WM 2026 live: Klub untersagt Viertelfinal-Einsatz von belgischem Nationalspieler, Verband widerspricht!

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Der erste Halbfinalist bei der Fußball-WM 2026 ist gefunden. Mit Frankreich ließ der Topfavorit auf den Titel gegen Marokko nichts anbrennen und zog zum dritten Mal in Folge in die Vorschlussrunde ein.

Von den übrigen sechs Teams, die sich Hoffnungen auf die Top vier machen, stammen mit Norwegen, England, Spanien, Belgien und der Schweiz gleich sechs aus Europa, Titelverteidiger Argentinien komplettiert das Feld.

Deutschland ist hingegen in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay gescheitert, woraufhin Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zurückgetreten ist. Neuer Bundestrainer soll nun Jürgen Klopp (59) werden.

In unserem WM-Ticker versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen während des Turniers.

10. Juli, 14.48 Uhr: Klub verbietet belgischen Nationalspieler die Teilnahme am Viertelfinale!

Wirbel bei der belgischen Auswahl vor dem WM-Viertelfinale am heutigen Abend gegen Spanien: Das deutsche Nachbarland muss auf die Dienste von Innenverteidiger Zeno Debast (22) verzichten, weil die Ärzte seines Klubs Sporting Lissabon ihn für nicht spielfähig befanden. Der belgische Verband widerspricht dem allerdings.

Wie unter anderem "The Athletic" berichtet, teilte die RBFA mit, dass die Einschätzung des portugiesischen Erstligisten "von der des medizinischen Stabs der 'Red Devils' sowie der medizinischen und versicherungstechnischen Stellen der FIFA" abweiche.

Debast hatte sich bereits vor dem Turnier am Bein verletzt und sollte im Verlauf des Wettbewerbs wieder fit werden. Einen Einsatz hat er daher noch nicht absolviert. Vor dem wichtigen Viertelfinale soll es nun noch zu einem kurzfristigen Treffen zwischen Verbands- und Vereinsvertretern in Los Angeles kommen.

Steht Zeno Debast (22) der belgischen Mannschaft heute Abend zur Verfügung?
Steht Zeno Debast (22) der belgischen Mannschaft heute Abend zur Verfügung?  © Arne Dedert/dpa

10. Juli, 14.38 Uhr: England bangt vor Viertelfinale um zwei Spieler

Auf die "Three Lions" und Thomas Tuchel (52) wartet im Viertelfinale gegen Norwegen eine ganz schwierige Aufgabe, doch ausgerechnet jetzt wird das Team von Personalsorgen geplagt.

Mittelfeldmotor Declan Rice (27) schlägt sich nicht nur mit einem Infekt herum und wurde deshalb bereits von der Mannschaft isoliert, außerdem beschäftigen den Arsenal-Star Oberschenkelbeschwerden.

Letzteres gilt ebenso für Innenverteidiger Marc Giehi (25) von Manchester City. Dazu werden der verletzte Jordan Henderson (36) sowie der rotgesperrte Jarell Quansah definitiv fehlen. Ein Einsatz von Reece James (26), der ebenfalls Oberschenkelprobleme herumschleppt, ist eher unwahrscheinlich.

Die englische Nationalelf bangt nicht nur um Declan Rice (27).
Die englische Nationalelf bangt nicht nur um Declan Rice (27).  © Tom Weller/dpa

10. Juli, 11.25 Uhr: Jugendliche stirbt bei Frankreich-Feierlichkeiten

Der französische Halbfinal-Einzug wurde in der Heimat fast überall friedlich gefeiert. Dennoch gibt es ein Todesopfer zu beklagen.

Wie Europe1 berichtete, stürzte eine 17-Jährige in der Kleinstadt Aulnoye-Aymeries in Nordfrankreich von der Ladefläche eines Lkw ohne Anhänger, auf den sie geklettert war, und wurde anschließend überrollt. Ein weiterer Jugendlicher, der das mitansehen musste, wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert, der Fahrer der Sattelzugmaschine wurde festgenommen.

Ansonsten hatten die Einsatzkräfte in Frankreich trotz anderslautender Befürchtungen wenig zu tun, es kam vereinzelt zu Rangeleien und Zündeleien von Feuerwerk. Im Großraum Paris wurden insgesamt zehn Leute festgenommen.

