WM 2026 live: FIFA-Präsident Infantino reagiert auf WM-Skandal im Fall "Balogun"
Die ersten Achtelfinal-Duelle der Fußball-WM 2026 sind gespielt. Dabei haben sich Marokko, Frankreich, Norwegen und England für das Viertelfinale qualifiziert.
Deutschland ist hingegen in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay gescheitert, woraufhin Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zurückgetreten ist. Neuer Bundestrainer soll nun Jürgen Klopp (59) werden.
Am Montagabend kämpfen Portugal und Spanien um den Einzug in die nächste Runde, in der Nacht zu Dienstag messen sich die USA mit Belgien.
In unserem WM-Ticker versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen während des Turniers.
6. Juli, 19.17 Uhr: FIFA-Präsident Infantino reagiert auf WM-Skandal im Fall "Balogun"
In der Diskussion um die ausgesetzte Rot-Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) die Unabhängigkeit der zuständigen Justizorgane des Fußball-Weltverbandes hervorgehoben.
Die Gremien seien unabhängig und arbeiteten autonom, schrieb Infantino in einer Stellungnahme der FIFA. Zudem wendeten sie den FIFA-Disziplinarkodex an und träfen ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage der geltenden Regeln und der jeweiligen Faktenlage.
Der FIFA-Chef bestätigte, dass er mit US-Präsident Trump (80) gesprochen habe. Er habe dabei erklärt, dass ein laufendes Verfahren von den unabhängigen FIFA-Justizorganen entschieden werde. "So funktioniert das System der FIFA, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen. Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant", sagte Infantino.
Der 56-Jährige ergänzte, er spreche regelmäßig auch mit anderen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern aus Fußball und Wirtschaft.
6. Juli, 19.03 Uhr: Beschwerde unzulässig! US-Boy Folarin Balogun darf gegen Belgien spielen
Die amerikanische Fußball-Nationalmannschaft kann im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit Stürmerstar Folarin Balogun auflaufen.
Nachdem der Fußball-Weltverband überraschend die Rotsperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt hatte, erklärte die FIFA nun eine Beschwerde des belgischen Verbands dagegen für unzulässig.
6. Juli, 16.51 Uhr: Trump bestätigt - "habe FIFA um Überprüfung des Fouls gebeten"
Jetzt hat US-Präsident Donald Trump (80) bestätigt, dass er die FIFA beauftragt habe, dass Rot-Foul von US-Boy Folarin Balogun bei der Fußball-WM zu überprüfen.
"Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht glaube, dass es ein Foul war", so Trump vor am Montag vor Journalisten im Oval Office.
Außerdem nannte er den Unparteiischen einen "schrecklichen" Schiedsrichter.
6. Juli, 16.41 Uhr: Belgien will FIFA-Entscheidung um Balogun anfechten
Im Streit um die ausgesetzte Rot-Sperre des US-Nationalstürmers Folarin Balogun hat der belgische Fußballverband der FIFA schwere Vorwürfe zu einem Berufungsverfahren gemacht und weitere Schritte angekündigt.
Der Verband sehe "keine andere Möglichkeit, als die Spielberechtigung Baloguns für das bevorstehende Spiel anzufechten", hieß es in einer Stellungnahme des Königlichen Belgischen Fußballverbands (RBFA) kurz vor dem Achtelfinale der Belgier gegen die USA am Dienstag (2 Uhr/MESZ). (dpa)
6. Juli, 13.26 Uhr: UEFA positioniert sich klar gegen FIFA
Es ist ein Skandal, der seinesgleichen sucht: Nach einem mutmaßlichen Anruf von Präsident Donald Trump hat die FIFA die Sperre für US-Goalgetter Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien ausgesetzt. Die UEFA reagiert darauf mit klaren Worten.
"Die gestrige Entscheidung, die Umsetzung der automatischen Sperre für ein Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun für eine Probezeit von einem Jahr auszusetzen, hat eine rote Linie überschritten", teilte der Europäische Fußballverband am Montag mit. "Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck."
Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eine umstrittene Rote Karte gesehen und hätte damit eigentlich gegen Belgien zusehen müssen, ist kurzfristig jedoch spielberechtigt, weil die FIFA seine Sperre plötzlich zur Bewährung aussetzte - ohne offizielle Begründung.
"Der Fußball stützt sich, wie jede andere Sportart auch, auf Regeln, die die Grundlage für einen fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal lassen Regeln Raum für Interpretationen. In diesem Fall jedoch nicht", stellte die UEFA jedoch klar: "Eine automatische Mindestsperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung und erfordert keine Entscheidung einer zuständigen Instanz, um in Kraft zu treten."
Der Verband sprach von einem Grundsatz, für den es keine Ausnahmen geben dürfe, erst recht nicht in einem Turnier, in dem andere Spieler in ähnlicher Situation ihre Strafe bereits abgesessen hätten.
6. Juli, 8.36 Uhr: England-Star Jordan Henderson bei Jubel schwer verletzt
Das ist ganz bitter! Beim tollen Erfolg der Engländer über Mexiko hat sich Jordan Henderson (36) womöglich schwer am Handgelenk verletzt.
Der Mittelfeldspieler saß die gesamte Spielzeit über auf der Bank, bekam aber die Gelbe Karte wegen Meckerns. Nach dem Abpfiff passierte dann das Unglück, als Henderson nach dem Jubel mit den Fans über die Bande sprang, wegrutschte und ganz böse auf sein Handgelenk fiel.
Danach gab es herzzerreißende Szenen, als die Legende auf der Trage abtransportiert werden musste und dabei von zahlreichen Mitspielern begleitet wurde.
"Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist", sagte Trainer Thomas Tuchel.
6. Juli, 7 Uhr: Erling Haaland haut mit Norwegen die Brasilianer raus, England ringt Gastgeber Mexiko nieder
Dank der beiden Treffer von Ex-BVB-Star Erling Haaland haben die Norweger im Achtelfinale Brasilien nach Hause geschickt. Ein verwandelter Elfmeter durch Neymar in der 10. Minute der Nachspielzeit kam für die Seleção zu spät, um das Aus noch abzuwenden. In der ersten Hälfte parierte Norwegens Keeper Nyland einen Foulelfmeter von Bruno Guimares (14.)
In einem packenden Achtelfinale ging es zwischen Mexiko und England heiß her. Die "Three Lions" führten dank zwei Treffern binnen zwei Minuten von Jude Bellingham (36. und 38. Minute) zeitig mit 2:0, Mexiko erzielte noch vor der Halbzeit das 2:1. Hart wurde es für die Engländer in der zweiten Hälfte, nachdem Jarell Quansah nach einem groben Foulspiel mit glatt Rot vom Platz flog.
Das Team um Harry Kane überstand die Unterzahl aber, erhöhte dank eines Elfmeters des Bayern-Stars auf 3:1. Mexiko erhielt ebenfalls noch einen Strafstoß, den Jimenez verwandelte, doch für den Ausgleich reichte es nicht mehr. Mit Mexiko und Kanada sind somit zwei der drei WM-Gastgeber ausgeschieden, lediglich die USA sind noch dabei.
Kurz nach dem Ausscheiden bestätigte Mexikos Trainer Javier Aguirre (67) das Ende seiner Amtszeit. "Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz", so der Coach. Nachfolger wird Rafael Marquéz (47), der bereits seit zwei Jahren dem Betreuerstab der Mexikaner angehört.
Brasilien - Norwegen 1:2 (0:0)
Brasilien: Alisson - Danilo, Marquinhos, Gabriel Magalhaes, Douglas Santos - Bruno Guimaraes (79. Éderson Silva), Casemiro - Rayan (67. Danilo Santos), Martinelli (67. Neymar), Vinicius Junior - Matheus Cunha (58. Endrick)
Norwegen: Nyland - Ryerson (63. Aursnes), Ajer, Heggem, Möller Wolfe (90.+5 Östigard) - Ödegaard, S. Berge, Berg - Sörloth (46. Bobb), Haaland, Nusa (46. Schjelderup)
Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA)
Zuschauer: 80.663
Tore: 0:1 Haaland (79.), 0:2 Haaland (90.), 1:2 Neymar (90.+10/Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Neymar (1) / -
Besondere Vorkommnisse: Nyland (Norwegen) hält Foulelfmeter von Bruno Guimaraes (Brasilien) (14.)
