WM 2026 live: UEFA reagiert fassungslos auf Rotsperren-Skandal

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Die ersten Achtelfinal-Duelle der Fußball-WM 2026 sind gespielt. Dabei haben sich Marokko, Frankreich, Norwegen und England für das Viertelfinale qualifiziert.

Deutschland ist hingegen in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay gescheitert, woraufhin Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zurückgetreten ist. Neuer Bundestrainer soll nun Jürgen Klopp (59) werden.

Am Montagabend kämpfen Portugal und Spanien um den Einzug in die nächste Runde, in der Nacht zu Dienstag messen sich die USA mit Belgien.

In unserem WM-Ticker versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen während des Turniers.

6. Juli, 13.26 Uhr: UEFA positioniert sich klar gegen FIFA

Es ist ein Skandal, der seinesgleichen sucht: Nach einem mutmaßlichen Anruf von Präsident Donald Trump hat die FIFA die Sperre für US-Goalgetter Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien ausgesetzt. Die UEFA reagiert darauf mit klaren Worten.

"Die gestrige Entscheidung, die Umsetzung der automatischen Sperre für ein Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun für eine Probezeit von einem Jahr auszusetzen, hat eine rote Linie überschritten", teilte der Europäische Fußballverband am Montag mit. "Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck."

Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eine umstrittene Rote Karte gesehen und hätte damit eigentlich gegen Belgien zusehen müssen, ist kurzfristig jedoch spielberechtigt, weil die FIFA seine Sperre plötzlich zur Bewährung aussetzte - ohne offizielle Begründung.

"Der Fußball stützt sich, wie jede andere Sportart auch, auf Regeln, die die Grundlage für einen fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal lassen Regeln Raum für Interpretationen. In diesem Fall jedoch nicht", stellte die UEFA jedoch klar: "Eine automatische Mindestsperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung und erfordert keine Entscheidung einer zuständigen Instanz, um in Kraft zu treten."

Der Verband sprach von einem Grundsatz, für den es keine Ausnahmen geben dürfe, erst recht nicht in einem Turnier, in dem andere Spieler in ähnlicher Situation ihre Strafe bereits abgesessen hätten.

Folarin Balogun (r.) kassierte gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte. Eine Sperre absitzen muss er jetzt aber noch nicht.
Folarin Balogun (r.) kassierte gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte. Eine Sperre absitzen muss er jetzt aber noch nicht.  © Julio Cortez/AP/dpa
Die UEFA um Präsident Aleksander Čeferin zeigt sich fassungslos über den Vorgang.
Die UEFA um Präsident Aleksander Čeferin zeigt sich fassungslos über den Vorgang.  © Darko Vojinovic/AP/dpa

6. Juli, 8.36 Uhr: England-Star Jordan Henderson bei Jubel schwer verletzt

Das ist ganz bitter! Beim tollen Erfolg der Engländer über Mexiko hat sich Jordan Henderson (36) womöglich schwer am Handgelenk verletzt.

Der Mittelfeldspieler saß die gesamte Spielzeit über auf der Bank, bekam aber die Gelbe Karte wegen Meckerns. Nach dem Abpfiff passierte dann das Unglück, als Henderson nach dem Jubel mit den Fans über die Bande sprang, wegrutschte und ganz böse auf sein Handgelenk fiel.

Danach gab es herzzerreißende Szenen, als die Legende auf der Trage abtransportiert werden musste und dabei von zahlreichen Mitspielern begleitet wurde.

"Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist", sagte Trainer Thomas Tuchel.

Jordan Henderson wird auf dem Rasen behandelt.
Jordan Henderson wird auf dem Rasen behandelt.  © Bradley Collyer/PA Wire/dpa

6. Juli, 7.00 Uhr: Erling Haaland haut mit Norwegen die Brasilianer raus, England ringt Gastgeber Mexiko nieder

Dank der beiden Treffer von Ex-BVB-Star Erling Haaland haben die Norweger im Achtelfinale Brasilien nach Hause geschickt. Ein verwandelter Elfmeter durch Neymar in der 10. Minute der Nachspielzeit kam für die Seleção zu spät, um das Aus noch abzuwenden. In der ersten Hälfte parierte Norwegens Keeper Nyland einen Foulelfmeter von Bruno Guimares (14.)

