WM 2026 live: Portugal siegt emotional in Gedenken an Diogo Jota (†28), die Schweiz besiegt Algerien

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Das Sechzehntelfinale der Fußball-WM 2026 ist in vollem Gange. Kanada, Brasilien, Marokko, Paraguay, Norwegen, Frankreich, Mexiko, England, die USA, Belgien, Spanien, Portugal und die Schweiz stehen bereits im Achtelfinale.

Deutschland ist in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay gescheitert und Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) steht kurz vor seinem Abschied.

Am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag beschließen die Begegnungen Australien gegen Ägypten sowie Argentinien gegen Kap Verde und Kolumbien gegen Ghana das Sechzehntelfinale.

In unserem WM-Ticker versorgen wir Euch mit allen wichtigen Informationen während des Turniers.

3. Juli, 7.06 Uhr: Portugal sieg emotional in Gedenken an Diogo Jota , die Schweiz haut Algerien raus

Portugal hat einen extrem emotionalen Sieg gegen Kroatien gefeiert und steht im Achtelfinale der WM. Ausgerechnet am Todestag von Diogo Jota (†28) am heutigen Freitag setzte sich das Team um Superstar Cristiano Ronaldo mit 2:1 durch.

Nach dem Abpfiff brach Ronaldo in Tränen aus und hielt das Trikot des verstorbenen Kollegen hoch, anschließend zog er es sich an. Zuvor hatte CR7 in der 68. Minute per Elfmeter nicht nur zum 1:1 ausgeglichen, sondern schoss sein erstes Tor in einer K.-o.-Runde der WM.

Ivan Perisic hatte Kroatien in der 53. Minute in Führung gebracht, Goncalo Ramos ließ ganz Portugal in der 94. Minute mit seinem Siegtreffer jubeln. Dabei hatte der Kroate Josko Gvardiol in der 13. Minute der Nachspielzeit das 2:2 markiert, doch das Tor kassierte der VAR aufgrund einer Abseitsstellung.

Die Schweiz setzte sich mit 2:0 gegen Algerien durch. Breel Embolo und Dan Ndoye erzielten die Tore.

Portugal - Kroatien 2:1 (0:0)

Portugal: D. Costa - João Cancelo (62. G. Ramos), R. Dias, Veiga, N. Mendes - J. Neves, Vitinha (62. B. Silva) - Neto (62. Conceicao), B. Fernandes (62. N. Semedo), Leão - Cristiano Ronaldo (81. R. Neves)

Kroatien: Livakovic - Stanisic, Sutalo, Pongracic, Perisic - Modric - P. Sucic, Vlasic (90.+2 Gvardiol), Kovacic (90.+6 Kramaric), Baturina (68. Marco Pasalic) - Budimir (46. Matanovic)

Schiedsrichter: Espen Eskas (Norwegen)

Zuschauer: 43.036 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Perisic (53.), 1:1 Cristiano Ronaldo (68./Foulelfmeter), 2:1 G. Ramos (90.+4)

Gelbe Karten: R. Dias (1) / Modric (1), Perisic (2)

Schweiz - Algerien 2:0 (1:0)

Schweiz: Kobel - D. Zakaria (87. Widmer), N. Elvedi, Akanji, Ricardo Rodriguez - Xhaka, Freuler - Ndoye (87. Aebischer), Manzambi (70. Okafor), R. Vargas (70. Rieder) - Embolo (82. Amdouni)

Algerien: Zidane - Belghali (82. Boulbina), Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri - N. Bentaleb (71. Boudaoui), Zerrouki (58. Gouiri), Maza - Chaibi, Mahrez (71. Hadj Moussa), Aouar (58. Hadjam)

Schiedsrichter: Yael Falcón (Argentinien)

Zuschauer: 52.497

Tore: 1:0 Embolo (10.), 2:0 Ndoye (46.)