Eine WM-Party in Nordfrankreich endete für eine 17-Jährige tödlich.
Eine WM-Party in Nordfrankreich endete für eine 17-Jährige tödlich.  © Thomas Padilla/AP/dpa

10. Juli, 6.11 Uhr: Frankreich lässt Marokko keine Chance und steht im Halbfinale der WM

Der erste Halbfinalist der WM 2026 steht fest! Frankreich lässt Marokko keine Chance und zieht trotz eines verschossenen Elfmeters von Kylian Mbappé zum dritten Mal in Folge in die Vorschlussrunde ein.

Rund eine halbe Stunde, nachdem Marokkos Keeper Bono den Strafstoß des französischen Superstars pariert hatte, machte Mbappé es aus dem Spiel heraus besser, Ousmane Dembélé sorgte nur wenige Minuten später für die Entscheidung.

Frankreich - Marokko 2:0 (0:0)

Frankreich: Maignan - Koundé (87. Gusto), Upamecano, W. Saliba, Digne - M. Koné (71. Zaïre-Emery), Rabiot - O. Dembélé, Olise, D. Doué (77. Barcola) - Mbappé (77. Mateta)

Marokko: Bono - Hakimi, Diop, Mazraoui, Salah-Eddine (74. El Ouahdi) - Bouaddi (62. S. Amrabat), El Aynaoui - B. Diaz (74. Yassine), Ounahi, C. Talbi (85. Sbaï) - El Khannouss (62. Rahimi)

Schiedsrichter: Facundo Tello (Argentinien)

Zuschauer: 63.811

Tore: 1:0 Mbappé (60.), 2:0 O. Dembélé (66.)

Gelbe Karten: - / Diop (3)

Besondere Vorkommnisse: Bono (Marokko) hält Foulelfmeter von Mbappé (Frankreich) (28.)

Frankreich macht mit einem Doppelschlag nach rund einer Stunde alles klar und steht im WM-Halbfinale.
Frankreich macht mit einem Doppelschlag nach rund einer Stunde alles klar und steht im WM-Halbfinale.  © Tom Weller/dpa

9. Juli, 10.16 Uhr: Belgien erneut wütend - Trainingsplatz ungenügend!

Um Viertelfinalist Belgien gibt es erneut Zoff: Vor dem Entscheidungsspiel gegen Spanien (Freitag, 21 Uhr MESZ) bemängelt der Verband die Qualität des zugewiesenen Trainingsplatzes auf dem Gelände der Loyola-Marymount-Universität (LMU). Dieser entspreche "nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards".

Darüber zeigte sich wiederum die LMU gegenüber The Athletic irritiert: "Unser Spielfeld ist in einem hervorragenden Zustand und wurde bereits von mehreren Profisportmannschaften genutzt - auch für diesen Sommer sind entsprechende Einsätze geplant."

Wie dem auch sei, diesmal lenkte die FIFA ein und gestattete den Belgiern statt des zugewiesenen Platzes bei MLS-Club Los Angeles Galaxy zu trainieren.

Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia (62) fasst sich an den Kopf - der zugewiesene Trainingsplatz genügt nicht den Ansprüchen.
Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia (62) fasst sich an den Kopf - der zugewiesene Trainingsplatz genügt nicht den Ansprüchen.  © Lindsey Wasson/AP/dpa

8. Juli, 13.57 Uhr: Trainer-Aus für Kroatien-Legende Zlatko Dalić

Zlatko Dalić (59) steht nicht länger an der Seitenlinie der kroatischen Nationalmannschaft. Nach dem Drama-Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Portugal tritt der 59-Jährige von seinem Amt zurück. Der kroatische Fußballverband (HNS) gab die Entscheidung am Mittwoch bekannt.

"Ein bescheidener Anfang. Eine unvergessliche Reise. Ein stolzer Abschied. Nach fast neun Jahren hat Trainer Zlatko Dalić beschlossen, seine unglaublich erfolgreiche Ära an der Spitze der 'Vatreni' zu beenden", schrieb der Verband und verabschiedet damit einen seiner ganz Großen.

