Diese Promis sind 2020 von uns gegangen

Weltweit - "Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln", sagte einst der römische Philosoph Marcus Aurelius. Auch im Jahr 2020 mussten wir wieder von zahlreichen Prominenten aus Kultur, Sport, Showbusiness und Politik Abschied nehmen.

Januar

Im Alter von nur 30 Jahren verstarb Nick Gordon bereits am 1. Januar in Florida. Er war der ehemalige Lebensgefährte von Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown. Einen Tag später starb Veronika Fitz im Alter von 83 Jahren. Mit ihrer Hauptrolle in der Serie "Die Hausmeisterin" eroberte sie die Herzen der Fernsehzuschauer. Ex-Nationaltorwart Hans Tilkowski wurde 84 Jahre alt. Die BVB-Legende ging am 5. Januar von uns. Die frühere Eishockey-Nationalspielern Sophie Kratzer verlor mit nur 30 Jahren ihren Kampf gegen den Krebs. Sie starb am 13. Januar. Auch Ferdinand Schmidt-Modrow wurde nicht alt: Der Schauspieler, der durch Serien wie "Sturm der Liebe" bekannt wurde, starb überraschend am 15. Januar mit 34 Jahren. Khagendra Thapa Magar ging als kleinster Mann der Welt in die Geschichte ein. Der 67 Zentimeter große Nepalese wurde nur 27 Jahre alt, er starb am 17. Januar. Drei Tage später erschütterte der Tod von Joseph Hannesschläger (†57) die TV-Welt: Der Star der "Rosenheim Cops" konnte den Krebs nicht besiegen. Am 21. Januar verließ uns Monty-Python-Komiker Terry Jones im Alter von 77 Jahren. Der Brite wurde durch Klassiker wie "Das Leben des Brian" und "Die Ritter der Kokosnuß" berühmt. Die deutsche Schriftstellerin Gudrun Pausewang erreichte ein stolzes Alter von 91 Jahren, bevor sie am 23. Januar verstarb. Sie war für ihre zahlreichen Kinder- und Jugendliteraturwerke bekannt. Am 26. Januar wurde die Basketball-Welt vom plötzlichen Tod der NBA-Legende Kobe Bryant erschüttert. Der Sportler kam mit 41 Jahren bei einem Helikopter-Absturz ums Leben. An Bord befanden sich auch seine 13 Jahre alte Tochter Gianna sowie sieben weitere Menschen, die ebenfalls tödlich verunglückten. Am 29. Januar starb der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel (†84). Seine Gedichte handelten oft von der Sehnsucht nach Ferne und Weite.

Kobe Bryant (l.), Joseph Hannesschläger (M.) und Khagendra Thapa Magar.
Kobe Bryant (l.), Joseph Hannesschläger (M.) und Khagendra Thapa Magar.  © Martin Rickett/PA Wire/dpa, Ursula Düren/dpa, Narendra Shrestha/epa/dpa

Februar

Durch epische Filmklassiker wie "Spartacus" und "Wege zum Ruhm" wurde Kirk Douglas weltberühmt. Die Leinwand-Legende starb am 5. Februar im respektablen Alter von 103 Jahren. Zwei Tage darauf kam der Film- und Theaterschauspieler Orson Bean (†91) bei einem tragischen Autounfall ums Leben. Er wurde hierzulande durch Serien wie "How I Met Your Mother" und "King of Queens" bekannt. Joseph Vilsmaier machte sich durch Filme wie "Herbstmilch" und "Schlafes Bruder" einen Namen. Der Regisseur starb am 11. Februar im Alter von 81 Jahren. Am 14. Februar starb die aus der TV-Serie "Sex and the City" bekannte Schauspielerin Lynn Cohen (†86). Einen Tag später wurde die britische Fernsehmoderatorin Caroline Flack tot aufgefunden. Die Ex-Freundin von Prinz Harry nahm sich im Alter von 40 Jahren das Leben. Nach schwerer Krankheit verstarb am 17. Februar der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schriftsteller Ror Wolf, dessen Romane und Gedichte stets sprachgewaltig daher kamen, im Alter von 87 Jahren. Am selben Tag verstarb auch die als "Schwarzwaldmädel" bekannt gewordene Schauspielerin Sonja Ziemann mit stolzen 94 Jahren. Am 19. Februar verließ uns der dänische Spielzeugdesigner und Erfinder des Lego-Männchens Jens Nygaard Knudsen (†78). Der durch "Endstation Freiheit" und "Falco meets Amadeus" bekannt gewordene Schauspieler, Filmemacher und Autor Burkhard Driest starb am 27. Februar im Alter von 80 Jahren. Als letzte Zeitzeugin der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" verstarb Elisabeth Hartnagel am 28. Februar. Die Schwester von Hans und Sophie Scholl wurde 100 Jahre alt. Dieter Laser spielte an der Seite von Hollywood-Stars wie Burt Lancaster, John Malkovich und Glenn Close. Der Schauspieler, der für seine Rolle als "John Glückstadt" den Bundesfilmpreis erhielt, starb am 29. Februar im Alter von 78 Jahren.