Mexiko - England 2:3 (1:2)
Mexiko: Rangel - J. Sanchez (79. Fidalgo), Montes (46. E. Alvarez), Vasquez Ibarra, Gallardo - Lira, Mora (61. S. Giménez), Romo Barron (61. Gutiérrez) - Alvarado, Jiménez, Quinones (81. G. Martínez)
England: Pickford - Quansah, Konsa, Guehi, O'Reilly (75. Spence) - Anderson (75. Burn), Rice - Saka (57. Stones), Ju. Bellingham, A. Gordon - Kane (90. Rogers)
Schiedsrichter: Alireza Faghani (Australien)
Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Ju. Bellingham (36.), 0:2 Ju. Bellingham (38.), 1:2 Quinones (42.), 1:3 Kane (60./Foulelfmeter), 2:3 Jiménez (69./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: J. Sanchez (1), Vasquez Ibarra (1) / Rice (2), Guehi (1), O'Reilly (1), J. Henderson (1)
Rote Karten: - / Quansah (54./grobes Foulspiel)
5. Juli, 20.10 Uhr: US-Profi Balogun doch nicht gesperrt
Das kommt überraschend! Die zunächst gegen den US-amerikanischen Mittelstürmer Folarin Balogun (25) verhängte Sperre für ein Spiel ist aufgehoben worden.
Der 25-jährige Angreifer hatte im Sechzehntelfinale die Rote Karte gesehen, wäre somit eigentlich für das darauffolgende K.-o-Match gegen Belgien am Montag ursprünglich gesperrt gewesen. Wie die FIFA bestätigte, wird die zuvor noch beschlossene Strafe nun jedoch zur Bewährung ausgesetzt.
Über die überraschende Kehrtwende dürfte sich vor allem Donald Trump (80) gefreut haben. Auf seinem Netzwerk Truth Social bedankte sich der US-Präsident nämlich persönlich bei dem Weltverband "dafür, dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat".
5. Juli, 9.54 Uhr: Tunesiens Nationaltrainer tritt nach nur zwei Spielen zurück
Wildes Hin und Her auf der tunesischen Trainerbank! Nach dem ersten Spieltag der WM entließen die Nordafrikaner Sabri Lamouchi und holten stattdessen Hervé Renard. Auch er konnte das Ruder allerdings nicht herumreißen: Rund eine Woche nach dem Vorrunden-Aus Tunesiens reicht er jetzt seinen Rücktritt ein.
"Es war eine Ehre, die Farben Tunesiens zu tragen und diese unvergessliche Erfahrung zu erleben", schrieb der Franzose auf Instagram. "Ich wünsche dem tunesischen Team für die Zukunft alles Gute. Ich bin überzeugt, dass es weiter wachsen wird, ein ganzes Volk in Bewegung setzen und schöne Seiten seiner Geschichte schreiben wird."
Renard ist bereits der siebte Trainer bei dieser WM, der nach einem missglückten Turnier seinen Hut nimmt: Zuvor waren unter anderem Bundestrainer Julian Nagelsmann, Bondscoach Ronald Koemann und Schottlands Nationaltrainer Steve Clarke zurückgetreten.
5. Juli, 6.36 Uhr: Kylian Mbappé erlöst Frankreich gegen Deutschland-Schreck Paraguay
Paraguay hat es mit allen Mitteln versucht, aber Kylian Mbappé war es egal! Der Deutschland-Schreck aus Südamerika stellte in der Nacht auf Sonntag auch die Équipe Tricolore vor einige Probleme und hielt gegen das Star-Ensemble lange die Null - bis der Real-Knipser per Strafstoß den erlösenden Treffer besorgte.
Schwalben, versteckte Fouls und selbst das Zertreten des Elfmeterpunkts - Paraguay war im Achtelfinale jede Schandtat recht, um irgendwie den nächsten Fußballgiganten aus dem Turnier zu kegeln. Spielerisch präsentierte sich der Favorit zwar deutlich überlegen, es brauchte jedoch ein Foul am eingewechselten Désiré Doué inklusive VAR-Eingriff, um den Knoten in der 70. Minute mit dem entscheidenden Tor des Tages zu lösen. Jetzt kommt es für Frankreich in der Runde der letzten Acht zur Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 gegen Marokko.
Paraguay - Frankreich 0:1 (0:0)
Paraguay: Gill - J. J. Cáceres, G. Gomez, Velázquez, Alderete (58. Canale), Alonso - D. Gomez (71. Mauricio), Cubas, Galarza, Almirón (71. Ávalos) - Enciso (61. Caballero)
Frankreich: Maignan - Koundé, Upamecano, W. Saliba, Digne - M. Koné, Rabiot - O. Dembélé (84. Cherki), Olise, Barcola (61. D. Doué) - Mbappé
Schiedsrichter: Ilgis Tantaschew (Usbekistan)
Zuschauer: 68.324 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Mbappé (70./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: - / Barcola (1), M. Koné (1)
4. Juli, 21.07 Uhr: Marokko steht im WM-Viertelfinale
Marokko hat Kanada aus der Weltmeisterschaft ausgeschaltet, damit die Hoffnungen des Co-Gastgebers auf ein Weiterkommen beendet.
Der amtierende Afrikameister ließ im Achtelfinale nichts anbrennen, setzte sich am Ende klar mit 3:0 (0:0) durch. Azzedine Ounahi traf dabei doppelt (50. Minute/82.), Soufiane Rahimi (90.+8) machte den Sieg perfekt.
Für die Atlas-Löwen wartet im Viertelfinale nun der Sieger der Partie zwischen Frankreich und Paraguay.
Endergebnis
Kanada - Marokko 0:3 (0:0)
Kanada: Crépeau - Johnston, Bombito, De Fougerolles, Laryea (78. Shaffelburg) - Buchanan (87. Nelson), Sigur (87. Osorio), Eustaquio, A. Ahmed (78. P. David) - J. David, Oluwaseyi (63. Larin)
Marokko: Bono - Hakimi, Diop (87. Saadane), Halhal, Mazraoui - Bouaddi (63. S. Amrabat), El Aynaoui - B. Diaz, Ounahi (87. El Mourabet), El Khannouss (63. C. Talbi) - Saibari (22. Rahimi)
Schiedsrichter: Michael Oliver (England)
Zuschauer: 68.777
Tore: 0:1 Ounahi (50.), 0:2 Ounahi (82.), 0:3 Rahimi (90.+8)
Gelbe Karten: Laryea (1), J. David (1), De Fougerolles (2), Larin (2) / Halhal (1), Hakimi (1), Ounahi (1), El Khannouss (1)
4. Juli, 17.32 Uhr: Aus für Zlatko Dalić als Kroatien-Trainer?
Ist die Ära schon bald vorbei? Nach dem Drama-Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Portugal sind Gerüchte um die Zukunft des Trainers der kroatischen Nationalmannschaft aufgekommen.
Mehreren Medien zufolge bahnt sich offenbar das Ende der Amtszeit von Zlatko Dalić (59) an. Wie unter anderem die Tageszeitung "Jutarnji list" exklusiv erfahren haben will, soll sich die Führungsebene des Verbands um Präsident Marijan Kustić (51) bereits getroffen haben, um über potenzielle Nachfolger zu beraten. Dabei würden sich gleich zwei Ex-Bundesliga-Profis im engeren Kreis der Favoriten für den Posten befinden.
Co-Trainer Ivica Olić (46) gelte dabei als einer der möglichen Anwärter. Auch Slaven Bilić (57) werde laut Medienbericht als Option genannt.
Für Letzteren wäre es eine Rückkehr in eine bekannte Rolle, da er die Kroaten schon von 2006 bis 2012 als Chefcoach betreut hatte. Mit einer Entscheidung werde in der kommenden Woche gerechnet.