In einem packenden Achtelfinale ging es zwischen Mexiko und England heiß her. Die "Three Lions" führten dank zwei Treffern binnen zwei Minuten von Jude Bellingham (36. und 38. Minute) zeitig mit 2:0, Mexiko erzielte noch vor der Halbzeit das 2:1. Hart wurde es für die Engländer in der zweiten Hälfte, nachdem Jarell Quansah nach einem groben Foulspiel mit glatt Rot vom Platz flog.

Das Team um Harry Kane überstand die Unterzahl aber, erhöhte dank eines Elfmeters des Bayern-Stars auf 3:1. Mexiko erhielt ebenfalls noch einen Strafstoß, den Jimenez verwandelte, doch für den Ausgleich reichte es nicht mehr. Mit Mexiko und Kanada sind somit zwei der drei WM-Gastgeber ausgeschieden, lediglich die USA sind noch dabei.

Kurz nach dem Ausscheiden bestätigte Mexikos Trainer Javier Aguirre (67) das Ende seiner Amtszeit. "Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz", so der Coach. Nachfolger wird Rafael Marquéz (47), der bereits seit zwei Jahren dem Betreuerstab der Mexikaner angehört.

Brasilien - Norwegen 1:2 (0:0)

Brasilien: Alisson - Danilo, Marquinhos, Gabriel Magalhaes, Douglas Santos - Bruno Guimaraes (79. Éderson Silva), Casemiro - Rayan (67. Danilo Santos), Martinelli (67. Neymar), Vinicius Junior - Matheus Cunha (58. Endrick)

Norwegen: Nyland - Ryerson (63. Aursnes), Ajer, Heggem, Möller Wolfe (90.+5 Östigard) - Ödegaard, S. Berge, Berg - Sörloth (46. Bobb), Haaland, Nusa (46. Schjelderup)

Schiedsrichter: Ismail Elfath (USA)

Zuschauer: 80.663

Tore: 0:1 Haaland (79.), 0:2 Haaland (90.), 1:2 Neymar (90.+10/Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Neymar (1) / -

Besondere Vorkommnisse: Nyland (Norwegen) hält Foulelfmeter von Bruno Guimaraes (Brasilien) (14.)

Mexiko - England 2:3 (1:2)

Mexiko: Rangel - J. Sanchez (79. Fidalgo), Montes (46. E. Alvarez), Vasquez Ibarra, Gallardo - Lira, Mora (61. S. Giménez), Romo Barron (61. Gutiérrez) - Alvarado, Jiménez, Quinones (81. G. Martínez)

England: Pickford - Quansah, Konsa, Guehi, O'Reilly (75. Spence) - Anderson (75. Burn), Rice - Saka (57. Stones), Ju. Bellingham, A. Gordon - Kane (90. Rogers)

Schiedsrichter: Alireza Faghani (Australien)

Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Ju. Bellingham (36.), 0:2 Ju. Bellingham (38.), 1:2 Quinones (42.), 1:3 Kane (60./Foulelfmeter), 2:3 Jiménez (69./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: J. Sanchez (1), Vasquez Ibarra (1) / Rice (2), Guehi (1), O'Reilly (1), J. Henderson (1)

Rote Karten: - / Quansah (54./grobes Foulspiel)

Jude Bellingham (vorn) steuerte zwei Treffer zum Sieg der Engländer über Mexiko bei.
Jude Bellingham (vorn) steuerte zwei Treffer zum Sieg der Engländer über Mexiko bei.  © Bradley Collyer/PA Wire/dpa
Bei Norwegen kannte der Jubel über das Weiterkommen keine Grenzen.
Bei Norwegen kannte der Jubel über das Weiterkommen keine Grenzen.  © Tom Weller/dpa

5. Juli, 20.10 Uhr: US-Profi Balogun doch nicht gesperrt

Das kommt überraschend! Die zunächst gegen den US-amerikanischen Mittelstürmer Folarin Balogun (25) verhängte Sperre für ein Spiel ist aufgehoben worden.