Dieter Laser (l.), Elisabeth Hartnagel und Kirk Douglas.
Dieter Laser (l.), Elisabeth Hartnagel und Kirk Douglas.  © Paul Buck/epa/dpa, Stefan Puchner/dpa, Ulrich Perrey/dpa

März

Am 1. März starb Eberhard Figgemeier im Alter von 73 Jahren. Der ZDF-Sportreporter arbeitete als Leiter des "Aktuellen Sportstudios" und war als Programmchef an der Produktion der Olympischen Spiele beteiligt. Peter Wieland gehörte in der DDR zu den bekanntesten Unterhaltungskünstlern. Der gefragte Sänger und Entertainer starb am 2. März im Alter von 89 Jahren. Vier Tage später trauerten Jazz-Liebhaber um McCoy Tyner. Der begabte Pianist wurde 81 Jahre alt. Am 8. März starb Max von Sydow mit 90 Jahren. Der schwedische Charakterdarsteller erlangte durch Filme wie "Die Jungfrauenquelle", "Der Exorzist" und "Die drei Tage des Condor" Weltruhm. Am 11. März nahm die Politiklandschaft Abschied von Burkhard Hirsch (†89), der sich als Innenminister Nordrhein-Westfalens und als Vizepräsident des Deutschen Bundestages einen Namen machte. Als Western-Star stand Stuart Whitman oft mit anderen Größen wie John Wayne und Henry Fonda vor der Kamera. Der US-amerikanische Schauspieler verstarb mit 92 Jahren am 16. März. Gewissermaßen auch ein Western-Held war der Country-Musiker Kenny Rogers. Der legendäre Sänger und Songwriter verstarb am 20. März mit 81 Jahren. Vier Tage später verstarb der französische Autor und Zeichner Albert Uderzo (†92), der mit Asterix und Obelix die Herzen der Comic-Fans eroberte. Ebenfalls am 24. März starb der kamerunische Saxophonist Manu Dibango, der Jazz mit traditioneller afrikanischer Musik kombinierte und somit einen eigenen Musikstil erschuf, an Corona. Er wurde 86 Jahre alt. Am 25. März starb der Schauspieler Mark Blum mit 69 Jahren. Er wurde durch den 80er-Kino-Hit "Crocodile Dundee" bekannt. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer wurde am 28. März leblos aufgefunden. Der 54-Jährige hinterließ einen Abschiedsbrief, weshalb sein Tod als Suizid eingestuft wird. Barbara Rütting arbeitete als Schauspielerin, Autorin und Politikerin. Sie starb am 28. März im Alter von 92 Jahren. Am selben Tag erlag Klaus Wowereits Lebenspartner Jörn Kubicki seiner Infektion mit dem Coronavirus. Der Neurochirurg wurde 54 Jahre alt. Am 29. März trauerte die Musikwelt um den 69-jährigen Alan Merrill. Der Frontmann der Pop-Band Arrows kam ebenfalls durch Covid-19 ums Leben. Einen Tag später starb der einflussreiche Soul-Sänger Bill Withers mit 81 Jahren, der mit Hits wie "Ain’t No Sunshine" und "Lean on Me" den internationalen Durchbruch schaffte. Der britische Star-Wars-Schauspieler Andrew Jack erlag am 31. März im Alter von 76 Jahren seiner Coronavirus-Erkrankung.

Bill Withers (l.), Max von Sydow (M.) und Kenny Rogers.
Bill Withers (l.), Max von Sydow (M.) und Kenny Rogers.  © Tim Brakemeier/dpa, Laura Farr/AdMedia via ZUMA Wire/dpa, Goebel/dpa