Seit achteinhalb Jahren steht Dalić beim Nationalteam an der Seitenlinie, hat die Entwicklung der Mannschaft entscheidend geprägt und mitgestaltet. In dieser Zeit ging es durch eine goldene Ära, gekrönt mit der Vize-Weltmeisterschaft 2018 sowie Platz drei bei der WM 2022.
4. Juli, 15.17 Uhr: Kurioser Post von Gianni Infantino zur deutschen Nationalmannschaft
Als FIFA-Präsident hat es sich Gianni Infantino zur Aufgabe gemacht, so viele Spiele wie möglich zu besuchen. Deshalb sah er von vielen Partien nur wenige Minuten - was wohl eine Erklärung für diesen Post sein dürfte ...
Auf Instagram verabschiedete sich der Schweizer nämlich von der deutschen Nationalmannschaft, und sorgte damit ähnlich wie bereits zuvor Bundeskanzler Friedrich Merz für Verwunderung.
"Der viermalige Weltmeister setzte sich in einer stark besetzten Gruppe durch und sorgte mit unvergesslichen Leistungen und dramatischen Momenten dafür, dass diese FIFA Fussball-Weltmeisterschaft noch besonderer wurde", schrieb Infantino und versah den Satz mit einem roten Herz. Eine Aussage, die wohl die wenigsten Anhänger der Deutschen unterschreiben würden, schließlich waren die deutschen Leistungen nach dem 7:1 gegen Curaçao durchaus überschaubar.
4. Juli, 8.21 Uhr: Das sind die Achtelfinals der WM 2026
Die erste K.-o.-Runde ist gespielt, damit stehen auch die letzten Achtelfinalpartien fest! Die größte Überraschung ist dabei wohl, dass die deutsche Nationalmannschaft nicht mit von der Partie ist, trotzdem gibt es mehr als genug Spiele, bei denen sich das Anschauen lohnt.
Die Achtelfinalspiele im Überblick:
Kanada - Marokko (Samstag, 19 Uhr)
Paraguay - Frankreich (Samstag, 23 Uhr)
Brasilien - Norwegen (Sonntag, 22 Uhr)
Mexiko - England (Montag, 2 Uhr)
Portugal - Spanien (Montag, 21 Uhr)
USA - Belgien (Dienstag, 2 Uhr)
Argentinien - Ägypten (Dienstag, 18 Uhr)
Schweiz - Kolumbien (Dienstag (22 Uhr)
4. Juli, 7.30 Uhr: Argentinien zittert sich weiter, Kolumbien siegt knapp
Kap Verde ist haarscharf an der Riesensensation vorbeigeschrammt! In der Nacht auf Samstag zwang der kleine Inselstaat den amtierenden Weltmeister Argentinien in die Verlängerung.
Dort besorgte der ehemalige Drittligaprofi Sidny Lopes Cabral mit einem absoluten Traumtor erneut für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe ausgerechnet ein Eigentor den Underdog aus dem Turnier kegelte.
Im zweiten Spiel der Nacht setzte sich Kolumbien dann knapp mit 1:0 gegen Ghana durch, Jhon Arias erzielte bereits in der 14. Minute das goldene Tor. Somit stehen nun bereits alle Achtelfinalpartien fest, am heutigen Samstagabend geht es um 19 Uhr los mit Kanada gegen Marokko.
Argentinien - Kap Verde 3:2 n.V. (1:0,1:1)
Argentinien: Emiliano Martinez - Molina (104. Montiel), Romero, Li. Martinez, F. Medina (85. Tagliafico) - De Paul (84. Paredes), Mac Allister, Fernández, Almada (63. Gonzalez) - Messi - La. Martínez (63. J. Alvarez)
Kap Verde: Vozinha - S. Moreira, R. Lopes, Diney, Lopes Cabral - K. Pina (100. Benchimol) - R. Mendes (80. W. Semedo), L. Duarte (67. Monteiro), D. Duarte (100. W. Semedo), Cabral (80. H. Varela) - Da Costa (67. D. Livramento)
Schiedsrichter: Drew Fischer (Kanada) - Zuschauer: 64478
Tore: 1:0 Messi (29.), 1:1 D. Duarte (59.), 2:1 Li. Martinez (92.), 2:2 Lopes Cabral (103.), 3:2 Diney (111./Eigentor)
Gelbe Karten: Montiel (1) / K. Pina (1)
Kolumbien - Ghana 1:0 (1:0)
Kolumbien: C. Vargas - Muñoz, Lucumi, D. Sánchez, Mojica - Lerma, Puerta - J. Arias (72. J. Quintero), James Rodríguez (46. Rios), Luis Díaz (90. Campaz) - Cordoba (8. Suárez)
Ghana: Ati Zigi - Senaya (13. Seidu), Opoku, Luckassen, Mensah - Thomas Partey, Sibo (62. Owusu), Yirenkyi (79. Adu) - I. Williams (62. Fatawu), J. Ayew (79. Nuamah), Semenyo
Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich)
Zuschauer: 69.045
Tore: 1:0 J. Arias (14.)
Gelbe Karten: J. Arias (1), Rios (1) / Yirenkyi (2), Fatawu (1), Seidu (1)
3. Juli, 23.07 Uhr: Elfmeter-Krimi mit Happy End! Salahs Pharaonen stehen im Achtelfinale
Ein historischer Erfolg für Ägypten! Die Mannschaft um Superstar Mohamed Salah sowie Ex-Frankfurt-Start Omar Marmoush hat erstmals ein K.-o.-Spiel bei einer WM gewonnen.
Der siebenmalige Afrika-Cup-Gewinner setzte sich am Freitag im Sechzehntelfinale gegen Australien durch.
Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, in dem die Pharaonen mit 4:2 die Oberhand behielten, sich somit den Platz unter den besten 16 Teams sicherten.
Endergebnis
Australien - Ägypten 2:4 i.E. (0:1,1:1,1:1)
Australien: Beach (119. Ryan) - Circati, H. J. Souttar, Herrington - Bos (46. Trewin), Irvine, O'Neill (91. Okon-Engstler), Behich - Volpato (74. Hrustic), Metcalfe (91. Mabil) - Irankunda (74. M. Touré)
Ägypten: Ufa Schobeir - Hani, Jasser Ibrahim, Rabia, Hafes (80. Trezeguet) - Attia (120.+1 Saber), Fathi (67. Abdelmaguid) - Salah, Ashour, Ziko (67. H. Hassan) - Marmoush (106. Hamza Abdelkarim)
Schiedsrichter: Gustavo Tejera (Uruguay)
Zuschauer: 70.244
Tore: 0:1 Ashour (13.), 1:1 Hani (55./Eigentor)
Elfmeterschießen: H. J. Souttar verschießt, 0:1 Saber, 1:1 Irvine, 1:2 Rabia, 2:2 Mabil, 2:3 Salah, Herrington verschießt, 2:4 Abdelmaguid
Gelbe Karten: - / H. Hassan (1), Jasser Ibrahim (2)
3. Juli, 16.36 Uhr: Mehrere Tunesier positiv auf Doping getestet
Erst hatte die überraschende Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi (54) nach der ersten WM-Partie für Schlagzeilen gesorgt. Nun gibt es offenbar den nächsten Wirbel um die Tunesier.
Mehrere Medien berichten nämlich von angeblich positiven Dopingtests bei mehreren Nationalspielern. Laut "Daily Mail" sei bei acht Profis der Wirkstoff Clenbuterol festgestellt worden.
Die Substanz wird eigentlich zur Behandlung der Atemwege eingesetzt, steht im Leistungssport jedoch auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).
Demnach gebe es keine Hinweise auf eine bewusste Einnahme. Stattdessen werde vermutet, dass das Mittel über verunreinigtes Fleisch im Teamquartier in Mexiko aufgenommen worden sei. Ernsthafte Konsequenzen für die Betroffenen sind damit wohl eher nicht zu erwarten.
Sportlich hätte das ohnehin keine Folgen mehr gehabt. Nach drei Gruppenspielen ohne einen einzigen Punkt sind die Adler von Karthago schon aus dem Turnier raus.
