10 Dinge, die Dein Hund auf keinen Fall fressen sollte

München - Jeder Hundebesitzer hat Gift zu Hause - und weiß es vielleicht gar nicht. Denn viele Lebensmittel, die für uns Menschen zum Alltag gehören, haben für Hunde fatale Folgen.

Was kommt in den Napf? Nicht alles, was für Menschen gesund ist, wird auch von Hunden vertragen. (Symbolbild)
Was kommt in den Napf? Nicht alles, was für Menschen gesund ist, wird auch von Hunden vertragen. (Symbolbild)  © alexeitm/123RF

Beim Kochen dem Hund etwas abgeben? Nicht immer eine gute Idee!

Da sich der Stoffwechsel der Tiere von unserem unterscheidet, können selbst vermeintlich "gesunde" Lebensmittel wie Gemüse und Obst schwerwiegende Konsequenzen haben.

Die Bandbreite der Unverträglichkeiten reicht von Schokolade bis Weintrauben: Oft reicht dabei schon eine "geringe Dosis" des Lebensmittels, um gesundheitliche Probleme beim Haustier auszulösen.

Jeder Halter sollte sich deshalb mit der Thematik auseinandersetzen und lernen, was ein Hund fressen darf und was nicht.

Hier haben wir für Dich Lebensmittel zusammengefasst, die Dein Hund nicht fressen darf.

Die Liste ist jedoch nicht vollständig. Befrage im Zweifel immer einen Tierarzt, bevor Du Deinem Haustier etwas Neues fütterst.

Schokolade

Der Inhaltsstoff Theobromin in Schokolade kann von Hunden nur sehr langsam verarbeitet werden. Je nach Menge ist Schokolade deshalb giftig für die Tiere und führt zu Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, Hyperaktivität, gesteigerter oder unregelmäßiger Herzfrequenz bis hin zu Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen.

Je dunkler die Schokolade, desto giftiger ist sie für Hunde. Weiße Schokolade ist nicht schädlich, da sie nur Kakaobutter und kein Kakaopulver enthält. Reines Pulver ist am gefährlichsten.

Mehr >>>hier zum Thema Schokolade und Hunde.

Avocado

In Avocados ist der Stoff Persin enthalten, der in hohen Menschen giftig für Hunde ist. Das Toxin kann tödliche Muskelschäden bei vielen Haustieren hervorrufen. Welche Dosis genau entscheidend ist, ist umstritten. Gefahr geht vor allem vom Kern der Avocado aus.

Verschluckt ein Hund diesen, während er damit spielt, kann es zu einem Darmverschluss kommen.

Zwiebeln und Knoblauch

Ob roh, getrocknet oder gekocht: Zwiebeln und Knoblauch können gravierende Wirkungen auf Hunde haben. Die Schwefelverbindungen greifen rote Blutkörperchen an und zerstören diese.

Für ein 15 Kilogramm schweres Tier reicht schon eine Zwiebel, um gefährlich zu werden und Durchfall, Erbrechen und Blutarmut auszulösen.

Weintrauben und Rosinen

Weintrauben sind pures Gift für Hunde. Schon 10 Trauben können bei einem fünf Kilogramm schweren Hund akutes Nierenversagen verursachen. Schon eine Traube reicht aus, um Erbrechen und Durchfall hervorzurufen.

Für Rosinen, die ja nichts anderes sind, als getrocknete Trauben, gilt das Gleiche: Auf keinen Fall den Hund damit füttern.

Walnüsse und Macadamianüsse

Von Nüssen sollten Hundehalter allgemein Abstand nehmen. Walnüsse und Macadamianüsse sind besonders fettreich und enthalten zudem besonders viel Phosphor.

Diese Kombination wirkt auf Hunde toxisch und verursacht Schwäche, Erbrechen und Fieber.

Trauben, Avocados, Schokolade, Zwiebeln und Macadamianüsse sind für Hunde giftig. (Symbolbild)
Trauben, Avocados, Schokolade, Zwiebeln und Macadamianüsse sind für Hunde giftig. (Symbolbild)  © Monika Wisniewska/123RF

Steinobst und Obstkerne

Die in Obstkernen enthaltene Blausäure kann sich beim Zerkauen freisetzen. Die Vergiftung zeigt sich beim Hund dann durch Durchfall, Krämpfe und Fieber.

Außerdem sind die Kerne von Steinobst wie Aprikosen und Pflaumen oft scharfkantig und können im Maul und Darm Verletzungen bewirken.

Milch

Wie viele Menschen, sind auch erwachsenen Hunde oft laktoseintolerant. Ihnen fehlt das benötigte Enzym Lactase, um den Milchzucker (Laktose) zu verdauen. Milch kann deshalb Durchfall beim Hund verursachen. Je nach Tier unterscheiden sich die Mengenangaben zur Verträglichkeit.

Produkte wie Joghurt, Quark und Buttermilch sind hingegen nicht problematisch, da der meiste Milchzucker durch Fermentation in Milchsäure umgewandelt wurde.

Zusammengefasst: Milch und Sahne sollten nicht verfüttert werden, Quark und Joghurt können als Ergänzung auf dem Speiseplan der Tiere stehen.

Kaffee und schwarzer Tee

Wie auch in Schokolade ist in Kaffee und schwarzem Tee Theobromin enthalten. Die Folgen des Verzehrs können tödliche Folgen haben.

Außerdem kann das Koffein in den Genussmitteln bei Hunden zu Herzrasen, Durchfall und hohen Blutdruck führen.

Knochen

Klingt komisch, doch Knochen sollten besser nicht an Hunde verfüttert werden. Sie sind zwar nicht giftig, doch durch die Splittergefahr ist das Tier einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt.

Hunde lieben es zwar auf Knochen herumzukauen, doch die Verletzungen in Speiseröhre und Magen können gravierend sein. Zudem droht bei großen Stücken Verstopfung ein tödlicher Magen-Darm-Verschluss.

Knochensplitter, die sich beim Zerkauen lösen, können Hunden innerlich schwer verletzen. (Symbolbild)
Knochensplitter, die sich beim Zerkauen lösen, können Hunden innerlich schwer verletzen. (Symbolbild)  © Jaromír Chalabala/123RF

Alkohol

Weniger wunderlich ist, dass Hunde Alkohol nicht vertragen und ohne Frage ist es absolut nicht lustig, einen bewusst betrunken zu machen.

Doch schlabbert ein Hund zufällig aus einem unbewachten Weinglas, sollten Deine Alarmglocken schallen.

Schon geringe Mengen können bei Tieren zu einer schwerwiegenden Vergiftung führen. Koordinationsstörungen, gefolgt von Erbrechen, Atemnot, Krampfanfälle, bis hin zum Tod sind möglich.

Nur gekocht in den Napf: Kartoffeln und Co.

Einige Lebensmittel sollten Dein Hund nur in gekochter Form zu sich nehmen. Dazu gehören Schweinefleisch, Kartoffeln, Eier, Soja, Kohl und Hülsenfrüchte.

Bis Du bei der Futterzusammenstellung unsicher, frage Deinen Tierarzt um Rat. Zeigt Dein Hund Symptome einer Vergiftung, solltest Du nicht zögern und den Tiernotruf alarmieren.

Titelfoto: alexeitm/123RF

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