Der 25-jährige Angreifer hatte im Sechzehntelfinale die Rote Karte gesehen, wäre somit eigentlich für das darauffolgende K.-o-Match gegen Belgien am Montag ursprünglich gesperrt gewesen. Wie die FIFA bestätigte, wird die zuvor noch beschlossene Strafe nun jedoch zur Bewährung ausgesetzt.

Über die überraschende Kehrtwende dürfte sich vor allem Donald Trump (80) gefreut haben. Auf seinem Netzwerk Truth Social bedankte sich der US-Präsident nämlich persönlich bei dem Weltverband "dafür, dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat".

Darf im Achtelfinal-Duell mit Belgien nun doch ran: US-Star Folarin Balogun (25).
Darf im Achtelfinal-Duell mit Belgien nun doch ran: US-Star Folarin Balogun (25).  © Jeff Chiu/AP/dpa

5. Juli, 9.54 Uhr: Tunesiens Nationaltrainer tritt nach nur zwei Spielen zurück

Wildes Hin und Her auf der tunesischen Trainerbank! Nach dem ersten Spieltag der WM entließen die Nordafrikaner Sabri Lamouchi und holten stattdessen Hervé Renard. Auch er konnte das Ruder allerdings nicht herumreißen: Rund eine Woche nach dem Vorrunden-Aus Tunesiens reicht er jetzt seinen Rücktritt ein.

"Es war eine Ehre, die Farben Tunesiens zu tragen und diese unvergessliche Erfahrung zu erleben", schrieb der Franzose auf Instagram. "Ich wünsche dem tunesischen Team für die Zukunft alles Gute. Ich bin überzeugt, dass es weiter wachsen wird, ein ganzes Volk in Bewegung setzen und schöne Seiten seiner Geschichte schreiben wird."

Renard ist bereits der siebte Trainer bei dieser WM, der nach einem missglückten Turnier seinen Hut nimmt: Zuvor waren unter anderem Bundestrainer Julian Nagelsmann, Bondscoach Ronald Koemann und Schottlands Nationaltrainer Steve Clarke zurückgetreten.

Hervé Renard (57) ist nach nur zwei Spielen als tunesischer Nationaltrainer zurückgetreten.
Hervé Renard (57) ist nach nur zwei Spielen als tunesischer Nationaltrainer zurückgetreten.  © JUAN MABROMATA / AFP

5. Juli, 6.36 Uhr: Kylian Mbappé erlöst Frankreich gegen Deutschland-Schreck Paraguay

Paraguay hat es mit allen Mitteln versucht, aber Kylian Mbappé war es egal! Der Deutschland-Schreck aus Südamerika stellte in der Nacht auf Sonntag auch die Équipe Tricolore vor einige Probleme und hielt gegen das Star-Ensemble lange die Null - bis der Real-Knipser per Strafstoß den erlösenden Treffer besorgte.

Schwalben, versteckte Fouls und selbst das Zertreten des Elfmeterpunkts - Paraguay war im Achtelfinale jede Schandtat recht, um irgendwie den nächsten Fußballgiganten aus dem Turnier zu kegeln. Spielerisch präsentierte sich der Favorit zwar deutlich überlegen, es brauchte jedoch ein Foul am eingewechselten Désiré Doué inklusive VAR-Eingriff, um den Knoten in der 70. Minute mit dem entscheidenden Tor des Tages zu lösen. Jetzt kommt es für Frankreich in der Runde der letzten Acht zur Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 gegen Marokko.

Paraguay - Frankreich 0:1 (0:0)

Paraguay: Gill - J. J. Cáceres, G. Gomez, Velázquez, Alderete (58. Canale), Alonso - D. Gomez (71. Mauricio), Cubas, Galarza, Almirón (71. Ávalos) - Enciso (61. Caballero)

Frankreich: Maignan - Koundé, Upamecano, W. Saliba, Digne - M. Koné, Rabiot - O. Dembélé (84. Cherki), Olise, Barcola (61. D. Doué) - Mbappé

Schiedsrichter: Ilgis Tantaschew (Usbekistan)

Zuschauer: 68.324 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Mbappé (70./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: - / Barcola (1), M. Koné (1)

Kylian Mbappé schoss Frankreich gegen Paraguay in die nächste Runde.
Kylian Mbappé schoss Frankreich gegen Paraguay in die nächste Runde.  © Tom Weller/dpa

4. Juli, 21.07 Uhr: Marokko steht im WM-Viertelfinale

Marokko hat Kanada aus der Weltmeisterschaft ausgeschaltet, damit die Hoffnungen des Co-Gastgebers auf ein Weiterkommen beendet.