3. Juli, 14.04 Uhr: Norweger benennen Tochter nach Siegtorschützen Erling Haaland
Es lief die 86. Spielminute im Sechzehntelfinale von Norwegen gegen die Elfenbeinküste, als Superstar Erling Haaland mit seinem Treffer zum 2:1 ganz Norwegen zum Beben brachte. Zeitgleich kam im norwegischen Hjelset ein Mädchen zur Welt - das zur Feier des Tages nach dem Siegtorschützen benannt wurde!
"Als ich spürte, dass sie herauskam, ertönte ein Jubelschrei von meinem Mann, der sich sehr für Fußball interessiert. Mir war natürlich klar, dass noch etwas anderes passiert war", erzählte Mama Lene bei TV2. Denn Papa Bjarte hatte parallel das Spiel verfolgt und seine Freude über das Geschehen auf dem Platz nicht zurückhalten können.
Den mangelnden Fokus nahm Lene ihrem Partner aber nicht übel, stattdessen feierte das Paar den norwegischen Sieg auf besondere Weise und gab seiner Tochter den Namen Erle - nach dem Manchester-City-Stürmer Erling.
"Wir hatten uns noch nicht ganz entschieden und hatten einige Namen auf der Liste. Erle stand nicht auf der Liste, aber dann hat mein Lebensgefährte den Namen aus dem Hut gezaubert, und so kam es dann dazu", verriet die Mama.
3. Juli, 7.06 Uhr: Portugal siegt emotional in Gedenken an Diogo Jota, die Schweiz haut Algerien raus
Portugal hat einen extrem emotionalen Sieg gegen Kroatien gefeiert und steht im Achtelfinale der WM. Ausgerechnet am Todestag von Diogo Jota (†28) am heutigen Freitag setzte sich das Team um Superstar Cristiano Ronaldo mit 2:1 durch.
Nach dem Abpfiff brach Ronaldo in Tränen aus und hielt das Trikot des verstorbenen Kollegen hoch, anschließend zog er es sich an. Zuvor hatte CR7 in der 68. Minute per Elfmeter nicht nur zum 1:1 ausgeglichen, sondern schoss sein erstes Tor in einer K.-o.-Runde der WM.
Ivan Perisic hatte Kroatien in der 53. Minute in Führung gebracht, Goncalo Ramos ließ ganz Portugal in der 94. Minute mit seinem Siegtreffer jubeln. Dabei hatte der Kroate Josko Gvardiol in der 13. Minute der Nachspielzeit das 2:2 markiert, doch das Tor kassierte der VAR aufgrund einer Abseitsstellung.
Die Schweiz setzte sich mit 2:0 gegen Algerien durch. Breel Embolo und Dan Ndoye erzielten die Tore.
Portugal - Kroatien 2:1 (0:0)
Portugal: D. Costa - João Cancelo (62. G. Ramos), R. Dias, Veiga, N. Mendes - J. Neves, Vitinha (62. B. Silva) - Neto (62. Conceicao), B. Fernandes (62. N. Semedo), Leão - Cristiano Ronaldo (81. R. Neves)
Kroatien: Livakovic - Stanisic, Sutalo, Pongracic, Perisic - Modric - P. Sucic, Vlasic (90.+2 Gvardiol), Kovacic (90.+6 Kramaric), Baturina (68. Marco Pasalic) - Budimir (46. Matanovic)
Schiedsrichter: Espen Eskas (Norwegen)
Zuschauer: 43.036 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Perisic (53.), 1:1 Cristiano Ronaldo (68./Foulelfmeter), 2:1 G. Ramos (90.+4)
Gelbe Karten: R. Dias (1) / Modric (1), Perisic (2)
Schweiz - Algerien 2:0 (1:0)
Schweiz: Kobel - D. Zakaria (87. Widmer), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez - Xhaka, Freuler - Ndoye (87. Aebischer), Manzambi (70. Okafor), R. Vargas (70. Rieder) - Embolo (82. Amdouni)
Algerien: Zidane - Belghali (82. Boulbina), Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri - N. Bentaleb (71. Boudaoui), Zerrouki (58. Gouiri), Maza - Chaibi, Mahrez (71. Hadj Moussa), Aouar (58. Hadjam)
Schiedsrichter: Yael Falcón (Argentinien)
Zuschauer: 52.497
Tore: 1:0 Embolo (10.), 2:0 Ndoye (46.)
Gelbe Karten: - / Chaibi (1), Boudaoui (1)
2. Juli, 22.58 Uhr: Spanien schlägt Österreich und bleibt auf Titelkurs
Keine Überraschung im Sechzehntelfinale zwischen Spanien und Österreich! Die Mannschaft von Ralf Rangnick unterlag dem über weite Strecken sehr souverän auftretenden Star-Ensemble um Lamine Yamal am Donnerstagabend mit 0:3 (0:1).
Mikel Oyarzabal belohnte die "Furia Roja" in der 36. Minute für eine starke erste Hälfte mit dem Brustlöser zum 1:0 nach Cucurella-Vorlage, im zweiten Durchgang sorgte Pedro Porro dann per Kopf für die Vorentscheidung (66.), ehe erneut Oyarzabal kurz vor Schluss noch endgültig den Deckel draufmachte.
Spanien - Österreich 3:0 (1:0)
Spanien: Simón - Porro, Cubarsi, Laporte (90.+3 Pubill), Cucurella - Rodri, Pedri (90.+3 Ruiz) - Yamal (85. Gavi), Olmo (71. Merino), Baena (71. Fer. Torres) - Oyarzabal
Österreich: A. Schlager - Posch (85. Prass), Danso, Alaba, Laimer - Seiwald (46. Chukwuemeka), X. Schlager (46. Grillitsch) - R. Schmid (60. Kalajdzic), Wanner, Sabitzer - Gregoritsch (60. Arnautović)
Schiedsrichter: Glenn Nyberg (Schweden)
Zuschauer: 70.492 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Oyarzabal (36.), 2:0 Porro (66.), 3:0 Oyarzabal (89.)
Gelbe Karten: - / Posch (2)
2. Juli, 16.19 Uhr: Nagelsmann-Aus rückt wohl näher
Julian Nagelsmann (38) steht als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft offenbar vor dem Aus. Seine Entlassung scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Die DFB-Spitze soll dem Bundestrainer in einer rund dreistündigen Sitzung zum Rücktritt geraten haben. Das berichtet die "Bild".
Hier erfahrt Ihr alles dazu: "DFB-Bosse raten Nagelsmann zu Rücktritt: Bundestrainer vor dem Aus!"
2. Juli, 15.38 Uhr: Kongo-Pressesprecher verkündet Todesfall
Auf der Pressekonferenz nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen England ist der Tod des Vaters von Kongo-Trainer Sébastien Desabre (49) bekannt gegeben worden.
Nach der letzten Frage an den 49-jährigen Chefcoach ergriff der Sprecher der Demokratischen Republik am Ende das Wort und teilte die tragische Nachricht mit: "Wir möchten Sie darüber informieren, dass der Trainer seinen Vater verloren hat. Unser aufrichtiges Beileid".
Neben ihm wirkte Desabre einen Augenblick irritiert, der Franzose blieb wie eingefroren sitzen, blickte ungläubig und ging dann vom Podium.
Wann er davon erfahren hatte, wurde nicht mitgeteilt.
2. Juli, 14.45 Uhr: England-Coach Tuchel mit Eltern-Appell vor Mexiko-Duell
Weiter geht es für die englische Nationalmannschaft nach dem Sieg in der K.o.-Phase gegen die DR Kongo am kommenden Montag mit dem Achtelfinale gegen Mexiko. Um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen, hoffen die "Three Lions" auf den Support aller Fans.
"In vier Tagen steht ein riesiges Spiel an, und wir brauchen die Unterstützung von allen. Vor allem von den Kindern", sagte Nationaltrainer Thomas Tuchel (52) im Hinblick auf die bevorstehende Partie am Montag um 2 Uhr deutscher Zeit.
Gleichzeitig äußerte der 52-jährige Chefcoach einen Appell an die Eltern, erklärte: "Schreibt eine Entschuldigung für die Schule und lasst sie Fußball schauen. Kommt schon - es gibt noch genug Zeit, um zur Schule zu gehen. Aber die Weltmeisterschaft findet nur alle vier Jahre statt."