Gelbe Karten: - / Chaibi (1), Boudaoui (1)

Das gesamte portugiesische Team gedachte dem am 3. Juli 2025 verstorbenen Diogo Jota (†28).
Das gesamte portugiesische Team gedachte dem am 3. Juli 2025 verstorbenen Diogo Jota (†28).  © Sammy Kogan/The Canadian Press/AP/dpa
Direkt nach seinem Tor zeigte Cristiano Ronaldo gen Himmel.
Direkt nach seinem Tor zeigte Cristiano Ronaldo gen Himmel.  © Nathan Denette/The Canadian Press/AP/dpa
Breel Embolo schoss das 1:0 für die Schweiz.
Breel Embolo schoss das 1:0 für die Schweiz.  © Lindsey Wasson/AP/dpa

2. Juli, 22.58 Uhr: Spanien schlägt Österreich und bleibt auf Titelkurs

Keine Überraschung im Sechzehntelfinale zwischen Spanien und Österreich! Die Mannschaft von Ralf Rangnick unterlag dem über weite Strecken sehr souverän auftretenden Star-Ensemble um Lamine Yamal am Donnerstagabend mit 0:3 (0:1).

Mikel Oyarzabal belohnte die "Furia Roja" in der 36. Minute für eine starke erste Hälfte mit dem Brustlöser zum 1:0 nach Cucurella-Vorlage, im zweiten Durchgang sorgte Pedro Porro dann per Kopf für die Vorentscheidung (66.), ehe erneut Oyarzabal kurz vor Schluss noch endgültig den Deckel draufmachte.

Spanien - Österreich 3:0 (1:0)

Spanien: Simón - Porro, Cubarsi, Laporte (90.+3 Pubill), Cucurella - Rodri, Pedri (90.+3 Ruiz) - Yamal (85. Gavi), Olmo (71. Merino), Baena (71. Fer. Torres) - Oyarzabal

Österreich: A. Schlager - Posch (85. Prass), Danso, Alaba, Laimer - Seiwald (46. Chukwuemeka), X. Schlager (46. Grillitsch) - R. Schmid (60. Kalajdzic), Wanner, Sabitzer - Gregoritsch (60. Arnautović)

Schiedsrichter: Glenn Nyberg (Schweden)

Zuschauer: 70.492 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Oyarzabal (36.), 2:0 Porro (66.), 3:0 Oyarzabal (89.)

Gelbe Karten: - / Posch (2)

Mikel Oyarzabal (l.) avancierte gegen Österreich zum Matchwinner für Spanien.
Mikel Oyarzabal (l.) avancierte gegen Österreich zum Matchwinner für Spanien.  © Ringo Chiu/ZUMA Press Wire/dpa

2. Juli, 16.19 Uhr: Nagelsmann-Aus rückt wohl näher

Julian Nagelsmann (38) steht als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft offenbar vor dem Aus. Seine Entlassung scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Die DFB-Spitze soll dem Bundestrainer in einer rund dreistündigen Sitzung zum Rücktritt geraten haben. Das berichtet die "Bild".

Hier erfahrt Ihr alles dazu: "DFB-Bosse raten Nagelsmann zu Rücktritt: Bundestrainer vor dem Aus!"

2. Juli, 15.38 Uhr: Kongo-Pressesprecher verkündet Todesfall

Auf der Pressekonferenz nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen England ist der Tod des Vaters von Kongo-Trainer Sébastien Desabre (49) bekannt gegeben worden.

Nach der letzten Frage an den 49-jährigen Chefcoach ergriff der Sprecher der Demokratischen Republik am Ende das Wort und teilte die tragische Nachricht mit: "Wir möchten Sie darüber informieren, dass der Trainer seinen Vater verloren hat. Unser aufrichtiges Beileid".

Neben ihm wirkte Desabre einen Augenblick irritiert, der Franzose blieb wie eingefroren sitzen, blickte ungläubig und ging dann vom Podium.

Wann er davon erfahren hatte, wurde nicht mitgeteilt.

