corona-Lage in Deutschland sei weiter sehr schwierig. Es würden sich alle Prognosen zu den Infektionszahlen bestätigen. "Es steigt und steigt und steigt. Es geht nicht zurück", sagte Söder. Dies gelte sowohl für die Zahl der Infizierten als auch für die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern. "Regional stoßen wir mittlerweile an unsere Grenzen."

Update, 14. April, 15.52 Uhr: KMK-Präsidentin begrüßt "Bundes-Notbremse" für Schulen

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (60, SPD) hat die Pläne für eine bundeseinheitliche Regelung im Umgang mit Schulschließungen grundsätzlich begrüßt.

Mit Blick auf das bisherige Verfahren mit Ministerpräsidentenkonferenzen, anschließenden Änderungen der jeweiligen Corona-Landesregelungen und schließlich oft sehr kurzfristigen Informationen für Schulen sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch bei einer Online-Diskussion des Beamtenbundes dbb: "Wenn dieses Bundesgesetz allein dafür schon helfen würde, wäre es glaube ich ein guter Schritt, weil das hat alle Nerven strapaziert."

Ernst verwies darauf, dass die Schulen oft erst am Freitag nach Beschlüssen im jeweiligen Bundesland informiert werden konnten, was sie am Montag zu tun hätten. "Insofern ist es dann eine Klarheit, dass ab 200 die Schulen im Distanzunterricht sind." Unterhalb einer Inzidenz von 200 hätten die Länder nach wie vor die Hoheit.

Britta Ernst (60, SPD) ist sowohl die brandenburgische Bildungsministerin als auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.
Britta Ernst (60, SPD) ist sowohl die brandenburgische Bildungsministerin als auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. April, 15.46 Uhr: Sánchez nennt Corona-Hilfen größte Chance seit Spaniens EU-Beitritt

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez (49) hat die Corona-Milliarden aus Brüssel als "die größte Chance" für sein Land seit dem Beitritt zur EU vor 35 Jahren bezeichnet.

"Spanien wird sich diese Chance nicht entgehen lassen", betonte der Sozialist am Mittwoch bei der Vorstellung seines Wiederaufbauplans nach der Pandemie. Es gehe darum, die Wirtschaft schnell wieder anzukurbeln und langfristig wettbewerbsfähiger und ökologischer zu machen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Europa Press. Mit Hilfe der insgesamt etwa 140 Milliarden EU-Hilfen werde Spanien grüner, digitaler und wettbewerbsfähiger sowie bei der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiver werden.

Update, 14. April, 15.40 Uhr: Frankreich hält am Impfstoff von Johnson & Johnson fest

In Frankreich würden, wie geplant, Menschen im Alter von über 55 Jahren mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson geimpft, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris.

Eine erste Lieferung mit rund 200.000 Impfdosen sei im Land bereits eingetroffen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen erhalten und sich für die Verzögerung entschieden. Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle.

Update, 14. April, 15.28 Uhr: Bremen als erstes Bundesland bei Impfquote von 20 Prozent

Bremen hat als erstes Bundesland bei den Corona-Erstimpfungen die Quote von 20 Prozent erreicht und sogar leicht überschritten.

Damit sei inzwischen ein Fünftel aller Bremerinnen und Bremer mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Quote lag bereits am Dienstag bei 20,1 Prozent und entspricht rund 137.000 Personen, die mindestens eine Impfung erhielten. Bundesweit lag dieser Wert bei 16,9 und in Niedersachsen bei 16,2 Prozent.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (55, SPD) betonte, für das Impfzentrum in Bremen sei eine "wohl beispiellosen Allianz" aus Senat, Hilfsorganisationen und Privatwirtschaft auf die Beine gestellt worden. "Das ist einmalig in Deutschland. Wir impfen sieben Tage die Woche, auch an Feiertagen. Wir könnten sogar noch mehr Tempo machen, wenn wir nur genug Impfstoff hätten. Bis zu 15.000 Impfdosen am Tag wären locker drin", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

In Bremen hat inzwischen jeder Fünfte mindestens eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten.
In Bremen hat inzwischen jeder Fünfte mindestens eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 14. April, 15.11 Uhr: Italiens Regierung plant weitere Corona-Hilfen

Italiens Regierung plant laut Medienberichten weitere Corona-Hilfen für die Wirtschaft in Milliardenhöhe.

Dabei stehe eine Summe von ungefähr 40 Milliarden Euro im Raum, berichteten mehrere Zeitungen am Mittwoch. Der Ministerrat will nach Informationen der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag weiter darüber beraten. Es wäre ein weiteres Paket nach den bereits verabschiedeten Hilfsgeldern in Höhe von 32 Milliarden Euro, mit dem die coronageplagte Wirtschaft angekurbelt werden soll. Die Gelder würden jedoch auch das Haushaltsdefizit weiter ansteigen lassen.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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