2. Juli, 13.46 Uhr: Belgien-Stars gehen aufeinander los
Da ist die Stimmung wohl kurz gekippt!
Im WM-Sechzehntelfinale gegen den Senegal gingen die beiden Belgier Youri Tielemans und Leandro Trossard aufeinander los.
Was da los war, erfahrt Ihr hier: "Nerven-K.-o. im WM-Spiel! Teamkollegen gehen sich heftig an"
2. Juli, 8.03 Uhr: Aus Protest gegen das Trainerteam! Senegal-Star Pape Gueye tritt nach Ausscheiden zurück
Kurz nach dem dramatischen WM-Aus mit dem Senegal hat einer der Stars des Teams seinen Rücktritt auf Instagram erklärt. Pape Gueye (27) schrieb:
"Ich werde nochmal zurückkommen und mich mit ein paar Worten zum Ausscheiden äußern... Aber ich gebe heute bekannt, dass so lange dieser Trainerstaff da ist, ich eine Pause in der Nationalmannschaft einlegen werde."
Der Mittelfeldspieler des FC Villareal wurde bereits in der 66. Minute ausgewechselt, da führte sein Team noch mit 2:0. Direkt nach dem Abpfiff hatte er noch gesagt: "Ich war körperlich in guter Form, aber letztlich trifft der Trainer die Entscheidungen" und angefügt: "Das respektieren wir."
Innerlich sah es bei ihm aber offenbar ganz anders aus.
2. Juli, 6.53 Uhr: Belgien dreht 0:2-Rückstand gegen Senegal, USA besiegen Bosnien-Herzegowina
Die Belgier haben im Sechzehntelfinale ein überragendes Comeback gegen den Senegal hingelegt. Das Team drehte einen 0:2-Rückstand und siegte am Ende in der 125. Minute nach einem langen Videobeweis dank eines Elfmeters.
Die USA sind als dritte Gastgeber-Nation ebenfalls ins Achtelfinale eingezogen. Die Mannschaft setzte sich klar mit 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina durch. Dabei ging es auch nicht ohne Drama zu, denn Folarin Balogun trafg erst zum 1:0 und flog dann in der zweiten Halbzeit früh mit einer umstrittenen Roten Karte vom Platz.
Trotzdem rettete das Team vom argentinischen Trainer Mauricio Pochetttino die Führung über die Zeit.
USA - Bosnien-Herzeg. 2:0 (1:0)
USA: Freese - Freeman, C. Richards, Ream - Dest (87. Berhalter), T. Adams, A. Robinson - McKennie (90.+5 Reyna), M. Tillman - Balogun, Pulisic (87. Pepi)
Bosnien-Herzeg.: Vasilj - Katic (75. Memic), Muharemovic, Radeljic - Dedic, Sunjic (51. Tahirovic), Gigovic (51. Bajraktarevic), Kolasinac (75. Tabakovic) - Alajbegovic - Demirovic, Dzeko (51. Mahmic)
Schiedsrichter: Raphael Claus (Brasilien)
Zuschauer: 68.827 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Balogun (45.), 2:0 M. Tillman (82.)
Gelbe Karten: - / Radeljic (1)
Rote Karten: Balogun (64./grobes Foulspiel) / -
Belgien - Senegal 3:2 n.V. (0:1,2:2)
Belgien: Courtois - Castagne, Theate, Mechele, De Cuyper (78. Meunier) - Vanaken (63. D. Moreira), Tielemans - Trossard (109. Onana), De Bruyne (56. Raskin), Doku (56. Lukébakio) - De Ketelaere (46. Lukaku)
Senegal: Diaw - Diatta, Ciss, Niakhaté, Jakobs (93. E. H. M. Diouf) - Diarra (73. P. M. Sarr), I. Gueye (95. Sapoko Ndiaye), P. Gueye (66. Camara) - I. Ndiaye (73. Mbaye), I. Sarr, Mané (93. Jackson)
Schiedsrichter: Hector Said Martinez (Honduras)
Zuschauer: 66.925 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Diarra (24.), 0:2 I. Sarr (51.), 1:2 Lukaku (86.), 2:2 Tielemans (89.), 3:2 Tielemans (120.+5/Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Mechele (1) / Camara (1)
1. Juli, 22.15 Uhr: Joshua Kimmich fühlt sich nach deutschem WM-Aus "einfach nur leer"
Am Mittwochabend meldete sich auch noch der DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31) in den sozialen Netzwerken und drückte seine Enttäuschung über das frühe WM-Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft aus.
"Ich bin gerade einfach nur leer und mir ist überhaupt nicht danach, mich zu melden. Aber es gehört dazu, sich auch diesen Situationen zu stellen", so der Bayern-Profi.
Für Kimmich war es das erste Turnier mit der Binde am Arm, dafür allerdings bereits das dritte frühe Aus nach 2018 und 2022. "Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten. Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig", so der 31-Jährige.
Einen DFB-Rücktritt hatte Kimmich schon direkt nach der Blamage gegen Paraguay ausgeschlossen. "Aufgeben ist für mich niemals eine Option", bekräftigte er jetzt. "Um wieder klarzukommen, werde ich aber sicher mehr als ein paar Tage brauchen."
1. Juli, 20 Uhr: England dreht Rückstand gegen DR Kongo und steht im Achtelfinale
Die "Three Lions" bedanken sich bei Harry Kane! Der Super-Knipser des FC Bayern hat einen frühen Rückstand der englischen Nationalmannschaft gegen DR Kongo mit zwei späten Treffern praktisch im Alleingang zu einem 2:1-Sieg gedreht und sein Land so ins WM-Achtelfinale geführt.
Mutig und tapfer auftretende Kongolesen gingen bereits in der 7. Spielminute durch Brian Cipenga in Führung und machten der Truppe von Nationaltrainer Thomas Tuchel das Leben anschließend auch immer wieder schwer, doch in der Schlussphase richteten sich alle Blicke auf Kane. Erst veredelte der Mittelstürmer eine Gordon-Flanke per Kopf zum Ausgleich (75.), dann besorgte der Kapitän per sehenswertem Distanzschuss auch noch höchstselbst den Siegtreffer (86.).
England - DR Kongo 2:1 (0:1)
England: Pickford - Spence (70. Eze), Konsa, Guehi, O'Reilly - Anderson, Rice (90.+1 Stones) - Madueke (60. Saka), Ju. Bellingham, Rashford (60. A. Gordon) - Kane
DR Kongo: Mpasi - Wan-Bissaka, Mbemba, Tuanzebe, Masuaku (89. E. Kayembe) - Mukau (76. E. Kayembe), Moutoussamy (89. Mayele), Sadiki - Mbuku (64. Elia), Wissa, Cipenga (76. Bongonda)
Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien)
Zuschauer: 68.239 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Cipenga (7.), 1:1 Kane (75.), 2:1 Kane (86.)
Gelbe Karten: Ju. Bellingham (1) / Sadiki (2)
1. Juli, 18.32 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft bedankt sich - und appelliert an Fans
Mittlerweile hat sich auch der offizielle Account des DFB-Teams auf Instagram zu Wort gemeldet.
Man habe es nicht geschafft, zu zeigen, was in dieser Mannschaft steckt, und sei deshalb auch "zu Recht" früh ausgeschieden, hieß es in dem Statement. Neben dankenden Bekundungen an die Fans fielen dazu jedoch auch mahnende Töne: "Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht."
1. Juli, 16.25 Uhr: Manuel Neuer verabschiedet sich mit emotionalem Statement
"Es war mir immer eine Ehre!", schrieb der deutsche Rekordtorhüter am Mittwoch, rund zwei Tage nach dem WM-Aus, bei Instagram.
Anschließend erklärte der 40-Jährige seine Beweggründe für die Rückkehr in den DFB-Kasten sowie seine Gefühlslage nach dem bitteren Rausfliegen im Elfmeterschießen gegen Paraguay.
"Das frühe Ausscheiden bei der WM ist extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh", schrieb Neuer.