April

Rüdiger Nehberg machte sich als Abenteurer, Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte einen Namen. Er starb am 1. April im Alter von 84 Jahren. Am gleichen Tag erlag der Musiker und Filmkomponist Adam Schlesinger mit 52 Jahren seiner Corona-Infektion. Die britische Schauspielerin Honor Blackman ging als Pussy Galore im James-Bond-Film "Goldfinger" in die Kino-Geschichte ein. Sie starb am 5. April mit 94 Jahren. Der amerikanische Country-Sänger John Prine wurde 73 Jahre alt. Er starb am 7. April in Folge einer Coronavirus-Erkrankung. Ernst-Georg Schwill spielte in zahlreichen DEFA- und Tatort-Filmen mit. Der Schauspieler starb am 9. April im Alter von 81 Jahren. Zwei Tage später starb der kanadische Eishockeyspieler Colby Cave mit nur 25 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung. Am 12. April betrauerte die Motorsportwelt den Tod des 90-jährigen Rennfahrer-Champions Stirling Moss, während die Basketball-Szene vom ehemaligen Nationalspieler Sascha Hupmann (†49) Abschied nahm. Brian Dennehy verstarb am 15. April. Der Schauspieler, der an der Seite von Sylvester Stallone durch den Film "Rambo" bekannt wurde, erreichte ein Alter von 81 Jahren. Einen Tag darauf trauerte das ZDF um den Journalisten und Publizisten Ulrich Kienzle (†83), der als Nahost-Experte bekannt wurde. Am 18. April erlag der Schauspieler und Synchronsprecher Leon Boden mit 61 Jahren einer Krebserkrankung. Er vertonte Hollywood-Größen wie Will Smith, Jason Statham und Denzel Washington. Ebenfalls an Krebs verstarb am 21. April Florian Schneider-Esleben (†73), der Mitgründer der legendären Gruppe Kraftwerk. Der deutsche Leichtathlet und Olympiasieger Hartwig Gauder starb am 22. April im Alter von 65 Jahren an einem Herzinfarkt. Norbert Blüm prägte den Satz "Die Rente ist sicher". Der Politiker starb am 23. April mit 84 Jahren. Schauspieler Otto Mellies erhielt für seine Leistung im Film "Halt auf freier Strecke" den Deutschen Filmpreis. Er starb am 26. April im Alter von 89 Jahren. Mit seiner Rolle in der RTL-Serie "Alles was zählt" machte sich Ron Holzschuh (†50) einen Namen. Der Schauspieler verstarb am 27. April nach schwerer Krankheit. Bollywood-Darsteller Irrfan Khan konnte in internationalen Produktionen wie "Slumdog Millionär" und "Life of Pi" sein Talent unter Beweis stellen. Er wurde 53 Jahre alt, bevor er am 29. April von uns ging. Ebenfalls aus Indien stammte der Schauspieler Rishi Kapoor, der am 30. April mit 67 Jahren an Leukämie starb. Er verkörperte in vielen Filmen den romantischen Helden und Frauenschwarm. Noch am selben Tag verstarb außerdem TV-Star Sam Lloyd (†56), der sich als labiler Rechtsanwalt Theodore "Ted" Buckland in der Ärzte-Sitcom "Scrubs" in die Herzen der Zuschauer spielte.

Sam Lloyd (l.), Norbert Blüm (M.) und Irrfan Khan.
Sam Lloyd (l.), Norbert Blüm (M.) und Irrfan Khan.  © Rolf Vennenbernd/dpa, Nicolas Armer/dpa, Facebook @samlloydpage