Dalić prägte den kroatischen Fußball wie kaum ein anderer. Achteinhalb Jahre coachte er das Team, führte es in eine goldene Zeit. Zwei WM-Turniere bleiben dabei besonders hängen: der sensationelle Finaleinzug 2018 sowie Platz drei 2022.

Wer Dalić beerbt, ist noch unklar. Als möglicher Nachfolger wird jedoch immer wieder Slaven Bilić (57) genannt. Sollte er tatsächlich den Posten übernehmen, wäre es ein Comeback an alter Wirkungsstätte, schließlich war er bereits von 2006 bis 2012 Nationaltrainer.

Zlatko Dalić (59) ist nicht mehr Nationaltrainer Kroatiens.
Zlatko Dalić (59) ist nicht mehr Nationaltrainer Kroatiens.  © Petr Josek/AP/dpa

8. Juli, 10.03 Uhr: Krankheits-Alarm! Sorgen bei Norwegen

Im norwegischen Team geht derzeit eine Krankheitswelle um!

Wie Nationaltrainer Ståle Solbakken (58) gegenüber "Dagbladet" erklärte, gebe es "immer wieder vereinzelt Husten und Keuchen". Einen möglichen Zusammenhang sieht der 58-jährige Chefcoach in den vielen Reisen während des Turniers.

Auch Solbakken selbst blieb von den Beschwerden offenbar nicht verschont. Bei seiner jüngsten Pressekonferenz wirkte er nämlich ebenfalls angeschlagen, Bedenken um seine Mannschaft spielte er dennoch herunter: "Einige Spielerinnen haben sich nicht wohl gefühlt, aber es wird besser", so Solbakken. "Das ist während eines Turniers nicht ideal, aber wir haben die Situation im Griff."

Viel Zeit zum Auskurieren bleibt den Skandinaviern allerdings nicht, denn schon am kommenden Samstagabend (23 Uhr) steht das Viertelfinale gegen England an. Dann hoffentlich ohne Ausfälle.

Auch Norwegen-Coach Ståle Solbakken (58) ist wohl krank geworden.
Auch Norwegen-Coach Ståle Solbakken (58) ist wohl krank geworden.  © Martin Meissner/AP/dpa

8. Juli, 6.49 Uhr: Die Schweiz erkämpft sich im Elfer-Drama das letzte Viertelfinal-Ticket, Ägypten legt Beschwerde bei der FIFA ein

Die Schweiz hat sich in einem dramatischen Spiel gegen Kolumbien das letzte Ticket fürs Viertelfinale der WM gesichert. Nach 120 Minuten stand es 0:0, dann Elfmeterschießen musste entscheiden. In dem setzte sich die "Nati" mit 3:2 durch.

Der Sieg ist historisch, denn erstmals seit 1954 stehen die Eidgenossen wieder in einem Viertelfinale einer WM. Unterdessen hat Ägypten nach dem tragischen Ausscheiden gegen Argentinien Protest bei der FIFA eingelegt. Verbandpräsident Hany Abo Rida fordert laut der spanischen Zeitung "Diario AS" die Untersuchung der Entscheidungen des französischen Schiedsrichters François Letexier.

Laut Ansicht der Ägypter spielte der Schiedsrichter im Zoff-Spiel gegen Messi eine entscheidende Rolle. Die strittigen Entscheidungen seien alle gegen die Ägypter gefallen, deshalb fordert der Verbandboss die Überprüfung eben jener Szenen.

Schweiz - Kolumbien 4:3 i.E. (0:0,0:0,0:0)

Schweiz: Kobel - D. Zakaria (87. Widmer), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez (71. Muheim) - Xhaka, Freuler - Rieder (103. Amdouni), Jashari (46. Sow), Ndoye (90.+1 R. Vargas) - Embolo (87. Itten)

Kolumbien: C. Vargas - Muñoz, D. Sánchez, Lucumi (118. Mina), Mojica - Lerma (82. Rios), Puerta - J. Arias (65. Campaz), James Rodríguez (65. J. Quintero), Luis Díaz - Suárez (82. Hernández)

Schiedsrichter: Ivan Barton (El Salvador)

Zuschauer: 52.497 (ausverkauft)