2. Juli, 14.45 Uhr: England-Coach Tuchel mit Eltern-Appell vor Mexiko-Duell

Weiter geht es für die englische Nationalmannschaft nach dem Sieg in der K.o.-Phase gegen die DR Kongo am kommenden Montag mit dem Achtelfinale gegen Mexiko. Um den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen, hoffen die "Three Lions" auf den Support aller Fans.

"In vier Tagen steht ein riesiges Spiel an, und wir brauchen die Unterstützung von allen. Vor allem von den Kindern", sagte Nationaltrainer Thomas Tuchel (52) im Hinblick auf die bevorstehende Partie am Montag um 2 Uhr deutscher Zeit.

Gleichzeitig äußerte der 52-jährige Chefcoach einen Appell an die Eltern, erklärte: "Schreibt eine Entschuldigung für die Schule und lasst sie Fußball schauen. Kommt schon - es gibt noch genug Zeit, um zur Schule zu gehen. Aber die Weltmeisterschaft findet nur alle vier Jahre statt."

Hat Eltern dringend gebeten, ihre Kinder länger aufbleiben zu lassen: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel (52).
Hat Eltern dringend gebeten, ihre Kinder länger aufbleiben zu lassen: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel (52).  © RICHARD PELHAM / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

2. Juli, 13.46 Uhr: Belgien-Stars gehen aufeinander los

Da ist die Stimmung wohl kurz gekippt!

Im WM-Sechzehntelfinale gegen den Senegal gingen die beiden Belgier Youri Tielemans und Leandro Trossard aufeinander los.

Was da los war, erfahrt Ihr hier: "Nerven-K.-o. im WM-Spiel! Teamkollegen gehen sich heftig an"

2. Juli, 8.03 Uhr: Aus Protest gegen das Trainerteam! Senegal-Star Pape Gueye tritt nach Ausscheiden zurück

Kurz nach dem dramatischen WM-Aus mit dem Senegal hat einer der Stars des Teams seinen Rücktritt auf Instagram erklärt. Pape Gueye (27) schrieb:

"Ich werde nochmal zurückkommen und mich mit ein paar Worten zum Ausscheiden äußern... Aber ich gebe heute bekannt, dass so lange dieser Trainerstaff da ist, ich eine Pause in der Nationalmannschaft einlegen werde."

Der Mittelfeldspieler des FC Villareal wurde bereits in der 66. Minute ausgewechselt, da führte sein Team noch mit 2:0. Direkt nach dem Abpfiff hatte er noch gesagt: "Ich war körperlich in guter Form, aber letztlich trifft der Trainer die Entscheidungen" und angefügt: "Das respektieren wir."

Innerlich sah es bei ihm aber offenbar ganz anders aus.

Pape Gueye (27) ist direkt nach dem WM-Aus mit dem Senegal aus der Elf zurückgetreten.
Pape Gueye (27) ist direkt nach dem WM-Aus mit dem Senegal aus der Elf zurückgetreten.  © FRAN SANTIAGO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP
Hier wird der Star der Senegalesen (r.) in der 66. Minute ausgewechselt.
Hier wird der Star der Senegalesen (r.) in der 66. Minute ausgewechselt.  © FRAN SANTIAGO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

2. Juli, 6.53 Uhr: Belgien dreht 0:2-Rückstand gegen Senegal, USA besiegen Bosnien-Herzegowina

Die Belgier haben im Sechzehntelfinale ein überragendes Comeback gegen den Senegal hingelegt. Das Team drehte einen 0:2-Rückstand und siegte am Ende in der 125. Minute nach einem langen Videobeweis dank eines Elfmeters.

Die USA sind als dritte Gastgeber-Nation ebenfalls ins Achtelfinale eingezogen. Die Mannschaft setzte sich klar mit 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina durch. Dabei ging es auch nicht ohne Drama zu, denn Folarin Balogun trafg erst zum 1:0 und flog dann in der zweiten Halbzeit früh mit einer umstrittenen Roten Karte vom Platz.