Mai

Sie begeisterte als Co-Moderatorin der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Sabine Zimmermann starb mit 68 Jahren am 1. Mai. Roy Horn wurde zusammen mit seinem Partner Siegfried als Zauberkünstler und Dompteur von weißen Tigern bekannt. Er erlag am 8. Mai in Las Vegas einer Covid-19-Erkrankung. Little Richard war ein amerikanischer Rock-’n’-Roll-Sänger, Pianist und Songwriter. Der Musiker verstarb am 9. Mai im Alter von 87 Jahren. Ebenfalls an diesem Tag verstarb der Schauspieler Geno Silva im Alter von 72 Jahren. Er wurde durch seine Rolle im Gangster-Klassiker "Scarface" bekannt. Am 11. Mai nahm die Film- und Serienwelt Abschied von Jerry Stiller (†92). Der Vater von Ben Stiller eroberte als Arthur Spooner in der Sitcom "King of Queens" die Herzen der Fans. Einen Tag darauf ging die Künstlerin Astrid Kirchherr im Alter von 81 Jahren von uns. Sie fotografierte die Beatles bei ihrer Ankunft in Hamburg 1960. Ebenfalls am 12. Mai verstarb der französische Theaterschauspieler Michel Piccoli, der mit Alfred Hitchcock, Brigitte Bardot und Sophia Loren zusammenarbeitete, im stolzen Alter von 94 Jahren. Am 13. Mai starb der Schriftsteller und Dramatiker Rolf Hochhuth (†89), der sich unter anderem mit dem Theaterstück "Der Stellvertreter" und der Novelle "Die Berliner Antigone" anspruchsvollen Themen widmete. Am selben Tag starb auch der 30-jährige "Twilight"-Darsteller Gregory Tyree Boyce zusammen mit seiner Freundin Natalie Adepoju. Das junge Paar nahm versehentlich eine Überdosis Drogen zu sich. Am 15. Mai verstarb Fred Willard im Alter von 86 Jahren. Der Comedian trat in zahlreichen Filmen und Serien auf, so etwa in "Alle lieben Raymond". Einen Tag darauf musste uns auch die Regisseurin Lynn Shelton (†54) verlassen, die durch Independent-Filme wie dem Comedy-Drama "Humpday" bekannt wurde. Fans der DDR-Rockband City ("Am Fenster") mussten am 22. Mai Abschied von Klaus Selmke nehmen. Der Schlagzeuger wurde 70 Jahre alt. Jimmy Cobb war ebenfalls Schlagzeuger. Der Vertreter des Modern Jazz starb am 24. Mai mit 91 Jahren. Renate Krößner wurde durch den DEFA-Film "Solo Sunny" berühmt. Sie starb kurz nach ihrem 75. Geburtstag am 25. Mai. Einen Tag später verlor Anthony James (†54) seinen Kampf gegen den Krebs. Er nahm oft Schurkenrollen in Western-Filmen an, so etwa in "Erbarmungslos" an der Seite von Clint Eastwood. Am 26. Mai ging die Schauspielerin Irm Hermann mit 77 Jahren von uns. Sie wurde durch ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder bekannt. Als ältester Mann der Welt ging Bob Weighton in die Geschichte ein. Der britische Ingenieur segnete am 28. Mai mit unglaublichen 112 Jahren das Zeitliche. Am 31. Mai starb der amerikanisch-bulgarische Verhüllungskünstler Christo (†84), der zahlreiche Gebäude und Landschaften, darunter auch den Berliner Reichstag, verhüllte.

Jerry Stiller (l.), Renate Krößner und Roy Horn.
Jerry Stiller (l.), Renate Krößner und Roy Horn.  © Diane Bondareff/AP/dpa, Louie Traub/AP/dpa, imago images / Future Image

Juni

Der Sänger Werner Böhm feierte mit seiner Kunstfigur Gottlieb Wendehals große Erfolge. Am 2. Juni verstarb er im Alter von 78 Jahren. Am gleichen Tag erlag Mary Pat Gleason ihrer Krebserkrankung. Die Schauspielerin wurde 70 Jahre alt. Steve Priest starb am 4. Juni. Der 72-jährige Brite war Gründungsmitglied, Bassist sowie Lead- und Background-Sänger der beliebten Rockband The Sweet. Am 8. Juni verließ uns die Sängerin Bonnie Pointer (†69), die mit ihrem Hit "I'm So Excited" Millionen von Menschen berührte. Sushant Singh Rajput wurde nur 34 Jahre alt, bevor er sich am 14. Juni das Leben nahm. Der attraktive indische Schauspieler und Tänzer litt unter starken Depressionen, konnte jedoch als Bollywood-Star große Erfolge feiern. Gert Zimmermann (†69) war viele Jahre als Sportreporter für MDR 1 Radio Sachsen tätig. Am 16. Juni verließ uns der gebürtige Dresdner und Dynamo-Fan, der für seine mitreißenden Reportagen bekannt war. Am darauf folgenden Tag starb Jean Kennedy Smith im Alter von 92 Jahren. Die Diplomatin war die letzte überlebende Schwester des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy. Als deutsche Stimme von Marlon Brando wurde Claus Biederstaedt bekannt. Der Schauspieler und Synchronsprecher starb am 18. Juni mit 91 Jahren. Carlos Ruiz Zafón schrieb mit "Der Schatten des Windes" den meistverkauften spanischen Roman nach "Don Quijote". Am 19. Juni nahm die Literaturwelt Abschied von dem 55-Jährigen. Noch am selben Tag trauerten Film-Liebhaber um Ian Holm (†88). Er verkörperte den Hobbit Bilbo Beutlin in der Fantasy-Trilogie "Der Herr der Ringe". Die nächste traurige Nachricht aus dem Filmbereich ereilte uns am 21. Juni. Jürgen Holtz, der in Filmen wie "Motzki" und "Good Bye, Lenin!" zu sehen war, starb mit 87 Jahren an Krebs. Einen Tag später verlor auch Joel Schumacher, der Regisseur von "Falling Down" und "Batman Forever", mit 80 Jahren den Kampf gegen den Krebs. Der Schauspieler und Komiker Carl Reiner erreichte ein beachtliches Alter von 98 Jahren, bevor er am 29. Juni verstarb. Er war in "Ocean’s Eleven" und "Two and a Half Men" zu sehen. Am gleichen Tag ging außerdem Gernot Endemann (†78) von uns, der als Taxifahrer Thomas Sauer und Fahrradhändler Schorsch in der Kult-Serie "Sesamstraße" berühmt wurde.