Der amtierende Afrikameister ließ im Achtelfinale nichts anbrennen, setzte sich am Ende klar mit 3:0 (0:0) durch. Azzedine Ounahi traf dabei doppelt (50. Minute/82.), Soufiane Rahimi (90.+8) machte den Sieg perfekt.

Für die Atlas-Löwen wartet im Viertelfinale nun der Sieger der Partie zwischen Frankreich und Paraguay.

Endergebnis

Kanada - Marokko 0:3 (0:0)

Kanada: Crépeau - Johnston, Bombito, De Fougerolles, Laryea (78. Shaffelburg) - Buchanan (87. Nelson), Sigur (87. Osorio), Eustaquio, A. Ahmed (78. P. David) - J. David, Oluwaseyi (63. Larin)

Marokko: Bono - Hakimi, Diop (87. Saadane), Halhal, Mazraoui - Bouaddi (63. S. Amrabat), El Aynaoui - B. Diaz, Ounahi (87. El Mourabet), El Khannouss (63. C. Talbi) - Saibari (22. Rahimi)

Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

Zuschauer: 68.777

Tore: 0:1 Ounahi (50.), 0:2 Ounahi (82.), 0:3 Rahimi (90.+8)

Gelbe Karten: Laryea (1), J. David (1), De Fougerolles (2), Larin (2) / Halhal (1), Hakimi (1), Ounahi (1), El Khannouss (1)

Marokkos Azzedine Ounahi (26, Mitte) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Marokkos Azzedine Ounahi (26, Mitte) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.  © David J. Phillip/AP/dpa

4. Juli, 17.32 Uhr: Aus für Zlatko Dalić als Kroatien-Trainer?

Ist die Ära schon bald vorbei? Nach dem Drama-Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Portugal sind Gerüchte um die Zukunft des Trainers der kroatischen Nationalmannschaft aufgekommen.

Mehreren Medien zufolge bahnt sich offenbar das Ende der Amtszeit von Zlatko Dalić (59) an. Wie unter anderem die Tageszeitung "Jutarnji list" exklusiv erfahren haben will, soll sich die Führungsebene des Verbands um Präsident Marijan Kustić (51) bereits getroffen haben, um über potenzielle Nachfolger zu beraten. Dabei würden sich gleich zwei Ex-Bundesliga-Profis im engeren Kreis der Favoriten für den Posten befinden.

Co-Trainer Ivica Olić (46) gelte dabei als einer der möglichen Anwärter. Auch Slaven Bilić (57) werde laut Medienbericht als Option genannt.

Für Letzteren wäre es eine Rückkehr in eine bekannte Rolle, da er die Kroaten schon von 2006 bis 2012 als Chefcoach betreut hatte. Mit einer Entscheidung werde in der kommenden Woche gerechnet.

Seit achteinhalb Jahren steht Dalić beim Nationalteam an der Seitenlinie, hat die Entwicklung der Mannschaft entscheidend geprägt und mitgestaltet. In dieser Zeit ging es durch eine goldene Ära, gekrönt mit der Vize-Weltmeisterschaft 2018 sowie Platz drei bei der WM 2022.

Ist Ivica Olić (46) schon bald neuer Nationaltrainer der Kroaten?
Ist Ivica Olić (46) schon bald neuer Nationaltrainer der Kroaten?  © JACK GUEZ / AFP

4. Juli, 15.17 Uhr: Kurioser Post von Gianni Infantino zur deutschen Nationalmannschaft

Als FIFA-Präsident hat es sich Gianni Infantino zur Aufgabe gemacht, so viele Spiele wie möglich zu besuchen. Deshalb sah er von vielen Partien nur wenige Minuten - was wohl eine Erklärung für diesen Post sein dürfte ...