Elfmeterschießen: 0:1 J. Quintero, 1:1 Xhaka, D. Sánchez verschießt, 2:1 Amdouni, 2:2 Campaz, Akanji verschießt, Kobel hält von Hernández, 3:2 Itten, 3:3 Luis Díaz, 4:3 R. Vargas

Gelbe Karten: Xhaka (2), D. Zakaria (2), Muheim (1) / Suárez (1), D. Sánchez (1)

BVB-TorhüterGregor Kobel (2.v.r.) hielt schon während der 120 Minuten stark, parierte dann noch einen Elfmeter.
BVB-TorhüterGregor Kobel (2.v.r.) hielt schon während der 120 Minuten stark, parierte dann noch einen Elfmeter.  © Darryl Dyck/The Canadian Press/dpa

7. Juli, 20.10 Uhr: Argentinien dreht Spiel und zieht ins Viertelfinale ein

Fußball-Wahnsinn in Atlanta! Nach einem 0:2-Rückstand im Achtelfinale gegen Ägypten hat die argentinische Nationalmannschaft eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt und die Partie noch für sich entschieden. Damit steht das Team von Weltstar Lionel Messi im Viertelfinale.

Dabei verlief der Start für die den amtierenden Weltmeister im Atlanta-Stadion alles andere als nach Plan. "La Albiceleste" geriet nämlich früh durch Yasser Ibrahim (15. Minute) in Rückstand, musste wenig später auch noch einen verschossenen Messi-Elfmeter (21.) verkraften.

Als Ägyptens Mostafa Ziko im zweiten Durchgang das 0:2 (67.) aus Sicht des Teams von Nationaltrainer Lionel Scaloni erzielte, sprach vieles für das Aus. Doch in einer dramatischen Schlussphase kämpften sich die Lateinamerikaner eindrucksvoll zurück: Christian Romero (79.) verkürzte, Messi (83.) glich aus und Enzo Fernández (90.+2) traf in der Nachspielzeit zum 3:2-Endstand.

Endergebnis

Argentinien - Ägypten 3:2 (0:1)

Argentinien: Emiliano Martinez - Molina (73. Montiel), Romero (90.+5 Otamendi), Li. Martinez, Tagliafico (66. Gonzalez) - Paredes - De Paul (66. La. Martínez), Mac Allister, Fernández - Messi, J. Alvarez (90.+5 F. Medina)

Ägypten: Ufa Schobeir - Hani, Jasser Ibrahim, Rabia, Hafes - H. Hassan (73. Trezeguet), Lasheen (90.+6 Zizo), Attia, Ashour (46. Fathi) - Salah, Ziko (80. Marmoush)

Schiedsrichter: Francois Letexier (Frankreich)

Zuschauer: 68.239

Tore: 0:1 Jasser Ibrahim (15.), 0:2 Ziko (67.), 1:2 Romero (79.), 2:2 Messi (83.), 3:2 Fernández (90.+2)

Gelbe Karten: - / Ufa Schobeir (1), Fathi (1), Attia (2)

Besondere Vorkommnisse: Ufa Schobeir (Ägypten) hält Foulelfmeter von Messi (Argentinien) (21.)

Argentiniens Lionel Messi (39) bejubelt seinen zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer.
Argentiniens Lionel Messi (39) bejubelt seinen zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleichstreffer.  © Tom Weller/dpa

7. Juli, 13.58 Uhr: DFB-Präsident Neuendorf fordert Aufarbeitung im Fall Balogun

Nach der von der FIFA aufgehobenen Rot-Sperre für US-Nationalspieler Folarin Balogun will DFB-Präsident Bernd Neuendorf dem Thema keine Ruhe geben:

"Wir haben die Reaktion der FIFA zur Kenntnis genommen. Ich bin mir mit der UEFA einig, dass dieser Vorgang nicht zu den Akten gelegt werden darf, zunächst aber unter den europäischen Fußballverbänden weiter besprochen werden muss", so der DFB-Boss am Dienstag.

Tags zuvor hatte Neuendorf betont, dass "der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, zügig und schlüssig ausgeräumt werden" müsse.