Ian Holm (l.), Bonnie Pointer und Joel Schumacher.
Ian Holm (l.), Bonnie Pointer und Joel Schumacher.  © Peter Kramer/KRAPE/dpa, Katy Winn/Invision/AP/dpa, Daniel Deme/EPA FILES/dpa

Juli

Am 1. Juli verstarb Georg Ratzinger, der römisch-katholische Priester und Bruder des emeritierten Papst Benedikt, im stolzen Alter von 96 Jahren. Am darauf folgenden Tag ging der Theater- und Filmschauspieler Tilo Prückner mit 79 Jahren von uns. Er starb an einem plötzlichen Herzversagen. Auch von Nick Cordero musste die Filmwelt Abschied nehmen. Er kam am 5. Juli im Alter von 41 Jahren durch das Coronavirus ums Leben. Am selben Tag verstarb auch Willi Holdorf (†80), der 1964 Olympiasieger im Zehnkampf wurde. Filmmusik-Legende Ennio Morricone verließ uns am 6. Juli im Alter von 91 Jahren. Der italienische Komponist und Dirigent bereicherte mehr als 500 Filme mit seiner epischen Musik, zum Beispiel die Italowestern "Zwei glorreiche Halunken" und "Spiel mir das Lied vom Tod". Ebenfalls am 6. Juli starb der Musiker Charlie Daniels mit 83 Jahren. Der Country-Sänger wurde mit seinem Song "The Devil Went Down to Georgia" berühmt. Hörfunkmoderator Christian Bienert starb am 7. Juli mit 72 Jahren. Seine populäre Stimme prägte jahrzehntelang die RIAS-Ratesendung "Das klingende Sonntagsrätsel". Schauspielerin Naya Rivera wurde nur 33 Jahre alt. Die US-Amerikanerin ertrank am 8. Juli bei einem Bootsausflug mit ihrem 4-jährigen Sohn. Zwei Tage später trauerte der englische Fußball um den Trainer und Abwehrspieler Jack Charlton, der 85 Jahre alt wurde. Die niederländische Eisschnellläuferin Lara van Ruijven verstarb am 10. Juli im Alter von nur 27 Jahren, nachdem bei ihr eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert worden war. Ebenfalls nur 27 Jahre alt wurde Benjamin Keough. Der Enkel von Elvis Presley nahm sich am 12. Juli das Leben. Kelly Preston (†57), Schauspielerin und Ehefrau von John Travolta, verlor noch am selben Tag ihren Kampf gegen den Brustkrebs. Mit vielen Talenten wurde Grant Imahara gesegnet. Der Moderator der TV-Serie "MythBusters" arbeitete auch als Ingenieur, Spezialeffektkünstler und Modellbauer, bevor er am 13. Juli im Alter von 49 Jahren verstarb. John Lewis gehörte zu den Mitstreitern von Martin Luther King. Der Bürgerrechtler und langjährige demokratische Kongressabgeordnete starb am 17. Juli im Alter von 80 Jahren. Als Modedesigner von David Bowie machte sich Kansai Yamamoto einen Namen. Der Japaner wurde 76 Jahre alt, er starb am 21. Juli. Stephan Trepte wurde in der DDR mit den Rockbands Lift und Electra bekannt. Der Musiker ging am 22. Juli mit 70 Jahren von uns. Schauspielerin Olivia de Havilland erreichte ein fantastisches Alter von 104 Jahren, bevor sie am 26. Juli verstarb. Die Oscar-Preisträgerin wurde durch das Südstaatenepos "Vom Winde verweht" aus dem Jahr 1939 berühmt. Hans-Jochen Vogel starb ebenfalls am 26. Juli. Der frühere SPD-Chef war Oberbürgermeister von München und gehörte dem Deutschen Bundestag an, er wurde 94 Jahre alt. Journalist und Politikberater Michael Spreng (†72) verstarb am 28. Juli. Er beriet den CSU-Politiker und Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber im Bundestagswahlkampf 2002. Am 31. Juli verließ uns Regisseur und Drehbuchautor Alan Parker im Alter von 76 Jahren. Der Brite machte sich mit Filmen wie "Fame", "Birdy" und "Angel Heart" einen Namen.

