Union Berlin hat ein doppeltes Sturmproblem

Berlin - Union Berlin hat sich bislang auf dem Transfermarkt recht ruhig verhalten. Das lag natürlich auch an der WM, ist zum Teil aber ein hausgemachtes Problem.

Mauro Lustrinelli (50) hat die mangelnde Effizienz bei Union Berlin als Problem ausgemacht.  © Soeren Stache/dpa

Denn mit 30 Spieler ist der Kader der Eisernen aktuell schon ziemlich aufgebläht und bevor Platz für weitere Neuzugänge da ist, muss der eine oder andere wohl erstmal die Koffer in Köpenick packen.

Besonders fatal stellt sich die Situation im Angriff dar, der sich in den Vorbereitungsspielen zuletzt genauso zahnlos erwies, wie schon in den vorherigen Spielzeiten.

Zwar zeigte sich der neue Coach Mauro Lustrinelli (50) insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, bemängelte jedoch immer wieder die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

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Was den Berlinern fehlt, ist ein Knipser der Marke Taiwo Awoniyi (28), der in der Saison 2021/22 insgesamt 20 Buden in 43 Pflichtspielen machte, bevor er für viel Geld zu Nottingham Forest wechselte und sich seinen Traum von der Premier League erfüllte.

Das Problem: Der FCU hat eigentlich ein Überangebot an Mittelstürmern, die aber allesamt nicht richtig zünden wollen. Mit Ilyas Ansah (21), Andrej Ilic (26), Oliver Burke, Tim Skarke (beide 29) und Marin Ljubicic (24) stehen aktuell fünf gelernte Mittelstürmer in den Reihen der Roten.

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Ilyas Ansah (21, l.) und Andrej Ilic (26) haben es in der vergangenen Saison zusammen auf elf Treffer in allen Wettbewerben gebracht.  © Soeren Stache/dpa
Oliver Burke (29) konnte gegen Eintracht Frankfurt zwar einen Hattrick erzielen, ist in den meisten anderen Spielen aber oftmals blass geblieben.  © Arne Dedert/dpa

Union Berlin hat ein Überangebot an ineffizienten Stürmern

Marin Ljubicic (24, l.) und Tim Skarke (29) konnten bei Union Berlin bislang nur wenig Akzente setzen.  © Andreas Gora/dpa

Dazu kommen die Nachwuchs-Talente Dmytro Bogdanov und Mekhi Gray (beide 19) - macht summa summarum sieben Angreifer, die sich um den Platz im Zentrum streiten. Mit Chris Bedia (30) wurde ein Transfer-Flop sogar bereits verkauft.

In der vergangenen Spielzeit war Ilic der Platzhirsch in der Mitte. Zwar mangelte es auch ihm an Effektivität im Abschluss, aber mit seinem Einsatz machte er immer wieder Bälle fest und legte starke zwölf Treffer auf - traf selbst aber nur sechsmal.

Der Serbe wäre aber wohl der lukrativste Verkaufskandidat in vorderster Front - Klubs aus der Premier League sollen den Sturmtank auf dem Zettel haben.

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Die wahrscheinlichsten Streichkandidaten sind wohl Skarke, Ljubicic oder Burke. Allerdings dürfte es schwer sein, Abnehmer für das Trio zu finden, denn der Hauptstadtklub will bei jedweden Verkäufen sicher noch eine angemessene Ablösesumme einstreichen.

Ansah hat noch viel Entwicklungspotenzial, genauso natürlich wie Bogdanov und Gray. Zuletzt wurde Eren Dinkci (24) mit den Hauptstädtern in Verbindung gebracht. Der pfeilschnelle Außenstürmer ist allerdings auch nicht unbedingt als klassischer Torjäger bekannt.

Die Suche nach einem Goalgetter geht wohl also weiter, oder ruhen Unions Sturmhoffnungen etwa ausgerechnet auf dem erst 16-jährigen Linus Güther, der vom linken Flügel für Torgefahr sorgen kann?

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