Trotzdem rettete das Team vom argentinischen Trainer Mauricio Pochetttino die Führung über die Zeit.

USA - Bosnien-Herzeg. 2:0 (1:0)

USA: Freese - Freeman, C. Richards, Ream - Dest (87. Berhalter), T. Adams, A. Robinson - McKennie (90.+5 Reyna), M. Tillman - Balogun, Pulisic (87. Pepi)

Bosnien-Herzeg.: Vasilj - Katic (75. Memic), Muharemovic, Radeljic - Dedic, Sunjic (51. Tahirovic), Gigovic (51. Bajraktarevic), Kolasinac (75. Tabakovic) - Alajbegovic - Demirovic, Dzeko (51. Mahmic)

Schiedsrichter: Raphael Claus (Brasilien)

Zuschauer: 68.827 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Balogun (45.), 2:0 M. Tillman (82.)

Gelbe Karten: - / Radeljic (1)

Rote Karten: Balogun (64./grobes Foulspiel) / -

Belgien - Senegal 3:2 n.V. (0:1,2:2)

Belgien: Courtois - Castagne, Theate, Mechele, De Cuyper (78. Meunier) - Vanaken (63. D. Moreira), Tielemans - Trossard (109. Onana), De Bruyne (56. Raskin), Doku (56. Lukébakio) - De Ketelaere (46. Lukaku)

Senegal: Diaw - Diatta, Ciss, Niakhaté, Jakobs (93. E. H. M. Diouf) - Diarra (73. P. M. Sarr), I. Gueye (95. Sapoko Ndiaye), P. Gueye (66. Camara) - I. Ndiaye (73. Mbaye), I. Sarr, Mané (93. Jackson)

Schiedsrichter: Hector Said Martinez (Honduras)

Zuschauer: 66.925 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Diarra (24.), 0:2 I. Sarr (51.), 1:2 Lukaku (86.), 2:2 Tielemans (89.), 3:2 Tielemans (120.+5/Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Mechele (1) / Camara (1)

Folarin Balogun (2.v.l.) traf für die USA zum 1:0 und flog wenig später vom Platz.
Folarin Balogun (2.v.l.) traf für die USA zum 1:0 und flog wenig später vom Platz.  © Martin Meissner/AP/dpa
Die Belgier um Torhüter Thibaut Courtois siegten dramatisch gegen den Senegal.
Die Belgier um Torhüter Thibaut Courtois siegten dramatisch gegen den Senegal.  © Abbie Parr/AP/dpa

1. Juli, 22.15 Uhr: Joshua Kimmich fühlt sich nach deutschem WM-Aus "einfach nur leer"

Am Mittwochabend meldete sich auch noch der DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31) in den sozialen Netzwerken und drückte seine Enttäuschung über das frühe WM-Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft aus.

"Ich bin gerade einfach nur leer und mir ist überhaupt nicht danach, mich zu melden. Aber es gehört dazu, sich auch diesen Situationen zu stellen", so der Bayern-Profi.

Für Kimmich war es das erste Turnier mit der Binde am Arm, dafür allerdings bereits das dritte frühe Aus nach 2018 und 2022. "Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten. Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig", so der 31-Jährige.

Einen DFB-Rücktritt hatte Kimmich schon direkt nach der Blamage gegen Paraguay ausgeschlossen. "Aufgeben ist für mich niemals eine Option", bekräftigte er jetzt. "Um wieder klarzukommen, werde ich aber sicher mehr als ein paar Tage brauchen."

1. Juli, 20 Uhr: England dreht Rückstand gegen DR Kongo und steht im Achtelfinale

Die "Three Lions" bedanken sich bei Harry Kane! Der Super-Knipser des FC Bayern hat einen frühen Rückstand der englischen Nationalmannschaft gegen DR Kongo mit zwei späten Treffern praktisch im Alleingang zu einem 2:1-Sieg gedreht und sein Land so ins WM-Achtelfinale geführt.

