Deutschland - Während viele Filmliebhaber mit dem Kinojahr 2025 sehr zufrieden waren, schnauft die Industrie weiter - die Zahlen lesen sich alles andere als ermunternd. Die Zukunft des Kinos? Nicht nur wegen der drohenden Netflix-Übernahme von Warner Bros. ungewiss. Doch 2026 verspricht reihenweise Kassenschlager, Studiobosse hoffen auf Besucherfluten. TAG24 stellt Euch aber nicht nur die großen Blockbuster, sondern auch ausgewählte Filme vor, die Ihr aktuell vielleicht noch nicht auf der Liste habt!
Egal ob leidenschaftlicher Cineast, Nischen-Nerd oder Gelegenheitsgeher - an drei Filmen kommt in diesem Jahr niemand vorbei.
Den Anfang macht am 16. Juli Die Odyssee von Star-Regisseur Christopher Nolan (55). Knapp drei Jahre nach dem überragenden Erfolg von "Oppenheimer" bringt der Brite das vielleicht berühmteste Epos der Menschheitsgeschichte auf die Leinwand.
Wer, wenn nicht Nolan ("Inception", "Interstellar", "Dark Knight"-Trilogie) könnte dieser Aufgabe gewachsen sein? Die Besetzung liest sich wie üblich wie ein absolutes Who's who an Hollywood-Superstars. Die Fallhöhe ist monströs. Fast jeder scheint überzeugt zu sein, dass ein absolutes Meisterwerk auf uns wartet. Die ersten Ausschnitte verheißen Bedeutendes.
Etwas anders ist die Situation bei Avengers: Doomsday, der Mitte Dezember Premiere feiern soll. Sieben Jahre nach "Avengers: Endgame" befindet sich das Marvel Cinematic Universe (MCU) im Abwärtsstrudel, der Großteil der Kritiken ist mittelmäßig bis mies, die Fans oft enttäuscht, die Einspielergebnisse sind nicht so hoch wie einst gewohnt.
"Dune: Part Three" und "Avengers: Doomsday" versprechen bombastische Kinowoche
Zwei Zugpferde sollen es nun richten: die Avengers-Reihe und Robert Downey Jr. (60), der statt Iron Man plötzlich den Thanos-Nachfolger Doctor Doom mimt. Nicht alle Marvel-Fans reagierten positiv auf diese Casting-Entscheidung.
Auch hinter den Kulissen läuft vieles nicht rund, Skandale werfen die eigentlichen MCU-Pläne über den Haufen - der fünfte Avengers-Streifen wirkt längst nicht so durchdacht vorbereitet wie seine beiden Vorgänger. Doch ein Einspielergebnis in Milliardenhöhe scheint trotz allem garantiert.
In derselben Woche soll dann auch noch Dune: Part Three in den Kinos erscheinen! Sein Vorgänger wurde von TAG24 zum besten Film des Jahres 2024 gekürt. Regisseur Denis Villeneuve (58) wollte sich ursprünglich einige Jahre Zeit für das große Finale lassen, wurde dann aber (sicher auch wegen der begeisterten Reaktionen von Fans und Studio) doch sofort wieder in die Welt von Paul "Muad'Dib" Atreides (Timothée Chalamet, 29) nach Arrakis (bzw. Dune) gezogen.
Ähnlich wie bei Nolan wird auch von Villeneuve mittlerweile zugleich atmosphärisches, aber auch bombastisches Kino erwartet. Spannung, große Bilder, ein erschütternder Soundtrack und schauspielerische Meisterleistungen - wird der dritte Dune-Teil der Vorfreude gerecht werden?
Großes Familienkino: Auch diese Blockbuster laufen 2026 im Kino
Die Kassen klingeln lassen werden in diesem Jahr darüber hinaus einige Kinder- bzw. Familienfilme. Minions 3 bringt die nervig-niedlichen gelben Knirpse am 1. Juli wieder auf die große Leinwand. Schon ab 19. Juni werden Woody, Buzz Lightyear und Co. in Toy Story 5 wieder Groß und Klein unterhalten.
Noch früher, am 2. April, läuft Der Super Mario Galaxy Film. Wird er an den Erfolg von "Der Super Mario Bros. Film" anknüpfen können? Eine ähnliche Frage stellen sich sicher auch die Produzenten von Jumanji 3. Der Film soll Ende des Jahres den Abschluss der Reihe bilden. Wieder dabei: Jack Black (56), Kevin Hart (46) und Dwayne Johnson (53).