"Ich hatte mich ganz bewusst dafür entschieden, noch einmal für Deutschland zu spielen. Zum einen, weil es mich immer mit tiefem Stolz erfüllt hat, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Zum anderen, weil ich mit meinen 40 Jahren und den Erfahrungen aus 4 WM-Turnieren auch die jungen Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz bestmöglich unterstützen und Fußball-Deutschland helfen wollte. Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde."
Abschließend bedankte sich der Bayern-Star für die Unterstützung. Seinen erneuten Rücktritt hatte er bereits direkt nach der Pleite bestätigt.
1. Juli, 14.31 Uhr: Gelynchter Autofahrer, der nach WM-Sieg Mexikos in Menschenmenge fuhr, ist tot
Der Autofahrer, der nach dem WM-Sieg Mexikos gegen Tschechien im Ferienort Cabo San Lucas in eine Menschenmenge gefahren war, ist tot.
Wie die Zeitung "Reforma" berichtet, sei der Mann direkt nach dem Vorfall aus seinem Wagen gezerrt und verprügelt worden. Er erlitt schwere Verletzungen am Kopf, wurde in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Lokale Medien sprachen von einem regelrechten Lynchmord.
Bislang liegen keine Informationen dazu vor, ob der Mann mit Absicht in die Menschenmenge gefahren war, oder ob es sich um ein Versehen handelte. Bei dem Vorfall am 24. Juni waren 17 Menschen verletzt worden.
Nach dem Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gab es zudem sechs weitere Tote in Mexiko. So seien in Mexiko-City bei den Feierlichkeiten drei Menschen in der Nähe des "Ángel de la Indpendencia" gestorben. Sie seien in der Menge erdrückt worden.
Ein Mann (44) und eine Frau (48) sowie junge Frau (19) seien zudem an Erstickung gestorben, das teilte das Gesundheitsamt mit.
1. Juli, 9.27 Uhr: Auch Ecuadors Nationaltrainer Sebastián Beccacece tritt zurück
Nach dem Niederländer Ronald Koeman (63) ist auch der Nationaltrainer Ecuadors, Sebastián Beccacece (45), zurückgetreten. Nach dem Aus seines Teams gegen Mexiko verkündete er das Ende seiner Amtszeit.
"Die Ergebnisse geben den Ton an, und heute muss ich mich von einer wunderschönen, wunderbaren Familie verabschieden", sagte der Auswahlcoach. Er gehe mit großer Dankbarkeit, Gelassenheit und innerem Frieden, "denn wir haben alles gegeben", sagte er.
"Ich denke, dass wir ein Erbe hinterlassen. Es war ein großartiges Abenteuer mit einem bittersüßen Ende", erklärte er. Im August 2024 hatte er das Nationalteam übernommen und wolle jetzt erst einmal Zeit mit seiner Familie genießen.
1. Juli, 7.03 Uhr: Niederlande-Coach Ronald Koeman tritt zurück
Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko ist der Coach der Niederlande, Ronald Koeman (63), zurückgetreten. "Letzte Nacht habe ich die Entscheidung getroffen, meine Zeit als Nationalmannschaftstrainer zu beenden" schrieb er bei Instagram.
"Wir alle haben von einer Weltmeisterschaft geträumt, bei der wir Geschichte schreiben würden. Das ist nicht gelungen. Niemand ist darüber enttäuschter als ich. Als Nationaltrainer trägt man diese Verantwortung. Die habe ich immer gespürt und werde sie auch immer spüren", erklärte der Trainer weiter.
Koeman war seit Januar 2023 Bondscoach, hatte zuvor bereits von Februar 2018 bis August 2020 eine Amtszeit als Nationaltrainer.
"Die vergangenen Jahre haben mir zudem erneut bewusst gemacht, dass es Wichtigeres gibt als Fußball. Fußball war mein Leben, aber Gesundheit ist unbezahlbar. Wenn jemand, den man von ganzem Herzen liebt, einen schweren Kampf ausfechtet, verändert sich die eigene Perspektive. Meine Frau Bartina hat mich trotz ihrer eigenen Krankheit jeden Tag unterstützt und ermutigt, meine Arbeit als Nationaltrainer zu Ende zu bringen. Das zeugt von einer unglaublichen Stärke. Dafür bin ich ihr dankbarer, als ich es jemals in Worte fassen könnte", erklärte er in Hinblick auf seine Frau Bartina, die seit 2010 gegen Brustkrebs ankämpft.
1. Juli, 6.34 Uhr: Frankreich und Mexiko ziehen ins Achtelfinale ein, wieder fliegt einer mit Rot wegen dieser Geste vom Platz
Die nächsten beiden Teams stehen im Achtelfinale der WM. Frankreich und Mexiko setzten sich in ihren Sechzehntelfinals souverän durch.
Die L'Équipe tricolore gewann klar mit 3:0 gegen Schweden, Mexiko sicherte sich durch einen 2:0-Erfolg über Ecuador das Weiterkommen. Dabei verzögerte sich der Anstoß der Partie von Mexiko wegen Gewitters in Mexiko-City um eine Stunde. Am Ende der Partie gab es Aufregung um Ex-Leverkusen-Star Piero Hinacpié (jetzt FC Arsenal), der in der 95. Minute nach Videobeweis wegen der Hand-vorm-Mund-Geste mit glatt Rot vom Platz flog.
Frankreich - Schweden 3:0 (1:0)
Frankreich: Maignan - Koundé (75. Gusto), Upamecano, W. Saliba, Digne (78. Théo Hernandez) - Tchouaméni, Rabiot - O. Dembélé (75. D. Doué), Olise (85. Cherki), Barcola - Mbappé (85. Mateta)
Schweden: Widell Zetterström - Svensson (82. Svanberg), Lagerbielke, Lindelöf, Gudmundsson - Elanga, Bergvall (65. Zeneli), Y. Ayari (82. Nygren), Stroud (65. T. Ali) - Gyökeres, Isak (89. G. Nilsson)
Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)
Zuschauer: 80.663
Tore: 1:0 Mbappé (45.), 2:0 Barcola (53.), 3:0 Mbappé (74.)
Mexiko - Ecuador 2:0 (2:0)
Mexiko: Rangel - J. Sanchez, Montes, Vasquez Ibarra, Gallardo - Mora (59. Gutiérrez), Lira, Romo Barron (73. O. Vargas) - Alvarado (80. Reyes), Jiménez (73. S. Giménez), Quinones (80. Pineda)
Ecuador: Galindez - Franco (46. Y. Medina), Ordonez (46. An. Preciado), Pacho, Hincapie - M. Caicedo, Vite - Yeboah (79. J. Caicedo), Angulo (79. Páez) - Plata, E. Valencia (59. K. Rodriguez)
Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)
Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Quinones (22.), 2:0 Jiménez (31.)
Gelbe Karten: - / Franco (2), Páez (1), M. Caicedo (1)
Rote Karten: - / Hincapie (90.+5/Unsportlichkeit)
30. Juni, 21.06 Uhr: Knapper Sieg gegen die Elfenbeinküste! Norwegen steht im WM-Achtelfinale
Norwegen hat das Ticket für die nächste K.-o-Runde gelöst. Die Skandinavier feierten am Dienstagabend im Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste einen knappen 2:1-Erfolg.
Antonio Nusa von RB Leipzig stellte dabei mit seinem Treffer (39. Minute) noch in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg. Amad Diallo (74.) glich für die Afrikaner zwar aus, doch Weltstar Erling Haaland (86.) sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung.
In der Runde der letzten 16 wartet mit Fünffach-Weltmeister Brasilien nun ein echtes Schwergewicht auf das Team von Nationaltrainer Ståle Solbakken.
Endergebnis
Elfenbeinküste - Norwegen 1:2 (0:1)
Elfenbeinküste: Y. Fofana - G. Doué, Kossounou, Agbadou, Konan (90.+3 B. Touré) - Kessié, Sangaré, Inao Oulaï (60. Amad Diallo) - Pépé (87. Diakité), Bonny (60. Wahi), Y. Diomande (90.+3 Guessand)
Norwegen: Nyland - Pedersen (83. Aursnes), Ajer, Heggem, Möller Wolfe - Ödegaard, S. Berge, Berg - Sörloth (71. Bobb), Haaland, Nusa (71. Schjelderup)
Schiedsrichter: Jesús Valenzuela (Venezuela)
Zuschauer: 69.665
Tore: 0:1 Nusa (39. Minute), 1:1 Amad Diallo (74.), 1:2 Haaland (86.)