Mutig und tapfer auftretende Kongolesen gingen bereits in der 7. Spielminute durch Brian Cipenga in Führung und machten der Truppe von Nationaltrainer Thomas Tuchel das Leben anschließend auch immer wieder schwer, doch in der Schlussphase richteten sich alle Blicke auf Kane. Erst veredelte der Mittelstürmer eine Gordon-Flanke per Kopf zum Ausgleich (75.), dann besorgte der Kapitän per sehenswertem Distanzschuss auch noch höchstselbst den Siegtreffer (86.).

England - DR Kongo 2:1 (0:1)

England: Pickford - Spence (70. Eze), Konsa, Guehi, O'Reilly - Anderson, Rice (90.+1 Stones) - Madueke (60. Saka), Ju. Bellingham, Rashford (60. A. Gordon) - Kane

DR Kongo: Mpasi - Wan-Bissaka, Mbemba, Tuanzebe, Masuaku (89. E. Kayembe) - Mukau (76. E. Kayembe), Moutoussamy (89. Mayele), Sadiki - Mbuku (64. Elia), Wissa, Cipenga (76. Bongonda)

Schiedsrichter: Adham Makhadmeh (Jordanien)

Zuschauer: 68.239 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Cipenga (7.), 1:1 Kane (75.), 2:1 Kane (86.)

Gelbe Karten: Ju. Bellingham (1) / Sadiki (2)

Ekstase pur! Harry Kane (l.) ballerte England gegen DR Kongo weiter.
Ekstase pur! Harry Kane (l.) ballerte England gegen DR Kongo weiter.  © Erik S. Lesser/AP/dpa

1. Juli, 18.32 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft bedankt sich - und appelliert an Fans

Mittlerweile hat sich auch der offizielle Account des DFB-Teams auf Instagram zu Wort gemeldet.

Man habe es nicht geschafft, zu zeigen, was in dieser Mannschaft steckt, und sei deshalb auch "zu Recht" früh ausgeschieden, hieß es in dem Statement. Neben dankenden Bekundungen an die Fans fielen dazu jedoch auch mahnende Töne: "Der Kritik an unseren Leistungen stellen wir uns. Sie ist berechtigt und gehört zum Sport. Hass aber gehört nicht dazu. Rassismus und andere Diskriminierungen akzeptieren wir nicht."

1. Juli, 16.25 Uhr: Manuel Neuer verabschiedet sich mit emotionalem Statement

"Es war mir immer eine Ehre!", schrieb der deutsche Rekordtorhüter am Mittwoch, rund zwei Tage nach dem WM-Aus, bei Instagram.

Anschließend erklärte der 40-Jährige seine Beweggründe für die Rückkehr in den DFB-Kasten sowie seine Gefühlslage nach dem bitteren Rausfliegen im Elfmeterschießen gegen Paraguay.

"Das frühe Ausscheiden bei der WM ist extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh", schrieb Neuer.

"Ich hatte mich ganz bewusst dafür entschieden, noch einmal für Deutschland zu spielen. Zum einen, weil es mich immer mit tiefem Stolz erfüllt hat, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Zum anderen, weil ich mit meinen 40 Jahren und den Erfahrungen aus 4 WM-Turnieren auch die jungen Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz bestmöglich unterstützen und Fußball-Deutschland helfen wollte. Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde."

Abschließend bedankte sich der Bayern-Star für die Unterstützung. Seinen erneuten Rücktritt hatte er bereits direkt nach der Pleite bestätigt.

Manuel Neuer (40) waren Enttäuschung und Schock ob des frühen WM-Ausscheidens noch auf dem Rasen anzusehen.
Manuel Neuer (40) waren Enttäuschung und Schock ob des frühen WM-Ausscheidens noch auf dem Rasen anzusehen.  © Tom Weller/dpa

1. Juli, 14.31 Uhr: Gelynchter Autofahrer, der nach WM-Sieg Mexikos in Menschenmenge fuhr, ist tot

Der Autofahrer, der nach dem WM-Sieg Mexikos gegen Tschechien im Ferienort Cabo San Lucas in eine Menschenmenge gefahren war, ist tot.