Auf Instagram verabschiedete sich der Schweizer nämlich von der deutschen Nationalmannschaft, und sorgte damit ähnlich wie bereits zuvor Bundeskanzler Friedrich Merz für Verwunderung.

"Der viermalige Weltmeister setzte sich in einer stark besetzten Gruppe durch und sorgte mit unvergesslichen Leistungen und dramatischen Momenten dafür, dass diese FIFA Fussball-Weltmeisterschaft noch besonderer wurde", schrieb Infantino und versah den Satz mit einem roten Herz. Eine Aussage, die wohl die wenigsten Anhänger der Deutschen unterschreiben würden, schließlich waren die deutschen Leistungen nach dem 7:1 gegen Curaçao durchaus überschaubar.

Gianni Infantino ist offenbar zufrieden mit der deutschen Performance.
Gianni Infantino ist offenbar zufrieden mit der deutschen Performance.  © George Walker IV/AP/dpa

4. Juli, 8.21 Uhr: Das sind die Achtelfinals der WM 2026

Die erste K.-o.-Runde ist gespielt, damit stehen auch die letzten Achtelfinalpartien fest! Die größte Überraschung ist dabei wohl, dass die deutsche Nationalmannschaft nicht mit von der Partie ist, trotzdem gibt es mehr als genug Spiele, bei denen sich das Anschauen lohnt.

Die Achtelfinalspiele im Überblick:

Kanada - Marokko (Samstag, 19 Uhr)

Paraguay - Frankreich (Samstag, 23 Uhr)

Brasilien - Norwegen (Sonntag, 22 Uhr)

Mexiko - England (Montag, 2 Uhr)

Portugal - Spanien (Montag, 21 Uhr)

USA - Belgien (Dienstag, 2 Uhr)

Argentinien - Ägypten (Dienstag, 18 Uhr)

Schweiz - Kolumbien (Dienstag (22 Uhr)

Spanien trifft nach dem klaren Sieg im Sechzehntelfinale jetzt auf Portugal.
Spanien trifft nach dem klaren Sieg im Sechzehntelfinale jetzt auf Portugal.  © Jae C. Hong/AP/dpa

4. Juli, 7.30 Uhr: Argentinien zittert sich weiter, Kolumbien siegt knapp

Kap Verde ist haarscharf an der Riesensensation vorbeigeschrammt! In der Nacht auf Samstag zwang der kleine Inselstaat den amtierenden Weltmeister Argentinien in die Verlängerung.

Dort besorgte der ehemalige Drittligaprofi Sidny Lopes Cabral mit einem absoluten Traumtor erneut für den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe ausgerechnet ein Eigentor den Underdog aus dem Turnier kegelte.

Im zweiten Spiel der Nacht setzte sich Kolumbien dann knapp mit 1:0 gegen Ghana durch, Jhon Arias erzielte bereits in der 14. Minute das goldene Tor. Somit stehen nun bereits alle Achtelfinalpartien fest, am heutigen Samstagabend geht es um 19 Uhr los mit Kanada gegen Marokko.

Argentinien - Kap Verde 3:2 n.V. (1:0,1:1)

Argentinien: Emiliano Martinez - Molina (104. Montiel), Romero, Li. Martinez, F. Medina (85. Tagliafico) - De Paul (84. Paredes), Mac Allister, Fernández, Almada (63. Gonzalez) - Messi - La. Martínez (63. J. Alvarez)

Kap Verde: Vozinha - S. Moreira, R. Lopes, Diney, Lopes Cabral - K. Pina (100. Benchimol) - R. Mendes (80. W. Semedo), L. Duarte (67. Monteiro), D. Duarte (100. W. Semedo), Cabral (80. H. Varela) - Da Costa (67. D. Livramento)

Schiedsrichter: Drew Fischer (Kanada) - Zuschauer: 64478

Tore: 1:0 Messi (29.), 1:1 D. Duarte (59.), 2:1 Li. Martinez (92.), 2:2 Lopes Cabral (103.), 3:2 Diney (111./Eigentor)

Gelbe Karten: Montiel (1) / K. Pina (1)

Kolumbien - Ghana 1:0 (1:0)

Kolumbien: C. Vargas - Muñoz, Lucumi, D. Sánchez, Mojica - Lerma, Puerta - J. Arias (72. J. Quintero), James Rodríguez (46. Rios), Luis Díaz (90. Campaz) - Cordoba (8. Suárez)

Ghana: Ati Zigi - Senaya (13. Seidu), Opoku, Luckassen, Mensah - Thomas Partey, Sibo (62. Owusu), Yirenkyi (79. Adu) - I. Williams (62. Fatawu), J. Ayew (79. Nuamah), Semenyo

Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich)

Zuschauer: 69.045

Tore: 1:0 J. Arias (14.)

