Dynamo-Dresden-Blog: SGD bricht Duah-Leihe zu Cottbus ab! So geht es jetzt mit dem Verteidiger weiter

Dresden - Aufbruchstimmung, aber auch Abschiedszeit bei Dynamo Dresden. Am 2. Januar startete die SGD das Unternehmen Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

Im Trainingslager im türkischen Lara wurde mit insgesamt vier Neuzugängen die Grundlage für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt, in zwei Testspielen gegen den FC Aarau (3:2) und Rot-Weiss Essen (1:1) ein Sieg und ein Unentschieden eingefahren.

Am Samstag, dem 17. Januar, geht es für die Schwarz-Gelben dann beim Rückrunden-Auftakt gegen Greuther Fürth (13 Uhr) schon beinahe um alles - ein Dreier gegen den direkten Kandidaten im Abstiegskampf ist Pflicht.

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13. Januar, 12.17 Uhr: Dynamo Dresden bricht Leihe von Dennis Duah zu Energie Cottbus ab

Die SGD hat die seit Sommer 2025 laufende Leihe von Innenverteidiger Dennis Duah (22) zum FC Energie Cottbus vorzeitig abgebrochen, wie der Klub am Dienstagmittag mitteilte. Nach Dresden kehrt er allerdings nicht zurück, stattdessen geht es sofort weiter zum TSV Havelse.

Beim Drittligisten aus Niedersachsen wird der Abwehrmann die Rückrunde ebenfalls leihweise verbringen. Sein Vertrag bei Dynamo läuft noch bis Ende Juni 2027.

In der Lausitz hatte Duah zuvor lediglich fünf Pflichtspieleinsätze absolviert. "Leider hat die Leihe in Cottbus weder für Dennis noch für uns das gewünschte Ergebnis gebracht. Nach intensiven Gesprächen mit den Kollegen in Cottbus sowie Dennis haben wir die Entscheidung getroffen, Dennis vorzeitig aus Cottbus zurückzuholen, um ihm in Havelse, bei einem Verein der 3. Liga, eine neue Chance auf regelmäßige Spielzeit zu geben", erklärte Sören Gonther (39).

Dennis Duah (22, M.) konnte sich in Cottbus nicht durchsetzen. Jetzt soll er sein Glück in Havelse finden.  © Eric Münch

12. Januar, 11 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Altlasten müssen in den Müll

Und plötzlich bröckelt die Fassade ... Das hat sie vielleicht vorher schon, bis dahin wurde aber in unserem Hotel immer versucht, den Schein zu wahren, hier im Luxus-Paradies zu wohnen.

Näher hinschauen durfte man da schon nicht. Nachdem aber die Weihnachtsfeiertage für die vor allem osteuropäischen, orthodoxen Gäste vorbei und die wieder abgereist waren, lebten wir plötzlich so richtig auf einer Baustelle.

An allen Ecken wurde gebaut. Auf jeder Etage wurden in zahlreichen Zimmern die Türen samt Rahmen ausgetauscht, Fließen abgehakt und alle möglichen Sockelleisten erneuert. Aber: Die alten blieben über Nacht einfach liegen.

Der Schuster soll bekanntlich bei seinen Leisten bleiben, Dynamo aber muss sich schnellstmöglich von den alten trennen. Zu viele individuelle Fehler, fehlende Cleverness vor dem Tor, im Schnitt zwei Gegentore pro Spiel und nie zu null.

All das lag punktuell aber auch wieder im Trainingslager auf dem Boden der Tatsachen. Bleibt zu hoffen, dass das vor allem den Anstrengungen der Woche und dem fehlenden Wettkampfcharakter zuzuschieben war.

Zeit, die Altlasten endlich in den Mülleimer zu werfen und mit neuem Glanz in eine erfolgreiche Periode zu starten!

TAG24-Reporter Jens Maßlich begleitet Dynamo Dresden im Winter-Trainingslager in der Türkei.  © Tag24/MOPO

11. Januar, 07.06 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Bloß nicht verletzen!

Hat es das schon mal in einem Trainingslager gegeben? Sieben Tage standen die Schwarz-Gelben auf dem Trainingsplatz, siebenmal waren auch alle Angereisten grundsätzlich mit auf dem Platz.

Keine Reha, kein individuelles Training im Hotel und vor allem hat sich auch sonst keiner während der Einheiten und Testspiele etwas getan.

Dabei geht es mitunter so schnell! Hier ein Zweikampf, hier mal vertreten, eine alte Verletzung bricht wieder (leicht) auf. Oder man rennt einfach jeden Tag gegen eine der zwei Ecken vom Hotelbett ...

Natürlich entstehen daraus im Normalfall keine Verletzungen, die eine Pause erzwingen ... So langsam ist da genau an der einen Stelle am Schienbein aber keine Haut mehr vorhanden.

Zum Glück neigt sich das Abenteuer Antalya heute wieder dem Ende entgegen, mein Schienbein braucht wieder seine gewohnte Umgebung. Und auch der eine oder andere Dynamo kann es sicherlich kaum erwarten, die Menschen, die man liebt, wieder in die Arme zu schließen.