Wie die Zeitung "Reforma" berichtet, sei der Mann direkt nach dem Vorfall aus seinem Wagen gezerrt und verprügelt worden. Er erlitt schwere Verletzungen am Kopf, wurde in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Lokale Medien sprachen von einem regelrechten Lynchmord.

Bislang liegen keine Informationen dazu vor, ob der Mann mit Absicht in die Menschenmenge gefahren war, oder ob es sich um ein Versehen handelte. Bei dem Vorfall am 24. Juni waren 17 Menschen verletzt worden.

Nach dem Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gab es zudem sechs weitere Tote in Mexiko. So seien in Mexiko-City bei den Feierlichkeiten drei Menschen in der Nähe des "Ángel de la Indpendencia" gestorben. Sie seien in der Menge erdrückt worden.

Ein Mann (44) und eine Frau (48) sowie junge Frau (19) seien zudem an Erstickung gestorben, das teilte das Gesundheitsamt mit.

Der Fahrer des Wagens, der in Mexiko in eine feiernde Menschenmenge fuhr, wurde förmlich gelyncht.
Der Fahrer des Wagens, der in Mexiko in eine feiernde Menschenmenge fuhr, wurde förmlich gelyncht.  © Screenshot/X/@seunonoticias

1. Juli, 9.27 Uhr: Auch Ecuadors Nationaltrainer Sebastián Beccacece tritt zurück

Nach dem Niederländer Ronald Koeman (63) ist auch der Nationaltrainer Ecuadors, Sebastián Beccacece (45), zurückgetreten. Nach dem Aus seines Teams gegen Mexiko verkündete er das Ende seiner Amtszeit.

"Die Ergebnisse geben den Ton an, und heute muss ich mich von einer wunderschönen, wunderbaren Familie verabschieden", sagte der Auswahlcoach. Er gehe mit großer Dankbarkeit, Gelassenheit und innerem Frieden, "denn wir haben alles gegeben", sagte er.

"Ich denke, dass wir ein Erbe hinterlassen. Es war ein großartiges Abenteuer mit einem bittersüßen Ende", erklärte er. Im August 2024 hatte er das Nationalteam übernommen und wolle jetzt erst einmal Zeit mit seiner Familie genießen.

Sebastián Beccacece (45, r.) trat nach dem Aus als Nationaltrainer Ecuadors zurück.
Sebastián Beccacece (45, r.) trat nach dem Aus als Nationaltrainer Ecuadors zurück.  © Eduardo Verdugo/AP/dpa

1. Juli, 7.03 Uhr: Niederlande-Coach Ronald Koeman tritt zurück

Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko ist der Coach der Niederlande, Ronald Koeman (63), zurückgetreten. "Letzte Nacht habe ich die Entscheidung getroffen, meine Zeit als Nationalmannschaftstrainer zu beenden" schrieb er bei Instagram.

"Wir alle haben von einer Weltmeisterschaft geträumt, bei der wir Geschichte schreiben würden. Das ist nicht gelungen. Niemand ist darüber enttäuschter als ich. Als Nationaltrainer trägt man diese Verantwortung. Die habe ich immer gespürt und werde sie auch immer spüren", erklärte der Trainer weiter.

Koeman war seit Januar 2023 Bondscoach, hatte zuvor bereits von Februar 2018 bis August 2020 eine Amtszeit als Nationaltrainer.