Olivia de Havilland und Ennio Morricone (l.) sowie Georg Ratzinger und Lara van Ruijven.
Olivia de Havilland und Ennio Morricone (l.) sowie Georg Ratzinger und Lara van Ruijven.  © Zsolt Czegledi/MTI/AP/dpa, Fiona Hanson/PA Wire/dpa, picture alliance/dpa, Jörg Carstensen/dpa

August

Ruth Gassmann wurde in den 1960er-Jahren als Helga in den gleichnamigen Aufklärungsfilmen bekannt. Sie starb nach schwerer Krankheit am 7. August mit 85 Jahren. Fips Asmussen verließ uns am 9. August. Der Kult-Komiker und Alleinunterhalter wurde 82 Jahre alt. Pop-Sänger und Gitarrist Trini Lopez wurde mit Kultsongs wie "If I Had a Hammer" und "La Bamba" berühmt. Er starb am 11. August mit 83 Jahren an Covid-19. Am 15. August trauerte US-Präsident Donald Trump um seinen Bruder Robert Trump. Der Unternehmer wurde 71 Jahre alt. Drei Tage später nahm die Filmwelt Abschied von Ben Cross (†72). Der Schauspieler wirkte in "Star Trek" sowie zahlreichen anderen Filmen und Serien mit. Fans der legendären DDR-Band Puhdys mussten am 20. August den Tod des Ostrock-Urgesteins Harry Jeske verkraften. Der Bassist wurde 82 Jahre alt. Schauspieler Allan Rich stand für Steven Spielberg und Robert Redford vor der Kamera. Der Charakterdarsteller wurde 94 Jahre alt, er starb am 22. August. Große Anteilnahme löste auch der Tod von Chadwick Boseman am 28. August aus. Viele Promis und Filmfans trauerten um den Star aus "Black Panther", der mit nur 43 Jahren an Darmkrebs verstarb. Noch am gleichen Tag ging der Cartoonist und Fotograf Uli Stein (†73) von uns. Die witzigen Zeichnungen des international bekannten Künstlers wurden in vielen Zeitschriften abgebildet und verkauften sich auch in Buchform millionenfach.

Fips Asmussen (l.), Harry Jeske (M.) und Chadwick Boseman.
Fips Asmussen (l.), Harry Jeske (M.) und Chadwick Boseman.  © Holger Kasnitz/dpa, Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa, Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

September

Die Musikwelt erlitt einen Schock, als sie von dem Tod von Erick Morillo erfuhr. Der House-DJ und -Produzent starb mit nur 49 Jahren am 1. September. Birol Ünel (†59) wurde durch seine Mitwirkung in den Filmen von Fatih Akin bekannt, so etwa in "Soul Kitchen". Der türkisch-deutsche Schauspieler verstarb nach schwerer Krankheit am 3. September. Zwei Tage darauf nahm die tschechische Filmlandschaft Abschied von Jiří Menzel. Der talentierte Regisseur erlag im Alter von 82 Jahren einer Corona-Erkrankung. Als Sänger, Komponist und Saxophonist machte sich Ronald Bell mit Songs wie "Jungle Boogie" und "Celebration" einen Namen. Der Mitbegründer von Kool & The Gang starb am 9. September mit 68 Jahren. Diana Rigg erlangte im James-Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" und später in "Game of Thrones" Berühmtheit. Die britische Schauspielerin starb am 10. September mit 82 Jahren an Krebs. Star-Friseur Gerhard Meir wurde am 11. September tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der 65-Jährige hatte zuvor bereits eine Herzattacke und einen Schlaganfall hinter sich. Sabine Hahn wurde 83 Jahre alt. Die Tatort-Schauspielerin starb am 12. September. Sechs Tage später erschütterte der Tod der Juristin Ruth Bader Ginsburg (†87) die USA. Die Amerikanerin galt als Pionierin für Frauen- und Bürgerrechte. Als eigenbrötlerischer Bond-Schurke in "Moonraker" wurde Michael Lonsdale bekannt. Der Darsteller, der auch in "Der Name der Rose" zu sehen war, verstarb am 21. September im Alter von 89 Jahren. Michael Gwisdek ging nach schwerer Krankheit am 22. September von uns. Der Kino-Star wurde 78 Jahre alt. Die französische Chanson-Sängerin Juliette Gréco (†93) galt als Muse und Stilikone. Sie verließ die Welt der Musik am 23. September. Als Modepionier und Gründer des Modekonzerns Gerry Weber wurde Gerhard Weber zu einem der erfolgreichsten Textilunternehmer Deutschlands. Der Westfale und ehemalige Vorstandschef starb im Alter von 79 Jahren am 24. September. Drei Tage darauf nahm die deutsche Politik Abschied von Wolfgang Clement. Der Publizist und frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen erreichte ein Alter von 80 Jahren.