Gelbe Karten: J. Arias (1), Rios (1) / Yirenkyi (2), Fatawu (1), Seidu (1)

Glück und Leid nah beieinander: Lionel Messi ist weiter, Sidny Lopes Cabral raus.
Glück und Leid nah beieinander: Lionel Messi ist weiter, Sidny Lopes Cabral raus.  © Chris Carlson/AP/dpa

3. Juli, 23.07 Uhr: Elfmeter-Krimi mit Happy End! Salahs Pharaonen stehen im Achtelfinale

Ein historischer Erfolg für Ägypten! Die Mannschaft um Superstar Mohamed Salah sowie Ex-Frankfurt-Start Omar Marmoush hat erstmals ein K.-o.-Spiel bei einer WM gewonnen.

Der siebenmalige Afrika-Cup-Gewinner setzte sich am Freitag im Sechzehntelfinale gegen Australien durch.

Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen, in dem die Pharaonen mit 4:2 die Oberhand behielten, sich somit den Platz unter den besten 16 Teams sicherten.

Endergebnis

Australien - Ägypten 2:4 i.E. (0:1,1:1,1:1)

Australien: Beach (119. Ryan) - Circati, H. J. Souttar, Herrington - Bos (46. Trewin), Irvine, O'Neill (91. Okon-Engstler), Behich - Volpato (74. Hrustic), Metcalfe (91. Mabil) - Irankunda (74. M. Touré)

Ägypten: Ufa Schobeir - Hani, Jasser Ibrahim, Rabia, Hafes (80. Trezeguet) - Attia (120.+1 Saber), Fathi (67. Abdelmaguid) - Salah, Ashour, Ziko (67. H. Hassan) - Marmoush (106. Hamza Abdelkarim)

Schiedsrichter: Gustavo Tejera (Uruguay)

Zuschauer: 70.244

Tore: 0:1 Ashour (13.), 1:1 Hani (55./Eigentor)

Elfmeterschießen: H. J. Souttar verschießt, 0:1 Saber, 1:1 Irvine, 1:2 Rabia, 2:2 Mabil, 2:3 Salah, Herrington verschießt, 2:4 Abdelmaguid

Gelbe Karten: - / H. Hassan (1), Jasser Ibrahim (2)

Verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum Weiterkommen: Ägyptens Hossam Abdelmaguid (25).
Verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum Weiterkommen: Ägyptens Hossam Abdelmaguid (25).  © Sam Hodde/AP/dpa

3. Juli, 16.36 Uhr: Mehrere Tunesier positiv auf Doping getestet

Erst hatte die überraschende Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi (54) nach der ersten WM-Partie für Schlagzeilen gesorgt. Nun gibt es offenbar den nächsten Wirbel um die Tunesier.

Mehrere Medien berichten nämlich von angeblich positiven Dopingtests bei mehreren Nationalspielern. Laut "Daily Mail" sei bei acht Profis der Wirkstoff Clenbuterol festgestellt worden.

Die Substanz wird eigentlich zur Behandlung der Atemwege eingesetzt, steht im Leistungssport jedoch auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).

Demnach gebe es keine Hinweise auf eine bewusste Einnahme. Stattdessen werde vermutet, dass das Mittel über verunreinigtes Fleisch im Teamquartier in Mexiko aufgenommen worden sei. Ernsthafte Konsequenzen für die Betroffenen sind damit wohl eher nicht zu erwarten.

Sportlich hätte das ohnehin keine Folgen mehr gehabt. Nach drei Gruppenspielen ohne einen einzigen Punkt sind die Adler von Karthago schon aus dem Turnier raus.