"Die vergangenen Jahre haben mir zudem erneut bewusst gemacht, dass es Wichtigeres gibt als Fußball. Fußball war mein Leben, aber Gesundheit ist unbezahlbar. Wenn jemand, den man von ganzem Herzen liebt, einen schweren Kampf ausfechtet, verändert sich die eigene Perspektive. Meine Frau Bartina hat mich trotz ihrer eigenen Krankheit jeden Tag unterstützt und ermutigt, meine Arbeit als Nationaltrainer zu Ende zu bringen. Das zeugt von einer unglaublichen Stärke. Dafür bin ich ihr dankbarer, als ich es jemals in Worte fassen könnte", erklärte er in Hinblick auf seine Frau Bartina, die seit 2010 gegen Brustkrebs ankämpft.

Ronald Koeman (63) ist als Nationaltrainer der Niederlande zurückgetreten.
Ronald Koeman (63) ist als Nationaltrainer der Niederlande zurückgetreten.  © Antonio Ojeda/ZUMA Press Wire/dpa

1. Juli, 6.34 Uhr: Frankreich und Mexiko ziehen ins Achtelfinale ein, wieder fliegt einer mit Rot wegen dieser Geste vom Platz

Die nächsten beiden Teams stehen im Achtelfinale der WM. Frankreich und Mexiko setzten sich in ihren Sechzehntelfinals souverän durch.

Die L'Équipe tricolore gewann klar mit 3:0 gegen Schweden, Mexiko sicherte sich durch einen 2:0-Erfolg über Ecuador das Weiterkommen. Dabei verzögerte sich der Anstoß der Partie von Mexiko wegen Gewitters in Mexiko-City um eine Stunde. Am Ende der Partie gab es Aufregung um Ex-Leverkusen-Star Piero Hinacpié (jetzt FC Arsenal), der in der 95. Minute nach Videobeweis wegen der Hand-vorm-Mund-Geste mit glatt Rot vom Platz flog.

Frankreich - Schweden 3:0 (1:0)

Frankreich: Maignan - Koundé (75. Gusto), Upamecano, W. Saliba, Digne (78. Théo Hernandez) - Tchouaméni, Rabiot - O. Dembélé (75. D. Doué), Olise (85. Cherki), Barcola - Mbappé (85. Mateta)

Schweden: Widell Zetterström - Svensson (82. Svanberg), Lagerbielke, Lindelöf, Gudmundsson - Elanga, Bergvall (65. Zeneli), Y. Ayari (82. Nygren), Stroud (65. T. Ali) - Gyökeres, Isak (89. G. Nilsson)

Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)

Zuschauer: 80.663

Tore: 1:0 Mbappé (45.), 2:0 Barcola (53.), 3:0 Mbappé (74.)

Mexiko - Ecuador 2:0 (2:0)

Mexiko: Rangel - J. Sanchez, Montes, Vasquez Ibarra, Gallardo - Mora (59. Gutiérrez), Lira, Romo Barron (73. O. Vargas) - Alvarado (80. Reyes), Jiménez (73. S. Giménez), Quinones (80. Pineda)

Ecuador: Galindez - Franco (46. Y. Medina), Ordonez (46. An. Preciado), Pacho, Hincapie - M. Caicedo, Vite - Yeboah (79. J. Caicedo), Angulo (79. Páez) - Plata, E. Valencia (59. K. Rodriguez)

Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)

Zuschauer: 80.824 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Quinones (22.), 2:0 Jiménez (31.)

Gelbe Karten: - / Franco (2), Páez (1), M. Caicedo (1)

Rote Karten: - / Hincapie (90.+5/Unsportlichkeit)

Ex-Leverkusen-Star Piero Hancapié flog mit glatt Rot vom Platz. Er hatte während einer Auseinandersetzung die Hand vor den Mund genommen.
Ex-Leverkusen-Star Piero Hancapié flog mit glatt Rot vom Platz. Er hatte während einer Auseinandersetzung die Hand vor den Mund genommen.  © Ricardo Mazalan/AP/dpa
Kylian Mbappé steuerte zwei Tore zum 3:0-Erfolg Frankreichs über Schweden bei.
Kylian Mbappé steuerte zwei Tore zum 3:0-Erfolg Frankreichs über Schweden bei.  © Pamela Smith/AP/dpa

30. Juni, 21.06 Uhr: Knapper Sieg gegen die Elfenbeinküste! Norwegen steht im WM-Achtelfinale

Norwegen hat das Ticket für die nächste K.-o-Runde gelöst. Die Skandinavier feierten am Dienstagabend im Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste einen knappen 2:1-Erfolg.

