WM 2026 live: DFB-Boss fordert Aufarbeitung des Falls Balogun

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Die ersten Achtelfinal-Duelle der Fußball-WM 2026 sind gespielt. Dabei haben sich Marokko, Frankreich, Norwegen und England für das Viertelfinale qualifiziert.

Deutschland ist hingegen in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay gescheitert, woraufhin Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zurückgetreten ist. Neuer Bundestrainer soll nun Jürgen Klopp (59) werden.

Am Montagabend kämpfen Portugal und Spanien um den Einzug in die nächste Runde, in der Nacht zu Dienstag messen sich die USA mit Belgien.

In unserem WM-Ticker versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen während des Turniers.

7. Juli, 13.58 Uhr: DFB-Präsident Neuendorf fordert Aufarbeitung im Fall Balogun

Nach der von der FIFA aufgehobenen Rot-Sperre für US-Nationalspieler Folarin Balogun will DFB-Präsident Bernd Neuendorf dem Thema keine Ruhe geben:

"Wir haben die Reaktion der FIFA zur Kenntnis genommen. Ich bin mir mit der UEFA einig, dass dieser Vorgang nicht zu den Akten gelegt werden darf, zunächst aber unter den europäischen Fußballverbänden weiter besprochen werden muss", so der DFB-Boss am Dienstag.

Tags zuvor hatte Neuendorf betont, dass "der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, zügig und schlüssig ausgeräumt werden" müsse.

Balogun hatte beim 2:0 der USA im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, die FIFA die Sperre des Stürmers dann aber zur Bewährung ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte mit einem Anruf bei Infantino um eine Überprüfung der Rot-Sperre von Balogun gebeten. Der Stürmer durfte gegen Belgien auflaufen.

Das WM-Aus der Co-Gastgeber konnte er aber nicht verhindern. 

DFB-Boss Bernd Neuendorf will im Fall Balogun nicht locker lassen.
DFB-Boss Bernd Neuendorf will im Fall Balogun nicht locker lassen.  © Marcus Brandt/dpa

7. Juli, 10.42 Uhr: Freiburg-Juwel Johan Manzambi fällt im Achtelfinale aus!

Ist das bitter! Johan Manzambi (20) vom SC Freiburg hat sich mit drei Toren und zwei Vorlagen zu einem der Shootingstars der WM gemausert, im heutigen Achtelfinale gegen Kolumbien (22 Uhr) wird er der Schweizer Nationalmannschaft allerdings fehlen.

Das Mittelfeldjuwel musste genauso wie Djibril Sow und Ruben Vargas am Montag das Training aufgrund einer Knieverletzung abbrechen. Wie die Tageszeitung "Blick" berichtet, fällt der 20-Jährige damit definitiv gegen Kolumbien aus. Eine genaue Diagnose nennt das Blatt nicht, allerdings sollen sich bei der MRI-Untersuchung immerhin nicht die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben. Ob es im Falle des Weiterkommens der Nati für einen weiteren Einsatz reicht, sei dennoch unklar.

"Es wäre ein riesiger Verlust, wenn sie morgen nicht auf dem Platz stehen könnten", hatte Trainer Murat Yakin nach dem Trainingsabbruch des Trios bereits erklärt.

Johan Manzambi spielt ein hervorragendes Turnier. Doch jetzt könnte es bereits vorbei sein.
Johan Manzambi spielt ein hervorragendes Turnier. Doch jetzt könnte es bereits vorbei sein.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

7. Juli, 9.09 Uhr: Roberto Martínez schmeißt bei Portugal hin

Nach dem Last-Minute-Aus im Achtelfinale gegen Spanien ist Roberto Martínez (52) als Nationaltrainer der portugiesischen Auswahl zurückgetreten.

Ohne den WM-Titel in den USA, Mexiko und Kanada habe es "keinen Sinn mehr", weiterzumachen. "Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist", sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 0:1. "Es ist das Ende eines Zyklus. Ich nehme die Erinnerungen mit und hoffe, dass auch die Portugiesen diese dreieinhalb Jahre in guter Erinnerung behalten werden."