Gelbe Karten: - / Nusa (1)
30. Juni, 18.08 Uhr: Entscheidung über Nagelsmann-Zukunft angekündigt
Bleibt Julian Nagelsmann (38) nach dem peinlichen WM-Aus weiterhin Bundestrainer? Eine Antwort darauf hat der Deutsche Fußball-Bund bislang noch nicht gegeben. Diese dürfte jedoch schon bald folgen.
Vor der Abreise aus dem Teamquartier in Winston-Salem hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64) in einer Mitteilung eine Aufarbeitung in den kommenden Tagen angekündigt.
"Nach der bitteren Niederlage gegen Paraguay und dem Ausscheiden bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko habe ich gestern noch länger mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler zusammengesessen. Wir sind uns einig, dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt", so der 64-Jährige. Demnach werde man "gemeinsam und in Ruhe" die Gründe aufarbeiten, "weshalb die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial nicht hat abrufen können und ihren eigenen und den Erwartungen Fußball-Deutschlands nicht gerecht geworden ist."
"Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", betonte Neuendorf zum Abschluss.
30. Juni, 17.34 Uhr: DFB-Profis dürfen individuell abreisen
Im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft stehen die letzten Vorbereitungen für die Rückreise an. Zusammen geht es dabei aber nicht los.
Wie der Deutschen Presse-Agentur nämlich bestätigt wurde, treten Joshua Kimmich (31) , Manuel Neuer (40) & Co. die Heimreise einzeln an.
Damit reist das Team nicht gemeinsam mit dem DFB-Partner Lufthansa nach Frankfurt am Main zurück, wie es auf dem Hinflug noch der Fall war.
30. Juni, 12.16 Uhr: Die DFB-Elf tritt noch heute die Heimreise an, PK von Julian Nagelsmann abgesagt
Die DFB-Elf wird nach dem WM-Aus noch heute die Heimreise antreten. Eine für den Abend geplante PK mit Bundestrainer Julian Nagelsmann wurde laut eines Berichts abgesagt.
Er und der DFB wollen sich aber demnach auf anderem Wege melden. In welcher Form, darüber wird offenbar noch beraten. Die Absage befeuert die Vermutung, dass der Verband schnell in eine Analyse gehen will, bevor sich jemand weiter zum enttäuschenden Aus im Sechzehntelfinale äußert.
30. Juni, 8.54 Uhr: Deutsche Verlierer in ihrem Camp in den USA angekommen
Die deutsche Nationalmannschaft ist in ihrer Homebase in Winston Salem angekommen. Wann die DFB-Elf den Flieger zurück nach Frankfurt zurücknimmt, ist noch unklar.
30. Juni, 7.07 Uhr: Auch die Niederlande scheitern dramatisch im Elfmeterschießen
Nach dem Elfmeterdrama von Deutschland scheiden auch die Niederlande im Elfmeterschießen aus. Marokko zieht damit ins Achtelfinale ein und trifft dort am Samstag auf Co-Gastegeber Kanada (19 Uhr).
Ein gehaltener Elfmeter durch Marokkos Keeper Bono und der verwandelte Elfmeter durch Saibari brachten am Ende die Entscheidung.
Niederlande - Marokko 2:3 i.E. (0:0,1:1,1:1)
Niederlande: Verbruggen - van Hecke, Van Dijk, Aké (71. Koopmeiners) - Dumfries, van de Ven (86. Hato) - Gravenberch (86. Q.Timber), F. de Jong (110. de Roon) - Summerville, Brobbey (71. Weghorst), Gakpo (113. Kluivert)
Marokko: Bono - Hakimi, Diop, Riad (75. Salah-Eddine), Mazraoui - El Aynaoui, Bouaddi (79. El Mourabet) - B. Diaz (79. Yassine), Ounahi (86. Rahimi), El Khannouss (86. C. Talbi) - Saibari
Schiedsrichter: Wilton Sampaio (Brasilien)
Zuschauer: 51.243
Tore: 1:0 Gakpo (72.), 1:1 Diop (90.+1)
Elfmeterschießen: 1:0 Koopmeiners, El Aynaoui verschießt, Kluivert verschießt, 1:1 Rahimi, 2:1 Weghorst, 2:2 C. Talbi, Q. Timber verschießt, Hakimi verschießt, Bono hält von Summerville, 2:3 Saibari
Gelbe Karten: - / Diop (2)
30. Juni, 6.30 Uhr: Deutschland scheidet bei der WM im Elfmeterschießen aus
Das war's für Deutschland! Die DFB-Elf muss nach Hause fliegen. Im Elfmeterschießen scheidet das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann aus.
Alle Infos zum dramatischen Aus könnt Ihr in diesem Artikel nachlesen: "WM-Aus nach Elfmeter-Drama! Deutschland scheitert an Paraguay".
29. Juni, 21.05 Uhr: Brasilien rettet sich durch ganz späten Treffer gegen Japan
Brasilien steht im Achtelfinale der WM und entging gegen Japan nur knapp einer Verlängerung und dem möglichen Elfmeterschießen.
Nach der Führung Japans durch Sano glich Casemiro in der zweiten Halbzeit aus, ehe Martinelli in der 95. Minute der regulären Spielzeit die Brasilianer jubeln ließen.
Brasilien - Japan 2:1 (0:1)
Brasilien: Alisson - Danilo, Marquinhos, Gabriel Magalhaes, Douglas Santos - Bruno Guimaraes (90.+8 Danilo Santos), Casemiro (90.+2 Fabinho), Rayan, Paqueta (46. Endrick), Vinicius Junior - Matheus Cunha (66. Martinelli)
Japan: Z. Suzuki - Tomiyasu, Taniguchi, H. Ito - J. Ito (78. Machino), Sano, Kamada (78. Tanaka), Nakamura (66. J. Suzuki), Doan (66. Sugawara), Maeda (90.+7 Ogawa) - Ueda
Schiedsrichter: Maurizio Mariani (Italien)
Zuschauer: 68.777 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Sano (29.), 1:1 Casemiro (56.), 2:1 Martinelli (90.+5)
Gelbe Karten: Casemiro (2), Danilo (2) / Sano (1), Kamada (1), J. Suzuki (1)
29. Juni, 13.14 Uhr: Morddrohung gegen WM-Trainer verschärft Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen in Südkorea
Das enttäuschende Ausscheiden der südkoreanischen Nationalmannschaft bei der WM hat nun sogar zu einer Morddrohung geführt.
Laut Informationen der DPA habe ein anonymer Nutzer in einem Online-Forum gedroht, den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo bei seiner Ankunft in Seoul töten zu wollen.
Die Polizei nimmt die Drohung ernst und wird die Sicherheitsvorkehrungen bei der Ankunft am Airport Incheon verschärfen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, werden am Dienstag 160 Polizeibeamte am Flughafen im Einsatz sein, zudem will der Flughafenbetreiber zusätzlich zum normalen Aufkommen 25 Security-Mitarbeiter bei der Ankunft einsetzen.
Südkorea hatte zum Auftakt mit 2:1 gegen Tschechien gewonnen, danach aber gegen Mexiko und Südafrika verloren. Die drei Punkte reichten nicht aus, um über die Tabelle der besten Gruppendritten noch weiterzukommen.
29. Juni, 9.56 Uhr: So viele Zuschauer besuchten die WM schon und so viele Hotdogs wurden gegessen
Nach der Vorrunde hat die FIFA ein paar Daten zur WM veröffentlicht. Demnach besuchten 4.644.549 Zuschauer die 72 Vorrundenspiele.
In der Gesamtanzahl der Fans knackte die WM damit den Rekord von 1994 in den USA (3,6 Millionen), allerdings waren damals weniger Spiele in der Vorrunde.
Im Schnitt sahen 64.508 Zuschauer die Spiele, dieser Wert war 1994 höher (68.991). Im Schnitt fielen drei Tore pro Spiel (insgesamt 215 Treffer in 72 Spielen), das ist ein neuer Rekord.