Im Lager der tunesischen Nationalmannschaft sind gleich mehrere Dopingfälle bekannt geworden.
Im Lager der tunesischen Nationalmannschaft sind gleich mehrere Dopingfälle bekannt geworden.  © Matias Delacroix/AP/dpa

3. Juli, 14.04 Uhr: Norweger benennen Tochter nach Siegtorschützen Erling Haaland

Es lief die 86. Spielminute im Sechzehntelfinale von Norwegen gegen die Elfenbeinküste, als Superstar Erling Haaland mit seinem Treffer zum 2:1 ganz Norwegen zum Beben brachte. Zeitgleich kam im norwegischen Hjelset ein Mädchen zur Welt - das zur Feier des Tages nach dem Siegtorschützen benannt wurde!

"Als ich spürte, dass sie herauskam, ertönte ein Jubelschrei von meinem Mann, der sich sehr für Fußball interessiert. Mir war natürlich klar, dass noch etwas anderes passiert war", erzählte Mama Lene bei TV2. Denn Papa Bjarte hatte parallel das Spiel verfolgt und seine Freude über das Geschehen auf dem Platz nicht zurückhalten können.

Den mangelnden Fokus nahm Lene ihrem Partner aber nicht übel, stattdessen feierte das Paar den norwegischen Sieg auf besondere Weise und gab seiner Tochter den Namen Erle - nach dem Manchester-City-Stürmer Erling.

"Wir hatten uns noch nicht ganz entschieden und hatten einige Namen auf der Liste. Erle stand nicht auf der Liste, aber dann hat mein Lebensgefährte den Namen aus dem Hut gezaubert, und so kam es dann dazu", verriet die Mama.

Erling Haaland inspirierte mit seinem Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste sogar ein Elternpaar bei der Namenswahl für ihre Tochter.
Erling Haaland inspirierte mit seinem Siegtreffer gegen die Elfenbeinküste sogar ein Elternpaar bei der Namenswahl für ihre Tochter.  © Ulrik Pedersen/ZUMA Press Wire/dpa

3. Juli, 7.06 Uhr: Portugal siegt emotional in Gedenken an Diogo Jota, die Schweiz haut Algerien raus

Portugal hat einen extrem emotionalen Sieg gegen Kroatien gefeiert und steht im Achtelfinale der WM. Ausgerechnet am Todestag von Diogo Jota (†28) am heutigen Freitag setzte sich das Team um Superstar Cristiano Ronaldo mit 2:1 durch.

Nach dem Abpfiff brach Ronaldo in Tränen aus und hielt das Trikot des verstorbenen Kollegen hoch, anschließend zog er es sich an. Zuvor hatte CR7 in der 68. Minute per Elfmeter nicht nur zum 1:1 ausgeglichen, sondern schoss sein erstes Tor in einer K.-o.-Runde der WM.

Ivan Perisic hatte Kroatien in der 53. Minute in Führung gebracht, Goncalo Ramos ließ ganz Portugal in der 94. Minute mit seinem Siegtreffer jubeln. Dabei hatte der Kroate Josko Gvardiol in der 13. Minute der Nachspielzeit das 2:2 markiert, doch das Tor kassierte der VAR aufgrund einer Abseitsstellung.

Die Schweiz setzte sich mit 2:0 gegen Algerien durch. Breel Embolo und Dan Ndoye erzielten die Tore.

Portugal - Kroatien 2:1 (0:0)

Portugal: D. Costa - João Cancelo (62. G. Ramos), R. Dias, Veiga, N. Mendes - J. Neves, Vitinha (62. B. Silva) - Neto (62. Conceicao), B. Fernandes (62. N. Semedo), Leão - Cristiano Ronaldo (81. R. Neves)

Kroatien: Livakovic - Stanisic, Sutalo, Pongracic, Perisic - Modric - P. Sucic, Vlasic (90.+2 Gvardiol), Kovacic (90.+6 Kramaric), Baturina (68. Marco Pasalic) - Budimir (46. Matanovic)

Schiedsrichter: Espen Eskas (Norwegen)

Zuschauer: 43.036 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Perisic (53.), 1:1 Cristiano Ronaldo (68./Foulelfmeter), 2:1 G. Ramos (90.+4)