Balogun hatte beim 2:0 der USA im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, die FIFA die Sperre des Stürmers dann aber zur Bewährung ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump hatte mit einem Anruf bei Infantino um eine Überprüfung der Rot-Sperre von Balogun gebeten. Der Stürmer durfte gegen Belgien auflaufen.

Das WM-Aus der Co-Gastgeber konnte er aber nicht verhindern. 

DFB-Boss Bernd Neuendorf will im Fall Balogun nicht locker lassen.
DFB-Boss Bernd Neuendorf will im Fall Balogun nicht locker lassen.  © Marcus Brandt/dpa

7. Juli, 10.42 Uhr: Freiburg-Juwel Johan Manzambi fällt im Achtelfinale aus!

Ist das bitter! Johan Manzambi (20) vom SC Freiburg hat sich mit drei Toren und zwei Vorlagen zu einem der Shootingstars der WM gemausert, im heutigen Achtelfinale gegen Kolumbien (22 Uhr) wird er der Schweizer Nationalmannschaft allerdings fehlen.

Das Mittelfeldjuwel musste genauso wie Djibril Sow und Ruben Vargas am Montag das Training aufgrund einer Knieverletzung abbrechen. Wie die Tageszeitung "Blick" berichtet, fällt der 20-Jährige damit definitiv gegen Kolumbien aus. Eine genaue Diagnose nennt das Blatt nicht, allerdings sollen sich bei der MRI-Untersuchung immerhin nicht die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben. Ob es im Falle des Weiterkommens der Nati für einen weiteren Einsatz reicht, sei dennoch unklar.

"Es wäre ein riesiger Verlust, wenn sie morgen nicht auf dem Platz stehen könnten", hatte Trainer Murat Yakin nach dem Trainingsabbruch des Trios bereits erklärt.

Johan Manzambi spielt ein hervorragendes Turnier. Doch jetzt könnte es bereits vorbei sein.
Johan Manzambi spielt ein hervorragendes Turnier. Doch jetzt könnte es bereits vorbei sein.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

7. Juli, 9.09 Uhr: Roberto Martínez schmeißt bei Portugal hin

Nach dem Last-Minute-Aus im Achtelfinale gegen Spanien ist Roberto Martínez (52) als Nationaltrainer der portugiesischen Auswahl zurückgetreten.

Ohne den WM-Titel in den USA, Mexiko und Kanada habe es "keinen Sinn mehr", weiterzumachen. "Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist", sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 0:1. "Es ist das Ende eines Zyklus. Ich nehme die Erinnerungen mit und hoffe, dass auch die Portugiesen diese dreieinhalb Jahre in guter Erinnerung behalten werden."

Roberto Martínez (52) hört als Trainer von Portugal auf.
Roberto Martínez (52) hört als Trainer von Portugal auf.  © Julio Cortez/AP/dpa

7. Juli, 7.16 Uhr: Folarin Balogun spricht über die Aufhebung seiner Sperre

Über ihn wurde viel gesprochen, ohne dass er allzu viel dafür konnte. Nach dem Aus der USA gegen Belgien äußerte sich Angreifer Folarin Balogun (25) auch zur Aufhebung seiner Roten Karte.

"Natürlich ist es dann kontrovers, wenn die Entscheidung geändert wird", so der Stürmer der AS Monaco. "Wir haben die Entscheidung akzeptiert, als ich die Rote Karte gesehen habe, und wir haben die Entscheidung akzeptiert, als uns gesagt wurde, dass ich spielen kann."

US-Präsident Donald Trump hatte höchstpersönlich mit einem Anruf bei FIFA-Boss Gianni Infantino auf die Aufhebung der Sperre des Star-Knipsers gedrängt, wie er später selbst bestätigte. Bei Belgien kam das natürlich gar nicht gut an, insbesondere Trainer Rudi Garcia echauffierte sich über das Vorgehen. Nach dem Spiel sprach er sich allerdings mit Balogun aus.

"Er kam zu mir, das hat mir gefallen. Er ist nicht schuld. Er hat nichts falsch gemacht. Ich schätze ihn", sagte der Beglien-Coach auf der Pressekonferenz. "Ich wollte Belgien und Rudi Garcia gratulieren und ihnen viel Erfolg wünschen für den Rest des Turniers", zeigte sich Balogun als fairer Sportsmann.