Roberto Martínez (52) hört als Trainer von Portugal auf.
Roberto Martínez (52) hört als Trainer von Portugal auf.  © Julio Cortez/AP/dpa

7. Juli, 7.16 Uhr: Folarin Balogun spricht über die Aufhebung seiner Sperre

Über ihn wurde viel gesprochen, ohne dass er allzu viel dafür konnte. Nach dem Aus der USA gegen Belgien äußerte sich Angreifer Folarin Balogun (25) auch zur Aufhebung seiner Roten Karte.

"Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird", so der Stürmer der AS Monaco. "Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann."

US-Präsident Donald Trump hatte höchstpersönlich mit einem Anruf bei FIFA-Boss Gianni Infantino auf die Aufhebung der Sperre des Star-Knipsers gedrängt, wie er später selbst bestätigte. Bei Belgien kam das natürlich gar nicht gut an, insbesondere Trainer Rudi Garcia echauffierte sich über das Vorgehen. Nach dem Spiel sprach er sich allerdings mit Balogun aus.

"Er kam zu mir, das hat mir gefallen. Er ist nicht schuld. Er hat nichts falsch gemacht. Ich schätze ihn", sagte der Beglien-Coach auf der Pressekonferenz. "Ich wollte Belgien und Rudi Garcia gratulieren und ihnen viel Erfolg wünschen für den Rest des Turniers", zeigte sich Balogun als fairer Sportsmann.

Folarin Balogun (25) versteht die Aufregung um die Aufhebung seiner Rotsperre.
Folarin Balogun (25) versteht die Aufregung um die Aufhebung seiner Rotsperre.  © Ted S. Warren/AP/dpa

7. Juli, 6 Uhr: Belgien haut Gastgeber USA aus der Weltmeisterschaft

Dieses Achtelfinale stand dank eines Anrufs von Donald Trump ganz besonders im Fokus, doch der ganze Wirbel hat offenbar nur die Roten Teufel aus Belgien angestachelt. Die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia überrannte den Gastgeber in der Nacht auf Dienstag nämlich mit 4:1.

Dabei stand Rot-Stürmer Folarin Balogun, auf dessen Spielberechtigung sein Präsident gegenüber FIFA-Boss Gianni Infantino höchstpersönlich gedrängt hatte, tatsächlich in der Startelf. Gebracht hat das aber wenig. Charles De Ketelaere eröffnete den europäischen Torregen bereits in der 9. Minute, ehe Leverkusen-Star Malik Tillmann per Direktfreistoß noch den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte. Wieder hatte De Ketelaere nur zwei Minuten später jedoch die Antwort zur erneuten Führung parat.

Nach dem Seitenwechsel sorgte ausgerechnet US-Keeper Matt Freese für die Vorentscheidung, denn der leistete sich einen horrenden Aussetzer, den Hans Vanaken eiskalt zum 3:1 ausnutzte. Romelu Lukaku machte in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf. Belgien trifft im Viertelfinale nun auf Spanien, während mit den USA auch der dritte Gastgeber ausgeschieden ist.

USA - Belgien 1:4 (1:2)

USA: Freese - Freeman, Ream, C. Richards, A. Robinson (90.+2 Arfsten) - McKennie, T. Adams (72. Pepi) - Dest (46. Reyna), M. Tillman, Pulisic (59. Berhalter) - Balogun (90.+2 Wright)

Belgien: Courtois - Castagne, Ngoy, Mechele, De Cuyper - Tielemans, Onana (21. Vanaken) - Lukébakio (67. Doku), Raskin (89. Witsel), Trossard (89. Saelemaekers) - De Ketelaere (67. Lukaku)

Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien)

Zuschauer: 66.925 (ausverkauft)

Tore: 0:1 De Ketelaere (9.), 1:1 M. Tillman (31.), 1:2 De Ketelaere (33.), 1:3 Vanaken (57.), 1:4 Lukaku (90.+3)

Gelbe Karten: McKennie (1), M. Tillman (1) / -

Charles De Ketelaere schnürte gegen die USA einen Doppelpack.
Charles De Ketelaere schnürte gegen die USA einen Doppelpack.  © Maddy Grassy/AP/dpa

6. Juli, 23.31 Uhr: Spanien jubelt spät gegen Portugal

Der letzte WM-Tanz von Cristiano Ronaldo ist getanzt! Im Achtelfinale musste sich der Superstar mit der portugiesischen Auswahl spät gegen den Titelfavoriten aus Spanien geschlagen geben.