Jetzt bloß nicht noch verletzen und im Flieger einen Krampf holen. Gibt's nicht? Doch! Einfach mal bei Vinko Sapina und ähnlich großen Spielern nachfragen. Da ist jeder Zentimeter Beinfreiheit erwünscht.

Nicht, dass die Serie noch reißt!

10. Januar, 9.32 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Braucht's einen Lautsprecher?

Vereinzelte Medien fordern es fast wöchentlich – eigentlich immer, wenn es nicht läuft. Da ist Dynamo Dresden keine Ausnahme! Weil es in der Defensive nicht läuft, wird immer wieder ein sogenannter Lautsprecher in der Hintermannschaft gefordert.

Auch die zwei Innenverteidiger hier in den Medienzeiten – einer schon länger dabei, einer ganz neu – wurden natürlich zu ihren Ambitionen und ihrer Meinung in Sachen lautem Vorangehen auf dem Platz befragt.

Beide aber waren sich ziemlich einig, dass nicht die Lautstärke ausschlaggebend auf dem Platz ist, dass es andere Werte braucht. Und was bringt es dir und deinen Kollegen, wenn du zwar viel zu erzählen hast, aber nichts von Wert? Oder einfach deine Mitmenschen immer wieder überfrachtest?

Das kann nämlich ziemlich schnell ins Gegenteil umschlagen und dann will dir auch keiner mehr zuhören - egal, was du zu sagen hast. Nicht nur auf dem Fußball-Platz gilt: Man muss nicht immer und zu jeder Zeit seinen Senf zu allen Dingen beitragen. Erstrecht nicht, wenn deine Redeanteile ohnehin schon grundsätzlich vom Zehntel ins Tausendstel geraten.

Rede- und Meinungsfreiheit sind ein wichtiges Gut. Aber manchmal ist Schweigen auch einfach Gold.

9. Januar, 9.33 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Feilschen um jeden Cent

In den türkischen Basars ist es gang und gäbe, keiner stört sich daran. Weder der, der etwas verkaufen möchte, noch der, der etwas haben will. Schwierig wird es nur, wenn der eine gar nicht verkaufen mag, was der andere besitzt.

Aber in der Regel hat alles einen Preis. Und den muss zum Beispiel auch Sören Gonther gerade zusammen mit Coach Thomas Stamm herausfinden. Zunächst einmal aber auch, ob man den überhaupt ins Feilschen gehen möchte.

Sicherlich könnte US Lecce auf der Suche nach einem talentierten Mittelfeldspieler auch anderswo fündig werden - obwohl das Angebot sicherlich nicht so riesig ist, wie in den Läden der zahlreichen Basar-Center hier entlang der Hauptstraße, die von Hotel zu Hotel führt.

Angebliche Luxusartikel an jeder Ecke, zum ganz günstigen Preis. Allerdings weiß hier jeder, dass es sich um eine Mogelpackung handelt. Warum sollten Gucci, Louis Vuitton, Chanel & Co. ihre Sachen hier auch für 30 bis 40 Euro anbieten? Bei den Spielern ist das eine Unbekannte. Niemand weiß, wie sich der eine entwickelt. Heute rund 1,5 Millionen Euro wert, können es in zwei Jahren schon 5 Millionen sein. Oder nur noch ein Bruchteil.

Wird gefeilscht, geht es um jeden Cent. Und wer weiß, vielleicht werden sich die Verhandlungspartner im Gegensatz zu mir und Mert in seinem Laden ja auch noch einig.

8. Januar, 20.59 Uhr: Neue Verhandlungen zwischen Dynamo Dresden und US Lecce

Laut Sky-Reporter Florian Plettenberg gab es am Donnerstag neue Verhandlungen zwischen der SGD und dem italienischen Erstligisten US Lecce bezüglich eines Transfers von Kofi Amoako (20).

Demnach konnten die Klubs dabei aber noch keine Einigung erzielen. Am Morgen stand der defensive Mittelfeldspieler mit seinen Dynamo-Kollegen im Trainingslager in der Türkei auch noch auf dem Rasen.

Verlässt Kofi Amoako (20, r.) die SGD noch im Winter?  © Lutz Hentschel

8. Januar, 7 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Sonne satt statt dunkle Wolken

Güneş dolu - voller Sonne (in Deutsch) präsentierten sich die bisher fünf Tage an der türkischen Mittelmeerküste. Glück gehabt, könnte man sagen. Oder noch besser: Das Glück ist mit den Tüchtigen!

Ein bisschen meine ich vielleicht auch mich, eigentlich aber all die Spieler, Trainer und Betreuer der Schwarz-Gelben, die sich so einiges für die effektiv ja nur sechs Tage ohne An- und Abreise hier in Lara vorgenommen haben.

Und das Wetter spielt mit - auch wenn das dem ein oder anderen daheim gebliebenen Kollegen, der mir mit einem kleinen hämischen Lächeln im Gesicht die regnerischen Wetterprognosen vorab präsentierte, vielleicht ein kleines bisschen ärgert ...