Auch kulinarisch ging es zur Sache, so wurden 2,8 Millionen Biere, eine Million Flaschen Wasser und 300.000 Hotdogs verkauft.
29. Juni, 9.21 Uhr: England-Legende Gary Lineker ätzt gegen DFB-Elf, Kai Havertz schießt zurück
England-Legende Gary Lineker (65) hat in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe" gegen das DFB-Team geätzt.
"Ich glaube - ich kann mich irren - dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe. Frankreich kann sich problemlos für das Viertelfinale qualifizieren", sagte der ehemalige Stürmer (Leicester City, FC Everton, FC Barcelona, Tottenham Hotspur) und Star der "Three Lions" (80 Länderspiele, 48 Tore) über die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann (39).
"Deutschland lebt von seiner Vergangenheit. Denkt daran, dass es bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht einmal die Gruppenphase überstanden hat. Ich glaube also, ihr könnt beruhigt schlafen", sagte Lineker zum potenziellen Achtelfinal-Gegner Frankreich.
Stürmer Kai Havertz (27) wurde auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Paraguay im Sechzehntelfinale auf die Aussagen Linekers angesprochen und fand klare Worte: "Es ist generell einfach, auf uns von außen einzuhauen. Das interessiert mich null. Wir haben schon viele Experten in unserem eigenen Land. Da will ich nicht auch noch über die Experten-Meinungen anderer nachdenken", so der Angreifer.
28. Juni, 23.28 Uhr: Kanada zieht durch Sieg gegen Südafrika ins Achtelfinale ein
Riesige Freude bei einem der WM-Gastgeber! Kanada ist der erste Gewinner der K.O.-Phase.
Durch ein 1:0 gegen Südafrika in Inglewood in Kalifornien ziehen die Kanadier ins Achtelfinale ein. Den goldenen Treffer erzielte Stephen Eustáquio, der beim FC Porto unter Vertrag steht, in Spielminute 90+2, als sich viele Spieler und Zuschauer schon auf eine Verlängerung eingestellt haben. Kanada trifft nun in der Runde der besten sechzehn Teams entweder auf die Niederlande oder auf Marokko.
Sechzehntelfinale
Südafrika - Kanada 0:1 (0:0)
Südafrika: R. H. Williams - Mudau, Okon, Mbokazi, Modiba - Sithole, Mokoena - Maseko (86. Moremi), Mofokeng (46. Mbatha), Appollis - Makgopa (86. Rayners)
Kanada: Crépeau - Johnston, Bombito (59. De Fougerolles), Cornelius, Laryea - Buchanan (75. Davies), N. D. Saliba (59. Sigur), Eustaquio, Millar (70. Shaffelburg) - J. David, Oluwaseyi (70. P. David)
Schiedsrichter: Joao Pinheiro (Portugal)
Zuschauer: 69.237
Tore: 0:1 Eustaquio (90.+2)
Gelbe Karten: - / N. D. Saliba (1), Sigur (1)
28. Juni, 14.22 Uhr: So sieht der mögliche deutsche Weg ins WM-Finale aus
Nach der Vorrunde ist der Turnierbaum endlich gesetzt! Damit stehen auch die möglichen Hürden für Deutschland auf dem Weg ins erhoffte WM-Finale fest: Fünf Spiele müsste das DFB-Team für den großen Traum vom Titel noch gewinnen.
Den Anfang machen die Adlerträger am 29. Juni (22.30 Uhr) im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Nach dieser vermeintlichen Pflichtaufgabe wartet dann womöglich direkt ein echter Hammer auf die Mannschaft von Julian Nagelsmann, denn am 4. Juli (23 Uhr) geht es gegen den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Schweden.
Sollte Deutschland diese Hürde meistern, warten entweder die Niederlande, Marokko, Südafrika oder Kanada im Viertelfinale am 9. Juli (22 Uhr).
Im Halbfinale am 14. Juli (21 Uhr) könnte es zu einer Neuauflage des EM-Viertelfinals von 2024 kommen, denn der große Favorit in diesem Zweig des Turnierbaums ist Spanien. Die anderen möglichen Gegner sind Österreich, die USA, Bosnien-Herzegowina, Portugal, Kroatien, Belgien oder der Senegal.
Im großen Finale am 19. Juli (21 Uhr) kommen dann alle Teams von der anderen Seite des Turnierbaums infrage, zu den Anwärtern auf einen Platz im Endspiel zählen Titelverteidiger Argentinien, England und Brasilien.
28. Juni, 11.24 Uhr: Manuel Neuer mit der niedrigsten Paradenquote aller Stammtorhüter
Das hatte sich Julian Nagelsmann sicher anders vorgestellt ... Sieben Schüsse bekam Manuel Neuer auf in der Vorrunde auf sein Tor, vier davon waren drin, macht eine Paradenquote von 42,9 Prozent.
Dem Kicker zufolge ist das tatsächlich sogar die schlechteste Paradenquote aller WM-Keeper mit drei Einsätzen - in dieser Statistik ist niemand schlechter als der Rückkehrer im deutschen Tor! Zum Vergleich: Beim WM-Titel 2014 hielt er noch 85,7 Prozent aller Schüsse auf seinen Kasten.
Zwar hatte Neuer durch die geringe Anzahl an Schüssen auch weit weniger Gelegenheit als seine Kollegen, sich auszuzeichnen, trotzdem bleibt festzuhalten: Die Unhaltbaren, für die er doch eigentlich zurückgeholt wurde, hält der 40-Jährige aktuell nicht.
28. Juni, 9.36 Uhr: Uruguays Spieler bekommen den Privatflieger gestrichen
Das schwache Abschneiden von Uruguay bei der WM hat erste Konsequenzen - und die fallen anders aus als gedacht! Anstatt personeller Maßnahmen wird nämlich zunächst einmal den Spielern eine Annehmlichkeit gestrichen.
Wie der uruguayische Fußballjournalist Martin Charquero berichtete, cancelte der Verband seinen Stars nämlich das Privatflugzeug in die Heimat! Stattdessen müssen die Profis um Fede Valverde einen Linienflug nach Hause nehmen.
Weitere Konsequenzen könnten allerdings noch folgen: Bisher ist die Zukunft von Trainer Marcelo Bielsa, der sich während des Turniers zudem einer Meuterei seiner Spieler ausgesetzt sah, noch ungeklärt.
28. Juni, 7.44 Uhr: Das sind die Sechzehntelfinal-Partien der WM
Mit dem Ende der Vorrunde stehen endlich auch alle Partien der ersten K.-o.-Runde fest! Ohne Pause geht es schon am Sonntagabend weiter. Dabei kommt es schon im Sechzehntelfinale zu einem Kracher-Duell zweier Superstars: Portugal mit Cristiano Ronaldo und Kroatien mit Luka Modrić duellieren sich am frühen Freitagmorgen.
Wir verschaffen Euch einen Überblick, wer wann auf wen trifft.
Südafrika - Kanada (Sonntag, 21 Uhr)
Brasilien - Japan (Montag, 19 Uhr)
Deutschland - Paraguay (Montag, 22.30 Uhr)
Niederlande - Marokko (Dienstag, 3 Uhr)
Elfenbeinküste - Norwegen (Dienstag, 19 Uhr)
Frankreich - Schweden (Dienstag, 23 Uhr)
Mexiko - Ecuador (Mittwoch, 3 Uhr)
England - DR Kongo (Mittwoch, 18 Uhr)
Belgien - Senegal (Mittwoch, 22 Uhr)
USA - Bosnien-Herzegowina (Donnerstag, 2 Uhr)
Spanien - Österreich (Donnerstag, 21 Uhr)
Portugal - Kroatien (Freitag, 1 Uhr)
Schweiz - Algerien (Freitag, 5 Uhr)
Australien - Ägypten (Freitag, 20 Uhr)
Argentinien - Kap Verde (Samstag, 0 Uhr)
Kolumbien - Ghana (Samstag, 3.30 Uhr)
Titelfoto: Lynne Sladky/AP/dpa