Hitzeblog für Dresden: Neue Gewitter ziehen auf, Feuerwehr im Einsatz

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Dresden - Auf die extremen Temperaturen folgen nun Unwetter. Bereits in der Nacht auf Montag zog ein erster Ausläufer über Sachsens Landeshauptstadt hinweg. In unserem Blog halten wir Euch über alles zum Thema Hitze und deren Auswirkungen in Dresden auf dem Laufenden.

Die Hitze hatte Dresden fest im Griff. Zum Wochenstart fallen die Temperaturen zumindest etwas. (Symbolfoto)
Die Hitze hatte Dresden fest im Griff. Zum Wochenstart fallen die Temperaturen zumindest etwas. (Symbolfoto)  © Uli Deck/dpa

Laut Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht im Tagesverlauf weiterhin die Gefahr örtlich kräftiger Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde, Sturmböen sowie kleinkörnigem Hagel.

Erst ab den Abendstunden soll die Gewitteraktivität nachlassen. "Die genaue Entwicklung ist noch unsicher", heißt es vom DWD.

Da nun eine Kaltfront von Nordwesten her übergreift, fließt auch wieder etwas trockenere und nicht mehr so heiße Luft in den Freistaat. Am Sonntag war der bisherige Rekordwert für Dresden aus dem Jahr 2012 (39,8 Grad an der Messstation Hosterwitz) mit gemessenen 40,0 Grad in der Neustadt geknackt worden.

Sommer in Dresden dreht endlich wieder auf: So heiß wird es in den kommenden Tagen
Dresden Wetter Sommer in Dresden dreht endlich wieder auf: So heiß wird es in den kommenden Tagen

Am Montag liegt die Maximal-Temperatur bei 28 Grad.

Das Hitze-Wochenende war unterdessen geplagt von ausgefallenen Veranstaltungen, ausverkauften Ventilatoren und einem neuen Einsatz-Rekord für die Rettungskräfte.

29. Juni, 22.01 Uhr: Neue Gewitter über Dresden, Feuerwehr im Einsatz

Von Westen ziehen über Dresden Gewitter auf. Dabei gebe es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 Litern pro Quadratmeter pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 Stundenkilometern und kleinkörnigen Hagel, meldet der Deutsche Wetterdienst.

Unterdessen berichtet die Dresdner Feuerwehr bereits von ersten Schäden: "Wir sind an unterschiedlichen Einsatzstellen insbesondere im Bereich Leubnitz, Prohlis, Reick und Gruna im Einsatz und beseitigen Gefahren durch Starkregen. Dabei kommt es vor allem zu vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen."

Wenig später melden die Retter: "Die Notrufe kommen im Sekundentakt herein. Wir sind mit zahlreichen Einsatzkräften von Freiwilliger- und Berufsfeuewehr an zahlreichen Einsatzstellen parallel im Einsatz."

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Über Dresden donnert und blitzt es am Montagabend erneut.
Über Dresden donnert und blitzt es am Montagabend erneut.  © Patrick Pleul/dpa

29. Juni, 21.05 Uhr: Weiße Flotte sagt am Dienstag alle Fahrten ab

Am Dienstag sollen alle Fahrten der Sächsischen Dampfschifffahrt ausfallen!

Grund dafür ist der niedrige Pegelstand. Dennoch gibt es auch Hoffnung. Alle Infos gibt es hier: "Elbe macht sich langsam dünne: Weiße Flotte sagt am Dienstag alle Fahrten ab".

Morgen bleiben alle Fähren der Weißen Flotte auf dem Trockenen liegen.
Morgen bleiben alle Fähren der Weißen Flotte auf dem Trockenen liegen.  © Ove Landgraf

29. Juni, 16.41 Uhr: Linke fordern nach Hitze-Wochenende Konsequenzen

Die Linke in Sachsen fordert nach dem Hitze-Koller Konsequenzen. "Das letzte Wochenende hat gezeigt, welche Ausmaße die zunehmenden Temperaturen haben", betonte deren Fraktionschefin Susanne Schaper (48) am Montag.

Ältere, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen, Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder seien besonders betroffen. "Die Kommunen, welche die Maßnahmen umsetzen müssen, brauchen dabei dringend finanzielle wie organisatorische Hilfen von Bund und Land", so Schaper.

Sachsens Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper (48) fordert mehr Schutz gegen extreme Hitze.
Sachsens Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper (48) fordert mehr Schutz gegen extreme Hitze.  © Norbert Neumann

29. Juni, 14.40 Uhr: DVB machen Ausnahme - Was Fahrern am Wochenende erstmals erlaubt wurde

Das gab's bei den Dresdner Verkehrsbetrieben noch nie: Erstmals ist am Wochenende die Kleider-Ordnung wegen der enormen Hitze gelockert worden.

So durfte das Fahrpersonal auch kurze Hosen oder Röcke tragen, wie DVB-Sprecher Falk Lösch (61) am Montag mitteilte. Es habe sich dabei jedoch um eine Ausnahme gehandelt.