Gelbe Karten: R. Dias (1) / Modric (1), Perisic (2)

Schweiz - Algerien 2:0 (1:0)

Schweiz: Kobel - D. Zakaria (87. Widmer), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez - Xhaka, Freuler - Ndoye (87. Aebischer), Manzambi (70. Okafor), R. Vargas (70. Rieder) - Embolo (82. Amdouni)

Algerien: Zidane - Belghali (82. Boulbina), Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri - N. Bentaleb (71. Boudaoui), Zerrouki (58. Gouiri), Maza - Chaibi, Mahrez (71. Hadj Moussa), Aouar (58. Hadjam)

Schiedsrichter: Yael Falcón (Argentinien)

Zuschauer: 52.497

Tore: 1:0 Embolo (10.), 2:0 Ndoye (46.)

Gelbe Karten: - / Chaibi (1), Boudaoui (1)

Das gesamte portugiesische Team gedachte dem am 3. Juli 2025 verstorbenen Diogo Jota (†28).
Das gesamte portugiesische Team gedachte dem am 3. Juli 2025 verstorbenen Diogo Jota (†28).  © Sammy Kogan/The Canadian Press/AP/dpa
Direkt nach seinem Tor zeigte Cristiano Ronaldo gen Himmel.
Direkt nach seinem Tor zeigte Cristiano Ronaldo gen Himmel.  © Nathan Denette/The Canadian Press/AP/dpa
Breel Embolo schoss das 1:0 für die Schweiz.
Breel Embolo schoss das 1:0 für die Schweiz.  © Lindsey Wasson/AP/dpa

2. Juli, 22.58 Uhr: Spanien schlägt Österreich und bleibt auf Titelkurs

Keine Überraschung im Sechzehntelfinale zwischen Spanien und Österreich! Die Mannschaft von Ralf Rangnick unterlag dem über weite Strecken sehr souverän auftretenden Star-Ensemble um Lamine Yamal am Donnerstagabend mit 0:3 (0:1).

Mikel Oyarzabal belohnte die "Furia Roja" in der 36. Minute für eine starke erste Hälfte mit dem Brustlöser zum 1:0 nach Cucurella-Vorlage, im zweiten Durchgang sorgte Pedro Porro dann per Kopf für die Vorentscheidung (66.), ehe erneut Oyarzabal kurz vor Schluss noch endgültig den Deckel draufmachte.

Spanien - Österreich 3:0 (1:0)

Spanien: Simón - Porro, Cubarsi, Laporte (90.+3 Pubill), Cucurella - Rodri, Pedri (90.+3 Ruiz) - Yamal (85. Gavi), Olmo (71. Merino), Baena (71. Fer. Torres) - Oyarzabal

Österreich: A. Schlager - Posch (85. Prass), Danso, Alaba, Laimer - Seiwald (46. Chukwuemeka), X. Schlager (46. Grillitsch) - R. Schmid (60. Kalajdzic), Wanner, Sabitzer - Gregoritsch (60. Arnautović)

Schiedsrichter: Glenn Nyberg (Schweden)

Zuschauer: 70.492 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Oyarzabal (36.), 2:0 Porro (66.), 3:0 Oyarzabal (89.)

Gelbe Karten: - / Posch (2)

Mikel Oyarzabal (l.) avancierte gegen Österreich zum Matchwinner für Spanien.
Mikel Oyarzabal (l.) avancierte gegen Österreich zum Matchwinner für Spanien.  © Ringo Chiu/ZUMA Press Wire/dpa

2. Juli, 16.19 Uhr: Nagelsmann-Aus rückt wohl näher

Julian Nagelsmann (38) steht als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft offenbar vor dem Aus. Seine Entlassung scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Die DFB-Spitze soll dem Bundestrainer in einer rund dreistündigen Sitzung zum Rücktritt geraten haben. Das berichtet die "Bild".

Hier erfahrt Ihr alles dazu: "DFB-Bosse raten Nagelsmann zu Rücktritt: Bundestrainer vor dem Aus!"

Titelfoto: Bildmontage: Julio Cortez/AP/dpa, Darko Vojinovic/AP/dpa

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