Beste Stimmung beim HSV nach erfolgreichem Jahresabschluss: "Überragend"

Hamburg - Ein Abschluss nach Maß! Die Stimmung beim Hamburger SV war nach dem teils spektakulären und völlig verdienten 4:2-Sieg gegen den SV Sandhausen im letzten Spiel des Jahres trotz des Dopingfalls um Mario Vuskovic (20) bestens.

Ausgelassene Stimmung im Volksparkstadion: Die Spieler des Hamburger SV feierten den gelungenen Jahresabschluss nach dem Abpfiff mit den vielen Fans.
Ausgelassene Stimmung im Volksparkstadion: Die Spieler des Hamburger SV feierten den gelungenen Jahresabschluss nach dem Abpfiff mit den vielen Fans.  © Marcus Brandt/dpa

"Es war einfach überragend, mit so einem Heimsieg die Hinrunde zu beenden. Man hat gemerkt, was hier im Stadion für eine Stimmung war", resümierte Doppeltorschütze Robert Glatzel (28) mit Blick auf den mit mehr als 55.000 Zuschauern gefüllten Volkspark.

Für die gute Stimmung sorgte auch, dass die Rothosen von Anfang an wach, engagiert und druckvoll auftraten. "Wir waren von der ersten Minute voll im Spiel, im Gegenpressing überragend und sind auch mit Ball immer ruhig geblieben", urteilte Keeper Daniel Heuer Fernandes (29).

So war der Führungstreffer von Glatzel in der 27. Minute folgerichtig - vorausgegangen war eine sehenswerte Kombination über Miro Muheim (24) und Jean-Luc Dompé (27), der seine Gegenspieler auf dem linken Flügel erneut durcheinander wirbelte.

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"In der ersten Hälfte hatten wir viel Ballbesitz und hätten noch das zweite Tor nachlegen können", gab Coach Tim Walter (47) zu Protokoll - doch es kam anders: Kurz nach der Halbzeitpause glichen die Kurpfälzer aus dem Nichts aus!

Cebio Soukou (30) nutzte einen Fehler von Ransford-Yeboah Königsdörffer (21) aus und markierte das 1:1 in der 49. Minute. "Natürlich kann man über die Gegentore reden, ob die zu einfach fallen", verdeutlichte Heuer Fernandes.

Tim Walter trotz Sieg: "Die Mannschaft hat mich verrückt gemacht"

Auch HSV-Coach Tim Walter (47, 4.v.r.) strahlte nach dem Heimsieg - gleichzeitig erklärte er, dass seine Mannschaft ihn "verrückt gemacht" habe.
Auch HSV-Coach Tim Walter (47, 4.v.r.) strahlte nach dem Heimsieg - gleichzeitig erklärte er, dass seine Mannschaft ihn "verrückt gemacht" habe.  © Marcus Brandt/dpa

Damit griff der Schlussmann bereits vor, denn nach dem Ausgleich köpfte Ludovit Reis (22) die Hamburger erst wieder in Führung, bevor der SVS durch Christian Kinsombi (23) erneut ausglich - nach einem kapitalen Bock von Muheim, der einen viel zu kurzen Rückpass spielte.

"Wir haben heute zu viele Geschenke verteilt, die Mannschaft hat mich teilweise verrückt gemacht", schmunzelte Walter nach dem Abpfiff und Kapitän Sebastian Schonlau (28) ergänzte: "Wir haben den Gegner heute immer mal wieder reingelassen, haben zweimal die Tür aufgemacht."

Zum Glück konnten sich die Hausherren auf die Offensive verlassen und schlugen durch ein Eigentor von Aleksandr Zhirov (31) und erneut Glatzel zweimal zurück - das 4:2 ließen sich die Gastgeber letztlich nicht mehr nehmen.

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"Auch als wir die Gegentore bekommen haben, habe ich immer daran geglaubt, dass wir gewinnen werden. Wir haben beide Male schnelle Tore gemacht und das Spiel so wieder direkt in unsere Richtung gelenkt", erklärte Laszlo Benes (25).

Somit geht der HSV auf einem direkten Aufstiegsrang in die Winterpause - Reis blickte jedoch bereits voraus: "Wir stehen jetzt auf dem zweiten Platz, aber das müssen wir auch in der Rückrunde bestätigen und nach der Pause gut zurückkommen. Das werden wir auch schaffen, denn wir sind ein gutes Team, wir sind eine Familie" - das werden die Fans gerne hören!

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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