Aber die Sonne spielte bisher mit, auch gestern Vormittag. Nur dann, als die Tüchtigen am Nachmittag mal ein wenig Freizeit auf dem Golfplatz oder am Strand verbringen durften, verschwand sie hinter Wolken - ausgerechnet!

Der Laune wird das keinen Abbruch getan haben, schlechte soll sowieso nicht aufkommen. Das machten Sören Gonther und Thomas Stamm auch in der Causa Dominik Kother ziemlich deutlich. Wer nicht zu einhundert Prozent bei der Sache ist, der ist (vorerst) raus.

Weitere dunkle Wolken braucht schließlich niemand. Der Alltag in Liga zwei ist nämlich noch immer grau genug ...

7. Januar, 20.12 Uhr: Macht Kofi Amoako schon wieder den Abflug?

Vier Neuzugänge sind schon da, jetzt könnte offenbar ein Abgang hinzukommen: Der italienische Erstligist US Lecce soll an Kofi Amoako (20) interessiert sein.

Das berichten unter anderem Sky und Bild. Demnach soll sich die SGD bereits in Verhandlungen mit dem Serie-A-Vertreter befinden. Die "Giallorossi" wären wohl außerdem bereit, 1,5 Millionen Euro Ablöse plus etwaiger Boni für die Dienste des defensiven Mittelfeldspielers nach Elbflorenz zu überweisen.

Amaoko war erst im vergangenen Sommer für rund 300.000 Euro aus Wolfsburg nach Dresden gewechselt, wo der gebürtige Hannoveraner und vierfache deutsche U20-Nationalkicker auch rasch Fuß fasste, zumindest streckenweise zu den wenigen Lichtblicken der Hinrunde zählte und wettbewerbsübergreifend 17 Partien absolvierte.

Noch ist das Sechser-Talent übrigens im Trainingscamp im türkischen Lara vor Ort, für ein Gespräch stand er allerdings nicht mehr zur Verfügung.

Kofi Amoako (20, M.) am Montag beim Training in Lara.  © Lutz Hentschel

7. Januar, 8.04 Uhr: Neuer Keeper aus Hoffenheim?

Am Dienstag im Interview hat Dynamo Dresdens neuer Sportgeschäftsführer Sören Gonther erklärt: "Wenn ich mit einem Lächeln im Gesicht zum Testspiel komme, sind wir einen großen Schritt weitergekommen."

Gemeint war die Torwartsuche. Ein breites Grinsen war nicht zu vernehmen, sodass die Suche bzw. die Verhandlungen vermutlich noch ein Stück dauern. Gonther und Thomas Stamm sollen an Luca Philipp von der TSG Hoffenheim interessiert sein - hat zumindest die Lausitzer Rundschau erfahren.

Allerdings will der Bundesligist den 25-Jährigen wohl nicht abgeben. Philipp würde allerdings ins Suchprofil passen: "Wir haben junge Kandidaten, wo wir sagen, wir trauen ihnen die Situation zu einhundert Prozent zu, auch wenn sie die noch nicht gesehen haben. Wir haben aber auch Gedanken zu Kandidaten, die schon ein bisschen Erfahrung mitbringen. Wenn das aufgeht, was wir uns vorgenommen haben, wird es eine Mischung aus beidem", so Gonther.

Als Nummer zwei hinter Nationalkeeper Oliver Baumann kommt Philipp bisher nur auf sechs Bundesliga-Partien, in denen er aber auch 15-Mal hinter sich greifen musste.

Dynamo soll Interesse an Hoffenheims Luca Philipp (25) haben.  © Uwe Anspach/dpa

7. Januar, 6.32 Uhr: Mein Trainingslager-Tagebuch - Organisation eben ist alles!

Was unterscheidet ein Sommertrainingslager von einem Camp im Winter? Der Standort natürlich! Nicht aber nur auf der Landkarte, was ja selbstverständlich ist …

Geht es im Sommer gern in die Berge nach Österreich, zieht es die SGD (wie auch ganz viele andere Teams mit nicht ganz so großem Geldbeutel) in die Türkei.

Die Bedingungen, gerade was die zahlreichen Trainingsplätze betrifft, sind großartig. Auch an Hotels mangelt es definitiv nicht. Was hier aber immer wieder für Herausforderungen sorgen kann, ist das Thema Organisation.

Uns Deutschen sagt man ja mitunter noch nach, Organisations-Weltmeister zu sein. In Österreich steht man uns da mit Sicherheit nicht nach. Aber hier kann das manchmal schon eine kleine Herausforderung sein.

Da muss keine 24 Stunden vorher mitunter auch noch mal ein Testspiel aus "organisatorischen Gründen" (die man, wenn man sie kennt, nicht nachvollziehen kann) komplett verlegt werden. Für manch einen Betreuer also mitunter sehr stressige Stunden.

Irgendwie klappt es dann aber doch immer, auch mit der eher südländischen Gelassenheit. Wie bei uns, wo natürlich die Organisation – gerade von Abfahrtszeiten – tagtäglich Thema ist.

Minimalistisch, nicht annähernd so stressig oder problematisch. Trotzdem muss der ein oder andere Kollege immer wieder zum Auto rennen …

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