Ruth Bader Ginsburg, Gerhard Weber (M.) und Birol Ünel.
Ruth Bader Ginsburg, Gerhard Weber (M.) und Birol Ünel.  © picture alliance/dpa, Patrick Semansky/AP/dpa, Jörg Carstensen/dpa

Oktober

Der japanische Modedesigner Kenzō Takada gründete das Mode- und Kosmetikunternehmen KENZO. Er starb am 4. Oktober mit 81 Jahren an Covid-19. Am selben Tag nahm die Literaturwelt Abschied von Schriftsteller Günter de Bruyn (†93). Ebenfalls am 4. Oktober verstarb der 63-jährige Schauspieler Clark Middleton, der durch die Netflix-Serie "The Blacklist" bekannt wurde. Margaret Nolan zog als attraktives Bond-Girl im Film "Goldfinger" die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich. Sie starb am 5. Oktober im Alter von 76 Jahren. Eddie Van Halen verließ uns am 6. Oktober mit 65 Jahren. Die niederländisch-amerikanische Gitarren-Legende schrieb Musik-Geschichte. US-Sänger Johnny Nash erwärmte mit seinem Welthit "I Can See Clearly Now" die Herzen der Fans. Der Pop- und Reggae-Musiker starb am 6. Oktober im Alter von 80 Jahren. Ebenfalls am 6. Oktober ging der Kabarettist und Entertainer Herbert Feuerstein (†83) von uns. Am 12. Oktober verstarb die Schauspielerin Conchata Ferrell mit 77 Jahren. Als Haushälterin Berta in der Fernsehserie "Two and a Half Men" brachte sie Millionen von Zuschauern zum Lachen. Rhonda Fleming starb am 14. Oktober im stolzen Alter von 97 Jahren. Sie war eine Filmgröße der goldenen Ära Hollywoods. Auch James Redford (†58) war in der Filmbranche tätig. Der Dokumentarfilmer und Umweltschützer war der Sohn von Robert Redford, er starb am 16. Oktober. Drei Tage darauf trauerten Musikliebhaber um den Multiinstrumentalisten und Sänger Spencer Davis, der im Alter von 81 Jahren verstarb. Zeichentrick-Fans mussten am 21. Oktober den Tod von Marge Champion verkraften, die ein wunderbares Alter von 101 Jahren erreichte. Als Tanzmodell war sie eine enorme Hilfe für das oft männlich geprägte Animationsteam der Walt Disney Studios. Thomas Oppermann war ein treuer Verfechter der deutschen Sozialdemokratie. Der Bundestags-Vizepräsident starb völlig überraschend am 25. Oktober mit 66 Jahren. Am letzten Tag des Monats wurde die Filmwelt vom Tod von Sean Connery (†90) erschüttert. Ob als Geheimagent James Bond, als Vater von Indiana Jones an der Seite von Harrison Ford oder als sowjetischer U-Boot-Kapitän in "Jagd auf Roter Oktober": Der britische Charakterdarsteller schrieb Filmgeschichte. Ebenfalls am 31. Oktober verstarb Mario Ohoven im Alter von 74 Jahren bei einem Verkehrsunfall. Der BVMW-Präsident machte sich als umsichtiger Finanzvermittler und Anlageberater einen Namen.

Sean Connery (l.) und Thomas Oppermann.
Sean Connery (l.) und Thomas Oppermann.  © picture alliance/Michael Kappeler/dpa, Danny Lawson/PA Media/dpa