Folarin Balogun (25) versteht die Aufregung um die Aufhebung seiner Rotsperre.
Folarin Balogun (25) versteht die Aufregung um die Aufhebung seiner Rotsperre.  © Ted S. Warren/AP/dpa

7. Juli, 6 Uhr: Belgien haut Gastgeber USA aus der Weltmeisterschaft

Dieses Achtelfinale stand dank eines Anrufs von Donald Trump ganz besonders im Fokus, doch der ganze Wirbel hat offenbar nur die Roten Teufel aus Belgien angestachelt. Die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia überrannte den Gastgeber in der Nacht auf Dienstag nämlich mit 4:1.

Dabei stand Rot-Stürmer Folarin Balogun, auf dessen Spielberechtigung sein Präsident gegenüber FIFA-Boss Gianni Infantino höchstpersönlich gedrängt hatte, tatsächlich in der Startelf. Gebracht hat das aber wenig. Charles De Ketelaere eröffnete den europäischen Torregen bereits in der 9. Minute, ehe Leverkusen-Star Malik Tillmann per Direktfreistoß noch den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte. Wieder hatte De Ketelaere nur zwei Minuten später jedoch die Antwort zur erneuten Führung parat.

Nach dem Seitenwechsel sorgte ausgerechnet US-Keeper Matt Freese für die Vorentscheidung, denn der leistete sich einen horrenden Aussetzer, den Hans Vanaken eiskalt zum 3:1 ausnutzte. Romelu Lukaku machte in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf. Belgien trifft im Viertelfinale nun auf Spanien, während mit den USA auch der dritte Gastgeber ausgeschieden ist.

USA - Belgien 1:4 (1:2)

USA: Freese - Freeman, Ream, C. Richards, A. Robinson (90.+2 Arfsten) - McKennie, T. Adams (72. Pepi) - Dest (46. Reyna), M. Tillman, Pulisic (59. Berhalter) - Balogun (90.+2 Wright)

Belgien: Courtois - Castagne, Ngoy, Mechele, De Cuyper - Tielemans, Onana (21. Vanaken) - Lukébakio (67. Doku), Raskin (89. Witsel), Trossard (89. Saelemaekers) - De Ketelaere (67. Lukaku)

Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien)

Zuschauer: 66.925 (ausverkauft)

Tore: 0:1 De Ketelaere (9.), 1:1 M. Tillman (31.), 1:2 De Ketelaere (33.), 1:3 Vanaken (57.), 1:4 Lukaku (90.+3)

Gelbe Karten: McKennie (1), M. Tillman (1) / -

Charles De Ketelaere schnürte gegen die USA einen Doppelpack.
Charles De Ketelaere schnürte gegen die USA einen Doppelpack.  © Maddy Grassy/AP/dpa

6. Juli, 23.31 Uhr: Spanien jubelt spät gegen Portugal

Der letzte WM-Tanz von Cristiano Ronaldo ist getanzt! Im Achtelfinale musste sich der Superstar mit der portugiesischen Auswahl spät gegen den Titelfavoriten aus Spanien geschlagen geben.

In einer vor allem von Taktik geprägten Partie wurde der eingewechselte Mikel Merino in der Nachspielzeit zum Zünglein an der Waage, als er das entscheidende Tor zum 1:0-Erfolg der Furia Roja markierte. Einige deutsche Fans dürften da wohl mit der europäischen Seleção mitgefühlt haben.

Portugal - Spanien 0:1 (0:0)

Portugal: D. Costa - João Cancelo (71. Dalot), R. Dias, Veiga, N. Mendes (56. N. Semedo) - J. Neves, Vitinha (83. B. Silva) - Neto (83. Conceicao), B. Fernandes, João Félix (71. Leão) - Cristiano Ronaldo

Spanien: Simón - Porro, Cubarsi, Laporte, Cucurella - Rodri, Pedri (85. Ruiz) - Olmo (85. Merino) - Yamal, Oyarzabal (90.+7 Iglesias), Baena (75. Fer. Torres)

Schiedsrichter: Anthony Taylor (England) - Zuschauer: 70649

Tore: 0:1 Merino (90.+1)

Gelbe Karten: B. Silva (2), Veiga (2) / Fer. Torres (1)

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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