Das DVB-Fahrpersonal durfte am Samstag und Sonntag erstmals und ausnahmsweise mit kurzer Hose oder Rock am Steuer sitzen. (Archivbild)
Das DVB-Fahrpersonal durfte am Samstag und Sonntag erstmals und ausnahmsweise mit kurzer Hose oder Rock am Steuer sitzen. (Archivbild)  © Steffen Füssel

29. Juni, 12.43 Uhr: Gewitter über der Stadt - Urlaubsmaschine in Warteschleife

Während ein Gewitter über Dresden hinwegzog, erreichte eine Sundair-Maschine aus Kreta gegen 12.15 Uhr die sächsische Landeshauptstadt. Kurzzeitig musste der Urlaubsflieger – vermutlich wegen des Wetters – in eine Warteschleife.

Wie Daten des Flugradars beweisen, kreiste der Airbus in einer Höhe von rund 3000 Fuß (circa 900 Meter) eine Runde über der Gemeinde Großnaundorf (Landkreis Bautzen), bevor er zur Landung ansetzte.

Eine Sundair-Maschine aus Heraklion mit dem Ziel Dresden befand sich am Montagmittag vor der Landung kurzzeitig in einer Warteschleife. (Symbolfoto)
Eine Sundair-Maschine aus Heraklion mit dem Ziel Dresden befand sich am Montagmittag vor der Landung kurzzeitig in einer Warteschleife. (Symbolfoto)  © Arne Dedert/dpa, Screenshot/ADS-B Exchange

29. Juni, 12.10 Uhr: Regen lässt Waldbrandgefahr in Sachsen sinken

Aufgrund der Regenfälle ist die hohe Waldbrandgefahr in Sachsen vorerst gebannt.

Am Montag gelten laut einer Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Staatsbetriebs Sachsenforst landesweit fast überall nur noch die niedrigsten Stufen 1 und 2. Lediglich in Teilen Ostsachsens sowie in der Landeshauptstadt Dresden herrscht noch die Stufe 3 vor.

Auch in den kommenden Tagen wird weiterer Niederschlag erwartet, sodass die Waldbrandgefahr laut Prognose am Mittwoch landesweit bei Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) liegen soll.

Der Regen lässt die Waldbrandgefahr in Sachsen sinken. (Symbolfoto)
Der Regen lässt die Waldbrandgefahr in Sachsen sinken. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

29. Juni, 10.59 Uhr: Wetterdienst warnt vor starken Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Montag von 11 bis 13 Uhr für Dresden vor starken Gewittern.

Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 und 25 Litern auf den Quadratmeter pro Stunde sowie kleinkörnigen Hagel, wie es in einer zugehörigen Meldung heißt.

Bis 13 Uhr gilt für Dresden eine DWD-Warnung wegen starker Gewitter.
Bis 13 Uhr gilt für Dresden eine DWD-Warnung wegen starker Gewitter.  © Florian Wiegand/dpa, Screenshot/DWD-Warnwetter-App

29. Juni, 9.52 Uhr: Person in Aufzug kollabiert

In Leuben hat eine Person bei extremen Temperaturen in einem feststeckenden Aufzug einen Kreislaufkollaps erlitten.

Mehr dazu sowie weitere Infos zum Einsatzgeschehen vom Sonntag lest Ihr im Artikel "Bei brütender Hitze: Aufzug in Dresden steckengeblieben - Person kollabiert".

29. Juni, 7.57 Uhr: Gewitter sorgt für entwurzelte Bäume und überflutete Straße

Die Feuerwehr musste am Montagmorgen nach einem Gewitter zu drei Einsätzen ausrücken.

Dabei waren Gefahren durch entwurzelte Bäume sowie eine überflutete Fahrbahn in Dresden-Weißig zu beseitigen, wie Sprecher Michael Klahre (46) mitteilte. Jedoch sei die Lage weitgehend ruhig gewesen. "Größere Schäden oder besondere Einsatzlagen waren im Stadtgebiet nicht zu verzeichnen."

Ein Gewitter über Dresden ließ am Montagmorgen die Feuerwehr zu drei Einsätzen ausrücken. (Archivbild)
Ein Gewitter über Dresden ließ am Montagmorgen die Feuerwehr zu drei Einsätzen ausrücken. (Archivbild)  © Robert Michael/dpa

29. Juni, 7.24 Uhr: Kurzfristige Warnungen möglich

Dresdner müssen sich am Montag auf kurzfristige Gewitterwarnungen des DWD einstellen.

Grund dafür sind kleinere Gewitterzellen, deren Entstehung nur schwer vorauszusagen ist. Am Montagfrüh bestanden vor allem Warnungen für Teile der Landkreise Meißen, Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Kurz vor 7.30 Uhr sah die DWD-Warnkarte für Dresden und Umgebung so aus.
Kurz vor 7.30 Uhr sah die DWD-Warnkarte für Dresden und Umgebung so aus.  © Screenshot/DWD-Warnwetter-App

28. Juni, 15.29 Uhr: 40 Grad in Dresden geknackt

An der DWD-Messstation in der Dresdner Neustadt wurden um 13 Uhr 40 Grad gemessen.

Außerhalb der Stadt, am Messpunkt in Klotzsche, waren es zu dem Zeitpunkt 38,1 Grad.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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