In einer vor allem von Taktik geprägten Partie wurde der eingewechselte Mikel Merino in der Nachspielzeit zum Zünglein an der Waage, als er das entscheidende Tor zum 1:0-Erfolg der Furia Roja markierte. Einige deutsche Fans dürften da wohl mit der europäischen Seleção mitgefühlt haben.

Portugal - Spanien 0:1 (0:0)

Portugal: D. Costa - João Cancelo (71. Dalot), R. Dias, Veiga, N. Mendes (56. N. Semedo) - J. Neves, Vitinha (83. B. Silva) - Neto (83. Conceicao), B. Fernandes, João Félix (71. Leão) - Cristiano Ronaldo

Spanien: Simón - Porro, Cubarsi, Laporte, Cucurella - Rodri, Pedri (85. Ruiz) - Olmo (85. Merino) - Yamal, Oyarzabal (90.+7 Iglesias), Baena (75. Fer. Torres)

Schiedsrichter: Anthony Taylor (England) - Zuschauer: 70649

Tore: 0:1 Merino (90.+1)

Gelbe Karten: B. Silva (2), Veiga (2) / Fer. Torres (1)

6. Juli, 19.17 Uhr: FIFA-Präsident Infantino reagiert auf WM-Skandal im Fall "Balogun"

In der Diskussion um die ausgesetzte Rot-Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane des Fußball-Weltverbandes hervorgehoben.

Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb Infantino in einer Stellungnahme der FIFA. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage.

Der FIFA-Chef bestätigte, dass er mit US-Präsident Trump (80) gesprochen habe. Er habe dabei erklärt, dass ein laufendes Verfahren von den unabhängigen FIFA-Justizorganen entschieden werde. "So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen. Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant", sagte Infantino.

Der 56-Jährige ergänzte, er spreche regelmäßig auch mit anderen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus Fußball und Wirtschaft.

FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) lässt sich im Fall "Balogun" nicht reinreden.
FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) lässt sich im Fall "Balogun" nicht reinreden.  © Lynne Sladky/AP/dpa

6. Juli, 19.03 Uhr: Beschwerde unzulässig! US-Boy Folarin Balogun darf gegen Belgien spielen

Die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft kann im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit Stürmerstar Folarin Balogun auflaufen.

Nachdem der Fußball-Weltverband überraschend die Rotsperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt hatte, erklärte die FIFA nun eine Beschwerde des belgischen Verbands dagegen für unzulässig.

US-Boy Folarin Balogun (25) darf in der Nacht von Montag auf Dienstag deutscher Zeit im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen.
US-Boy Folarin Balogun (25) darf in der Nacht von Montag auf Dienstag deutscher Zeit im Achtelfinale gegen Belgien auflaufen.  © Julio Cortez/AP/dpa

6. Juli, 16.51 Uhr: Trump bestätigt - "habe FIFA um Überprüfung des Fouls gebeten"

Jetzt hat US-Präsident Donald Trump (80) bestätigt, dass er die FIFA beauftragt habe, dass Rot-Foul von US-Boy Folarin Balogun bei der Fußball-WM zu überprüfen.

"Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht glaube, dass es ein Foul war", so Trump vor am Montag vor Journalisten im Oval Office.

Außerdem nannte er den Unparteiischen einen "schrecklichen" Schiedsrichter.

US-Präsident Donald Trump (80, r.) bestätigt, dass er wegen des Rot-Fouls Kontakt zur FIFA um Gianni Infantino (56, l.) suchte.
US-Präsident Donald Trump (80, r.) bestätigt, dass er wegen des Rot-Fouls Kontakt zur FIFA um Gianni Infantino (56, l.) suchte.  © Evan Vucci/AP/dpa

6. Juli, 16.41 Uhr: Belgien will FIFA-Entscheidung um Balogun anfechten

Im Streit um die ausgesetzte Rot-Sperre des US-Nationalstürmers Folarin Balogun hat der belgische Fußballverband der FIFA schwere Vorwürfe zu einem Berufungsverfahren gemacht und weitere Schritte angekündigt.

Der Verband sehe "keine andere Möglichkeit, als die Spielberechtigung Baloguns für das bevorstehende Spiel anzufechten", hieß es in einer Stellungnahme des Königlichen Belgischen Fußballverbands (RBFA) kurz vor dem Achtelfinale der Belgier gegen die USA am Dienstag (2 Uhr/MESZ). (dpa)

Titelfoto: Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

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