Antonio Nusa von RB Leipzig stellte dabei mit seinem Treffer (39. Minute) noch in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg. Amad Diallo (74.) glich für die Afrikaner zwar aus, doch Weltstar Erling Haaland (86.) sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung.

In der Runde der letzten 16 wartet mit Fünffach-Weltmeister Brasilien nun ein echtes Schwergewicht auf das Team von Nationaltrainer Ståle Solbakken.

Endergebnis

Elfenbeinküste - Norwegen 1:2 (0:1)

Elfenbeinküste: Y. Fofana - G. Doué, Kossounou, Agbadou, Konan (90.+3 B. Touré) - Kessié, Sangaré, Inao Oulaï (60. Amad Diallo) - Pépé (87. Diakité), Bonny (60. Wahi), Y. Diomande (90.+3 Guessand)

Norwegen: Nyland - Pedersen (83. Aursnes), Ajer, Heggem, Möller Wolfe - Ödegaard, S. Berge, Berg - Sörloth (71. Bobb), Haaland, Nusa (71. Schjelderup)

Schiedsrichter: Jesús Valenzuela (Venezuela)

Zuschauer: 69.665

Tore: 0:1 Nusa (39. Minute), 1:1 Amad Diallo (74.), 1:2 Haaland (86.)

Gelbe Karten: - / Nusa (1)

Norwegens Erling Haaland (25, Mitte) netzte zum entscheidenden 2:1 ein.
Norwegens Erling Haaland (25, Mitte) netzte zum entscheidenden 2:1 ein.  © Tony Gutierrez/AP/dpa

30. Juni, 18.08 Uhr: Entscheidung über Nagelsmann-Zukunft angekündigt

Bleibt Julian Nagelsmann (38) nach dem peinlichen WM-Aus weiterhin Bundestrainer? Eine Antwort darauf hat der Deutsche Fußball-Bund bislang noch nicht gegeben. Diese dürfte jedoch schon bald folgen.

Vor der Abreise aus dem Teamquartier in Winston-Salem hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf (64) in einer Mitteilung eine Aufarbeitung in den kommenden Tagen angekündigt.

"Nach der bitteren Niederlage gegen Paraguay und dem Ausscheiden bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko habe ich gestern noch länger mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und der sportlichen Leitung um Andreas Rettig und Rudi Völler zusammengesessen. Wir sind uns einig, dass das Abschneiden bei der WM nicht unseren Ansprüchen genügt", so der 64-Jährige. Demnach werde man "gemeinsam und in Ruhe" die Gründe aufarbeiten, "weshalb die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial nicht hat abrufen können und ihren eigenen und den Erwartungen Fußball-Deutschlands nicht gerecht geworden ist."

"Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", betonte Neuendorf zum Abschluss.

Droht Julian Nagelsmann (38) als Bundestrainer schon in naher Zukunft das Aus?
Droht Julian Nagelsmann (38) als Bundestrainer schon in naher Zukunft das Aus?  © Tom Weller/dpa

30. Juni, 17.34 Uhr: DFB-Profis dürfen individuell abreisen

Im WM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft stehen die letzten Vorbereitungen für die Rückreise an. Zusammen geht es dabei aber nicht los.

Wie der Deutschen Presse-Agentur nämlich bestätigt wurde, treten Joshua Kimmich (31) , Manuel Neuer (40) & Co. die Heimreise einzeln an.

Damit reist das Team nicht gemeinsam mit dem DFB-Partner Lufthansa nach Frankfurt am Main zurück, wie es auf dem Hinflug noch der Fall war.

Titelfoto: Lindsey Wasson/AP/dpa

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