Zwischen wichtigen Siegen und bitterem Punktverlust: 1. FC Lokomotive Leipzig fehlt die Konstanz!

Leipzig - Als einer der Favoriten für den Aufstieg ist der 1. FC Lokomotive Leipzig auch in die Regionalliga-Saison 2022/23 gestartet. Nach inzwischen 15 gespielten Partien ist der Gang in die dritte Liga im kommenden Jahr noch nicht ausgeschlossen. Dennoch ließen die Sachsen bereits mehrfach wichtige Punkte liegen.

In dieser Saison feierte der 1. FC Lokomotive Leipzig bereits einige wichtige Siege. Besonders das 1:0 gegen Rot-Weiß Erfurt wurde groß gefeiert.
In dieser Saison feierte der 1. FC Lokomotive Leipzig bereits einige wichtige Siege. Besonders das 1:0 gegen Rot-Weiß Erfurt wurde groß gefeiert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dabei war man mit sieben Zählern aus den ersten drei Begegnungen beinahe optimal in die Spielzeit gestartet. Wobei die Siege gegen Tennis Borussia Berlin (4:0) und die zweite Mannschaft von Hertha BSC (4:2) fest eingeplant waren.

Dass man sich aber am vierten Spieltag gegen den bis dahin torlosen Aufsteiger Greifswalder FC mit 1:3 den Schneid abkaufen ließ, dürfte Lok-Coach Almedin Civa (50) noch heute sauer aufstoßen.

Die Blau-Gelben machten im Anschluss im gleichen Rhythmus weiter. In den nächsten drei Spielen wurden wieder sieben Punkte geholt. Besonders das späte 1:0 gegen Mitaufstiegsaspirant Rot-Weiß Erfurt wurde frenetisch gefeiert. Trotz fast 80 Minuten Überzahl kam die Loksche auf der anderen Seite aber nicht über ein 0:0 daheim gegen BFC Dynamo hinaus.

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1. FC Lokomotive Leipzig Präsident weg, Trainer weg, Spieler fassungslos: Wie kommt Lok Leipzig da wieder raus?

Danach ging es wieder mit einer Niederlage weiter. Beim aktuellen Tabellenführer Energie Cottbus war auch wegen eines dummen Platzverweises von Osman Atilgan (23) nichts zu holen (1:3).

Der 3:0-Derbyerfolg eine Woche später gegen Stadtrivale BSG Chemie Leipzig dürfte die eigenen Anhänger aber wieder freudig gestimmt haben. Auch in der nächsten Partie drehten die Sachsen auf. Nach Rückstand bei der VSG Altglienicke gingen die Gäste letztendlich doch noch als 2:1-Sieger vom Platz.

Dem 1. FC Lokomotive Leipzig fehlt die Konstanz in den letzten Spielen

Wie die Loksche mit 0:1 daheim gegen den ZFC Meuselwitz verlieren konnte, weiß vermutlich nur der Fußballgott.
Wie die Loksche mit 0:1 daheim gegen den ZFC Meuselwitz verlieren konnte, weiß vermutlich nur der Fußballgott.  © Picture Point / Gabor Krieg

Lok spielte zu diesem Zeitpunkt ganz oben mit. Auch der FSV Luckenwalde musste sich im Bruno-Plache-Stadion mit 0:2 geschlagen geben.

Civas Truppe war komplett im Soll, die Tabellenspitze im Blick. Doch dann kam der Bruch.

Beim SV Lichtenberg 47, bei denen man schon in den letzten Jahren nicht immer besonders glücklich aussah, ging man völlig verdient mit 2:4 unter.

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1. FC Lokomotive Leipzig Erst Präsidium, jetzt Trainer: Lok Leipzig schmeißt auch Civa raus

Das bislang bitterste Spiel der Saison hatten die Leipziger aber gegen den ZFC Meuselwitz. Wie man im eigenen Rund trotz Chancen im Minutentakt mit 0:1 verlieren konnte, wissen die Sachsen vermutlich heute noch nicht.

Doch die Mannschaft bewies Moral. Ende November lag man beim Berliner AK 07 noch bis zur 90. Minute mit 0:1 zurück, um dann letztendlich doch noch mit 2:1 zu gewinnen.

Das letzte Spiel der bisherigen Saison beim FC Carl Zeiss Jena ging danach allerdings wieder verloren (0:2).

Vielleicht ist es deshalb auch gut, dass die Partien gegen den CFC und den SV Babelsberg witterungsbedingt auf das kommende Jahr verschoben wurden.

Lok-Coach Almedin Civa (50) hat nun bis zum Januar Zeit, die Siegessicherheit aus seiner Mannschaft wieder herauszukitzeln.
Lok-Coach Almedin Civa (50) hat nun bis zum Januar Zeit, die Siegessicherheit aus seiner Mannschaft wieder herauszukitzeln.  © Picture Point / Gabor Krieg

Wenn der 1. FC Lokomotive Leipzig mit dem Aufstieg noch etwas zu tun haben möchte, dann muss Coach Civa in jedem Fall die Konstanz aus den ersten Spielen wieder zurückerlangen. Zudem sind Punktverluste gegen Gegner wie Meuselwitz oder Lichtenberg verboten. Platz sieben mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze sind aktuell jedenfalls zu wenig für die Ansprüche der Sachsen.

Immerhin: Im Sachsenpokal machten die Blau-Gelben bislang eine gute Figur. Das Viertelfinale findet im kommenden März statt. Dort heißt der Gegner auswärts entweder Großenhainer FV 90 oder FC Grimma.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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