November

Am 1. November wurde der Schauspieler Eddie Hassell im Alter von nur 30 Jahren erschossen. Er war unter anderem im Film "The Kids Are All Right" zu sehen. Am nächsten Tag schockierte der Tod von Dietrich Adam (†67) die Fans der Seifenoper "Sturm der Liebe". Auch Elsa Raven verstarb am 2. November. Die Schauspielerin, die für zahlreiche Nebenrollen in Filmen wie "Zurück in die Zukunft" und "Titanic" bekannt war, wurde 91 Jahre alt. Remo Largo schrieb etliche Sachbücher über Erziehung, Individualität und Entwicklungspsychologe. Der Schweizer Kinderarzt starb am 11. November im Alter von 76 Jahren. Sänger und Entertainer Des O’Connor erreichte ein Alter von 88 Jahren, bevor er am 14. November von uns ging. Der Brite hatte mehr als 45 Jahre lang seine eigene Show im Fernsehen. Harald Ringstorff war von 1998 bis 2008 Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Er starb mit 81 Jahren an den Folgen einer Nervenkrankheit am 19. November. Nur einen Tag später trauerte die Öffentlichkeit um den Berliner Star-Friseur Udo Walz, der überraschend mit 76 Jahren verstarb. Am 22. November verließ uns der ehemalige RTL-Moderator Geert Müller-Gerbes (†83), der sich als Talkshow-Pionier einen Namen machte. Der plötzliche Tod von Karl Dall erschütterte die Nation am 23. November. Der sympathische Komiker mit dem markanten rechten Augenlid als Folge einer angeborenen Lidmuskelschwäche brachte regelmäßig ein Millionen-Publikum zum Lachen. Er wurde 79 Jahre alt. Fußball-Fans auf der ganzen Welt trauerten am 25. November um die argentinische Sport-Legende Diego Maradona. Die "Hand Gottes" starb wenige Wochen nach ihrem 60. Geburtstag. Peter Radtke ging am 28. November mit 77 Jahren von uns. Der Schauspieler und Autor engagierte sich für die Belange behinderter Menschen. Am gleichen Tag nahmen Star-Wars-Fans Abschied von David Prowse (†85), der den finsteren Antagonisten Darth Vader verkörperte.

Udo Walz (l.), Diego Maradona (M.) und Karl Dall.
Udo Walz (l.), Diego Maradona (M.) und Karl Dall.  © Georg Wendt/dpa, Soeren Stache/dpa, picture alliance/Patrick Seeger/dpa

Dezember

Valéry Giscard d’Estaing erreichte ein stolzes Alter von 94 Jahren. Der ehemalige französische Staatspräsident und überzeugte Europäer verstarb am 2. Dezember an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Natalie Desselle-Reid (†53) stand mit vielen Hollywood-Größen vor der Kamera. Die Schauspielerin verlor am 7. Dezember den Kampf gegen ihre Darmkrebserkrankung. Einen Tag später starb der Fußballspieler und Trainer Alejandro Sabella im Alter von 66 Jahren. Der Argentinier holte mehrere Meistertitel. Ein weiterer Verlust für die Fußballwelt war der Tod des Italieners Paolo Rossi (†64) am 9. Dezember. Er erzielte sechs Tore bei der Weltmeisterschaft 1982. Gotthilf Fischer wurde als Chorleiter berühmt, er schlief am 11. Dezember im Alter von 92 Jahren friedlich ein. Literatur-Kenner trauerten am Folgetag um den bekannten Bestseller-Autor John le Carré (†89). Geprägt vom Ost-West-Konflikt schrieb der Schriftsteller zahlreiche spannende Spionage-Romane. Am 14. Dezember starb der Fußballtrainer Gérard Houllier nach einer Herzoperation. Der Franzose wurde 73 Jahre alt. Jeremy Bulloch verkörperte in mehreren Filmen von "Star Wars" den Kopfgeldjäger Boba Fett. Am 17. Dezember nahmen die Fans Abschied von dem 75-jährigen Schauspieler. Der schwedische Musiker Pelle Alsing prägte zusammen mit Marie Fredriksson und Per Gessle die Popband Roxette. Der Schlagzeuger starb am 19. Dezember mit 60 Jahren. Claude Brasseur (†84) wurde Filmliebhabern durch seine Rolle als François Beretton in "La Boum" bekannt, er verstarb am 22. Dezember. Noch am selben Tag ging Stella Tennant von uns. Das schottische Model lief für namhafte Modehäuser über den Laufsteg und prägte hochwertige Marken wie Chanel und Lagerfeld, sie wurde nur 50 Jahre alt. Ivry Gitlis starb am 24. Dezember im hohen Alter von 98 Jahren. Der israelisch-französische Violinist war in den bekanntesten Konzerthäusern der Welt zu Gast. Ebenfalls 98 Jahre alt wurde der visionäre Modeschöpfer Pierre Cardin, der zu den reichsten Männern Frankreichs gehörte. Der Unternehmer, der als Pionier der futuristischen Mode gilt, verließ uns am 29. Dezember.

Stella Tennant und John le Carré.
Stella Tennant und John le Carré.  © Etienne Laurent/EPA/dpa, Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Diese Promis mögen von uns gegangen sein, doch sie alle leben in den Herzen ihrer Fans und Familien weiter.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa, picture alliance / Michael Kappeler/dpa, imago images / Future Image, Chris Pizzello/Invision/AP/dpa, dpa/PR

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