Letzterer wird ebenso im Remake von Vaiana (Premiere Ende November) zu sehen sein. Nur zehn Jahre nach dem Animationshit bringt Disney eine Realverfilmung des Kassenschlagers raus. Muss das wirklich sein? Sicher nicht. Werden sich die Tickets dennoch wie warme Semmeln verkaufen? Darauf könnt Ihr wetten ...
Auch Spider-Man: Brand New Day (31. Juli) - der mittlerweile vierte Teil mit Tom Holland (29) als Spinnenmann - und Die Tribute von Panem L - Der Tag bricht an (19. November), in dem auch Jennifer Lawrence (35) und Josh Hutcherson (33) als Katniss und Peeta Auftritte haben werden, schicken sich an, finanziell sehr erfolgreich zu werden.
Top oder Flop: Filme mit Potenzial (zum Scheitern)
Bereits am 15. Januar wird das Kinojahr auf brutale und spannende Weise mit 28 Years Later: The Bone Temple eingeläutet. Der Vorgänger des apokalyptischen Horror-Thrillers überraschte vergangenen Sommer mit seiner Bildgewalt, brillantem Cast um Jungstar Alfie Williams (14) sowie unüblichen Erzähltempoverschiebungen.
Emerald Fennell wagt sich mit Wuthering Heights - Sturmhöhe (12. Februar) indes an eines der bekanntesten Werke der britischen Romanliteratur. Ihre Fans erwarten einen feministischen Touch und Jacob Elordi (28) und Margot Robbie (35) in Hochform. Gelingt ein moderner Liebesfilmklassiker oder endet das Projekt doch als Erotik-Murks à la "Fifty Shades of Grey"?
Der Frühling könnte dann zwei Highlights auf die große Leinwand spülen: Das Michael-Jackson-Biopic Michael läuft ab 24. April. Jacksons eigener Neffe Jaafar (29) feiert dabei sein Schauspieldebüt in der Rolle seines ultraberühmten Onkels. Einige Wochen später startet Disclosure Day (11. Juni) - der neue Streifen von Steven Spielberg (79). Die letzten Filme der Regie-Legende stießen auf gemischte Kritiken, doch abschreiben sollte man den "Der weiße Hai"- und "Schindlers Liste"-Macher nie.
Robert Eggers (42) hat sich in Hollywood mit seinem historischen Horror, inklusive reichlich Folklore und Mythologie, einen Namen gemacht. Genau das dürfen wir auch bei Werwulf erwarten, der erst an Silvester 2026 Premiere feiern soll. Bei dem im 13. Jahrhundert spielenden Werwolf-Streifen standen die "Nosferatu"-Stars Aaron Taylor-Johnson (35) und Lily-Rose Depp (26) wieder für Eggers vor der Kamera.
Diese drei Filme sollte Ihr 2026 auf Eurer Watchlist haben
Einer der heißesten Kandidaten für die diesjährige Award-Saison ist Hamnet von Chloé Zhao (43). Das Drama über William Shakespeare, seine Ehefrau Agnes und deren gemeinsamen Sohn läuft in Nordamerika bereits seit November, wird vom Feuilleton und von den Zuschauern in den Himmel gelobt - wir müssen uns (nur noch) bis 15. Januar gedulden.
Ähnliches gilt für Marty Supreme, der in den USA kürzlich den erfolgreichsten A24-Kinostart aller Zeiten hinlegte, bei uns ab 26. Februar im Kino zu sehen ist. Bekommt Timothée Chalamet (29) für seine Darbietung eines aufstrebenden, charismatisch-arroganten Tischtennisspielers endlich seinen ersten Oscar? Seine Nominierung scheint zumindest längst in Stein gemeißelt.
Und was ist eigentlich mit Die Chroniken von Narnia (26. November)? Der Roman-Stoff hat das Potenzial zum Mega-Erfolg, die Neuauflage will die Fehler der bisherigen Verfilmungen verhindern - doch viele Details sind bislang noch nicht bekannt. Mit Greta Gerwig (42) ist allerdings eine Regisseurin involviert, die genau weiß, wie der große Wurf gelingen kann, immerhin steckte sie hinter "Barbie" - dem erfolgreichsten Film des Jahres 2023.